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	<title>Poker Firma &#187; Benjamin Kang</title>
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	<description>Die ganze Welt ist Poker!</description>
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		<title>Lieber Franz Josef&#8230;</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 20:57:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Kang</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
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		<description><![CDATA[<br/>Offener Brief an Franz Josef Wagner - Kolumnist bei der Bild Zeitung<br />
Einen interessanten Brief hat uns Pokerspieler, F.J. Wagner via Bild Zeitung zukommen lassen...Hier der Originaltext von Franz Josef Wagner am 8.3.2010 :]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<br/><p>Offener Brief an Franz Josef Wagner &#8211; Kolumnist bei der Bild Zeitung<br />
Einen interessanten Brief hat uns Pokerspieler, F.J. Wagner via Bild Zeitung zukommen lassen&#8230;Hier der Originaltext von Franz Josef Wagner am 8.3.2010:</p>
<p><a  href="http://pokerfirma.de/wp-content/uploads/2010/03/franzjosef.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-44186" title="franzjosef"><img class="alignright size-full wp-image-44187" title="franzjosef" src="http://pokerfirma.de/wp-content/uploads/2010/03/franzjosef.jpg" alt="" width="207" height="172" /></a>Liebe Poker-Freunde,</p>
<p>immer gehört mein Mitgefühl den Opfern. Aber ihr mit Eurem Pokerface, Euren emotionslosen Echsen-Gesichtern macht es mir schwer. Meist versteckt Ihr auch noch Eure Augen hinter Sonnenbrillen, weil Augen Gier, Niedergeschlagenheit, Hoffnung, Bluff verraten. Euer Spiel ist, dem anderen sein Geld abzunehmen. Mitleidlos, kalt. Mit allen Tricks der Coolness.<br />
Vier mit Revolvern und Macheten bewaffnete Verbrecher haben Euch in Berlin überfallen, mit mindestens 200 000 Euro sind sie entkommen. Bei jeder Oma, der die Handtasche entrissen wird, habe ich Mitgefühl.</p>
<p>Bei Euch nicht.</p>
<p>Ihr tragt dunkle Sonnenbrillen. Ihr seid nicht klar, Euer Spiel ist, dem anderen sein Gesicht nicht zu zeigen.</p>
<p>Es ist so bizarr. In Berlin lebt jeder Siebte von Sozialhilfe, im „Hyatt Hotel“ spielen Pokerspieler um eine Million, vermummte Gangster stehlen sich das Preisgeld.<br />
Das ist unsere Hauptstadt. Vor dem „Hyatt Hotel“, dem Ort des Verbrechens, stehen Bettler. „Einen Cent“, sagen sie, „eine Zigarette“.<br />
Im Luxushotel wird nach drei Stunden Panik weiter gepokert.<br />
Ist dies unsere Welt?</p>
<p>Herzlichst<br />
Ihr F.J . Wagner</p>
<p><span style="background-color: #c0c0c0;"><i>Freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Hochgepokert.de. Der Text hat die Redaktion von Pokerfirma so gut gefallen, dass wir ihn mit Einverständnis von Ben Kang auch hier in seiner Kolumne veröffentlichen!</i></span></p>
<p><strong>Lieber Franz Josef,</strong><br />
Millionen von Menschen spielen in Deutschland Poker, einige mit Sonnenbrille, einige gar mit Echsen-Gesichtern. Es gibt Menschen die um Spielgeld Pokern, oder um 2€, manche gar um mehrere Tausend Euro. Ich spiele seit knapp vier Jahren Poker, ich habe nette, kluge, dumme, gierige und großzügige Pokerspieler kennengelernt. Eine solche Verallgemeinerung wie sie Dir in wenigen Sätzen gelingt, würde ich mir für eine so große und vielschichtige Gruppe von Menschen mit verschiedensten sozialen und ethnischen Hintergründen nie zutrauen. Dafür gebührt Dir alle Achtung &#8211; du BILDest Dir Deine Meinung wirklich präzise und unter Beachtung Deiner journalistischen Sorgfaltspflicht. Wie gesagt &#8211; mir ist das selbst nach 4 Jahren Poker nicht ansatzweise möglich.</p>
<p>Ein Pokerturnier ist ein Wettbewerb, er funktioniert im K.O. System. 10% der Spieler, die noch im Turnier sind, erhalten ein Preisgeld. Wer ausscheidet,  ist enttäuscht, wer gewinnt, ist euphorisch. Es wird geblufft und es werden Fehler gemacht. Ist ein Basketballspieler,  der einen Wurf antäuscht, um dann an seinem Gegner vorbeizuziehen,  ein schlechter Mensch ? Oder der Torwart,  der beim Elfmeter etwas mehr nach links als nach rechts hüpft ?</p>
<p>Richtig, wir Pokerspieler haben im Hyatt um Millionen gespielt &#8211; mehrere Tausend Spieler waren in Berlin, haben Hotelzimmer gebucht und Geld ausgegeben. Das ist gut für das arme Berlin, in dem jeder Siebte von Sozialhilfe lebt. Übrigens, ein paar Meter vom Hyatt entfernt wurden zuvor Schauspieler und Filme gefeiert, die Millionen kosten &#8211; einige hundert Meter weiter werden Tag für Tag Millionen an Steuergeldern teilweise auf recht fragwürdige Art investiert. Die Millionen, um die die Spieler spielten, wurden zuvor von ihrem eigenen Geld eingezahlt. Und genau diese Spieler sind auch bereit zu geben &#8211; zum Beispiel mit der Aktion<span style="color: #ff9900;"> <a  href="http://www.allin4kids.de" target="_blank">allin4kids.de</a></span>. Oder mit den $1.492.780, die die Spieler für Haiti gespendet und dafür einen <span style="color: #ff9900;"><a  href="http://www.pokerstarsblog.com/2010/ifrc-thanks-pokerstars-players-for-haiti-064616.html" target="_blank">Dankesbrief vom Roten Kreuz </a></span>erhalten haben.<br />
Poker ist vieles, lieber Franz Josef, nur emotionslos &#8211; das ist es sicher nicht. Wenn es so wäre, wie Du sagst,  hättest Du schon ein halbes Pokerface. Zwar noch zu viel Emotion, aber dafür schon recht echsenartig <img src='http://www.pokerfirma.com/wp-content/plugins/smilies-themer/poker/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Dein Benjamin Kang</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Lieber Erich Kollmann</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Oct 2009 20:16:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Kang</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[german highrollers]]></category>
		<category><![CDATA[kollmann]]></category>
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		<category><![CDATA[Poker]]></category>

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		<description><![CDATA[<br/>oder „Coolman“ - gar nicht cool fand ich deinen letzten Blogeintrag beim Pokerolymp. Wir kennen uns ja nun schon ein paar Jahre und hatten, zumindest von meiner Seite aus, kein persönliches Problem miteinander. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<br/><p>Mit Verwunderung habe ich nun gelesen, wie du George Danzer und mich als Kasperl bezeichnest – was ich, mit Verlaub, als Beleidigung empfinde. Wenn dir mein Kommentar bei der Show „German Highrollers“ nicht gefallen hat, dann hättest du mir das ja auch gerne persönlich mitteilen können. Da das nicht der Fall war, habe ich mich nun auch entschlossen, dir öffentlich zu antworten.</p>
<p>Dein Text scheint mir nur so von inhaltlichen Denkfehlern und Unwahrheiten zu strotzen.</p>
<p>Grundsätzlich, ein Kommentator muss nicht mehr erreicht haben als der, den er kommentiert. Ansonsten hätten wir in naher Zukunft Riesenprobleme z.B. beim Fußball, Tennis, Golf, der Formel 1 oder eben beim Pokern. Du könntest dann ja gar nicht mehr beim TV Pokern kommentiert werden – die beiden Phils, wahrscheinlich die einzigen die eine Berechtigung hätten dies zu tun, können ja kein Deutsch&#8230;.</p>
<p>Du sprichst von Kommentaren „weit unter der Gürtellinie“ &#8211; führst aber kein Beispiel an. Bitte zeige mir EINEN Kommentar, der beleidigend oder verletzend war. Vielleicht solltest du aber auch bedenken, dass es hier um Poker geht und nicht um die D-Jugend Stadtmeisterschaft im Hallenfußball Graz.</p>
<p><a  href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/10/kasper.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-33417" title="kasper"><img class="alignright size-full wp-image-33418" title="kasper" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/10/kasper.jpg" alt="" width="210" height="155" /></a>Eigentlich dachte ich, du seist schon lange genug in der Pokerszene, um die Absurdität deiner Argumentation zu erkennen – anscheinend ist dem jedoch nicht so. Du sagst inhaltlich, George und ich hätten kein großes Turnier gewonnen, am Tisch sitzen jedoch Poker Europameisterin und EPT Gewinner. Eigentlich hatte ich gedacht, die Pokerwelt hat sich da selbst erklärt – wir hatten doch nun wahrlich genug Beispiele für pokertechnisch unverdiente und glückliche Turniersiege in den letzten Jahren. Das schöne am Poker ist doch, das jeder gewinnen kann &#8211; an einem guten Tag auch Erich Kollmann. Du hast dich ja über meine Erfolge im Turnierpoker informiert und meintest selbst die ältesten Leute konnten sich nicht daran erinnern – im Gegensatz zu deinem Resümee müssen die Leute da nicht so alt sein. Ich jedenfalls hatte zur Zeit deines  letzten, und nach meiner Recherche auch einzigen Erfolges in einem Pokerturnier nennenswerter Größenordnung, noch nie von Flop, Turn und River gehört. Es wäre jetzt unfair, die Anzahl der gespielten Turniere zu vergleichen, laut Ergebnissen scheinst du deutlich mehr 200er und 300er Turniere in deiner Heimat zu spielen als ich jemals schaffen werde.</p>
<p>Schnell wird Neid und Missgunst vermutet, wenn man jemanden im Kommentar kritisiert. Wenn du wenigstens fachliche Beispiele nennen würdest, kann man ja diskutieren. Aber in deinem Blog bleibst du sehr unkonkret und schwammig, hoffentlich nicht wegen mangelnder Beispiele. Aber ich kann dich trotzdem beruhigen, neidisch bin ich noch nie gewesen – und bezogen auf die Highrollershow noch am ehesten auf Markus Golsers Outfit. Wenn man einen Pokerturniergewinner beneidet, dann sollte es doch bitte ein WSOP Main Event Champion sein. Das ist wirklich beneidenswert.</p>
<p>Dann schiebst du mir noch „Donkey Call“ in einer Situation unter, die man anscheinend nur mit Wissen der Hole Cards dementsprechend beurteilen kann. Auch hier bleibst du wieder jegliche Erklärung oder Beweis schuldig. Schade eigentlich und auch ziemlich unfair.</p>
<p>Zu guter Letzt unterstellst du auch noch den Versuch, den Pokerboom zu sabotieren. Gerade in Bezug auf die Highrollershow ist das wirklich lächerlich – seit 2 Jahren habe ich für diese Show plädiert. Die Show soll mehr als Poker sein, sie soll unterhalten. Und zu Unterhaltung gehört auch ein entsprechender Kommentar – manchmal darf der, nicht nur aus fachlichen Gründen, ruhig auch ein bisschen aggressiver sein. Es kann doch nicht Sinn und Zweck sein, alles schön und kuschelig zu reden. Sicher, damit schafft man sich im Zweifel keine Feinde, ob es der Sendung gut tut wage ich zu bezweifeln.</p>
<p>Schade wenn du nicht gut unterhalten wurdest – ich habe das gesagt, was ich mir wirklich denke. Ein ehrlicher Kommentar kann niemals wirklich falsch sein und ich werde zusammen mit vielen anderen weiter daran arbeiten, dass Poker groß bleibt in Deutschland. Wenn ich mich dadurch für dich zum &#8220;Kasperl&#8221; mache, soll mir das auch recht sein.</p>
<p><i>Ben Kang</i></p>
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		<title>German High Rollers ist nicht High Stakes Poker</title>
		<link>http://www.pokerfirma.com/kolumnen/german-high-rollers-ist-nicht-high-stakes-poker/15687</link>
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		<pubDate>Mon, 20 Apr 2009 12:30:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Kang</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<br/>Ich gehe heute einfach mal davon aus, dass der geneigte Leser mindestens eine Folge der „German High Rollers“ gesehen hat – falls nicht, empfiehlt sich vor der Lektüre meines Beitrags ein kurzer Blick auf youtube. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<br/><p>Ich möchte heute niemanden mit meinem persönlichem Pokerschicksal bei dieser Show langweilen und erspare allen hiermit ausnahmsweise jede der zahlreichen Bad Beat Storys aus Saalbach. Dort nämlich, im schönen Alpine Palace Hotel, wurde die aktuelle Serie gedreht.</p>
<p>Das Set war sehr gelungen, es war das mit Abstand beste, welches ich bei einer deutschen Pokerproduktion (und auch vielen internationalen) je gesehen habe. Die Produktionsqualität im Allgemeinen würde ich als sehr hochwertig und weitgehend gelungen bezeichnen. Natürlich gibt es Verbesserungspotential – ich will jetzt nicht in Details gehen, aber auch meinen Teil dazu beitragen, dass an einigen Kanten geschliffen wird. Doch dazu dann nach der WSOP mehr…<a  href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/04/kang2.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-15687" title="kang2"><img class="alignright size-full wp-image-15699" style="border:none 0px" title="kang2" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/04/kang2.jpg" alt="" width="210" height="165" /></a></p>
<p>Soviel zum technischen Teil, der natürlich bei einem TV Format eine entscheidende Rolle spielt. Wer ernsthaft „German High Rollers“ mit anderen TV Pokerformaten aus Deutschland und Europa vergleicht, wird zugeben müssen, dass es deutlich im oberen Drittel anzusiedeln ist. Und jetzt komme ich auf den Punkt – natürlich ist es nicht mit dem „Original“ und Vorbild „High Stakes Poker“ aus den USA zu vergleichen. In einigen Foren habe ich immer wieder über diesen Vergleich gelesen. Meiner Meinung nach ist er fehl am Platz, es ging und geht nicht darum, HSP auf Deutsch zu kopieren – es geht darum, eine deutschsprachige Runde beim Cashgame zu zeigen. Viele kritisieren, und das auch zu Recht, die massenhaft produzierten Single Table Crap Shoot Formate, die zu Promotionzwecken rausgeballert werden. Bei den GHRs hat jedoch der Sponsor Pokerstars einiges investiert, um mal was anderes zu präsentieren – und das ohne für das Format Online Qualifier ausspielen zu können und auch mit einigen nicht PS gesponserten Spielern am Tisch. Keiner hätte mit diesen Parametern ein ähnliches Format produziert und finanziert – darum bin ich vor allem auch froh darüber, dass es so eine Show überhaupt gibt.</p>
<p><a  href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/04/scheinillu.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-15687" title="scheinillu"><img class="alignright size-full wp-image-15691" style="border: 0pt none;" title="scheinillu" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/04/scheinillu.jpg" alt="" width="200" height="158" /></a>Ein weiterer verbreiteter Kritikpunkt sind die Blinds, häufig heißt es da „ Das ist doch gar kein High Stakes Poker“. Klar, es ist nicht das Game, welches bei HSP gezeigt wird. Aber es muss doch eigentlich auch jedem halbwegs informierten Pokerinteressierten klar sein, dass wir im deutschsprachigen Raum keine 200/400€ NL Partie für eine TV-Aufzeichnung zusammen bekommen. Ich wehre mich auch entschieden gegen einen gewissen „Werteverfall“ in der deutschen Pokerszene. Da werden auf einmal Blinds von 25/50 Ante 5 Euro zu Peanuts deklariert, Pötte im Gegenwert eines durchschnittlichen deutschen Jahresgehalts gibt es nicht in einer Microstakesrunde und sind in meinem Weltbild auch noch durchaus für einen erhöhten Puls gut. Natürlich hat sich die Pokerwelt rasant entwickelt, vor wenigen Jahren waren 6-stellige Pötte, egal ob online oder live noch die absolute Ausnahme. In der aktuellen HSP Season 5 spielen Barry Greenstein und Tom Dwan dann erst einen 500k$ und dann einen 910k$ Pot aus. Bitte schaut euch mal genau Barry bei den beiden Pötten an – die Action ging nicht spurlos an Ihm vorbei. Beim ersten Pot zittert seine Hand regelrecht ,als er ein Reraise ansetzt. Da werden gigantische Summen ausgespielt und es ist offensichtlich, dass einige Akteure deutlichen Respekt vor dem Geld am Tisch haben. Eine Pokerpartie wird durch die Höhe der Blinds und Pötte technisch nicht besser oder schlechter – natürlich ist es unglaublich faszinierend und spannend, wenn 2 Millionen Dollar am Tisch sind. Ich bin ein absoluter HSP Fan – es gibt keine Pokersendung, die ich lieber sehe. Vom Spiel her stehe ich jedoch 100%ig hinter GHRs – spieltechnisch muss sich die Show hinter keiner anderen verstecken. Mir fallen alleine von meinem Drehtag (ich war nur an einem Tag anwesend) mindestens 5-6 sehr interessante Hände ein, die spannend und auf spielerisch hohem Niveau ausgefochten wurden.</p>
<p>Mein Fazit: Die Sendung war für mich seit langem endlich eine deutsche Pokersendung, die ich im TV gerne gesehen habe.</p>
<p>Und eine kleine Beichte muss ich auch noch loswerden – ich habe mich schon mehrmals darüber geärgert, dass die Spieler bei HSP den Dealern auch nicht nur einen Dollar Trinkgeld geben. Nun sitze ich in einer TV Cashgamerunde und habe der reizenden Steffi außer Komplimenten nicht einen Chip spendiert und auch ehrlich gesagt nicht eine Sekunde daran gedacht. Schande über mich… Steffi, in Monte Carlo werde ich das wieder in Ordnung bringen.</p>
<p>Viele Grüße aus San Remo<br />
(Livecoverage und Videos von der EPT San Remo bei hochgepokert.tv)<br />
Ben</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Meine Meinung zum Bregenzer Theater</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Dec 2008 00:40:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Kang</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<br/>Normalerweise gibt es das ganz große Theater in Bregenz nur direkt am Bodensee bei den Bregenzer Festspielen. Zurzeit scheint aber ein Parkettplatz im Casino Bregenz deutlich interessanter zu sein – der „<span style="color: #ff9900;"><a href="http://www.pokerfirma.de/news/ein-skandal-in-bregenz-der-gar-keiner-ist/5362">Skandal von Bregenz</a></span>“ steht auf dem Programm. Die Regisseure Stuchly und Fuchshofer inszenieren ein Drama in mehreren Akten, die männlichen Hauptrollen wurden gewichtig mit Jens Vörtmann und Thomas Bihl besetzt. Die undankbare Nebenrolle mit wenig Wortanteil ging an eine Dealerin des Hauses.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<br/><p>Spaß beiseite, es ist natürlich in keinem Fall angemessen, eine Situation zu beurteilen, die man nicht persönlich mitbekommen hat. Es gibt sicher einige regeltechnische Standards, die man an dieser Stelle benennen kann und darf, dies wurde aber in diesem Fall schon weitestgehend erledigt. Mir liegt etwas anderes schwer im Magen. Vorweg, ich kenne beide Protagonisten persönlich. Sowohl Jens wie auch Thomas schätze ich beide als Spieler wie auch als Menschen. Gerade Thomas habe ich als Teamkollegen beim diesjährigen „großen“ Poker Nations Cup als angenehmen, hilfsbereiten und korrekten Menschen erlebt. Umso mehr enttäuscht es mich jetzt, wenn es stimmen sollte, dass die Kommentare von Jens auf der Blogseite von Thomas tatsächlich gelöscht wurden. Dies kann ich im ersten Moment nur als Vorfall erklären, der nicht von Thomas autorisiert wurde. Aber noch mehr verwundert mich die Tatsache, wie die beiden diesen Fall öffentlich austragen. Meines Wissens nach hat es eine persönliche Aussprache gegeben und damit sollte so ein Vorfall doch eigentlich unter Männern und Pokerkollegen geklärt sein.</p>
<p>Der eigentliche Skandal ist also für mich nicht die Dealerin, die Regelauslegung oder die Entscheidung der Turnierleitung, sondern die Art und Weise des Umgangs der beiden Kollegen mit dem Vorfall. Jedem von uns Spielern sind schon Situationen untergekommen, bei denen uns das Verhalten eines Mitspielers nicht korrekt erschien. Das ganze passiert natürlich in einer ziemlichen Bandbreite – mal mischt sich ein nicht in die aktuelle Hand involvierter Spieler verbal ins Geschehen ein und so weiter und so fort. Dieser Vorfall jedoch kommt mir selbst aus Thomas’ Sicht nicht so gravierend vor, als dass ich Jens ein regelwidriges Fehlverhalten vorwerfen würde. Aber wie gesagt – ich will und kann das als Außenstehender nicht definitiv beurteilen.</p>
<p>Dennoch erweckt sich mir der Eindruck, als ob sich hier aus einem Disput im 500er Sideevent ein in dieser Schärfe unnötiger Streit entwickelt. An dieser Stelle möchte ich Thomas nochmals aufrichtig die Neutralität dieser Seite versichern – Kritik und differierende Meinungen sind hier ausdrücklich erlaubt. Zugegeben, der Anteil an persönlicherer Meinung der in Rosis Artikel einfließt, mag Ansichtssache sein. Aber eine Redaktion darf, ja sie sollte sogar eine Meinung haben – gerade das macht doch interessante und lesenswerte Artikel aus. Jeder Leser hat ja bei der Pokerfirma auch die Möglichkeit sich gegenteilig zu äußern. Auch bei „uns“ (PokerToday) müssen wir manchmal harte Kritik ertragen und vertragen, ich kann das akzeptieren solange es nicht grob unsachlich, diffamierend oder verletzend ist.</p>
<p>In diesem Sinne meine Bitte an Jens und Thomas – wenn Ihr diesen Streit schon öffentlich austragt, versucht die Meinung Dritter, sofern sie sachlich vorgetragen wird, zu respektieren. Akzeptieren müsst Ihr diese ja noch lange nicht. Und setzt endlich einen Termin fürs Heads Up for Rollz an!</p>
<p>Viele Grüße nach Bregenz<br />
Ben</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Der Wert des Geldes</title>
		<link>http://www.pokerfirma.com/kolumnen/der-wert-des-geldes/3277</link>
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		<pubDate>Tue, 28 Oct 2008 21:14:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Kang</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Poker]]></category>

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		<description><![CDATA[<br/>Ich möchte mich in meinem ersten Beitrag für die Pokerfirma einem Thema widmen, das mich seit Beginn meiner Pokerleidenschaft beschäftigt. Geld hat ja für jeden von uns immer einen subjektiv empfundenen Wert. Eigentlich ist ja die Wertigkeit des Geldes bestens definiert – man weiss eigentlich immer und zu jeder Zeit was wann für einen bestimmten Betrag erhalten kann.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<br/><p>Trotzdem gehen wir doch alle sehr unterschiedlich mit dem uns zur Verfügung stehenden Geld um. Für den einen reicht der Hauswein für € 4 das Glas, der engagierte Weinkenner wird diesen Tropfen noch nicht mal gegen Bezahlung probieren. Eigentlich möchte man meinen, dass der Wert des Geldes sich für jeden immer entsprechend des verfügbaren Vermögens entwickelt. Dass das nicht immer so ist, kann man von einem Valetparker oder Portier in einem Luxushotel erfahren  &#8211; meistens fällt das Trinkgeld der wohlbetuchten Kundschaft deutlich geringer als erwartet aus. Wie und wofür man sein Geld ausgibt, ist also auch eine persönliche, ja wahrscheinlich charakterbezogene Angelegenheit.</p>
<p>Ich hatte in meinem bisherigen Leben das Glück, meistens über genügend Geld für meine lebensnotwendigen und (zu) oft auch für meine vielleicht nicht ganz so dringenden Bedürfnisse zu haben. Ich würde mich von Haus aus eher als „loose“ denn als geizig bezeichnen <img src='http://www.pokerfirma.com/wp-content/plugins/smilies-themer/poker/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> Mein Verhältnis zur Wertigkeit des Geldes wurde jedoch drastisch durch den Beginn meiner Pokerleidenschaft beeinflusst. Angefangen habe ich mit NL Holdem Turnieren, entweder waren die Buy-Ins unter € 1.000 oder ich habe mich für größere Buy-Ins qualifiziert. Cashgame haben wir in unserer Berliner Runde in der Regel mit 2/5er Blinds gespielt. 2006 bin ich dann das erste Mal zum Pokern nach Vegas geflogen und habe mich in meinem Eifer gleich mal an den höheren Tischen probiert – die Wahl fiel auf 10/25-50$ Straddle. Viele von Euch werden ja den berühmten Live Straddle hinter dem Big Blind kennen, man postet den doppelten Big Blind mit Option, d.h. man kann erhöhen. Ich spielte damals im Rio, Austragungsort der WSOP, und dort gibt es zusätzlich noch den „Mississippi Straddle“. Dies ist eigentlich ein normaler Straddle, nur dass er vom Button erfolgt und die Action im Small Blind anfängt. Ich kann mich noch genau an mein „erstes Mal“ in einer hohen Partie erinnern – eingekauft habe ich mich mit $2.000. In einer meiner ersten Hände habe ich meinen Gegner Heads-Up mit ein Paar 7er runter gecalled und gleich einen schönen 3000er Pot gewonnen. Gleich in der nächsten Hand war ich im Small Blind und mein leicht tilltender Gegner aus dem vorigen Pot im Big Blind. Am Button gab es dann den besagten 50er Straddle und ich hielt KK und callte aus erster Position nur. Der Big Blind erhöhte auf 225, der Straddler zahlte nach und ich erhöhte nochmals auf 775. Daraufhin ging der Big Blind mit ca. 2500 All-In, der Button foldete und ich bezahlte natürlich. Das Duell Jacks gegen Kings gewann ich und konnte so meinen bis dato größten Cashgamegewinn verbuchen – ein tolles Gefühl <img src='http://www.pokerfirma.com/wp-content/plugins/smilies-themer/poker/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><a  href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2008/10/kangs_wertgedanken.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-3277" title="kangs_wertgedanken"><img class="alignright size-full wp-image-3278" style="border: 0pt none;" title="kangs_wertgedanken" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2008/10/kangs_wertgedanken.jpg" alt="" width="240" height="122" /></a>Im Jahr darauf spielte ich fast täglich mehrere Stunden PL Omaha bei der WSOP. Die Partie war eine äußerst actionreiche 25/50-Straddle 100$ Partie. Und hier wurde ich dann auch das erste Mal richtig nachdenklich in Bezug auf die Einsätze, mit denen ich spielte. Wie beim PLO üblich, entwickelten sich häufig gigantische Multiwaypötte – die Action ist nicht mit einer Holdem-Partie vergleichbar. Als ich dann so die ersten Male mehrere Hundert Dollar callte, dachte ich jedes Mal an den „reellen“ Wert der Beiträge, um die ich gerade gambelte… $600 Preflop, mmh – ein schickes neues Handy. $1.700 vor den ersten drei Gemeinschaftskarten – oh, ein neues Macbook ! Checkraise für $4.000 mit Middle Set auf ein 578 Board – tja, wenn’s schiefgeht. wär’s vielleicht ein schöner Urlaub gewesen.  Aber wie mit allen Dingen im Leben, man gewöhnt sich dran. Natürlich fällt einem die Eingewöhnungsphase mit täglichen Gewinnen zwischen 5 und 15.000 Dollar leichter <img src='http://www.pokerfirma.com/wp-content/plugins/smilies-themer/poker/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Doch zum Ende des Trips kam es dann noch mal richtig dicke. Einer meiner Lieblingsgegner in besagter Partie war ein älterer Herr aus Texas, der einmal pro Tag einen Pot spielte – und den dann aber auch mit den Assen. Das schöne daran war, er hat dann seine Hand immer bis zum bitteren Ende durchgespielt, Flush oder Straße möglich – egal. Das machte Ihn natürlich zu einem dankbaren Gegner. Nach einem preflop Potraise und drei Callern, einer davon war ich, raiste der texanische Gentleman aus dem Small Blind Pot. Alle foldeten zu mir, $1.600 waren noch zu zahlen – Heads Up mit 910JQ natürlich kein schwerer Call. Der Flop war fast perfekt – Q102. „I bet the Phaaat“ annoncierte der Cowboy – nach ca. 30 Sekunden antwortete ich mit einem leisen „All-In“. Nachdem der Gentleman aus Texas bezahlt hat, wurde der im Highstakes Poker obligatorische „Deal it twice“ ausgehandelt. Bei großen Pötten wird meist vereinbart, Turn und/oder River mehrmals zu geben, um die Varianz ein wenig zu bändigen. Ihr kennt das sicher auch von der Fernsehsendung „High Stakes Poker“. Meine Philosophie dazu beim Omaha ist recht simpel – wenn ich so ca. 70/30 vorne bin akzeptiere ich nach dem Flop eigentlich immer zwei Deals. So auch in dieser Hand – erster Deal, Turn 2 River 2… Super, Full House für Texas, na denn, auf zum zweiten Versuch. Das sich das Board unten paired hatten wir ja nun… aber halt ! Eine zwei ist ja noch im Deck, und die trifft dann auch gleich auf dem Turn des zweiten Deals. Ihr könnt euch sicher den Kloß in meinem Hals vorstellen, als ich die Bewegungen des Dealers verfolgte – burn &amp; turn 2, burn &amp; river 2, burn &amp; turn 2, spätestens jetzt wäre ich fast erstickt. Einen kräftigen Schluck später wanderten knappe 27.000$ ans gegenüberliegende Tischende. Und wieder spielte sich ein in meinem Kopfkino das Bild eines einigermaßen gut ausgestatteten Golf ab.</p>
<p>Später am Abend  bin ich dann mit einigen Pokerkollegen Essen gegangen. Ich empfahl im netten „Bradley Ogden“ im Caesars Palace das Surf &amp; Turf zu $58. Paul, ein ausgewanderter Pole und High Stakes Omaha Spieler, der immer für den zweiten Straddle für $200 beim 25/50-100 Spiel plädiert und grundsätzlich mit jeder Kombination von 22XX called, beschwert sich über den Preis.</p>
<p>Anscheinend ist der Wert des Geldes beim Spiel durch die Plastikchips exzellent getarnt…</p>
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