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	<title>Poker Firma &#187; Christoph Haller</title>
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	<description>Die ganze Welt ist Poker!</description>
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		<title>Über den Dächern von Monte Carlo</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Apr 2010 15:30:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Haller</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<br/>Wieder einmal auf der Piste. Immer den besten Cashgames hinterher reisen wie in meinen alten Tagen. Diesmal führte mich meine Expedition auf das luftige Dach des Le Meridien Monte Carlo. Irgendwo musste sie sein, die Partie, für die kein Aufwand zu groß und kein Weg zu weit war.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<br/><p>Wieder einmal auf der Piste. Immer den besten Cashgames hinterher reisen wie in meinen alten Tagen. Diesmal führte mich meine Expedition auf das luftige Dach des Le Meridien Monte Carlo. Irgendwo musste sie sein, die Partie, für die kein Aufwand zu groß und kein Weg zu weit war.</p>
<p>Alles was ich wusste, war die Zimmernummer und das Stockwerk  &#8211; 1202, 12. Stock. Zu dumm, dass das Hotel zwar schön, aber nur elfstöckig zu sein schien. Nur aufgeben gibt es nicht für einen richtigen Zocker und so machte ich mich auf die Suche nach einem Fenster, einer Balkontür oder zumindest dem vertrauten Geräusch von klappernden Jetons.</p>
<p>Gestartet hatte ich die Reise in Österreich. Quer durchs Land mit kleinem Zwischenstopp in Velden. Vier Pokertische und ich als einziger Spieler, umgekehrt proportional hätte eine Partie daraus werden können. Dann weiter nach San Remo in der Hoffnung auf mehr Action. Was ich dort erleben musste, habe ich teilweise schon verdrängt. Vielleicht brauche ich da auch noch professionelle Hilfe. Sicher mit Abstand das übelste und schlimmste Casino meiner Karriere. Langes Anstehen und wieder weiter zum nächsten Check. Auf dem Weg dorthin regierte Faustrecht vor Fairness. Kein Floorman, niemand von der Organisation war da. Die anderen Spieler nutzten das, um wieder Absperrungen zu überklettern oder sonst was Vorteilhaftes, aber Unsportliches zu tun.</p>
<p>Wer brav wartete wie ich, bekam dann fürs Cashgame eine Nummer 67 und mit Glück durfte man vielleicht fünf Stunden später endlich Platz nehmen. Das Personal sprach meist nur italienisch, war ahnungslos und arrogant. 5% Rake mit € 100 Maximum. Bei 20/40 NHL und der lockeren Spielweise also praktisch in jedem Pot maximales Rake für minimales Knowhow.</p>
<p><a  href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2010/04/mc2.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-48137" title="mc2"><img class="alignright size-full wp-image-48138" title="mc2" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2010/04/mc2.jpg" alt="" width="202" height="151" /></a>Gut, dass ein paar Schweden eine private Omaha-Partie am Laufen hielten. Essen, Trinken und Benutzung der Suite frei. Dafür angemessenes Rake mit Maximum € 50. Große Pots, viel Action und entsprechend Spass. Neben mir ein Schwede, der keine Deutschen mochte, mich aber schon, weil er mich für einen Österreicher hielt. Als Vorbild gab er ungefragt Arnold Schwarzenegger an und stellt mir als Belohnung  für mein Pokerface seine Freundin vor. Halb Schwedin und halb Irakerin und nach meinem Ermessen ganz sicher das nächste Bond-Girl.</p>
<p>Überhaupt muss ich mein ethnisches Ranking neu überdenken. Aber jetzt führe ich Schweden-Irak auf Platz Eins der hübschesten Frau. Auf Platz Zwei abgerutscht damit Ukraine-Ukraine und immer noch am Treppchen Ukraine-Rest der Welt. Als Johannes Strassmann den schon leicht angeheiterten Schweden – Schätzungen reichen von 2,5-3,0 Promille – nach seiner Heimatstadt fragte, antwortete dieser: „Göteborg – nice City. Many beautiful Girls. Very beautiful but stupid“.<br />
Ich wollte natürlich sofort wissen, was Schweden-Irak dazu denkt. Bekam ein entzückendes Lächeln und  nach keiner kurzen Pause ein strahlendes „Nothing“ als Antwort. Quod erat demonstrandum fiel mir da aus meiner Schulzeit ein – dabei hatte ich gar kein Schwedisch als Wahlfach.</p>
<p><a  href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2010/04/mc3.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-48137" title="mc3"><img class="alignright size-full wp-image-48139" title="mc3" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2010/04/mc3.jpg" alt="" width="202" height="151" /></a>Wenig später in einem Monsterpot halte ich die Asse und mein neuer schwedischer Freund geht am Flop rainbow A-10-4 all in mit A-Q-7-6 und den Worten „drawing dead“. Gewinnt aber den Pot trotzdem und ich beneide ihn nicht nur deswegen.</p>
<p>Nach San Remo weiter auf der Autobahn in Richtung Monte Carlo. Wie ein Tier der lebensspendenden Quelle folgt, suche ich Anschluss ans schwedische Geld. Auf einem Zettel hatte ich besagte Zimmernummer und  Stockwerk notiert und nach ein paar aufgeregten Telefonanrufen vom windigen Hoteldach löste ich das Geheimnis des scheinbar verloren gegangenen Stockwerks. Sehr spannend und wirklich fast wie aus einem Agentenfilm. Mit dem Lift in den 11.Stock, dann zu einer bestimmten geheimen Türnummer, hinter der sich wieder ein weiterer Lift befand, mit dem man dann den einen Stock zu einer großartigen Suite diskret zurücklegen konnte.</p>
<p>Alles vom Feinsten. Spesen sind fair. Die Dealerinnen hübsch, die Aussicht fantastisch. Gespielt wird 20/20 Omaha PL. Das erste Live-Straddle ist im moralischen Sinne von Start weg verpflichtend. Im Laufe der Nacht  wird diese Pflicht immer mehr erweitert und man muss schon eine gute Ausrede haben, um sich vor dem Button-Straddle von € 640 zu drücken.</p>
<p><a  href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2010/04/mc1.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-48137" title="mc1"><img class="alignright size-full wp-image-48140" title="mc1" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2010/04/mc1.jpg" alt="" width="202" height="151" /></a>Wer Hunger hat, bestellt sich etwas beim Zimmerservice. Diesmal gibt es allerdings nicht wie in San Remo Vollpension für die Spieler, sondern man bezahlt sich seine Burger selbst. Weiß nicht genau, was der Grund dafür ist, vielleicht kalkulieren die schwedischen Veranstalter so knapp. Zum Beispiel in San Remo kostete der einfach Burger € 26, in Monte Carlo muss man dafür € 27 bezahlen. Sparsame könnte es auch mit einem einfachen Sandwich zu € 16 versuchen, dieser wird allerdings halb tiefgekühlt serviert im Gegensatz zum Burger, den man mit einigem Glück (und ohne Mehrkosten) auf Zimmertemperatur erhitzt bekommt.</p>
<p>Vielleicht überlegt ja der eine oder andere Leser von Pokerfirma.de sich selbstständig zu machen. Ich würde das eventuell auch finanziell unterstützen. Anschaffen müsste man lediglich einen kleinen Grill und die entsprechenden Nahrungsmittel. Ich habe da am Dach des Le Meridien Monte Carlo ein wunderbares windstilles Plätzchen entdeckt. Heiße Burger frisch zubereitet zum Kampfpreis von € 25,99 müssten gehen wie Hölle. Interessenten wenden sich bitte an die Redaktion mit Lebenslauf und finanziellen Vorstellungen. Wir kommen da ganz sicher ins Geschäft.  – Guten Appetit.</p>
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		<title>EPT Kiew – Im Sportpalast von Gotham City</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Aug 2009 17:29:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Haller</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<br/>Erst sieben Tage in Riga (statt in Tibet) und jetzt sitze ich in Kiew in einem sehr gute Hotel und trauere der besten Suite nach, die ich eigentlich gebucht hatte. Ursprünglich glaubte ich ja, dank meiner zweiten Wahlheimat Odessa so etwas wie Heimvorteil zu haben bei der EPT Kiew. Dem war aber nicht so.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<br/><p>Erst brachte uns ein maximal unfreundlicher Taxifahrer vom Flughafen zum Hotel , bei der Rezeption  hatten sie meine Reservierung verschlampt und dann wollten sie uns gar kein Zimmer geben und irgendwie gelang es uns dann doch zumindest einen Notraum zu ergattern.<br />
<div id="attachment_26454" class="wp-caption alignright" style="width: 172px"><a  href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/08/img_1023.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-26453" title="Mit Peter in der Altstadt von Riga"><img class="size-full wp-image-26454" title="Mit Peter in der Altstadt von Riga" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/08/img_1023.jpg" alt="" width="162" height="216" /></a><p class="wp-caption-text">Mit Peter in der Altstadt von Riga</p></div><br />
„Wir“ das sind übrigens in dem Fall mein Freund Peter Mühlbek und ich. In Riga waren auch noch Thomas „Buzzer“ Bihl dabei. Eine wunderschöne Zeit. Ursprünglich angereist wegen der „Olympic Voodoo Open“ gab es dann statt Poker hauptsächlich Disco und Sonne. Die Cashgames waren klein und wenig interessant und den einzigen Bad Beat hatte ich bei einem von mir organisierten Rendezvous mit drei wirklich hübschen Lettinnen Warum ich da alleine hingehen „musste“, bleibt besser im Verborgenen. Irgendwie mehr „Outs“ für mich – wie ich fälschlicherweise annahm. Dass eine der Schönheiten offen über ihre forcierten bisexuellen Neigungen plauderte, schätzte ich als Powerdraw ein. Dumm gelaufen, als dann die drei Mädchen ohne mich abzogen. Warum unterscheidet sich das Leben in seiner Brutalität so krass von Pornofilmen, weil da hätten sie mich laut Drehbuch sicher mitgenommen. (Ich wurde zwei Tage später großartig entschädigt, aber dass ich dann eine andere Geschichte.)</p>
<p>Zurück nach Kiew. Austragungsstätte der EPT Kiew ist der hiesige Sportpalast. Ein Gebäude von riesigen Dimensionen, vom Feinsten ausgestattet mit postkommunistischen gruseligen Flair. Hunderte Glastüren, aber nur zwei geöffnet. Der gelangweilte Security Mann scheuchte mich zurück, weil ich es wagte, an der Sicherheitsschleuse (spätes 70er Jahre Design) vorbei zu gehen. Folgsam passierte ich den Check. Alles bimmelte, was bimmeln konnte und alle Warnlämpchen blinkten hysterisch, aber das interessierte den  Glatzkopf nicht. Sein Job war es offenbar, mich da durchzuscheuchen. Für den ausgelösten Alarm war dann wohl wer anderer zuständig und der war nicht da. Willkommen in der Ukraine!</p>
<div id="attachment_26455" class="wp-caption alignright" style="width: 190px"><a  href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/08/img_1032.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-26453" title="Mit Sookhee im Turnierbereich"><img class="size-full wp-image-26455" title="Mit Sookhee im Turnierbereich" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/08/img_1032.jpg" alt="" width="180" height="240" /></a><p class="wp-caption-text">Mit Sookhee im Turnierbereich</p></div>
<p>Apropos „nicht da“. Eine weitere Schleuse später wurde eine Gästekarte verlangt. Angeblich zu lösen bei Schalter 4. Nur da war– richtig geraten – niemand. Irgendwann kam dann eine zarte Gestalt ohne irgendwelche Englischkenntnisse und absolut gewillt uns keinesfalls zu helfen. Ein vorbei schlendernder Russe kümmerte sich um uns und weiter ging es. Fast hätten wir den Moloch bezwungen. Quasi schon in Sichtnähe zum Turnierbereich gab es dann eine weitere Kontrolle. Diesmal wurde ein fehlendes Sicherheitsarmband eingemahnt. Um das zu bekommen musste man nur zurück und das Gebäude komplett umrunden. Eine Halbmarathonsdistanz bei Gegenwind für den geübten Sportler kein Problem. Für meinen Freund Peter Mühlbek wohl der Moment an dem er seine sofortige Abreise beschloss. (Nur bekam er keinen Flug und keinen passenden Mietwagen. Beinahe hätte er sich ein Fahrrad gekauft. Nur weg hier aus – Zitat – „Gotham City“ war sein Begehr.)</p>
<p>Irgendwann waren wir dann drinnen. Richtig drinnen im Turnierbereich, ausgestattet mit Sicherheitsbändern, Gästekarten und alles was man so braucht. Nur das schien niemanden zu interessieren. –Entzückend die Speisekarte. Euro werden akzeptiert. Ein Spiegelei etwa kostet 45 Cent. Für den Tee werden 27 Cent verrechnet und wer in ein Tagesgericht investieren möchte (Hühnchen mit Reis und Salat) muss mit 1 Euro und 37 Cent kalkulieren. Serviert von vier Frauen, deren größte Ambition es zu sein scheint, sich hinter einem der Pfeiler und Säulen zu verstecken, um dann möglichst böse dreinzuschauen.</p>
<p><div id="attachment_26456" class="wp-caption alignright" style="width: 150px"><a  href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/08/img_1035.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-26453" title="Auf einen Drink mit Miami John Cernuto"><img class="size-full wp-image-26456" title="Auf einen Drink mit Miami John Cernuto" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/08/img_1035.jpg" alt="" width="140" height="187" /></a><p class="wp-caption-text">Auf einen Drink mit Miami John Cernuto</p></div><br />
Das Essen in tadelloser Qualität. Im Gegensatz zur Bausubstanz. Manchmal regnet es auch im August und so gab es bei dieser EPT eine weitere Premiere. Regen im Turnierbereich, der sich seinen Weg durch den kommunistischen Deckenbeton bahnte. Unaufhaltsam. An manchen Stellen waren es nur ein paar Tropfen, aber einen Dealer erwischte es massiv. Scheinbar hilft jahrzehntelanges stilles Fluchen tatsächlich. Da war sie nun die Strafe Gottes für all die Bad Beats. Ein Dealer sitzt im Regen und büßt für alle seine Kollegen während sich langsam seine Frisur auflöst.</p>
<p>Wirklich interessant die Cashgames. Allerdings finden die in anderen Casinos statt. Eine 100/200 Blind Omaha PL Partie mit $20.000 Buy-in und eine interessante Variante von 7 Card Sud (ebenfalls 100/200) bei der die höchst Karte zwingend anspielen oder folden muss.</p>
<p>Mich zieht es jetzt wieder „heim“ nach Odessa und außerdem muss ich mich um unser Forschungsprojekt kümmern.  Für alle, die das sträflicherweise versäumt haben, hier der <span style="color: #ff9900;"><a  href="http://www.pokerfirma.de/kolumnen/casey-kastle-und-unser-beitrag-zur-wissenschaft/25310">Link zu meiner letzten Kolumne</a> </span> &#8211; Am Strand von Riga wurden wir leider nicht fündig. Das kann mit den vielen Touristen zu tun haben oder die Unterwasser-Stachelschweine haben sich von Thomas Bihl bedroht gefühlt. Wir werden dem nachgehen und über alle weiteren Expeditionen berichten. – Selbstverständlich exklusiv bei Pokerfirma.de.</p>
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		<title>Casey Kastle und unser Beitrag zur Wissenschaft</title>
		<link>http://www.pokerfirma.com/kolumnen/casey-kastle-und-unser-beitrag-zur-wissenschaft/25310</link>
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		<pubDate>Thu, 30 Jul 2009 20:34:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Haller</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<br/>Langsam komme ich jetzt in dieses gewisse Alter. Immer auf der Jagd zu sein nach dem schnöden Mammon zu sein erfüllt mich nicht mehr genug. Meine Freunde Matthias Stieger und Casey Kastle haben ganz ähnliche Gedanken. Wir wollen etwas mit Wert und Nachhaltigkeit. Wir wollen Akzeptanz und Bedeutung. Deswegen haben wir uns der forschenden Wissenschaft verschrieben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<br/><p>Matthias Stieger, Casey Kastle und meine Wenigkeit werden keine Mühen und Kosten scheuen, um als ernstzunehmende Zoologen in die moderne Wissenschaftsgeschichte einzugehen. Auf der Suche nach dem unbekannten und unentdeckten Unterwasser-Stachelschwein.</p>
<div id="attachment_25311" class="wp-caption alignright" style="width: 220px"><a  class="thickbox no_icon" href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/07/das_forschungsteam.jpg" rel="gallery-25310" title="Das Forschungsteam"><img class="size-full wp-image-25311" title="Das Forschungsteam" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/07/das_forschungsteam.jpg" alt="" width="210" height="158" /></a><p class="wp-caption-text">Das Forschungsteam</p></div>
<p>Begonnen hatte alles vor zwei Jahren bei den „Asien Poker Classics“ in Indien. Matthias und ich saßen am Strand von Goa und unterhielten uns über einen Freund, der statt am Pokertisch beinahe am Operationstisch gelandet wäre. Seeigel mögen es einfach nicht gerne, wenn man respektlos und ohne zu fragen auf sie tritt. Casey konnte unserer Erzählung nicht ganz folgen und den korrekten englischen Begriff „sea urchin“ (Seeigel) hatte ich nicht im Kopf. Wir fingen also an zu erklären und beschreiben nach bestem Wissen und Gewisen wie bei diesem Gesellschaftsspiel, wo man alles sagen darf außer dem gesuchten Begriff.<br />
„Porcupine?“ ( Stachelschwein) – Bei Omaha sind Caseys reads deutlich besser und auch unsere Hinweise, dass wir doch ein Tier mit Lebensraum unter Wasser suchen würden, beeindruckten Casey wenig. Quasi als Conti-Bet setzte er ein „Underwater-Porcupine“ hinter her.</p>
<p>Nun Casey Kastle ist ja Amerikaner und die wissen doch die Dinge eigentlich immer ganz genau und außerdem ist er ja unser Freund und Freunde demütigt man nicht (und amerikanische Freunde schon gar nicht, wer weiß die landen dann vielleicht mit den Marines oder so). Deswegen haben sich Matthias Stieger und meine Wenigkeit auch (endlich) ein Ziel im Leben gesetzt. Wir werden das Unterwasser-Stachelschwein finden und wenn wir alle sechs Kontinente dieses Erdballes durchforschen müssen (oder gibt es erst fünf entdeckte Kontinente, dann entdecken wir vielleicht so nebenbei einen weiteren).</p>
<div id="attachment_25312" class="wp-caption alignright" style="width: 220px"><a  class="thickbox no_icon" href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/07/meeresstachelschwein.jpg" rel="gallery-25310" title="Unterwasser-Stachelschwein"><img title="Unterwasser-Stachelschwein" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/07/meeresstachelschwein.jpg" alt="" width="210" height="166" /></a><p class="wp-caption-text">Unterwasser-Stachelschwein</p></div>
<p>Irgendwo musste die Suche ja anfangen und Velden am Wörthersee erschien uns eine gute Gelegenheit für unsere erste Expedition. Eine hochprofessionelle Anglerausrüstung für € 69.99 gekauft (wenn man dem Hersteller glauben darf) plus die entsprechende Lizenz zum Fischen und Forschen erworben. Dann ein Tretboot gemietet, weil Tarnung alles ist und wir keine Konkurrenten auf den Plan rufen wollten. Ich hatte die Ehre des Hauptantriebes und wir steuerten in Richtung Kraftwerk, weil uns ein Roulettespieler und Permanenzenexperte den Tipp gegeben hatte, dass sich Unterwasserstachelschweine statistisch in der Nähe von Kraftwerken angeblich am wohlsten fühlen.</p>
<p>Stundenlanges Angeln in brütender Hitze brachte aber leider nicht den gewünschten Erfolg. Konkret fingen wir einen ganzen Nachmittag erstmal gar nichts. Vielleicht ein erstes mutmachendes Indiz? Der Wörthersee gilt als extrem fischreich und nur ein stacheliges Ungeheuer könnte ihn binnen eines Jahres so leer gefressen haben. Und dann das panische Rotauge, das uns praktisch im letzten Moment auf den Angelhaken sprang. Ganz klar ein Tier auf der Flucht – aber vor wem? War da etwas Furchterregendes Unterwasser und wie konnten wir es beweisen?</p>
<p>Der Küchenchef des Haubenlokals „Seespitz“ im Schloss Velden weigerte sich zwar, uns die gefangene Beute als Vorspeise zu servieren – irgendwie mussten wir die € 200 Investition Angel/Boot/Lizenz ja wieder hereinbekommen – aber er musste zugeben, dass das Rotauge einen zutiefst erschrockenen Eindruck machte. Nächstes Jahr werden wir weiterforschen. Diesmal mit Motorboot und sollte einer der Leser ein Sonargerät besitzen, mit dem man etwa ein Meter über den Boden sich rasend schnell bewegende Objekte erfassen kann, bitte bei der Redaktion melden. – Vielleicht werde ich inzwischen mit Hilfe des ukrainischen Umweltministeriums eine kleine Expedition ins Schwarze Meer starten. Wenn es Neues zu berichten gibt, werden es die Leser von Pokerfirma.de selbstverständlich zuerst erfassen.</p>
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		<title>Mein verwirrtes Handy und meine hübsche Freundin</title>
		<link>http://www.pokerfirma.com/kolumnen/mein-verwirrtes-handy-und-meine-hubsche-freundin/17063</link>
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		<pubDate>Fri, 08 May 2009 19:49:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Haller</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Poker]]></category>

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		<description><![CDATA[<br/>Was man in der Schule nicht lernt, muss man dann in den Casinos dieser Welt nachholen. Geographie in der Hochbegabtengruppe steht heute auf dem Lehrplan. Uzhgorod – ein kleines ukrainisches Städchten stand diesmal auf meinem Reiseplan. Angeblich und tatsächlich äußerst zentral gelegen – zumindest aus polnisch, ungarischer und slowakischer Sicht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<br/><p><script src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/plugins/vipers-video-quicktags/resources/tinymce3/langs/de.js?ver=311" type="text/javascript"></script><script src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/plugins/wp-polls/tinymce/plugins/polls/langs/de.js?ver=311" type="text/javascript"></script><a  href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/05/landkarte.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-17063" title="landkarte"><img class="alignright size-full wp-image-17071" style="border:none 0px" title="landkarte" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/05/landkarte.jpg" alt="" width="180" height="120" /></a></p>
<p>Diese drei Länder bilden nämlich tief im wilden Osten einen kleinen Spitz und den muss man dann nur ein bisschen in die Ukraine verlängern und schon ist man in Uzhgorod.</p>
<p>So gesehen hatten es all die slowakischen, ungarischen und polnischen Pokerspieler deutlich leichter als ich. Von Odesse dauert die Anreise mit den regulären Zugverbindungen mehr als zwei Tage. Hie und da gibt es einen Schnellzug, der die Strecke in neunzehn Stunden zurück legt – allerdings nur wenn nichts dazwischen kommt und in der Ukraine kommt ständig überall irgendwo irgendwas dazwischen.</p>
<p>So nahm ich das verlockend klingende Angebot an, nach Lviv (Lemberg) zu fliegen, um dann von dort ein „kleines Stückchen“ mit dem Auto mitfahren zu dürfen. Das „kleine Stückchen“ entpuppte sich dann als vier Stunden abenteuerliche Fahrt über wenig befestigte Bergstraßen. Gruselig und bei einigen Kurven hatten wir nur wenige „Outs“, da heil am anderen Ende wieder raus zu kommmen. Nur Glück muss man als Mensch haben und irgendwann waren wir dann auch dort.</p>
<p>Stasko Stibilj, umtriebiger Eventmanager und vielen Spielern noch aus seiner langjährigen Tätigkeit in Nova Goriza bekannt, hatte zum Turnier geladen. Ort des Geschehens das Hotel „Zolota Gora“ (Goldener Berg) ein klein wenig außerhalb von Uzhgorod mitten in den dichten Wäldern der Westukrainie gelegen.</p>
<div id="attachment_17066" class="wp-caption alignright" style="width: 142px"><a  href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/05/unbenannt-1.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-17063" title="Hotel „Zolota Gora“ "><img class="size-full wp-image-17066" title="Hotel „Zolota Gora“ " src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/05/unbenannt-1.jpg" alt="" width="132" height="176" /></a><p class="wp-caption-text">Hotel „Zolota Gora“ </p></div>
<p>Der ortansässige „Pokerclub Imperial“ war mit Personal und dem kompletten Equipement in den hoteleigenen Konferenzraum übersiedelt. Ein erstklassiges Haus, alles vom Feinsten. Die Badezimmer zum Beispiel auf dem Niveau eines internationalen Fünf Stern Hotels. Das Personal äußerst bemüht und die Küche exzellent. – Interessantes Detail zu meinem persönlich Badezimmer. Dass mich die Geographie auf meinen Reisen mitunter ein wenig verwirrt, kann schon mal vorkommen, diesmal hatte ich alles unter Kontrolle (wozu gibt es Google Maps), aber mein Handy erlebte in diesem Vierländereck eine wirklich stressige Zeit. Kein Wunder, unten im Spielsaal war die handytechnische Welt in Ordnung. Wir waren in der Ukraine, ich wusste das, mein Handy und meine Armbanduhr wussten das auch. Kaum kam ich in die Nähe meines Badezimmers oder wagte ich das selbe in Beisein meines sonst so treuen Handys zu betreten, kamen die aufgeregten Meldungen am Display. Angeblich hatte ich soeben die Zeitzone gewechselt und sollte die Uhr um eine Stunde zurück auf Mitteleuropäische Zeit stellen. Ich beschloss das einfach zu ignorieren, beziehungsweise bemühte ich mich aus alter Verbundenheit zu meinem treuen Nokia, konsequent und auschließlich im vorderen Bereich der Suite zu telefonieren. 100.000 gemeinsam erlebte Flugkilometer schweißen halt doch zusammen.</p>
<p>Für das Main-Event selbst hatten sich an die zwanzig Spieler registrert. Buy-in $1000 und beinahe hätte ich es auf den Finaltisch geschafft. Das Publikum bei Turnier und den Cashgames bunt gemischt. Polen, Ungarn, Tschechen, Slowaken, Ukrainer und selbstverständlich einige angereiste Russen. Fast durchwegs in Begleitung von der eigenen Frau (oder vielleicht von der Frau eines anderen?). Jeden Abend gab es ein „Ladies Tournament“ mit einem Buy-in von $100. Nicht zu vergessen die attraktiven Cocktail-Girls, so als ob das Hotel die schönsten jungen Frauen der Gegend engagiert hätten (und in kaum einer Gegend dieser Welt gibt es so viele schöne Frauen). Ich hätte ja gerne Fotos gemacht, aber ob das meine ebenfalls wunderschöne Freundin gerne gesehen hätte wage ich zu bezweifeln.</p>
<p>Am nächsten Tag beim Shootout schaffte ich es dann locker an den Finaltisch und mit einem Deal konnte ich dann auch alle meine Spesen decken.</p>
<div id="attachment_17068" class="wp-caption alignright" style="width: 190px"><a  href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/05/unbenannt-2.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-17063" title="Shootout Finaltisch"><img class="size-full wp-image-17068" title="Shootout Finaltisch" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/05/unbenannt-2.jpg" alt="" width="180" height="130" /></a><p class="wp-caption-text">Shootout Finaltisch</p></div>
<p>Noch ein klein wenig zocken beim Cashgame und ab ins Bett, weil Waldluft einfach müde macht und für die Heimreise musste ich am nächsten Tag früh raus. – Falls Sie das Reisefieber nach der Lektüre dieser Kolumne zumindest ein wenig gepackt hat, gebe ich hier nochmals eine definitive Empfehlung für das Hotel „Zolota Gora“ ab. Siebzig Euro für die Suite ist mehr als fair. Falls Sie über Lemberg (Lviv) anreisen, lassen Sie sich für die vier Stunden Fahrt am besten die Augen verbinden, damit Ihnen bei den Abgründen nicht übel wird. Und suchen Sie am Lemberger Flughafen nicht lange nach den Toiletten. Es gibt nämlich keine. Für den Fall des Falles müssen Sie da 300 Meter in ein gegenüber liegendes Gebäude sprinten.</p>
<p>Stasko Stibilj hat noch einiges vor. Was genau wollte er mir alerdings noch nicht verraten, aber ich freue mich auf seine nächsten Mails. Vielleicht Pokern am Polarkreis, Omaha auf einem Wolgadampfer oder Crazy Pineapple in Sibirien. Ich werde jede Einladung annehmen und dann entsprechend in meiner Kolumne berichten. Noch ein kleiner Nachtrag zu Uszhgorod – ich habe exklusiv für Pokerfirma.de einen Flughafen entdeckt (siehe Fotobeweis).</p>
<div id="attachment_17069" class="wp-caption alignright" style="width: 190px"><a  href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/05/111.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-17063" title="Der mysteriöse Flughafen"><img class="size-full wp-image-17069" title="Der mysteriöse Flughafen" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/05/111.jpg" alt="" width="180" height="120" /></a><p class="wp-caption-text">Der mysteriöse Flughafen</p></div>
<p>Zugegeben nicht der größte aller Flughäfen, dafür hat er genügend Toiletten und was viel wichtiger ist, wo Flughäfen sind, starten und<span> </span>landen Flugzeuge. Und die kommen dann von irgendwo und fliegen nach irgendwo. Das weiß ich ganz sicher aus Erfahrung. Und auch dieses Rätsel werde ich für meine Kolumne noch lösen. – Bis zum nächsten Mal.</p>
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		<title>Tiefe Bisse am hohen Limit</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Apr 2009 23:05:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Haller</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<br/>Großer Wirbel im Wiener CCC. Ein Chinese wird gebissen und ich mittendrinnen und in gewisser Weise sogar (unverletzter) Hauptbeteiligter. Hätte mich der Spieler C. nicht so eindringlich und lautstark angebrüllt hätte sich Landsmann Z. nicht bemüßigt gefühlt, mir zur Seite zu springen. Dann wäre das ganze vielleicht gar nicht erst passiert und die europäische Pokerszene um einen denkwürdigen (wenn auch für einen Spieler schmerzhaften) Moment ärmer gewesen. Aber eines nach dem anderen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<br/><p>Thomas Bihl, Casey Kastle und ich waren ja hauptsächlich wegen dem H.O.R.S.E. Event angereist. Eine wirklich gelungene  Veranstaltung und schon dafür hat sich das CCC Wien ein Kompliment verdient. Allen Beteiligten hat das Turnier, soweit ich mitbekommen habe, wirklich großen Spaß gemacht und wir hoffen auf eine Wiederholung. Von der Platzierung lief es nicht so großartig. Thomas Bihl 9. Platz  und ich als 12. mussten uns leider knapp vor den Geldrängen geschlagen geben.</p>
<p>Abgesehen davon startete gleich zu Beginn der Turnierwoche ein wirklicher High Limit Tisch. Dealers Choice 80/160. In weiterer Folge wurden den üblichen Varianten noch „Deuce to Seven Triple Draw“ und Badugi hinzugefügt. In der Standardbesetzung  drei bis vier russische High Roller, meist zwei chinesische Pokerfreunde, der eine oder andere Ungar und dann noch als Vertreter der deutschen Pokerspieler Michael Keiner, Jens Vörtmann, Thomas Bihl und natürlich ich selbst als ausgewiesener Liebhaber richtiger Pokeraction.</p>
<p>Irgendwie wurde ich dann in die Rolle des koordinierenden Playing Captains der Partie gedrängt. Sicher auch wegen meiner marginalen Russischkenntnisse und der Tatsache, dass ich jeden Tag genug verlor, um auch am nächsten Tag genug entsprechend gut gelaunte Gegner zu finden.  Wenn der Tisch  zusammenbrach, klemmte ich mich ans Telefon und ein paar russischähnlicher Sätze später waren  wir wieder am Zocken.  Um die Wartezeiten bei „Deuce to Seven“ möglichst kurz zu halten (wegen der Menge der benötigten Karten kann man das maximal zu sechst spielen) hatten wir nach einiger Zeit festgelegt, dass wir nur sieben Spieler am Tisch zulassen wollten. So musste der Spieler nach dem Big Blind bei „Deuce to Seven“ aussetzen   &#8211; gekennzeichnet durch einen gelben Spezial-Button.</p>
<p>Jener besagte Nachmittag begann eigentlich friedlich wie immer. Die übliche Besetzung und diesmal nur Z. von der chinesischen Fraktion am Tisch. Sein Landsmann C. wähnte irrtümlich einen freien Platz und wollte sich dazu setzen. Wir erklärten ihm die Sieben-Personenregel und versuchten sie auch entsprechend zu begründen (so gut es halt ging) und C. verließ den Tisch ungehalten, aber keineswegs unkontrolliert wütend. Wenig später versuchte ein soeben aus dem Main Event ausgeschiedener Russe, den eigentlich gar nicht vorhandenen achten Platz zu erobern. Die Sachlage wurde ihm erklärt, aber weil er so höflich und zurückhaltend  gefragt hatte und unterstützt von den anderen russischen Spielern wurde dann nachgegeben und beschlossen, ab jetzt eben mit zwei gelben Buttons zu spielen, die bei „Deuce to Seven“ quasi für eine Partie das zwangsweise Aussetzen anzeigten.</p>
<p>Im (berechtigten) Gefühl, ein klein wenig mitverantwortlich zu sein für die Abläufe am Tisch, ging ich aber noch vorher zum Floorman um nachsehen zu lassen, ob sich der ungehaltene C. hatte auf die Liste schreiben lassen. In dem Fall wäre der soeben neu geschaffene achte Platz selbstverständlich für ihn reserviert worden. Es war aber niemand auf der Liste und so zockten wir also ab jetzt fröhlich zu acht.</p>
<p><a  href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/04/haller_ccc_chinabiss.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-14629" title="haller_ccc_chinabiss"><img class="alignright size-full wp-image-14630" style="border: 0pt none;" title="haller_ccc_chinabiss" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/04/haller_ccc_chinabiss.jpg" alt="" width="210" height="192" /></a>Es kam wie es kommen musste. Keine halbe Stunde später war dann C. wieder da, erfasste mit einem Blick die Situation. Beschloss mich zum hauptverantwortlichen Übeltäter zu machen, und brüllte und schimpfte in einer endlosen Tirade wenig verständlicher Flüche und Beleidigungen. Obwohl größtenteils bemüht in deutscher Sprache zu bleiben, verstand ich kaum etwas. Sah nur einen schreienden Chinesen vor mir stehen, dessen Hals immer dicker wurde und dessen Gesichtsfarbe sich gefährlich dem Herzkönig annäherte.</p>
<p>Ich nehme mal an, Z. wollte mir zur Seite springen. Die Sache aufklären und endlich das Spiel fortsetzen, aber das war eine ganz schlechte Idee.  Auf Chinesisch hatte C. selbstverständlich einen wesentlich breiteren Wortschatz an Flüchen und Beschimpfungen und die wollte er uns und besonders seinem Landsmann Z. am liebsten alle auf einmal präsentieren. So wurde nun Z. statt mir angebrüllt. Das war gut für mich und schlecht für Z. und in weiterer Folge auch noch schmerzhaft für ihn, doch das konnte wirklich niemand ahnen. Auch die langsam und vorbildlich dezent angerückte Security samt Floorman hielt sich zu dem Zeitpunkt professionell und deeskalierend im Hintergrund. Zwar präsent, aber normalerweise beruhigt sich so etwas in kürzester Zeit von selbst.</p>
<p>Was dann kam, damit konnte wirklich niemand rechnen. Z. war das ganze zu bunt und wohl auch zu laut geworden. Mit fester Stimme und wohl um seinen Worten mehr Nachdruck zu verleihen, stocherte er Löcher in die Luft, gefährlich nah und direkt vor dem Gesicht des verstummenden C. Nach diesem kurzen Moment des Schweigens schnellte C. plötzlich mit dem  Kopf nach vor und so fest er konnte, biss er den verdutzten Z. in den vorgestreckten Zeigefinger. Verhindern konnte man das im Moment nicht und damit rechnen schon gar nicht. Blut floss und C. wurde in der Sekunde aus dem CCC geleitet. Gut dass ich zufällig eine kleine Notfallapotheke dabei hatte, um die Wunde zu versorgen. Z. war entsprechend bleich und sichtlich ein wenig geschockt. Erst verschwand er für eine Weile, um dann nur kurz zurückzukehren. Er nahm seine Chips und verließ ebenfalls das Casino  &#8211; sonst so gar nicht seine Art, weil er zum Zeitpunkt der ganzen Aktion sicher einiges im Minus war.</p>
<p>Mich haben dann in den folgenden Tagen etliche Freunde angerufen. Mehrmals musste ich laut am Telefon meine zehn Finger vorzählen. Alle noch da und wer es nicht glauben will, kann sich gerne bei der CAPT in Salzburg davon überzeugen. Übrigens der Übeltäter C. ist selbstverständlich bis auf weiteres gesperrt im CCC. Angeblich lungerte er noch Stunden nach dem Vorfall auf dem Parkplatz herum. Ob er gehofft hatte, wir würden die Partie zu seinen Ehren ins Freie verlegen, oder ob es der ungestillte Appetit auf weiteres Menschenfleisch war, kann ich schlecht beurteilen. Irgendwo in den Niederungen der Gastronomie wird es doch ein Lokal geben, wo sie „Finger süßsauer“ servieren. Ich für meinen Teil gehe C. lieber aus dem Weg. Ich will das dünne Repertoire meiner „Chip Tricks“ keinesfalls gefährden. – In diesem Sinne. Man sieht sich.</p>
<p>Christoph Haller</p>
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		<title>Drei Bad Beats – Ein unwichtiger, ein teuerer und ein katastrophaler!</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Jan 2009 18:43:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Haller</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<br/>Einer der Tage, an die ich auch besser in meinem Bett geblieben. Odessa ist eine Stadt, die keine Fehler verzeiht und wenn man dann ein wenig unkonzentriert ist, entgleiten einem die Dinge schnell und gewaltig. Aber der Reihe nach.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<br/><p>Kommen wir zum Bad Beat im klassischen Format. Der Gegner hat zwei bis vier Outs. Die kommen natürlich und niemanden interessiert es und niemand will davon hören oder davon lesen. Deswegen erspare ich Ihnen da weitere Details. Schon allein, weil Sie genau so gut wie ich wissen, dass es auf der Welt viel wichtigere Dinge als Pokern gibt. Zum Beispiel Fußball und damit komme ich zum Bad Beat Zwei, der – wie schon in der Überschrift angekündigt – extrem teuer, schmerzhaft und folgenreich für die weitere Abendgestaltung war.</p>
<p><a  href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/01/haller2.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-7868" title="haller2"><img class="alignright size-full wp-image-7869" style="border: 0pt none;" title="haller2" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/01/haller2.jpg" alt="" width="200" height="195" /></a>Im Casino kann man bequem zocken und bekommt dabei den internationalen Fußball auf zwei Großbildschirmen serviert. Für mich ging es bei dem Match um einen Swing von 35 000 Euro und meine Mannschaft führte auch knapp nach der Halbzeit mit 3:0. Sehr beruhigend und ich beschloss, mich wieder auf die Karten zu konzentrieren. Was dann passierte kommt selten vor, aber eben doch, weil das verdammte Leder rund ist und ein Match nun mal 90 Minuten hat (Wo bitte geht es zum Phrasenschwein?). Um es kurz zu machen, zwischen der 52. und 89. Minute vergeigte Monaco den sicher geglaubten Vorsprung und verlor noch 3:4.</p>
<p>Da macht dann Pokern keinen Spaß mehr. Den gefühlten Verlust konnte ich an dem Abend wohl auch nicht mehr gewinnen. Somit war ich bereit für den dritten Bad Beat des Abend und den ein wenig genauer auszuführen, ist mir ein zweifelhaftes Vergnügen.</p>
<p>Meine Freundin hier in Odessa ist nicht nur sehr hübsch. Sie ist auch sehr eifersüchtig und lässt da auch nicht mit sich verhandeln. Am Pokertisch wollte ich nicht mehr sein  und als mich dann eine ehemaligen Freundin anrief (auch hübsch und eifersüchtig) dachte ich mir, das würde mich ein wenig auf andere Gedanken bringen und beschloss aber gleichzeitig, pünktlich um Mitternacht daheim zu sein. Schließlich sollte das unser letzter gemeinsamer Abend werden, weil ich am nächsten Tag einen Flug nach Wien gebucht hatte. Ohne genauere Angaben zu machen, bat ich meine Freundin, mir ein Taxi vors Casino zu rufen. In Odessa ist das nicht ganz so einfach, weil sich die Taxis optisch von den Privatwägen überhaupt nicht unterscheiden. Es gibt auch keinen Gebührenzähler oder ähnliches, sondern so ein Art  undurchschaubares System von Wegpauschalen. Deswegen rufen wir auch immer beim selben Unternehmen an und ich &#8211; quasi als fast echter Odessit &#8211; fühle mich eigentlich inzwischen ganz gut aufgehoben und chauffiert. Bin dann im Eiltempo runter und in den dunklen Mercedes gehuscht. Der Fahrer ein wenig überrascht, wahrscheinlich weil ich schneller unten war, als er dachte. Mehrfach musste ich ihm die Adresse nennen und meine Sprachkenntnisse reichen inzwischen, um Worte wie „bitte sehr schnell“ und „wichtig“ tadellos und verständlich zu artikulieren.</p>
<p>Nach anfänglichem Widerstand kam der Fahrer dann langsam in die Gänge, wenn auch sonderbar unwillig und offensichtlich über irgendetwas irritiert. Nach einiger Wegstrecke angekommen packte ich gleich wieder mein russisch aus. Beschwor den Fahrer, die eine Stunde zu warten – schließlich wollte ich meinen letzten romantischen Abend daheim nicht versäumen, oder durch zu spätes nach Hause kommen gefährden.</p>
<p>Bin dann rauf zu meiner ehemaligen Freundin. In aller Unschuld, obwohl noch ein wirklich hübsches anderes Mädchen da war, die ihr ganzes Leben auf mich gewartet zu haben schien. Hatte eine nette und witzige Stunde. Sah mir die neue Wohnung an und langsam begannen die Wunden der so übel verlorenen Sportwette zu verheilen.</p>
<p>Pünktlich nach einer Stunde verließ ich die Wohnung mit reinem Gewissen – wenn man mal davon absieht, dass mir meine Freundin jeglichen Umgang mit meiner Ex streng verboten hatte. Hetzte mich hinunter zum Ausgang, wollte behände in meinen Wagen springen – nur von einem dunklen Mercedes weit und breit nichts zu sehen. Wie bereits erwähnt, ein Taxi in Odessa zu bekommen, ist nicht leicht. Ich kramte mein Handy aus der Tasche, um nach einer Nummer zu suchen. Sieben versäumte Anrufe – sieben Mal meine Freundin. Hoffentlich war nichts passiert! Und ich rief gleich zurück, um mich zu vergewissern, dass auch alles in Ordnung war.</p>
<p>Die Stimme meiner Freundin aufgeregt: „Der Taxifunk hat bei mir angeufen&#8230;“. Oh mein Gott, dass die mich verpfeifen ist doch logisch. Wie kann man nur so dumm sein und die Freundin zu bitten, einem einen Wagen zu rufen, wenn man verbotenerweise zu seiner Ex fährt! Jetzt konnte mich nur noch ein rasches Geständnis vor dem schlimmsten bewahren.</p>
<p>Jetzt war erst recht Eiseskälte angesagt am anderen Ende der Leitung. Meine Freundin halbwegs korrekt übersetzt (nur die groben Schimpfwörter und Flüche habe ich eliminiert): „So, davon wusste ich ja gar nichts. Mich hat der Taxifunk aus einem ganz anderen Grund angerufen. Die wundern sich, wieso du noch immer nicht da bist. Dein Wagen wartet seit mehr als einer Stunde vorm Casino auf Dich“.</p>
<p>Oh mein Gott. Ich hatte völlig unnötig ein Geständnis abgelegt. Sie hatte gar nichts gewusst und wäre auch nie darauf gekommen. Jetzt wurde mir auch klar, wieso mein vermeintlicher Fahrer so unwillig und irritiert war. Ich war einfach in einen wildfremden Privatwagen gesprungen und hatte offenbar so einen entschlossenen Eindruck gemacht, dass dieser mich dann – wohl um mich schnell wieder loszuwerden – einfach an die gewünschte Adresse geführt hatte (noch dazu kostenlos, weil ich ja gewöhnlich am Ende für alles zusammen bezahle). Was der sich wohl gedacht haben mag.</p>
<p>Jedenfalls bin ich dann selbstständig irgendwie nach Hause gekommen. Das Licht in der Wohnung war längst gelöscht. Die Schlafzimmertür doppelt zugesperrt und was ich da gedacht habe über den Tag, wüsste ich zwar, schreibe ich aber besser nicht auf. – Wäre ich doch bloß gleich in der Früh im Bett geblieben. Das wäre wesentlich billiger gekommen und an sich auch viel netter gewesen.</p>
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		<title>EPT Prag – Lange Finger und teure Zigaretten</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Dec 2008 11:43:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Haller</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<br/>Selten habe ich solange überlegt, bevor ich mich entschlossen habe, den folgenden Text zu schreiben. Man muss nicht immer alles an kleinen Verfehlungen breittreten  und manchmal ist es besser Sachen, auf sich beruhen zu lassen. Allerdings gab es bei der EPT Prag dann doch einige Dinge, über die man durchaus kritisch berichten sollte. Nachdem ich zu dem Thema allerdings noch nirgendswo etwas lesen konnte, habe ich mich eben selbst aufgerafft.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<br/><p>Fangen wir mit den erfreulichen Fakten an. Die EPT Prag war ein gelungenes Events. Parktisch ausgebucht mit viel Action rund um die Uhr. Die Belegschaft von Thomas Kremser hat – wie immer &#8211; erstklassige Arbeit geleistet und all die Probleme auf die ich später eingehe, bezogen sich auf das vom dortigen Casino beschäftigten Personal. Ich mag es einfach nicht, wenn am Tisch gestohlen wird und obwohl vielleicht manche meinen, dass geht uns Spieler nichts an, solang der Pot stimmt, habe ich dazu eine völlig konträre Meinung. – Wenn ein Dealer keine Hemmungen hat, seinen Arbeitgeber zu bestellen, wie groß wird dann wohl seine Scheu sein, auch mal bei günstiger Gelegenheit richtig in den Pot zu greifen?</p>
<p>Aber eines nach dem anderen. Wie gesagt, die Action an den Cashgame-Tischen war großartig. Bei Blinds von umgerechnet € 15/30 gab es immer wieder Pots jenseits der € 25 000. Mir ist nur aufgefallen, dass die Dealer auch in den heikelsten Momenten gewagte Wechselmanöver veranstaltet haben und dass dann im Endeffekt zwar das Maximum Rake von 500 Kronen (ca. € 19) aus dem Pot genommen wurden, aber maximal 300 Kronen versenkt wurden (manchmal auch gar nichts). – Ich habe mir, um ja nichts Falsches zu sagen, das unauffällig mehr als zehnmal angesehen, um mich dann doch beim zuständigen Floorman zu beschweren über die unsaubere Arbeitsweise. Offenbar gab es dann ein kurzes Gespräch im Pausenraum, die Dealer wurden aber zu meinem Befremden weiterhin auch im High Limit Bereich eingesetzt.</p>
<div id="attachment_6420" class="wp-caption alignright" style="width: 203px"><a  href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2008/12/ept_prag_tag_2_408_ip1.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-6419" title="(c) Intellipoker.com"><img class="size-full wp-image-6420" title="(c) Intellipoker.com" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2008/12/ept_prag_tag_2_408_ip1.jpg" alt="" width="193" height="134" /></a><p class="wp-caption-text">Pokerbereich EPT Prag</p></div>
<p>Auch unter den  &#8211; wie schon erwähnt – absolut korrekt arbeitenden Dealer aus dem Team von Thomas Kremser gab es Unruhe in der Sache. Schon alleine, weil manche der hauseigenen Dealer fast das Doppelte an – nennen wir es  &#8211; Trinkgeld abrechneten. In gewisser Weise nichts anderes als eine verdeckte Geschicklichkeitszulage für kreatives Wechseln. (Möchte aber betonen, dass es sich um weniger schwarze Schafe handelte und dass die meisten der einheimischen Dealer sicher auch sehr korrekt gearbeitet haben)</p>
<p>Nach wie vor befremdlich das Verhalten des Floorpersonals. Keiner schien das den Dealern irgendwie vorzuwerfen. Der casinointerne Umgang war von keinerlei Missstimmung geprägt und auch wir Spieler hatten dann Zeit, uns um andere Prager Sonderbarkeiten zu wundern. Kleines Beispiel – und ich bin ja wirklich der absolute Nichtraucher unter den Nichtrauchern und es wurmt mich trotzdem! In der Tschechei sind die Zigarettenpreise staatlich kontrolliert. Zigaretten kosten, was sie kosten und niemand – außer eben dem Staat – darf daran zusätzlich durch Aufschläge verdienen. Nun mir fehlt da ein wenig die Markenübersicht, aber dass ein Päckchen Zigaretten in der freien Wildbahn 500 Kronen (ca. € 19) kostet kann ich dann doch ausschließen.</p>
<p>Auch ein wenig extravagant die Preise für die kleinen Eisbecher, die man sich selbst bei der Bar holen musste und die in der Verpackung ab Fabrik für stolze sechs Euro verhökert wurden. Apropos extravagant. Die drei Männer von der Security wie aus einem Woody Allen Film. Theoretisch gab es so eine Schleuse wie am Flughafen <span style="color: #ff9900;"><a  href="http://www.pokerfirma.de/kolumnen/prager-zimt-und-hamburger-geld/6211">(siehe auch die Kolumne von Martin Kläser)</a></span>, jedenfalls da mussten etwa nach einer Pause mehr als 200 Spieler auf die Schnelle durchgelotst werden. Da gab es natürlich auch eine lange Schlange und man versäumte beim Turnier die eine oder andere Hand. Das Interessante allerdings war, man konnte bevor man durch die Schleuse ging, seine Taschen ungeachtet Form und Gewicht unkontrolliert auf eine Art Tisch stellen. Dort wurde das Gepäckstück dann von einem der Securitymänner einfach einen Meter weiter geschoben. Übrigens wenn der Metalldetektor mal anschlug, wurde auch nicht weiter kontrolliert. – Etwa mein Freund Casey Kastle und seine berühmte 20 Kilo schwere Reisetasche wanderten undurchleuchtet und unkontrolliert in den Casinobereich.</p>
<p>Einmal gab es einen großen Wirbel um einen Tisch, der gerade neu eröffnet werden sollte. Die Spieler stürmten zum Tisch, um die Plätze zu reservieren. Problematisch wurde es, als dann gleich drei aufgeregte Männer behaupteten, dass der eine Platz samt den verwaisten 100.000 Kronen – immerhin € 4000 – ihnen gehören würde. Normalerweise keine große Sache – das kann auf der ganzen Welt passieren. Das Video sollte entscheiden, der Floorman wurde gerufen, der sich wiederum entschuldigte dafür, dass es leider angesichts der großen Räume nicht möglich sei, die Tische mit zu filmen. Außerdem sei der Raum eigentlich ein Ballsaal und nur für die Dauer des Events angemietet und so weiter und so fort.  – Ich hatte das alles so mitgehört, ohne irgendwie betroffen zu sein. Indirekt involviert wurde ich allerdings am nächsten Tag als ich dann genau von diesem Floorman in Begleitung mehrerer Kollegen zur Seite gerufen wurde,. Mit strengem Gesicht wurde mir mitgeteilt, dass nach eingehendem Studium der Videobänder keine Unregelmäßigkeiten bezüglich der Wechselvorgänge und dem Rake beobachtet werden konnte. Exakt die Tische an denen ich gesessen sei, wären mehrfach und akribisch beobachtet worden.<br />
Mal abgesehen davon, dass ich mir zehnmal überlege, bevor ich so einen Vorfall melde, bleibt es doch mehr als verwunderlich, dass die an einem Tag angeblich nicht installierten Videokameras am Tag davor so genaue Aufzeichnungen machen konnten. -  Egal, es war ein schönes Turnier. Beim Cashgame lief es gut bei mir und ich konnte zumindest das Turnier-Buy in, die Hotelspesen und die diversen Eisbecher zurückgewinnen. Bleibt zu hoffen, dass das nächste Jahr ohne solche Sonderbarkeiten auskommt und für mich persönlich hoffe ich, dass ich mich dann wieder ausschließlich auf das Poker spielen werde konzentrieren können.</p>
<p><span style="font-size: xx-small;">Bildquelle: Pokerstars.de Blog/Intellipoker.com</span></p>
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		<title>Schere, Stein, Papier und andere Souvenirs</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Oct 2008 19:35:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Haller</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<br/>Turbulenten Zeiten und ich mit drinnen. Aber für so eine schöne neue Seite nimmt man doch gerne ein wenig Stress auf sich. Als geborener Weltenbummler fühle ich mich eigentlich dafür zuständig weltweit für pokerfirma.de zu kurbeln. Allerdings bei meiner ersten Mission in Aruba, anlässlich des Aruba Poker Classics, musste ich dann ein wenig improvisieren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<br/><div id="attachment_2942" class="wp-caption alignright" style="width: 136px"><a  href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2008/10/hellmuth_haller.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-2940" title="hellmuth_haller"><img class="size-full wp-image-2942" title="hellmuth_haller" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2008/10/hellmuth_haller.jpg" alt="" width="126" height="183" /></a><p class="wp-caption-text">Mit Phil in Aruba</p></div>
<p>Die Tücken des ständigen Kofferpackens, irgendwie war das Kuvert mit den Klebe-Logos nicht mitgekommen auf den langen Flug in die Karibik. Da muss man sich halt zu helfen wissen und in meiner schicken orangefarbenen Short konnte ich zumindest unsere firmenmäßige Farbgebung repräsentieren. Das könnte einem Phil Hellmuth nicht passieren. Da ist er Vollprofi. Die ganzen Tage schien Phil mit seiner Ultimate Bet-Kappe wie verwachsen (Oder er lässt sie sich vom Management antackern). – Selbstverständlich habe ich Phil Hellmuth von unserem Projekt erzählt und er hat mir und uns alles Gute gewünscht. – Höflich sind die Amerikaner ja immer und wir werden das bald einmal mit einer Interview-Anfrage an Phil überprüfen.</p>
<p>Von Aruba dann mit dem Flieger quasi direkt nach Baden zur Poker-EM. Gleich im Foyer traf ich Kollege Niki Jedlicka und im guten alten Tauschverfahren wechselte ich 20.000 Online-Dollar gegen Bares und das entwickelte sich für uns beide zu einem guten Geschäft. Mir gelang es in Windeseile 50.000 Euro zu gewinnen und Niki marschierte mit meinen virtuellen Dollar über die 300k Grenze.</p>
<div id="attachment_2941" class="wp-caption alignleft" style="width: 190px"><a  href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2008/10/christoph-haller.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-2940" title="christoph-haller"><img class="size-full wp-image-2941" title="christoph-haller" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2008/10/christoph-haller.jpg" alt="" width="180" height="161" /></a><p class="wp-caption-text">mit Logo in Baden</p></div>
<p>Wobei ich diesmal (siehe Bild) schon vorbildlich adjustiert (Danke an Rosi) am Tisch saß. Allerdings nicht lange an diesen Ort. Gleich am nächsten Tag ging es weiter. Diesmal nach London zur “European High Stakes Challenge”. Buy-in 10k, aber von Start weg saßen die meisten mit deutlich mehr da. Viele hohe Pots und trotz der relativ kleinen Blinds von 25/50 Euro maximale Action  (meist zwei Live-Stradles 100 und 200).<br />
Interessante Gegner, unter anderem Peter Eastgate. Sympathischer Däne und einer der neun Auserwählten, die am 9. November am Finaltisch des Main-Events der WSOP 2008 sitzen werden. Gute Nerven hat er bereits in London bewiesen. Ein redseliger Andy Black versorgte Peter ungefragt und ein wenig anstrengend laufend mit Tipps und Tricks.</p>
<p>Am nächsten Morgen wieder zurück nach Baden. Ich hatte mich schon gefreut, weil das Event war wieder erstklassig organisiert. Die Strukturen passten, das Essen wunderbar wie immer und diese gewisse Freundlichkeit.. Leider waren die großen Cashgames schon vorbei und viele der Highroller abgereist. Entweder hatten sie Angst, ich komme nicht wieder oder die Bad Beats an der Börse haben dann doch mehr geschmerzt als zugegeben. Nun ich ließ mich einfach gemütlich hinter dem meinen Freund Angelo als Internet-Railbird nieder und konnte – mitten im ganzen Turniergeschehen – dabei sein, wie Angelo online bei Blinds 50/100$ mehr als 120k abstaubte. – Eine reife Leistung.</p>
<div id="attachment_2943" class="wp-caption alignright" style="width: 136px"><a  href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2008/10/petereastgate.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-2940" title="petereastgate"><img class="size-full wp-image-2943" title="petereastgate" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2008/10/petereastgate.jpg" alt="" width="126" height="182" /></a><p class="wp-caption-text">Peter Eastgate</p></div>
<p>Einen Tag der Ruhe und schon hatte mich das nächste Flugzeug – meine Pokerfirmen-Logos diesmal sicher verstaut in der Brusttasche. Auf zur „German Stars of Poker“ in durchaus prominenter Besetzung. Allzu viel darf ich nicht verraten. Man will ja nicht die Spannung nehmen und im DSF wird man bald alles sehen, was das Event zu bieten hatte (und das war einiges). Eine kleine Anekdote werde ich wohl zum Besten geben dürfen. – Chip-Race, die 50er sollten eingezogen werden. Alle waren gerade mit den Chips und konnten beim Dealer wechseln. Nur Florian Langmann und ich hatten jeweils einen Chip vor sich liegen. – Und wie so einem erfahrenen und erfolgreichen Spieler wie Florian Langmann so ein Lapsus passieren konnte, bleibt mir ein Rätsel. Statt dem Dealer und dem Glück zu vertrauen, forderte er mich in einer meiner stärksten Disziplinen heraus: &#8211; Schere, Stein, Papier. Dreimal konnte sich Langmann in ein glückliches Patt flüchten, doch dann setzte sich meine ganze Klasse durch (für die Profis, ich gewann mit Stein gegen Schere das adaptiere Chip-Race).</p>
<p>Tja, dann wieder für einen kurzen Aufenthalt nach Wien und jetzt sitze ich hier in Odessa und halte die Augen offen.  – Nicht vergessen, am 9.11. Peter Eastgate die Daumen zu drücken. Wäre doch schön, wenn mal ein Europäer das Main-Event gewinnt. Apropos WSOP. Werde gleich ein Mail schreiben. Vielleicht nehmen sie „Schere, Stein, Papier“ ins Programm als Heads-Up Wettbewerb. Da wäre ich natürlich dabei und mein Wunschgegner für die erste Runde müsste Florian Langmann sein – Eine Revanche hat er sich verdient.</p>
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