<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Poker Firma &#187; Dragan Galic</title>
	<atom:link href="http://www.pokerfirma.com/author/dragan-galic/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.pokerfirma.com</link>
	<description>Die ganze Welt ist Poker!</description>
	<lastBuildDate>Thu, 09 Feb 2012 01:47:28 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator>
		<item>
		<title>Es gibt Wichtigeres&#8230;</title>
		<link>http://www.pokerfirma.com/news/es-gibt-wichtigeres/102637</link>
		<comments>http://www.pokerfirma.com/news/es-gibt-wichtigeres/102637#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 25 Nov 2011 10:13:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dragan Galic</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[dragan]]></category>
		<category><![CDATA[galic]]></category>
		<category><![CDATA[kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[kroatien]]></category>
		<category><![CDATA[Poker]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.pokerfirma.de/news/es-gibt-wichtigeres/102637</guid>
		<description><![CDATA[<br/>Liebe Pokerfreunde,
manchmal zeigt einem das Leben, dass es wichtigere Dinge gibt als ein Pokerspiel. Doch fangen wir ganz vorne an. Ich war mal wieder in meiner Heimat unterwegs. Das Auto bepackt mit meiner Freundin, ihrer Mutter und den zwei Yorkshire-Terriern, die laut hechelnd in einer von Schmiegermuttis Handtaschen Platz genommen hatten und langsam aber sicher meine Rückbank vollsabberten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<br/><p>Liebe Pokerfreunde,<br />
manchmal zeigt einem das Leben, dass es wichtigere Dinge gibt als ein Pokerspiel. Doch fangen wir ganz vorne an. Ich war mal wieder in meiner Heimat unterwegs. Das Auto bepackt mit meiner Freundin, ihrer Mutter und den zwei Yorkshire-Terriern, die laut hechelnd in einer von Schmiegermuttis Handtaschen Platz genommen hatten und langsam aber sicher meine Rückbank vollsabberten. Nicht, dass ich nicht gerne mit meiner Familie die Zeit verbringen würde, bloß hatte ich unter einem gemütlichen Ausflug an diesem Tag etwas anderes vorgestellt, als Shoppen in der Mittagssonne.</p>
<p>Nach der Einkaufstour saßen wir also mit vollgepacktem Kofferraum im Wagen und fuhren auf der Autobahn, dreispurig, freie Fahrt. In der Nachmittagshitze haben die Kroaten eben besseres zu tun, als sich auf der Autobahn zu amüsieren. Und ich dachte ein wenig neidisch an meine Freunde, die sich gerade wohl an irgendeinem Strand oder in irgendeinem Pool amüsierten. Ich konnte mir bildlich vorstellen, wie die Jungs im Wasser saßen, ein Glas Prosecco, J.B.-Cola oder ein kühles Bier in der Hand, sich über Autos, außergewöhnliche Pokerpartien oder über die eine oder andere Bekannte redeten. Der Gedanke, jetzt selber im kühlen Nass zu sitzen, zauberte mir ein Lächeln auf die Lippen. Als mich meine Freundin fragte, an was ich gerade denke, erwiderte ich nur kurz &#8220;Ach nichts&#8221;, Ihr kennt das sicherlich.</p>
<p>Die Fahrt lief bis dato eher unspektakulär, ich sagte ja schon, dass sich keiner auf der Autobahn aufhielt und so fuhren wir schweigend und dösend Richtung Heimat. Wobei ich mich aufs Schweigen konzentrierte, während die Damen dösten. Zirka 70 Kilometer vor Zagreb schloss ich allmählich auf einen Fiat `Kombi` auf und dachte bei mir „Schau mal an, noch ein Idiot, der nicht im Schatten oder am Strand sitzt“. Er fuhr in aller Seelenruhe auf dem mittleren Fahrstreifen und schien die Fahrt bei 140 Sachen zu genießen. Normalerweise regen mich solche Mittelspurfahrer auf, aber hier war weit und breit kein anderes Auto zu sehen, also gönnte ich ihm seinen Spaß. Ich ließ die Lichthupe aus dem Spiel, machte mich auch nicht bereit, wild gestikulierend an ihm vorbeizufahren, um ihn zum Spurwechsel zu animieren. Ich ließ ihn einfach da fahren, wo er wollte.</p>
<p>In gebührendem Abstand fing ich an zu blinken, wechselte die Fahrbahn und setzte zum Überholen an. Eigentlich hätte ich mir das Blinken sparen können, war ja schließlich außer mir und ihm keiner auf der Straße, aber das sind wohl die Mechanismen, die man einfach nicht abschütteln kann. Klassische Konditionierung. Wie der Hund der automatisch anfängt mit dem Schwanz zu wedeln, wenn Herrchen in die Hosentasche greift. Denn in 80 Prozent aller Fälle holt der Zweibeiner ein Leckerchen für den vierbeinigen Freund aus dieser Tasche. Und wenn es dann nur der Autoschlüssel ist, dann wird das Schwanzwedeln eingestellt. Ich schweife ab.</p>
<p>Ich setzte also zum Überholen an und wollte mit gut 160 km/h meinen Vordermann leger und zügig überholen. Als ich mit meinem X5 auf gleicher Höhe war, schaute ich in die Fahrgastzelle des Fiats. Der Kofferraum war voll mit Strandsachen: Luftmatratze, Planschtier, Schaufeln und Eimer, Decken, eine Kühlbox, Flossen, Schnorchel, Sandförmchen. „Ein schönes Wochenende mit der Familie am Meer“, dachte ich mir und war schon wieder ein wenig neidisch – diesmal nicht auf meine Freunde, sondern auf den jungen Mann in diesem Fiat –, da ich ja eine ungeschmeidige Shoppingtour zweier Frauen begleiten durfte, die sich übrigens als wahre Schlendermeister herausstellten. Gefühlte 38 Boutiquen in 6 Stunden dürften mit Sicherheit ein neuer Rekord sein. Zum Glück haben sie nicht in jedem Laden etwas gekauft.</p>
<p>Auf der Rückbank des Fiats döste eine Frau Mitte 30, im Kindersitz daneben schlummerte ein Zwerg von maximal 12 Monaten. Fix und fertig, die Seeluft macht eben müde. Kofferraum, Rückbank – Ich hatte genug gesehen, also trat ich aufs Gas und wollte nur noch kurz dem Fahrer zuzwinkern, um ihm zu zeigen: „Hey, Du bist nicht der Einzige, der bei 45 Grad im Schatten auf der Autobahn rumkriecht. Ich bin in Gedanken bei Dir.“<br />
Als ich gerade beschleunigte und durch das Fenster der Fahrertür schaute, erschrak ich. Am Steuer saß ein Mann, ebenfalls Mitte 30. Und seine Augen waren geschlossen. Ehe ich mir Gedanken darüber machen konnte, was ich tun sollte, kam der Fiat immer näher an mich heran. Ab jetzt verlief alles Weitere wie in Zeitlupe.</p>
<p>Ich versuchte zu beschleunigen, um der Kollision auszuweichen und betätigte zeitgleich die Hupe, doch es war zu spät. Sekundenbruchteile später tuschierte mich der fremde Wagen. Mit einem metallischen Kreischen krachte er in die Beifahrerseite meines X5. Ich versuchte verzweifelt, die Spur zu halten und nicht in die Leitplanke zu geraten. Der Fahrer schien dadurch aus seinem Sekundenschlaf hochzuschrecken, denn mit einem Ruck verriss er sein Steuer und schleuderte quer über die Autobahn. In wilden kreisenden Bewegungen schlug er in die rechte Leitplanke ein, nur um kurz darauf in die andere Richtung zu schleudern. Hinter mir schrien die Frauen, die Hunde kläfften und ich versuchte noch immer, die Situation richtig einzuschätzen, um einen weiteren Crash zu vermeiden. Doch es war alles vergebens. Ich bremste erst, beschleunigte dann wieder, aber der schleudernde Fiat schien es auf mich abgesehen zu haben. Mit voller Wucht erwischte mich das Unfallfahrzeug ein zweites Mal, drückte mich in die Leitplanke und prallte erneut ab.<br />
Dann war es still.</p>
<p>Ich öffnete meine Augen und suchte meinen Körper nach Verletzungen ab. Alles tat ein wenig weh, aber es war nichts Dramatisches. Dann sah ich mich um. Mein Auto war an der Leitplanke zum Stehen gekommen. Die äußeren Schäden waren auch im Innenraum zu sehen. Die Beifahrertür wies einen Spalt auf, durch den ich locker hätte aussteigen können. Meine Tür stieß schon gegen meinen Oberschenkel. Die Nebel, durch die ich meine Umwelt in diesem Augenblick wahrnahm, lichteten sich allmählich. Die Hunde kläfften immer noch. Mir fiel auf, dass die Mutter meiner Freundin aschfahl im Gesicht war und keinen Mucks sagte. Aber ich sah, dass sie unversehrt war.</p>
<p>Nachdem ich mich versicherte hatte, dass es auch den anderen Insassen gesundheitlich gut ging, stieg ich über meine Freundin, da meine Tür von der Leitplanke blockiert war, und drückte die Beifahrertür auf, die nur sehr widerwillig und mit lautem Kratzen nachgab.</p>
<p>Draußen angekommen sah ich das gesamte Ausmaß des Unfalls. Überall lagen Glasscherben, Plastikteile, sogar ein abgerissener Kotflügel lag auf der Straße. Die Bremsspuren waren klar zu sehen und schienen 200 Meter weit zu reichen. Und auch um die Autos war es nicht gut bestellt. Mein X5 sah aus wie eine zerdrückte Coladose, doch gegen den Fiat mutete er noch wie ein Neuwagen an. Dieser stand in einiger Entfernung in der Mitte der Fahrbahn, kein Lebenszeichen aus dem Innern. Ich drückte meiner Freundin das Handy in die Hand, sagte ihr, sie solle die Polizei verständigen und lief zum anderen Wagen. Als ich ankam sah ich zuerst das Baby, das herzzerreißend schrie, dann sah ich auch die Eltern. Der Vater hatte gerade den Gurt abgelegt und versuchte durch das zerborstene Fenster aus dem zerbeulten Wrack zu klettern. Die Mutter schlug die Augen auf und beruhigte das Kind. Nach fünf Minuten waren alle in Sicherheit und saßen, als Polizei und Rettungskräfte ankamen, am Straßenrand.</p>
<p>Fazit dieses Ausfluges: Ich weiß jetzt, dass ein Vater auch mit zwei gebrochenen Rippen und gebrochenem Bein in der Lage ist, seine Familie zu retten. Ich weiß jetzt, dass in solch einer Situation nicht das gesamte Leben an einem vorbei zieht. Und ich weiß, dass es nichts Schlimmes an einem verlorenen Turnier gibt, denn am Ende sind wir noch am Leben.</p>
<p>Der jungen Familie ist übrigens außer den schwereren Verletzungen des Vaters nichts passiert. Die Frau hatte ein paar Schürfwunden und Kratzer durch die Scherben, dem Kind ist wie durch ein Wunder gar nichts passiert.</p>
<p>Meine Freundin sagte, dass Gott seine Engel ausgeschickt habe, um alle zu beschützen. Und Engel scheren sich einen Dreck um Pokerblätter.<br />
Nach einem solchen Unfall sieht man die Welt in einem anderen Licht, genießt den Sonnenschein des Tages etwas mehr, erfreut sich an dem Duft der Blumen und nimmt die Momente mit der Familie viel bewusster wahr. Ich weiß, dass sich dieses Gefühl schnell verflüchtigt. Schnell ist man wieder im Trott, jagt der Devise hinterher „Höher, schneller, weiter“, ist nicht mit dem zufrieden, was man hat, sondern will stets das haben, was man eben nicht hat. Aber vielleicht gelingt es mir, diesen Augenblick hinauszuzögern, wenn ich es aufschreibe. Vielleicht.</p>
<p>Und nun noch eine kroatische Seemannsweisheit des Tages: Kommt der Wind mal stark von vorn, dann mach es wie der Pokerstorm.</p>
<p>Euer Dragan</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: medium; color: #861800; padding: 5px; border-style: double; border-width: thin; text-align: center;">Dieser Artikel erschien im Royal Flush Magazin Ausgabe 06/2011!<br />
<a  href="https://www.wekashop.de/index.php?stat=167&#038;kid=&#038;src=&#038;kid=&#038;src=RoyalFlushBanner" target="_blank">Aktuelle Ausgabe bestellen</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.pokerfirma.com/news/es-gibt-wichtigeres/102637/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Glück im Unglück</title>
		<link>http://www.pokerfirma.com/news/gluck-im-ungluck/95488</link>
		<comments>http://www.pokerfirma.com/news/gluck-im-ungluck/95488#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 30 Sep 2011 09:13:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dragan Galic</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[dragan]]></category>
		<category><![CDATA[galic]]></category>
		<category><![CDATA[kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[kroatien]]></category>
		<category><![CDATA[Poker]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.pokerfirma.de/news/gluck-im-ungluck/95488</guid>
		<description><![CDATA[<br/>Liebe Pokis,<br />
durch die Poker-Turniere auf der ganzen Welt und die ein oder andere TV-Ausstrahlung ist man es natürlich ein bisschen gewohnt, erkannt und mit Namen begrüßt zu werden. Das liegt sicherlich zum einen auch daran, dass ich stets in denselben Hotels einchecke und mich die Rezeptionistinnen einfach kennen und zum anderen, dass man sich als Poki sehr oft mit anderen Pokis umgibt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<br/><p>Liebe Pokis,<br />
durch die Poker-Turniere auf der ganzen Welt und die ein oder andere TV-Ausstrahlung ist man es natürlich ein bisschen gewohnt, erkannt und mit Namen begrüßt zu werden. Das liegt sicherlich zum einen auch daran, dass ich stets in denselben Hotels einchecke und mich die Rezeptionistinnen einfach kennen und zum anderen, dass man sich als Poki sehr oft mit anderen Pokis umgibt. Ein eigener kleiner Mikrokosmos. Umso mehr war ich erstaunt, dass ausgerechnet in meiner Heimatregion mein Bekanntheitsgrad anscheinend unter dem sprichwörtlichen Nullpunkt liegt. Zumindest bei den Gesetzeshütern.</p>
<p>Doch fangen wir ganz vorne bei der Geschichte an: Das Turnier in Venedig hatte ich gerade mehr oder minder erfolgreich abgeschlossen, da rief schon der nächste Termin. Ein Online-Game, das ich nicht über irgendeinen Web-Zugang spielen wollte, sondern schon von Zuhause in Zagreb aus. Man stelle sich vor, ich sitze in irgendeinem Lokal mit Internet und zocke da lustig sieben bis acht Stunden vor mich hin. Ich hatte also wenig Zeit, um nach Kroatien zu kommen, aber laut Navi sollte ich es schaffen. Ich hatte sogar zwölf Minuten Puffer. Also gab ich Gas. Das Wetter war gut, die Autobahn frei.</p>
<p>Doch dann machte mir das Schicksal einen Strich durch die vom Navi aufgestellte Rechnung. In einer Senke konnte ich gut einige Kilometer vor mir erkennen, dass die Autobahn gesperrt war. Zig Blaulichter und ein kleiner Rückstau. Alles wurde von der Autostrada abgeleitet. Mir blieb nichts anderes übrig, als den Massen zu folgen. Der Puffer schrumpfte auf acht Minuten. Am Ende der Ausfahrt folgte ich zuerst den Umleitungsschildern und bog irgendwann einfach ab, weil mich der LKW vor mir mit seiner Fahrweise einfach aufregte. Nach einiger Zeit lotste mich in Schild Richtung Slowenien und ehe ich mich versah, hatte ich die renze passiert. Das muss zwischen einem Kuhstall und einem Gasthof gewesen sein. In der EU kann man sich da ja nicht mehr so sicher sein.</p>
<p>Ich versuchte mein Navigationsgerät eine neue Route berechnen zu lassen, doch die kleinen Dörfer und Straßen erkannte das System nicht. Ich hatte nur die CD von Deutschland und Italien dabei. Schließlich dachte ich, im ehemaligen Jugoslawien würde ich mich auskennen. Weit gefehlt.</p>
<p>Das Gaspedal berührte fast durchgehend den Boden und ich heizte durch die Dämmerung über Landstraßen und Feldwege auf der Suche nach einem Autobahnschild, das mich wieder auf die Straße nach Zagreb bringen sollte. In einem kleinen Dorf, bestehend aus vier Häusern und drei Stallungen zeigte endlich ein blauer Pfeil nach rechts. Ich bog scharf ab und beschleunigte mal wieder. Mit geschätzten 160 Sachen sauste ich durch Sloweniens Hinterland. Ich hatte die Hoffnung, rechtzeitig zum Turnieranfang anzukommen noch nicht aufgegeben. Vielleicht hatte ich ja sogar Glück und das hier war eine unbekannte Abkürzung. Als ich meinen hoffnungsvollen Berechnungen nachging kam mir auf einmal ein Polizeiauto entgegen. In dem Augenblick, als wir auf einer Höhe waren, ging das Blaulicht an und im Rückspiegel konnte ich erkennen, wie der Wagen eine 180-Grad-Chicago-Wende hinlegte, um mich zu verfolgen. Ein Blick auf den Tacho zeigte mir, dass ihnen die überhöhte Geschwindigkeit aufgefallen sein dürfte.</p>
<p>In meinem Kopf rasten die Gedanken: 60 Kilometer in der Stunde zu viel. Wie viel mag das wohl kosten? Schaffte ich es trotzdem noch, zur anvisierten Zeit in Zagreb zu sein? Sollte ich versuchen, die Biege zu machen oder sollte ich mich gleich stellen? Die fahren nur einen Opel, ich bin in einem X5 unterwegs. Beim letzten Gedanken drückte ich meinen Fuß ohne es zu merken wieder Richtung Bodenplatte.</p>
<p>Das Aufheulen der Sirene hinter mir riss mich aus meiner Gedankenwelt. Und ich beschloss anzuhalten. Ich war mir sicher, egal wie schnell ich fahren konnte, die Insassen des Verfolgerfahrzeugs würden sich hier sicherlich besser auskennen. Also setzte ich den Blinker und hielt an.</p>
<p>Es folgte eine Szene, wie aus einem amerikanischen Spielfilm. Zwei slowenische Polizisten stiegen aus dem Wagen und kamen mit gezogenen Waffen auf mich zu. Während der eine an mein Fenster klopfte, hielt mich sein „Partner mit dem kalten Schnauzer“ von hinten rechts in Schach. Eigentlich fehlten für eine Filmszene nur noch die Laserpointer. Ich ließ mein Fenster runtergleiten und wollte gerade fragen, was denn los sei. (Unwissenheit vortäuschen ist ja eine beliebte Vorgehensweise bei einem Kontakt mit der Polizei.) Doch bevor ich einen Ton von mir geben konnte, bellte mich der erste Polizist an, ich solle sofort die Hände aufs Lenkrad legen, während er mir mit seiner Dienstwaffe auf den Brustkorb zielte. Ich folgte seinem Befehl und wurde langsam nervös. Es kam mir komisch vor, einen solchen Tonfall zu hören, wegen einer Geschwindigkeitsübertretung. „Führerschein, Fahrzeugpapiere, Pass“, brüllte der Staatsdiener zu meiner Linken. Ich entspannte mich und griff zu meinem Portemonnaie in der Innentasche meiner Jacke. Just in dem Augenblick, als sich meine Hand um meinen Geldbeutel schloss, bellte Rambo wieder. „Hände aufs Lenkrad.“ Ich zuckte zusammen, legte meine Hand umgehend wieder auf das Steuer und ließ dabei meine Geldbörse fallen, die in meinem Schoß landete.</p>
<p>„Was soll das?“, schrie Rambo und im Rückspiegel konnte ich erkennen, wie Schnauzer seinen Finger am Abzug zittern ließ. Ich erwiderte, er habe doch selber gesagt, er wolle meine Papiere sehen, die lägen im Übrigen jetzt in meinem Schoß. Er schaute durchs Fenster und betrachtete mein Portemonnaie. Erst jetzt entspannte sich die Situation. Er rief seinem Kollegen zu, es sei keine Waffe und beide steckten ihre Schießeisen wieder weg.</p>
<p>Es folgten Fragen: Wo kommen sie her? Wo wollen sie hin? Welchen Grenzübergang haben sie genommen? Und genau da kam ich ins Stocken. Welcher Grenzübergang mag das gewesen sein? „Ich weiß es nicht“, musste ich zugeben und erregte damit erneut das Misstrauen der Polizisten. „Sie wissen nicht, über welchen Grenzübergang sie nach Slowenien gekommen sind?“, fragten sie ungläubig und ich konnte sehen wie die Holster langsam wieder geöffnet wurden. Ich konnte mir ein Lachen kaum verkneifen, denn ich wusste, wie unglaubwürdig ich mich gerade anhören musste. „Das muss irgendwo zwischen einem Kuhstall und einem Gasthaus gewesen sein“, grinste ich. Und erzählte den beiden die gesamte Geschichte. Zum Glück hatten sie von dem Unfall bei Triest gehört und auch von der Vollsperrung. Nach der ausführlichen Überprüfung meiner Daten gaben mir die Beamten meine Papiere wieder und wünschten mir eine gute Fahrt. Obwohl ich mich freute, dass es anscheinend kein Bußgeld gab, und ich nun wieder freie Fahrt hatte, siegte meine Neugier. „Sagen sie, wen suchen sie eigentlich?“ „Hier in der Nähe gab es einen Raubüberfall und sie erschienen uns verdächtig.“ Danach fragte ich noch nach dem Weg nach Zagreb und setzte nach ein paar Abschiedsfloskeln meine Fahrt fort.</p>
<p>Fazit des ganzen Tohuwabohus: Mit 60 Sachen zu schnell angehalten worden, wurde als Tatverdächtiger in einem Raubüberfall behandelt, wäre beinahe erschossen worden (jedenfalls fühlte es sich so an) und am Ende musste ich noch nicht mal ein Bußgeld zahlen. Das nennt man wohl Glück im Unglück. Das Turnier habe ich aber dann doch verpasst.</p>
<p>Und so sage ich es wie der Kapitän auf seinem Kutter: Kommt der Wind mal hart von vorn, dann mach es wie der Pokerstorm.</p>
<p>In diesem Sinne<br />
Euer Dragan</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: medium; color: #861800; padding: 5px; border-style: double; border-width: thin; text-align: center;">Dieser Artikel erschien im Royal Flush Magazin Ausgabe 03/2011!<br />
<a  href="https://www.wekashop.de/index.php?stat=167&#038;kid=&#038;src=&#038;kid=&#038;src=RoyalFlushBanner" target="_blank">Aktuelle Ausgabe bestellen</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.pokerfirma.com/news/gluck-im-ungluck/95488/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>9</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Der Read im Café</title>
		<link>http://www.pokerfirma.com/news/der-read-im-cafe/92537</link>
		<comments>http://www.pokerfirma.com/news/der-read-im-cafe/92537#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 09 Aug 2011 08:20:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dragan Galic</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[dragan]]></category>
		<category><![CDATA[galic]]></category>
		<category><![CDATA[kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[kroatien]]></category>
		<category><![CDATA[Poker]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.pokerfirma.de/news/der-read-im-cafe/92537</guid>
		<description><![CDATA[<br/>Liebe Pokis, da sitze ich mal wieder vor meinem Laptop und frage mich, wovon ich Euch diesmal erzählen könnte. Das Problem an der ganzen Situation ist ja, dass nicht jeder zum Schreiberling geboren wurde. Ich ganz bestimmt nicht, aber dennoch möchte ich etwas aus dem Leben eines Pokerspielers erzählen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<br/><p>Liebe Pokis, da sitze ich mal wieder vor meinem Laptop und frage mich, wovon ich Euch diesmal erzählen könnte. Das Problem an der ganzen Situation ist ja, dass nicht jeder zum Schreiberling geboren wurde. Ich ganz bestimmt nicht, aber dennoch möchte ich etwas aus dem Leben eines Pokerspielers erzählen.</p>
<p>In Gesprächen mit Freunden und Bekannten kommen immer wieder tolle Vorschläge: „Schreib doch über das letzte Turnier!“ Finde ich langweilig, schließlich ähneln sich die Hände, die man spielt. Ebenso die Hände, die man nicht spielt. Manchmal gibt es einen am Tisch, der eine bessere Hand hat und manchmal gibt es jemanden am Tisch, der denkt, er hätte eine bessere Hand. Und am Ende kann man überall nachlesen, wie viele Spieler eine bessere Hand hatten und wie viele eben nicht. „Aber das Drumherum ist doch interessant“, sagte neulich ein guter Bekannter. „Wie Du am Flughafen ankommst, wie so ein Turnier aufgebaut ist. Wie man sich fühlt, wenn man acht Stunden am Stück konzentriert sein muss.“ Das mag ja sein, aber mir fällt das nicht mehr auf. Für mich ist dieses Leben zur Normalität geworden.</p>
<p>Heute Bahamas, morgen Venedig, danach in Wien und dann wieder Berlin. Für mich sieht das alles gleich aus und ist nicht erzählenswert. Ich sehe die Storys in meinem Leben einfach nicht. Aber das liegt an den Relationen. Während für einen Bäcker das Pokerspielen aufregend ist, finde ich es eher interessant, wie es ist als Bäcker zu arbeiten. Wie ist es, nachts aufstehen zu müssen, um die Brötchen und Brote um sieben Uhr fertig zu haben. Schlussendlich bleibt nach all den Gesprächen weiterhin die Frage: Über was soll ich schreiben? Was will ich erzählen? Was kann ich erzählen?</p>
<p>Und plötzlich fällt es mir wie Schuppen von den Augen: Kolumnen werden nicht von den Kolumnisten geschrieben, sondern vom Leben. Die Kolumnisten halten sie nur in Worten fest. Also erzähle ich einfach davon, was mir genau in diesem Moment gerade durch den Kopf geht. Ich sitze in meinem Lieblingscafé in Hamburg. Es ist 16 Uhr, ich habe den Laptop vor mir und einen Latte macchiato in der Hand. So, was geht mir durch den Kopf? Mein Blick schweift durch den Raum. Am hinteren Ende sitzt ein junges Pärchen. Sie erzählt ihm etwas, gestikuliert, erhebt die Stimme und flüstert gleich danach eindringlich. Er sitzt ihr eher unbeteiligt gegenüber. In meinem Kopf schwirren die Gedanken. Was geht da vor? Was hat sie für ein Problem? Sind sie überhaupt ein Pärchen? Ich wage es, eine These aufzustellen.</p>
<p>Er ist fremdgegangen und sie hat es herausgefunden. Nun haben sie ein klärendes Gespräch. Auf neutralem Boden, damit es glimpflicher für ihn ausgeht. Man schreit ja nicht gerne in der Öffentlichkeit. Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter und gebe eine Diagnose ab, was in den beiden vor sich geht: Er hat mit dem Thema Beziehung schon abgeschlossen. Es ist ihm gleichgültig, ob es weitergeht. Eigentlich wäre es ihm ganz lieb, wenn sie jetzt endlich Schluss machen würde, damit er zu der anderen gehen kann. Sie möchte erst mal ihrem Ärger und ihrer Enttäuschung Ausdruck verleihen. Oberflächlich möchte sie die Beziehung retten. Aber innerlich ist sie so sehr enttäuscht, dass sie eigentlich weiß, dass sich das Thema Vertrauen erledigt hat. Sie möchte ihm einfach nur noch mal sagen, was sie von seinem Verhalten hält. Natürlich sind Thesen leicht aufgestellt. Ob ich aber wirklich richtig liege kann ich nur beweisen, wenn ich der Sache auf den Grund gehe. Jetzt fühle ich mich ein wenig wie ein Detektiv. Und das nur, um Euch eine Story zu liefern. Der Tisch, an dem die beiden sitzen, liegt glücklicherweise direkt auf dem Weg zur Toilette und daneben steht ein Kartenständer mit diesen lustigen Werbepostkarten. Also perfekt, um mich anzuschleichen, zu lauschen und zu recherchieren. Bis gleich.</p>
<p><strong>Fünf Minuten später…</strong></p>
<p>Ja, liebe Pokis, wer hätte das gedacht. Ich lag vollkommen daneben. Das junge Pärchen entpuppte sich dann doch als Bruder und Schwester. Und das angeregte Gespräch wurde auch nicht über seine sexuellen Eskapaden geführt, sondern über seine Trinkgewohnheiten bei Partys. Ich konnte etwas hören von wegen „es ist so peinlich, wenn Du jedes Mal voll mit meinen Freundinnen“ und „benimm Dich endlich wie ein großer Bruder“ und „es ist ganz allein meine Sache mit wem ich rummache.“ So viel zu meiner Menschenkenntnis und ich erkenne gerade die Parallelen zum Pokern. Dort versucht man ja auch regelmäßig einen Read auf die Mitspieler zu bekommen. Und den anderen die Möglichkeit auf einen Read an der eigenen Person zunichte zu machen. Einige Spieler tragen einen Schal – auch bei 40 Grad im Schatten – weil man die Halsschlagader pochen sehen kann, sobald sie zwei Asse haben. Oder sie fangen unkontrolliert an, zu schlucken, wenn sie bluffen. Andere tragen Sonnenbrillen, weil sie immer dreimal zwinkern, wenn sie ein gutes Blatt haben. Oder sie tragen die Brillen, um die anderen zu beobachten. Manche bekommen Schweiß auf der Stirn, wenn es eng wird, andere zittern mit dem kleinen Finger. Um Euch jetzt mal zu zeigen, dass man auch im wahren Leben einen Read auf jemanden bekommen kann, nehme ich mir den nächsten Gast vor.</p>
<p>Am Tresen sitzt ein junger Mann mit Ohrringen und einem volltätowierten Arm. Zerschlissene Jeans, Armeejacke, muskulöser Typ, keine Haare. Er spricht mit der Bedienung. Bei jedem Satz, den er ihr zuraunt, lehnt er sich mehr über den Tresen. Und sie poliert Gläser und weicht nur ungern von seiner Seite. Die Situation ist klar: Er baggert, sie geht drauf ein. Weiter im Text: Er ist wahrscheinlich Türsteher oder Fitnesstrainer, das schließe ich aus seiner Kleidung und seinen körperlichen Proportionen. Jetzt holt er seine Visitenkarte aus der Tasche und legt sie auf die Theke. Moment, liebe Pokis, ich gehe der Sache mal kurz auf den Grund und ordere am Tresen noch einen Latte.</p>
<p><strong>Zwei Minuten später …</strong></p>
<p>50 Prozent sind auch ein Erfolg. Die beiden bändeln tatsächlich gerade an. Ich konnte noch mitbekommen, wie sie sich für ihren Feierabend um 18 Uhr verabredeten. Nur bei der Einschätzung seiner Person lag ich vollkommen daneben. Die Visitenkarte verriet mir, dass er Filialleiter bei einem Reifenspezialisten ist. Ganz seriös, ein Bürojob, wer hätte das gedacht.</p>
<p><strong>Fazit:</strong> Lasst Euch niemals vom äußeren Schein täuschen. Denn am Tisch ist es nicht wichtig, wie Euer Gegenüber aussieht, sondern wie er sich verhält. In diesem Sinne: Kommt der Wind mal hart von vorn, dann macht es wie der Pokerstorm.</p>
<p>Euer Dragan.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: medium; color: #861800; padding: 5px; border-style: double; border-width: thin; text-align: center;">Dieser Artikel erschien im Royal Flush Magazin Ausgabe 04/2011!<br />
<a  href="https://www.wekashop.de/index.php?stat=167&#038;kid=&#038;src=&#038;kid=&#038;src=RoyalFlushBanner" target="_blank">Aktuelle Ausgabe bestellen</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.pokerfirma.com/news/der-read-im-cafe/92537/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>14</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Airport</title>
		<link>http://www.pokerfirma.com/news/airport/77752</link>
		<comments>http://www.pokerfirma.com/news/airport/77752#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 12 Mar 2011 08:41:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dragan Galic</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[dragan]]></category>
		<category><![CDATA[galic]]></category>
		<category><![CDATA[kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[kroatien]]></category>
		<category><![CDATA[Poker]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.pokerfirma.de/news/airport/77752</guid>
		<description><![CDATA[<br/>Liebe Pokerfreunde, ich weiß, ihr erwartet die großen Erkenntnisse über Poker und das Spiel an sich. Aber manchmal ist das Leben der große Lehrmeister – man muss bloß hinschauen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<br/><p>Liebe Pokerfreunde, ich weiß, ihr erwartet die großen Erkenntnisse über Poker und das Spiel an sich. Aber manchmal ist das Leben der große Lehrmeister – man muss bloß hinschauen.</p>
<p>Zum Beispiel ist mir vor einigen Wochen etwas am Flughafen passiert. Ich entschied mich, zu einem Turnier in London meine Freundin  mitzunehmen. Einfach mal das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden. Wobei ich jetzt nicht verraten möchte, was an dieser Konstellation das Nützliche und was das Angenehme war. Jedenfalls sollte es am Morgen relativ früh Richtung England gehen. Drei Tage auf die Insel. Für mich reichen für so einen Trip drei Shirts, drei Paar Socken, drei Unterhosen, zwei Jeans und eine Zahnbürste. Was fehlt, wird vor Ort besorgt. Ich war also nach fünf Minuten mit dem Packen fertig und wartete auf meine bessere Hälfte. Die hatte sich schon den großen Koffer vom Dachboden geholt und ihr Beautycase, das größer war als mein ganzes Gepäck. Nach einer halben Stunde, die ich mit Kaffee, Frühstück und dem regelmäßigen Blick auf die Uhr verbrachte, hörte ich sie im Schlafzimmer wild fluchen. Mir bot sich ein Szenario der schlimmsten Sorte. Es schien, als wäre ein Hurrikan durch den Raum gefegt. Der gesamte Inhalt ihres Schrankes lag auf dem Bett, und ein großer Teil der Kleider bereits im Koffer, auf dem meine Freundin saß und versuchte, ihn zu schließen. Mit Tränen in den Augen erklärte sie mir, sie bekäme nicht alles mit. Da mir die Geduld und die Zeit fehlten, mit ihr darüber zu diskutieren, warum sie alles mitnehmen wolle, bot ich ihr an, meine paar Habseligkeiten in den zweiten großen Koffer zu packen, damit sie den auch noch füllen konnte.</p>
<p>Nach 20 Minuten war es geschafft. Alles verpackt – und meine Freundin hatte genügend Klamotten mit, um zwei Monate in London zu verbringen. Und dabei wäre die Jahreszeit völlig egal. Sie war für jede Eventualität des Wetters gerüstet. Im Hinblick auf die Gepäckbeschränkungen riet ich ihr, alle schweren Sachen in ihr Beautycase zu stecken und dieses dann als Handgepäck mitzunehmen.</p>
<p>Am Flughafen angekommen, wollten wir schnell einchecken, und ich erlebte mein erstes blaues Wunder. Die zwei Koffer waren zu schwer. Die freundliche Schalterangestellte fuhr sich mit den manikürten Fingernägeln durch ihre blonden, langen Haare und sagte mit einem leicht überheblichen Blick über die Sekretärinnenbrille hinweg: „Das sind aber ein paar Kilo zuviel. Wollen Sie gleich bezahlen, oder haben Sie die Möglichkeit, etwas umzupacken?“ Ich hätte platzen können. Wenn ich bedenke, ich sollte für meine paar Sachen jetzt auch noch Übergepäck bezahlen! Ich zerrte also die zwei Gepäckstücke vom Band, stellte mich ein paar Meter abseits des Schalters hin und packte um. Die schwere Winterjacke, von der ich beim besten Willen nicht weiß, wieso sie eingepackt wurde, drückte ich meiner Freundin direkt in die Hand und raunzte: „Handgepäck!“ Ebenso lief es mit zwei der acht Paar Pumps, den vier Gürteln, der Kette, dem Discman und den zwölf CDs: „Handgepäck, Handgepäck, Handgepäck. Und für so etwas hat der liebe Gott den MP3-Player erfunden.“<br />
Meine Freundin stand neben mir, nahm alles entgegen und verstaute es in dem Beautycase, das ein wahres Raumwunder zu sein schien. Dann war alles so, wie es sein sollte, jedenfalls für die Blondine am Schalter. Sie lächelte milde und gab mir das Gefühl, ein kleiner Junge zu sein.</p>
<p>Ich schnappte mir meine Freundin, die Tickets und das Handgepäck, das ich kaum heben konnte, und eilte zum Sicherheits-Check. Handgepäck aufs Band, Gürtel ausgezogen, Münzen aus der Tasche, Portemonnaie ins Körbchen, Schlüssel dazu und ab durch den Metalldetektor. Kein Piepen. Gott sei Dank, das hätte ja auch noch gefehlt. „Entschuldigung, dürfte ich mal bitte in die Tasche schauen?“ Die nette Aufforderung des Zollbeamten wurde von mir mit einem argwöhnischen Blick zu meiner Freundin quittiert. Was kam jetzt?</p>
<p>Beim Blick in die Tasche stockte mir der Atem. Unter Winterjacke, Pumps, Gürteln und Discman kam alles zum Vorschein, was seit geraumer Zeit nicht mehr im Handgepäck mitgeführt werden darf: Duschgels, Body-Lotion, Shampoos, Parfum, Deo, Haarspray, Haarlack, Haargel, Haarwachs, Cremes und jede Menge Kosmetik. Voller Unverständnis fuhr ich meine Freundin an: „Sag mal, du weißt doch, dass das alles nicht erlaubt ist.“<br />
„Aber du hast doch gesagt, dass ich die schweren Sachen ins Beautycase packen soll“, antwortete sie. „Und außerdem gebe ich meine Kosmetik nicht ab, ohne die fühle ich mich nackt.“ „Ach, und warum hast du dann die ganzen Klamotten eingepackt? Anscheinend reicht dir Schminke sowieso, um dich anzuziehen“, entfuhr es mir.<br />
Da schaltete sich der Zollbeamte ein und riet uns, den kleinen Koffer noch separat aufzunehmen, das würde schließlich nur 20 Euro kosten. Ich schnappte mir also mal wieder mein Ticket und das Handgepäck und rannte zurück zum Schalter. Wieder lächelte mich die Blondine milde an, schaute auf mein Gepäckstück und fragte: „Was kann ich für sie tun?“ „Das wissen Sie ganz genau. Ich will das Teil hier loswerden“, sagte ich und wedelte mit einem 20-Euro-Schein, um sie zur Eile zu bewegen. Sie fertigte das Gepäckstück ab, gab mir den Schnipsel, erklärte mir „Das kostet dann 40 Euro. Aber zum Bezahlen müssen Sie zum anderen Schalter“ und wies mir den Weg durch die Halle. Also lief ich mal wieder durch den Flughafen. Mittlerweile mit zwei 20-Euro-Scheinen in der Hand. Am Bezahlschalter angekommen, legte ich den Gepäckschein und das Geld auf den Tresen und sagte völlig außer Atem: „Schnell, bitte!“ In diesem Augenblick schien ich auch noch aus den Lautsprechern der Halle zu hören: „Erster Aufruf für Herrn Galic. Bitte kommen Sie zu Ihrem Gate.“</p>
<p>Die Dame nahm das Geld, tippte wild auf ihrer Tastatur und sagte dann: „Das macht dann 40 Euro …“ Die du schon hast, dachte ich mir. „… und 20 Euro Bearbeitungsgebühr.“ Und da wären wir schon bei 60 Euro. Ich bezweifle, dass der gesamte Kosmetikinhalt der Tasche so viel wert war. Am liebsten hätte ich die Tasche wieder zurückgefordert und weggeschmissen. Aber die war ja bereits auf dem Weg in den Flieger. Zerknirscht bezahlte ich den Bearbeitungsbetrag und machte mich auf den Weg zu meinem Gate. Erneut hinten anstellen und durch den Sicherheitsbereich. Na toll, und immer später wird es auch noch. Meine Freundin empfing mich mit einem Lächeln und den Worten „Na, hat alles geklappt?“ Ich würdigte Sie keines Blickes und schritt wortlos auf die Gangway. Die Frage ist, ob ich etwas daraus gelernt habe. Bestimmt. Und sei es nur für den Augenblick.</p>
<p>Und wie sagt der Seemann so schön: Kommt der Wind mal hart von vorn, dann mach es wie der PokerStorm. <img src='http://www.pokerfirma.com/wp-content/plugins/smilies-themer/poker/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Bleibt locker, geschmeidig und gesund und natürlich eurem Spiel treu. Auch im Leben.</p>
<p>Euer Dragan!.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.pokerfirma.com/news/airport/77752/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>14</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Meine Antwort</title>
		<link>http://www.pokerfirma.com/news/meine-antwort/71107</link>
		<comments>http://www.pokerfirma.com/news/meine-antwort/71107#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 10 Dec 2010 13:05:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dragan Galic</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[dragan]]></category>
		<category><![CDATA[galic]]></category>
		<category><![CDATA[kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[kroatien]]></category>
		<category><![CDATA[Poker]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.pokerfirma.de/news/meine-antwort/71107</guid>
		<description><![CDATA[<br/>Liebe Pokis,<br />
es ist mir eine wahre Freude, Euch bei Euren Diskussionen um die Frage „was wollte Dragan damit sagen?“ zu beobachten und die verschiedenen Kommentare zu lesen, auch wenn einige Loser oh, Entschuldigung, ich meinte natürlich User … welch Fauxpas … denken, ich könne nicht lesen. Also möchte ich auch mal auf diese Diskussionsinhalte im Einzelnen eingehen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<br/><p>Liebe Pokis,</p>
<p>es ist mir eine wahre Freude, Euch bei Euren Diskussionen um die Frage „was wollte Dragan damit sagen?“ zu beobachten und die verschiedenen Kommentare zu lesen, auch wenn einige Loser oh, Entschuldigung, ich meinte natürlich User … welch Fauxpas … denken, ich könne nicht lesen. Also möchte ich auch mal auf diese Diskussionsinhalte im Einzelnen eingehen.</p>
<p>Fangen wir mit der Kolumne<span style="color: #ff9900;"> <a  href="http://www.pokerfirma.de/news/geschaft-ist-geschaft/58243">„Geschäft ist Geschäft“</a></span> an. Heinrich Böll wurde von mir natürlich nicht kopiert, sondern ich habe lediglich eine ähnliche Beobachtung gemacht.  Und dass es dabei Parallelen zu Böll gibt, ist mir erst durch Eure Kommentare aufgefallen. Das könnte wiederum zu Spekulationen führen, Böll wäre ein guter Pokerspieler geworden. Manche denken ja so verquer. Auf der anderen Seite könnte man behaupten, ich wäre ein ganz passabler Schriftsteller geworden, schließlich hat Böll mit solchen Geschichten einen Nobelpreis bekommen. Aber Spaß beiseite. Reden wir mal Tacheles:</p>
<p>Wie sich hier einige anonyme Schreiber den anderen gegenüber herausnehmen, ist unbegreiflich. Wenn solche Leute wie schallundrauch und GermanHawke nichts besseres zu tun haben, außer diffamierende Kommentare zu den Kolumnisten und anderen Usern zu verfassen, legt dies die  Vermutung nahe, dass ihnen das nachmittägliche TV-Programm rund um Salesch und Hold zu langweilig geworden ist. Es spricht jedenfalls nicht von einem gesunden Selbstvertrauen und Respekt gegenüber dem Nächsten. Meistens leiden gerade solche Leute unter Selbstzweifeln und Profilneurosen. Da sie sich in der realen Welt nicht durchsetzen können, versuchen sie, in der Anonymität des world wide web andere zu beleidigen, um ihr lädiertes Ego zu streicheln. Arm. Eine Steigerung gibt es nur noch, wenn sich der User noch nicht mal mit der Aufgabe beschäftigen möchte, einen passenden Nick zu finden und als „gast“ herumpöbelt. Weißt Du denn nicht, wie man sich als Gast benimmt?</p>
<p>Die Geschichte ist so passiert, wie ich sie geschrieben habe. Aber im Endeffekt ist es egal, denn wichtig ist allein, was sie euch bringt. Damit möchte ich auf Poki Sevinc Bezug nehmen und auf die anderen, die sich fragen, was ich damit sagen will. Die Antwort ist einfach: Alles und nichts. Ich habe eine Meinung zum Handeln des Crêpes-Verkäufer, aber ich behaupte nicht, dass das auch Eure Meinung werden soll. Bildet Euch selber eine Meinung. Aber eines noch am Rande: Es muss nicht alles mit Karten, Blinds und Flops zu tun haben. Poker ist nur eine Facette des Lebens und nicht umgekehrt.</p>
<p>Noch niveauloser empfand ich jedoch einige Kommentare zu <span style="color: #ff9900;"><a  href="http://www.pokerfirma.de/news/kleider-machen-leute/68482">„Kleider machen Leute“</a></span>. Da habe ich schon versucht in der Überschrift so viel Informationen zu geben, damit die Meckermicros gleich weiterklicken und die raffen es wieder nicht. Allein der Kommentar von „kartengucker“ (Fand ich im Magazin schon derbst belanglos.) brachte mich zum Lachen. Mal ganz ehrlich lieber Kartengucker, warum tust Du Dir das Ganze nochmal im Netz an. Wenn ich im Kino einen Film beschissen finde, kaufe ich mir doch nicht zwei Wochen später die DVD. Nerd. Und auch GermanHawke knallte wieder einen raus, der allerdings – das muss ich mal zugeben – echt lustig war. Nur bei den Zeilen „Oh, Mitbruder Dragan, warum hast du dich nur abgewandt. Das goldene Kalb der CAPT, das Götzenbild EPT, selbst vor dem Gang in eine Stadt, die nur als Sin City bekannt ist, hast du nicht zurückgeschreckt.“ habe ich gestockt. Wenn ich das so lese, würdest Du also nicht gerne zu den Großevents gehen? Das ist sicherlich eine realistische Einschätzung Deiner Spielqualität, aber Poker zu spielen und nicht zu den großen Turnieren fahren zu WOLLEN, ist so, als wenn Du in den Puff gehst und nur reden willst.</p>
<p>Und jetzt noch ein paar Sidekicks: @monster (was für ein dummes geschwätz…..oh gott dragan….du hohlkopf….) Eine Zeile geschrieben, Groß- und Kleinschreibung missachtet und nichts gesagt. Andere beleidigen wenigstens mit einem ordentlichen Satzbau&#8230; Du Hohlkopf. @ GermanHawke (Ein echter Mann trinkt keine Cola Light.) Woher willst Du das denn wissen? @ Meine Oma (“Man kriegt die Leute aus dem Balkan – aber nie den Balkan aus den Leuten.”) Mir wurde wenigstens Heinrich Böll als Vorlage untergeschoben. Bei Dir reicht es nur für Rocky? Da geht doch mehr. @signature (omfg dragan! Du lernst das echt nie…) Muss ich denn?</p>
<p>An den Rest: Macht weiter so. Und wie sagt der Seemann in dunkler Nacht: Kommt der Wind mal hart von vorn, dann macht es wie the Pokerstorm.</p>
<p>Euer Dragan</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.pokerfirma.com/news/meine-antwort/71107/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>81</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Kleider machen Leute?</title>
		<link>http://www.pokerfirma.com/news/kleider-machen-leute/68482</link>
		<comments>http://www.pokerfirma.com/news/kleider-machen-leute/68482#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 15 Nov 2010 13:29:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dragan Galic</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[dragan]]></category>
		<category><![CDATA[galic]]></category>
		<category><![CDATA[kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[kroatien]]></category>
		<category><![CDATA[Poker]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.pokerfirma.de/news/kleider-machen-leute/68482</guid>
		<description><![CDATA[<br/>Liebe Pokerfreunde, woran erkennt man einen erfolgreichen Pokerpieler? Klar, am Chiphaufen vor ihm. Und sonst? An ausufernden Partys? Das ist wohl eher etwas für Hotelerbinnen. Oder an sieben Kilogramm Edelmetall an den Extremitäten?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<br/><p>Liebe Pokerfreunde, woran erkennt man einen erfolgreichen Pokerpieler? Klar, am Chiphaufen vor ihm. Und sonst? An ausufernden Partys? Das ist wohl eher etwas für Hotelerbinnen. Oder an sieben Kilogramm Edelmetall an den Extremitäten?<br />
Das sieht man wiederum nur in der Rapperszene und in schlechten Gangsterfilmen aus den frühen 80er Jahren. Oder prangt sein Konterfei regelmäßig auf dem Forbes-Magazin? Nur, wenn der Spieler Donald Trump oder Bill Gates heißt. Nun, woran erkennt man also einen erfolgreichen Pokerspieler? Noch nicht mal am Outfit. Bei mir spiegelt das Outfit nicht meinen Kontostand, sondern mein Lebensgefühl wieder. Jeans, T-Shirt und Sneakers. Locker, leicht und bequem. Von außen betrachtet ein Typ, wie er in jeder Stadt und in jeder Straße herumlaufen könnte. Richtig, ich bin ja auch nichts Besonderes. Außerdem ist das Outfit ja eine Art der psychologischen Kriegsführung im Hinblick auf die Mitspieler.</p>
<p>Einer macht auf Cowboy, Outlaw oder Gangster, ein anderer spielt die Rolle des Macho, wieder ein anderer entscheidet sich für den James-Bond-Look. Aber keiner meiner Kollegen ist als erfolgreicher Pokerspieler zu erkennen. Lediglich eingefleischten Fans sind die Gesichter bekannt. Und das ist auch gut so. Doch manchmal, gerade wenn man auf das Erreichte besonders stolz ist, kann es zu ärgerlichen Begegnungen kommen. Nach einem meiner letzten großen Potts wollte ich mich für ein gutes Turnier belohnen. Ich habe geschwitzt, ich habe geblufft, ich hatte erhöhten Puls und am Ende den richtigen Riecher. Da kann man sich schon mal was schenken. Für mich war die Belohnung schon lange klar: eine ganz bestimmte Uhr, die ich dank ihres etwas erhöhten Preises bisher nur im Schaufenster beobachten konnte. Diesmal wollte ich sie haben. Ich betrat den namhaften – jedoch hier nicht genannten – Juwelierladen und stand mitten im Raum, in der Hoffnung, dass mich irgendein Verkäufer ansprechen würde. In Jeans, T-Shirt und Sneakers. Ich wurde zwar bemerkt, aber die Bediensteten des Geschäfts schienen ihr Gespräch über die neuesten Taschen aus Mailand und Madrid für entschieden wichtiger zu halten. Also machte ich mich selbstständig auf den Weg durch den Raum, auf der Suche nach der richtigen Vitrine, bis ich sie endlich fand. Das gefiel den Tratschtanten am Ende des linken Verkaufstresens wohl nicht, da sich plötzlich eine gestriegelte Blondine in den mittleren Vierzigern von dort löste. Die Haare so streng nach hinten gekämmt, dass es aussah, als würde sie mit dieser Art Frisur versuchen, die ansetzenden Fältchen um Augen und Mund straff zu ziehen. Und alles an ihr passte zu dieser Frisur: das graue Kostümchen, die Pumps, die dezente Perlenkette im nach oben geschnürten Dekolleté und die rahmenlose Brille, durch die sie mich von oben bis unten abschätzig betrachtete.</p>
<p>Ich war ein wenig amüsiert. „Guten Tag“, sagte sie sehr gelangweilt und blähte ihre Nasenflügel, nur um hinzuzufügen: „Sie interessieren sich für Uhren?“ Ich wollte ihr eine Chance geben, also antwortete ich: „Ja, was halten Sie von dieser hier?“, wobei ich auf meine Belohnung wies. „Nun“, sagte sie, „diese Uhr? Ich hätte da drüben einige Exemplare, die wohl eher zu Ihnen passen.“ Mit diesen Worten deutete sie auf die Glaskästen mit den günstigeren Exemplaren und den Sonderangeboten. In diesem Augenblick war ich froh, dass ich die 5000 Euro in Cash dabei hatte. Ich holte das Bündel Hunderter und Fünfhunderter beiläufig aus meiner Hosentasche und sagte: „Ich glaube ganz im Gegenteil, dass genau diese Uhr mir gefallen würde.“ Sie bemerkte das Geld und ich bemerkte, dass sie es bemerkte, denn ihre Miene hellte sich deutlich auf und der Ton, den sie danach anschlug, war viel freundlicher. „Aber gerne, mein Herr, ich werde mal kurz den Schlüssel für den Schrank holen.“ Ich setzte mich, nahm anstatt des angebotenen Kaffees nur ein Wasser an und verstrickte die Verkäuferin in einen kleinen Smalltalk: „Sagen Sie, werden Sie eigentlich auch mit Provision bezahlt?“ Sie bestätigte meine Vermutung und erwiderte: „Ja, wir werden schon am Umsatz beteiligt.“ „Nun, dann haben Sie heute ja ein schönes Taschengeld in den Wind geschossen. Und das nur, weil Sie die ersten viereinhalb Minuten nicht gelächelt haben.“ Ich schnappte mir mein Geld, ließ die Uhr, das Glas Wasser und eine irritiert schauende Verkäuferin zurück und ging ein paar Meter weiter zum weniger namhaften Juwelier. Dort wurde ich angelächelt, nett beraten, dort schaute man mir in die Augen und nicht auf die Schuhe und dort wurden innerhalb von zehn Minuten 5000 Euro umgesetzt. Kleider machen Leute? Trifft nicht immer zu … Also, liebe Freunde, für welchen Style ihr euch auch immer entscheidet: Bleibt gesund und munter und euch selbst immer treu!.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.pokerfirma.com/news/kleider-machen-leute/68482/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>27</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Geschäft ist Geschäft</title>
		<link>http://www.pokerfirma.com/news/geschaft-ist-geschaft/58243</link>
		<comments>http://www.pokerfirma.com/news/geschaft-ist-geschaft/58243#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 24 Aug 2010 15:52:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dragan Galic</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[crepes]]></category>
		<category><![CDATA[dragan]]></category>
		<category><![CDATA[galic]]></category>
		<category><![CDATA[geschäft]]></category>
		<category><![CDATA[kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[kroatien]]></category>
		<category><![CDATA[Poker]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.pokerfirma.de/news/geschaft-ist-geschaft/58243</guid>
		<description><![CDATA[<br/>Liebe Pokerfreunde, neulich war ich endlich mal wieder in der Heimat in der Nähe von Split. Ein Urlaub in Kroatien. Und was ich dort erlebt habe, kann man nur schwer begreifen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<br/><p>Liebe Pokerfreunde, neulich war ich endlich mal wieder in der Heimat in der Nähe von Split. Ein Urlaub in Kroatien. Und was ich dort erlebt habe, kann man nur schwer begreifen.</p>
<p>Wir lagen jeden Tag am Strand, wo die fliegenden Händler die tollsten Waren feilboten. Ray Ban Sonnenbrillen, Neik-Strandtücher und echte Roll-Ex-Uhren. Wie die Namen schon vermuten lassen, waren alle Produkte absolute Originale. Aber auch feste Stände gab es zur Genüge. Eine Bude mit Getränken, eine weitere mit Obst und auch ein Crêpes-Stand. Der Typ mit den dünnen Pfannkuchen fiel uns besonders auf. Er hatte ein loses Mundwerk und schien einer der geschäftstüchtigsten Menschen an diesem Ort der Welt zu sein. In regelmäßigen Abständen schrie er seine gesamte Palette der Leckereien an seinem Stand heraus und schaffte es, jeden in einen kleinen Smalltalk zu verwickeln.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-58244" style="border: none 0px;" title="galic" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2010/08/galic.jpg" alt="" width="243" height="215" />Wir haben uns schnell mit ihm angefreundet und schlugen unser Strandlager nur noch in seiner näheren Umgebung auf. Er erzählte uns, dass seine Frau ihm den Teig zubereite und immer in einem Eimer mitgab. Diese Mischung reiche genau für 50 Crêpes und er sei froh, wenn er so viele Crepes am Tag verkaufen könne, denn dann sei der Unterhalt für seine Familie gesichert und er könne davon gut leben. Aber 30 pro Tag reichen auch. Aber dann nur noch zum Leben. Ich machte mir den Spaß, und zählte mit. Und er anscheinend auch, denn pünktlich zum 30. Pfannkuchen hellte sich seine ohnehin schon gute Stimmung nochmal um eine Stufe und er wirkte noch lockerer und gelöster.</p>
<p>Am vierten Tag nach unserem ersten Treffen gab es einen wahren Run auf seinen kleinen Stand. Schon um 10 Uhr standen die Touristen Schlange. Und schon um 12 Uhr hatte er sein Soll erreicht. Der Ansturm ebbte nicht ab und eine halbe Stunde später war der Eimer mit dem Teig vollkommen geleert. Und nun geschah etwas, das ich nicht begreifen kann. Anstatt die Wartenden kurz zu vertrösten, seine Frau anzurufen und neuen Teig zu ordern, machte er die Klappen seines Standes dicht, sagte zu den Touristen, morgen gäbe es wieder neue Crêpes und legte sich zu uns. Schnell zog er seine Hose aus, unter der er eine Bade-Shorts trug und rannte ins Mittelmeer, um sich abzukühlen. Danach bestellte er bei seinem Standnachbarn eine Flasche Rotwein und ein paar Gläser und stieß zu unserer gemütlichen Runde, um einen auszugeben.</p>
<p>Auf der einen Seite fand ich es angenehm, dass sich der Typ Zeit für uns nahm und uns einige tolle Geschichten über den Ort und den Strand erzählte, auch wenn ich viele der Anekdoten schon kannte. Andererseits fand ich es ein wenig sonderbar, dass jemand, der uns noch zwei Tage zuvor erzählte, er müsse für seine Familie sorgen, im Augenblick des Erfolges die Arbeit ruhen lässt, um sich dem Vergnügen hinzugeben. Es scheint, als lebe ich schon zu lange in Deutschland. Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps. Leute, wenn Ihr die Möglichkeit habt, Geld zu verdienen, dann ergreift sie. Zeit für Spaß bleibt auch noch nach der Arbeit. Also bleibt gesund und munter und Eurem Spiel treu.</p>
<p>Euer Dragan</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.pokerfirma.com/news/geschaft-ist-geschaft/58243/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>38</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Better wounded than dead</title>
		<link>http://www.pokerfirma.com/news/better-wounded-than-dead/47802</link>
		<comments>http://www.pokerfirma.com/news/better-wounded-than-dead/47802#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 18 Apr 2010 14:40:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dragan Galic</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[bmw]]></category>
		<category><![CDATA[dragan]]></category>
		<category><![CDATA[entscheidungen]]></category>
		<category><![CDATA[galic]]></category>
		<category><![CDATA[kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Poker]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.pokerfirma.de/news/better-wounded-than-dead/47802</guid>
		<description><![CDATA[<br/>Im Grunde genommen sind wir doch alle Pokerspieler. Wir treffen jeden Tag Entscheidungen, die mehr oder weniger richtig sind.Die einen sind teuer und schmerzhaft, und die anderen sind gewinnbringend und fühlen sich gut an. Ob im Job oder in der Liebe – wir sind täglich gezwungen, Hunderte von Entscheidungen zu treffen, die nicht immer so ausgehen, wie wir uns das wünschen würden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<br/><p>Im Grunde genommen sind wir doch alle Pokerspieler. Wir treffen jeden Tag Entscheidungen, die mehr oder weniger richtig sind.Die einen sind teuer und schmerzhaft, und die anderen sind gewinnbringend und fühlen sich gut an. Ob im Job oder in der Liebe – wir sind täglich gezwungen, Hunderte von Entscheidungen zu treffen, die nicht immer so ausgehen, wie wir uns das wünschen würden.</p>
<p>Hier ein Beispiel mit einer Geschichte aus meinem Leben: Um meinem Freund, der sich in der Materie nicht auskennt, einen Gefallen zu tun, war ich auf der Suche nach einem günstigen Pkw. Gefunden habe ich für ihn einen BMW 320d, neueres Modell – eigentlich genau nach seinen Vorstellungen. Wegen des Kaufpreises kam dann ein Angebot, das er nicht ablehnen konnte, also ein klares Call! Wie im Poker, so auch manchmal im Leben wissen wir nicht, was der River bringen wird. Oft lassen wir uns dann in Spielsituationen verwickeln, die wir uns nicht wünschen und im nach-hinein auch gar nicht mehr kontrollieren können.</p>
<p><a  href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2010/04/bmw_galic.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-47802" title="bmw_galic"><img class="alignright size-full wp-image-47803" style="border: none 0px;" title="bmw_galic" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2010/04/bmw_galic.jpg" alt="" width="205" height="135" /></a>Das einzige, das den Glanz des neuerworbenen Pkws schmälerte, waren die abgefahrenen Reifen. Somit entschloss sich mein Freund, sein Fahrzeug aufzuwerten, und investierte in einen kompletten Radsatz, was natürlich deutlich teurer war – denn man kann sich 7d 5d auch schönreden und nach einen Raise callen! Oft kommen wir auch in Spielsituationen, wo wir wie vom Teufel geritten werden, und entscheiden einfach falsch. Mit einer schlechten Starthand und Out of Position callen wir und bewegen uns im Hafen der trügerischen Hoffnung …</p>
<p>Einige Tage später parkte er das Fahrzeug an einer Steigung. Als er nach einer Stunde wiederkam, stellte er schmerzhaft fest, dass er seine Handbremse nicht korrekt gezogen hatte. Der Wagen war ins Rollen gekommen und 50 Meter weiter an einer Mauer unsanft zum Stehen gekommen. Im Fachjargon nennt man das auch „Kaltverformung“. Natürlich bekam er von seiner Werkstatt für die Zeit der Reparaturdauer einen Leihwagen gestellt. Doch der Teufel scheint ein Eichhörnchen zu sein: Prompt nimmt meinem Freund einer die Vorfahrt. Er kann den Crash beim besten Willen nicht verhindern, und der Leihwagen wird zum Totalschaden. Passiert ist ihm Gott sei Dank nichts, aber das Zeichen von oben hätte er trotzdem respektieren können. Unsere innere Stimme sagt uns doch jeden Tag, was wir zu tun haben. Beim Pokern fällt es uns meistens erst auf, wenn es zu spät ist – und dann ärgern wir uns darüber, dass wir nicht auf unseren inneren Ratgeber gehört haben. Es gibt eben außer Wahrscheinlichkeitsrechungen noch andere Kriterien, die man beachten sollte. Immer wieder schimpft man als Spieler über sich selber: „Verdammt, ich habe es doch gewusst!“  Doch dann ist es, wie bereits erwähnt, meistens zu spät. Aber weiter in der Story meines Freundes: Nach einer gelungenen Wiederherstellung des Fahrzeugs ließ die nächste Überraschung nicht lange auf sich warten. Eine komplett zerkratzte linke Seite inklusive Motorhaube und ein abgetretener Außenspiegel waren die Folge eines nächtlichen Discobesuches. Pokerspieler kennen das; nach einem Checkraise fühlen wir uns genauso …</p>
<p>Während wir noch darüber nachdenken: „Verdammt, wieso habe ich nicht gecheckt?!“, steht man vor der Entscheidung, zu callen oder zu folden. „Ich wollte doch gar nicht um so einen großen Pott spielen“, denkt man sich, kann aber die Hand nicht wirklich loslassen. Er entscheidet sich für Call und lässt das Auto noch einmal wiederherstellen. Wir wissen, was nun kommt: Der Checkraiser geht All-in und bestimmt so manches Schicksal … In den meisten Fällen können wir diese Hand nicht mehr gewinnen. Mein Freund parkt also wie jeden Tag auf dem Gelände seines Arbeitsplatzes, wird ahnungslos in der Mittagspause zum Fahrzeug gerufen und muss feststellen, dass ein Lkw beim Rangieren sein Heck mit Seitenwand und Stoßstange stark beschädigt hat. Wir wissen alle, dass uns auch beim Poker eine schlecht gespielte Hand sehr teuer zu stehen kommen kann – wie auch in seinem Fall die Entscheidung, immer wieder Geld zu investieren, schlecht gespielt war.</p>
<p>Also, liebe Pokerfreunde, überlegt euch eure Entscheidungen gut, denkt nach über Outs und Odds und entscheidet das nächste Mal richtig. Und manchmal hört einfach auf eure innere Stimme – ob es nun um einen Gebrauchtwagen geht oder eine Pokerhand.</p>
<p>In diesem Sinne: euer Dragan.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.pokerfirma.com/news/better-wounded-than-dead/47802/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>32</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Mein Jahres-Resumee</title>
		<link>http://www.pokerfirma.com/news/mein-jahres-resumee/36781</link>
		<comments>http://www.pokerfirma.com/news/mein-jahres-resumee/36781#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 12 Dec 2009 13:31:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dragan Galic</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[bad beat]]></category>
		<category><![CDATA[dragan]]></category>
		<category><![CDATA[galic]]></category>
		<category><![CDATA[gesellschaftsspiel]]></category>
		<category><![CDATA[kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Poker]]></category>
		<category><![CDATA[tisch]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.pokerfirma.de/news/mein-jahres-resumee/36781</guid>
		<description><![CDATA[<br/>Hallo liebe Pokerfreunde, wie Ihr wisst, ist es bei mir dieses Jahr wunderbar gelaufen. Doch der Anfang sah ganz anders aus. Angefangen mit meiner ersten EPT in Kopenhagen, die relativ erfolglos blieb , gefolgt von der EPT Dortmund, wo ich gleich zwei mal in Folge innerhalb von zwanzig Minuten mit den Cowboys in die Asse renne und das gegen die selbe Person - “ Wow” .]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<br/><p>Hallo liebe Pokerfreunde, wie Ihr wisst, ist es bei mir dieses Jahr wunderbar gelaufen. Doch der Anfang sah ganz anders aus. Angefangen mit meiner ersten EPT in Kopenhagen, die relativ erfolglos blieb, gefolgt von der EPT Dortmund, wo ich gleich zwei mal in Folge innerhalb von zwanzig Minuten mit den Cowboys in die Asse renne und das gegen die selbe Person &#8211; “ Wow” .</p>
<p>Aber den Glauben am Pokern nicht verloren, machte ich mich auf den Weg nach Nizza um dann mit einem sehr guten Freund  die EPT in San Remo zu spielen. Ich hatte mich zuerst am Satellite versucht, was nicht so recht klappen wollte und zu allem Übel musste ich erfahren, dass alle Tickets weg waren und ich mich nicht mal mehr einkaufen konnte. Also harrte ich aus und wartete bis das Satellite zu Ende war, um noch ein Ticket zu ergattern. Und tatsächlich konnte ich einen Norweger überreden, Cashgame spielen zu gehen und ich nahm seinen Platz ein. Naja und der Rest ist fast allen bekannt &#8211; mit Platz 5 abgeschlossen und größter Cash bisher. Also ihr seht, man weiß halt nie, wie es kommen kann, unverhofft kommt oft.</p>
<p>Mit einer gestärkten Bankroll im Rücken und noch mehr Motivation machte ich mich auf den Weg nach Sin City, um endlich den Durchbruch zu landen, was allerdings als Zusammenbruch endete. Von insgesamt acht gespielten Turnieren konnte ich nur bei zwei cashen, was leider bei Platz 66 und 32 ein Minus bedeutete. Zumindest hatte ich dort eine schöne Zeit und konnte viele neue Menschen kennen lernen, was für´s erste Mal Vegas auch sehr schön war.</p>
<p>Nach 5 ½ Wochen machte ich mich auf den Weg zurück aus Vegas und Umgebung in mein Heimatgefilde, um meine CAPT-Tour fortzusetzen, die ja noch nicht zu Ende war. Und auch da konnte ich weiter punkten, bis zum Abschluss bei der Poker EM in Baden und mir das Bracelet und die Best Overall Wertung sichern.</p>
<p>Durch diese ganzen Erfolge bin ich zur Zeit auf Platz eins der Punktewertung in Europa, was ein schönes Gefühl ist, aber auch etwas lästig. Da ich mich immer wieder dabei ertappe, dass ich mein Verfolgerfeld beobachte und natürlich mir auch wünsche, den Titel zu halten. Was es heißt verfolgt zu werden, durfte ich vor kurzem erst erfahren, als im Montesino in Wien ein Bounty Turnier auf mich gespielt wurde. € 50 Buy-in und € 500 Kopfgeldprämie, naja da kann man sich ja vorstellen, dass es das Spiel ein wenig verzerrt. Es hat aber unglaublich viel Spaß gebracht und das war das Wichtigste.</p>
<p>An alle meine mich kommentierenden Freunde, ja natürlich gehört zum Pokern auch das Glück dazu. Und ich gebe auch zu, in einigen Spielzügen Glück gehabt zu haben. Aber was soll´s, ich kann und will es gar nicht ändern, genauso wenig wie mein Spiel. Das Pokern hab ich bestimmt auch nicht neu erfunden und ich koche auch nur mit Wasser. Ich kann von mir behaupten kein One Hit Wonder zu sein und das ist mir das Wichtigste.</p>
<p>Zur Zeit lebe ich meinen Traum und genieße mein Leben, so wie es bestimmt jeder andere auch machen würde. Meinen Jahresabschluss werde ich mit meiner Familie verbringen, so wie sich das gehört und neue Energie tanken für das kommende Jahr.</p>
<p>Also liebe Freunde und Fans, “die anderen da auch“ (weiß schon gar nicht mehr wie ich Euch) nennen soll, ich wünsch Euch allen ein Besinnliches Weihnachtsfest und ein guten Rutsch ins neue Jahr, und selbstverständlich auch ein gutes Blatt.</p>
<p>Euer Dragan<br />
<a  href="http://www.thepokerstorm.com" target="new">www.thepokerstorm.com</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.pokerfirma.com/news/mein-jahres-resumee/36781/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>20</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Klartext</title>
		<link>http://www.pokerfirma.com/news/klartext/34387</link>
		<comments>http://www.pokerfirma.com/news/klartext/34387#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 05 Nov 2009 22:54:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dragan Galic</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[bad beat]]></category>
		<category><![CDATA[dragan]]></category>
		<category><![CDATA[galic]]></category>
		<category><![CDATA[gesellschaftsspiel]]></category>
		<category><![CDATA[kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Poker]]></category>
		<category><![CDATA[tisch]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.pokerfirma.de/?p=34387</guid>
		<description><![CDATA[<br/>Wenn man etwas erreichenwill , was viele erreichen wollen, dann muss man damit umgehen können, dass einen einige nicht gerne mögen.  An manchen Tagen ist mir das egal, an manchen Tagen ist es mir völlig egal. Der Spruch stimmt wirklich von dem Neid, den man sich erst erarbeiten muss. Diese Feststellung musste ich machen, als ich auf dem richtigen Weg war. Da ich schon immer ein schwer arbeitender Mensch war, war es ja wohl klar das ich mit Neid überschüttet werde.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<br/><p>Wenn man etwas erreichen will, was viele erreichen wollen, dann muss man damit umgehen können, dass einen einige nicht gerne mögen.  An manchen Tagen ist mir das egal, an manchen Tagen ist es mir völlig egal. Der Spruch stimmt wirklich von dem Neid, den man sich erst erarbeiten muss. Diese Feststellung musste ich machen, als ich auf dem richtigen Weg war. Da ich schon immer ein schwer arbeitender Mensch war, war es ja wohl klar das ich mit Neid überschüttet werde.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-34396" style="border:none 0px" title="galic2" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/11/galic2.jpg" alt="" width="240" height="180" /> Jetzt nach knapp zwei Jahren Pokerszene im oberen Bereich, kann ich sagen, ich habe alles richtig gemacht. Ist es nicht einfach nur schön, wenn sich Menschen Ziele im Leben setzen und diese auch erreichen. Oder wäre es denn nicht wunderschön, wenn alle Menschen von einer positiven Kraft im Leben geführt werde.</p>
<p>An alle die es interessiert  &#8211; “Free your Mind”, denn jeder ist selbst der Mittelpunkt, und zwar genau der Mittelpunkt, der in der Lage ist, Signale zu senden um die Welt zu verändern. Genug der Floskeln, ich hab euch was zu verkünden.</p>
<p>Ich hab in den letzten zwei Jahren eine unglaubliche Entwicklung durchgemacht, das kann ich jedem echt nur empfehlen. Ich beziehe das jetzt nicht nur auf Poker. Mich stärkte jeder Freund sowie Feind und da ich jeden Tag neue Menschen &#8211; sowohl als auch &#8211; kennengelernt habe, bin ich natürlich nach oben geschossen in meinen Gefühlen und Empfindungen. Das heißt mein ganzer Dank, und der kommt von Herzen, geht an meine Mitmenschen, ohne die ich wohl noch immer eine sich im Kreis drehende Marionette wäre.</p>
<p><a  href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/11/pandora.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-34387" title="pandora"><img class="alignright size-full wp-image-34388" style="border:none 0px" title="pandora" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/11/pandora.jpg" alt="" width="180" height="128" /></a>Alle reden über Odds, Outs und Pot odds und einige sogar über mögliche Geheimnisse. Ja diese Geheimnisse gibt es tatsächlich, doch ich werde die Büchse der Pandora nicht öffnen. Ich bin kein Gelehrter, also ist es auch sehr gut möglich, dass ich von niemandem verstanden werde. Doch macht euch keine Gedanken, die Offenbarung wird schon noch kommen, es ist alles sehr simpel. Wenn man doch nur den Wald vor lauter Bäumen sehen würde!</p>
<p>Kommen wir nun endlich zum Poker. Mein Gott, es gibt tatsächlich so viele Variationen und eine interessanter als die andere. Wir können so viel Geld wie noch nie damit machen, wenn nicht …… ja wenn nicht diese blöden Bad Beats wären. Es gibt tausend Fragen und eine Million Antworten, zig Bücher, die alles erklären von Einsteiger bis Profi. Ich möchte nicht in meinem ersten Beitrag über Hände schreiben, die kennt sowieso schon jeder.</p>
<p>Hey Leute aufgepasst, Poker soll Spaß bringen, es ist ein Gesellschaftsspiel. Jetzt werden über 80 Prozent aufschreien “der hat ja leicht reden”. Das stimmt aber nicht, denn jeder Mensch entwickelt sich weiter und hat andere Erwartungen und Ziele. Egal, wie oft wir gewonnen oder verloren haben, wir kommen immer wieder an den Tisch zurück, weil Poker Spaß macht und wir es lieben. Also liebe Freunde, seid alle nett zueinander und lasst uns an den Tischen dieser Welt Platz nehmen und spielen. Ich wünsche Euch allen noch ein gutes Blatt und auf bald,</p>
<p>Euer Dragan<br />
<a  href="http://www.thepokerstorm.com" target="new">www.thepokerstorm.com</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.pokerfirma.com/news/klartext/34387/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>40</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

