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	<title>Poker Firma &#187; Felix Osterland</title>
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	<description>Die ganze Welt ist Poker!</description>
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		<title>Zensur statt Liberalisierung</title>
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		<pubDate>Tue, 17 May 2011 10:02:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Felix Osterland</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<br/>Schade. Spieler und Anbieter hatten die berechtigte Hoffnung, das Auslaufen des aktuell gültigen Glücksspielstaatsvertrags zum Jahresende werde als Anlass genommen, dass sich ein paar schlaue Köpfe mit Weitsicht aus Politik und Glücksspielbranche zusammensetzen, um mutig und entschlossen ein Gesamtkonzept zur schrittweisen Öffnung des Glücksspielmarktes für private Anbieter zu erarbeiten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<br/><p>Schade. Spieler und Anbieter hatten die berechtigte Hoffnung, das Auslaufen des aktuell gültigen Glücksspielstaatsvertrags zum Jahresende werde als Anlass genommen, dass sich ein paar schlaue Köpfe mit Weitsicht aus Politik und Glücksspielbranche zusammensetzen, um mutig und entschlossen ein Gesamtkonzept zur schrittweisen Öffnung des Glücksspielmarktes für private Anbieter zu erarbeiten.</p>
<p>Im Idealfall könnte man schließlich alle Beteiligten befriedigen: Spieler kämen nicht nur in den Genuss eines größeren Spielangebotes, sondern sie hätten endlich Rechtssicherheit und dürften ganz legal im Internet oder im Cardroom um die Ecke spielen. Die deutsche Wirtschaft könnte durch Unternehmensansiedlung und Schaffung von Arbeitsplätzen profitieren. Marktgerechte Konzessionsabgaben und Steuern würden dabei zu Mehreinnahmen in Bund und Ländern führen, gegen die die aktuellen Glücksspieleinnahmen der Länder von 3,3 Milliarden (2010) verblassen sollten. Mit einer umfassenden Liberalisierung trocknet man zudem die illegalen Glückspielangebote automatisch aus, was wiederum zur Folge hat, dass  sich durch die so verbesserten staatlichen Zugriffs- und Kontrollmöglichkeiten die Maßnahmen zur Suchtprävention flächendeckend durchsetzen ließen.</p>
<p>Soweit der Traum. Die aktuellen Entwicklungen zeigen jedoch, dass man dem Glücksspiel hierzulande nicht auf Augenhöhe begegnen will, sondern es lieber wie einen ungebetenen Gast behandelt, den man höchstens duldet, solange er strenge Regeln einhält und keinen Ärger macht.</p>
<p><strong>I. Entweder-Oder: Voraussetzung für das Monopol ist der Zweck</strong></p>
<p>Im September 2010 hatte der Europäische Gerichtshof die deutsche Ausprägung des Glücksspielmonopols für europarechtwidrig erklärt. Ein staatliches Monopol benötige demnach einen rechtfertigenden Zweck; hierunter fällt z.B. der Schutz vor Spielsucht.</p>
<p>Suchtprävention, Suchtbekämpfung, die Begrenzung von erlaubten sowie die Verhinderung von unerlaubten Glücksspielangeboten sind zwar in der geltenden Fassung des deutschen Glücksspielstaatsvertrages als Ziele definiert (siehe: § 1 GlüStV). Jedoch stellten die Europarichter fest, dass unser Monopol tatsächlich der Durchsetzung fiskalischen Interessen dient und dass Glücksspiel hierzulande nicht eingedämmt, sondern gar staatlich gefördert wird (durch Werbung etc.).</p>
<p>Zwei alternative Konsequenzen mussten die Bundesländer aus diesem EuGH- Urteil bei der Ausarbeitung des neuen Staatsvertrages ziehen:</p>
<p>1. <i>Entweder  am Monopol festhalten</i>, dann aber wären wirksame Maßnahmen zur Glücksspieleindämmung und zum Spielerschutz notwendig.</p>
<p>2. <i>Oder das staatliche Monopol aufgeben</i> und den Markt für private Glücksspielanbieter öffnen.</p>
<p><strong>II. Neuer GlüStV: Ein bisschen Liberalisierung mit XL-Restriktionen</strong></p>
<p>Folgt man dem aktuellen Entwurf (Stand: April 11) der Neufassung des Glücksspielstaatvertrages (GlüStV-E), der ab 2012 gelten würde,  so sollen die Vorgaben des EuGH in Bezug auf die Lockerung des Monopols enttäuschend halbherzig, in Bezug auf die Maßnahmen zur Glücksspieleindämmung dagegen umso radikaler umgesetzt werden.</p>
<p><i>1. § 4d GlüStV-E: Nur 7 Konzessionen an private Wettanbieter</i></p>
<p>Es bleibt bei dem generellen Verbot für private Anbieter. Gemäß dem Erlaubnisvorbehalt sollen 2012 jedoch bundesweit Konzessionen unter strengen Auflagen an 7 Wettfirmen vergeben werden, die dann eine Abgabe von 16, 66 % der Wetteinsätze leisten müssen. Warum man sich gerade auf den Sportwettenmarkt und so wenige Konzessionen beschränkt, erschließt sich mir nicht. Auf jeden Fall stellt dieses Modell keine Abkehr vom Monopol dar.</p>
<p><i>2. § 9 Abs. 1 Nr. 5 GlüStV-E: Deutscher „Black Friday“- Die Netzsperre wird möglich</i></p>
<p>Internetaktivisten sowie IT- und Datenschutzrechtler sind sich einig, dass in folgender Regelung einiges an Zündstoff steckt:</p>
<p>„Die zuständige Behörde kann… Dienstanbietern im Sinne des Telemediengesetzes, insbesondere Zugangsprovidern und Registraren, nach vorheriger Bekanntgabe unerlaubter Glücksspielangebote die Mitwirkung am Zugang zu den unerlaubten Glücksspielangeboten untersagen. Das Grundrecht des Fernmeldegeheimnisses (Art. 10 GG) wird insoweit eingeschränkt.“</p>
<p>Hierdurch werden die Aufsichtsbehörden dazu ermächtigt, den Zugang zu ausländischen Glücksspielwebsites zu blockieren. Nach Meinung von Experten würde dies zu einer Totalüberwachung des Datenverkehrs führen und damit einen schwerwiegenden Eingriff in die Kommunikationsfreiheit darstellen. Ein solcher Grundrechtseingriff wäre aber nur dann verfassungsrechtlich gerechtfertigt, wenn man Sperrungsanordnungen in Relation zum damit verfolgten Zweck als verhältnismäßig einstufen könnte. Diese Verhältnismäßigkeit wird hier jedoch einstimmig verneint. Dabei wird auf einen Vergleich mit dem sog. Zugangserschwerungsgesetz abgestellt, welches den Zugang zu Webseiten mit kinderpornographischen Inhalten durch die Erstellung von Sperrlisten verhindern sollte. Dieses Gesetz wird derzeit nicht angewendet und soll noch 2011 aufgehoben werden, eben auch aufgrund verfassungsrechtlicher Bedenken in Regierungskreisen gegen solche Sperrungsverfügungen. Schlussfolgerung der Kritiker: Wenn selbst die Bekämpfung von Kinderpornographie keinen ausreichenden Zweck zur Legitimierung von Netzsperren darstellt, dann erst recht nicht die Bekämpfung von unerlaubten Glücksspiel.</p>
<p><strong>III. Fazit</strong></p>
<p>Mit einer Netzsperre könnten die Länder zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Zum einen wären die Vorgaben des EuGH zur Aufrechthaltung des Monopols erfüllt, da man nun ein verdammt effektives Mittel zur Eindämmung von unerlaubten Internet-Glücksspiel an der Hand hätte. Zudem sind die Sperren wahrscheinlich auch notwendig, damit die zukünftige Vergabe von Konzessionen überhaupt Anwendung findet. Denn kein Anbieter wird sich auf existenzbedrohende Abgaben und Vertragsstrafen einlassen wollen, solange die Konkurrenz im Onlinebereich weiterhin ungehindert das große Geschäft machen darf.</p>
<p>Andererseits hat die Vergangenheit gezeigt, dass sich in Deutschland sehr schnell die Massen mobilisieren, wenn es um Eingriffe in die Grundrechte auf informationelle Selbstbestimmung und Kommunikationsfreiheit geht. Dass hier nur der vergleichsweise unbedeutende Bereich des Glücksspiels betroffen ist, wird daran nichts ändern, wie bereits jetzt diverse Protestaufrufe und Beiträge zeigen. So liegt die Vermutung nahe, dass eine Netzsperre, falls sie denn wirklich kommen sollte, wohl nur vorübergehender Natur sein wird und wir am Ende zum status quo zurückkehren werden. Näheres hierzu wird sich in den nächsten Monaten ergeben.</p>
<p>Fest steht aber schon jetzt: Wir verspielen gerade eine super Chance.</p>
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		<title>Spielschulden</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Jul 2010 16:02:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Felix Osterland</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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		<description><![CDATA[<br/>Auch in diesem Jahr wird die Bankroll einiger „Sin-City-Pokerpilger“ wieder von mehreren Seiten attackiert. Neben der allgemeinen Gefahr, sein Geld durch Poker, Craps, Slots, Wetten und Herumhuren zu verlieren, kommt eine spezielle, unberechenbare Bedrohung hinzu: Gläubiger.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<br/><p>Auch in diesem Jahr wird die Bankroll einiger „Sin-City-Pokerpilger“ wieder von mehreren Seiten attackiert. Neben der allgemeinen Gefahr, sein Geld durch Poker, Craps, Slots, Wetten und Herumhuren zu verlieren, kommt eine spezielle, unberechenbare Bedrohung hinzu: Gläubiger.</p>
<p>Ob im Rio, Wynn, Venetian oder im Bellagio – überall wird Poker gespielt, insbesondere im und um den Austragungszeitraum der World Series of Poker. Ist nichts Neues soweit. Aber genau hier heißt es: „Augen auf!“, denn hier ist die Wahrscheinlichkeit am höchsten, dass plötzlich aus dem Nichts ein Spieler mit geöffneter Hand hervorspringt und dich, anstatt zu grüßen, fordernd mit der Aussage konfrontiert: „Ey, du schuldest mir noch Geld!“ Eine unschöne Lage. Derart festgenagelt hast du folgende Optionen: sofort die Scheine zücken, demütig um Verlängerung bitten oder selbstbewusst ignorieren und weitergehen. Zunächst einmal solltest du durch Fragen (Wer bist du? Wieviel schulde ich dir? Wie lange ist das her? etc.) die Glaubwürdigkeit dieser Aussage überprüfen. Falls sich dann herausstellt, dass dich lediglich ein Obdachloser im Pokerspieler-Köstum über den Tisch ziehen wollte, hat sich die Sache für dich erledigt – wahlweise kann man der armen Sau für den cleveren Versuch noch ein paar Dollar in die Hand drücken. Spannend wird es jedoch, wenn der worst case eintritt: Du bist deinem Gegenüber tatsächlich einen Betrag schuldig, den du aber nicht hast oder haben willst, woraufhin er dir droht, deinen Arsch zu verklagen.</p>
<p><img class="size-full wp-image-57384 alignright" style="border: none 0px;" title="Bild 12" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2010/07/Bild-12.png" alt="" width="217" height="199" />In dem Fall kann ein kurzer Blick ins Bürgerliche Gesetzbuch nicht schaden: Hier gilt zunächst der Grundsatz, dass eine “Spielschuld“ eine sog. unvollkommene Verbindlichkeit darstellt. Das heißt, dass Spielvereinbarungen zwar nicht als unsittliche und nichtige Geschäfte angesehen werden; jedoch ist derjenige, der gemäß der Vereinbarung Geld verloren hat, nicht dazu verpflichtet, diesen Betrag auch zu leisten. Diese Regelung (s. u.) soll der „Selbstgefährdung durch eine Leidenschaft“ entgegentreten, also den Spielschuldner schützen. Zahlt der Verlierer dennoch freiwillig, hat er keinen Anspruch mehr auf Rückforderung des Geleisteten.</p>
<p>§ 762 BGB – Spiel, Wette:<br />
„(1) Durch Spiel oder durch Wette wird eine Verbindlichkeit nicht begründet. Das auf Grund des Spieles oder der Wette Geleistete kann nicht deshalb zurückgefordert werden, weil eine Verbindlichkeit nicht bestanden hat.“</p>
<p>Zum Begriff „Spiel“: Hier versprechen die Vetragspartner einander eine Leistung, die an den Eintritt eines ungewissen Ereignisses (z. B. Gewinn einer Heads-up-Partie Poker, Monopoly, Mikado etc.) gebunden ist, womit sowohl Glücks- als auch Geschicklichkeitsspiele gemeint sind. Jedoch bezieht sich die Unverbindlichkeit solcher Spielvereinbarungen auch wirklich nur auf die Geschäfte, die mit dem Spieltatbestand des § 762 Abs. 1 BGB  zusammenhängen. Man muss also abgrenzen (so, jetzt aufpassen!): Wenn ich nämlich einem Pokerspieler Geld leihe, dann ist es mir  regelmäßig  egal, ob er das Geld dazu verwendet, die Ausbildung seiner Kinder zu finanzieren, oder ob er alles beim Pokern verdonkt. Im Gegensatz zum sog. spielfördernden Geschäft (z. B. ich gebe einem Spieler Geld, um einen Share an seinem Turnier zu erwerben), bei dem wieder die Rechtsfolgen des § 762 BGB eintreten, fungiere ich hier also nicht als Gegenspieler oder Mitspieler, sondern lediglich als unbeteiligter Dritter, der keine Teilhabe am Spiel hat. In diesem Fall schließe ich mit dem Pokerspieler einen ganz normalen, beide Parteien bindenden Darlehenvertrag gem. § 488 BGB und besitze entsprechend einen Anspruch auf Rückerstattung des  „geliehenen“ Geldes, den ich notfalls auch gerichtlich durchsetzen kann. Aber unabhängig von dieser rechtlichen Einordnung gilt natürlich das sog. „Anstands-Prinzip“: Wenn dir deine Reputation in der Pokerszene wichtig ist und du dir auch in Zukunft von Spielern Geld leihen möchtest, solltest du deine Schulden, egal ob diese nun verbindlich sind oder nicht, begleichen – zumindest irgendwann und irgendwie.</p>
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		<title>Kriegszug gegen deine Pokerrunde</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Jun 2010 14:15:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Felix Osterland</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<br/>Stell dir vor, es ist tief in der Nacht und draußen hat es gefühlte 20 Grad minus. Dein Name ist Bamir. Du kommst aus Patos, Albanien. Deine Vergangenheit ist geprägt von Armut und Alkohol. Pathetisch irrst du durch verschneite Straßen einer dir völlig fremden Stadt irgendwo im Süden Deutschlands. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<br/><p>Stell dir vor, es ist tief in der Nacht und draußen hat es gefühlte 20 Grad minus. Dein Name ist Bamir. Du kommst aus Patos, Albanien. Deine Vergangenheit ist geprägt von Armut und Alkohol. Pathetisch irrst du durch verschneite Straßen einer dir völlig fremden Stadt irgendwo im Süden Deutschlands. Und kurz, bevor es soweit ist und du beim Gehen stirbst, öffnet sich die Tür eines Wettbüros. Gott sei Dank! Ein warmes Plätzchen mit Sitzgelegenheit.</p>
<p>Mehr noch. Alle verstehen auf Anhieb deine Deutsch-Fetzen; einer der Anwesenden spricht sogar albanisch. Welch freundliche Atmosphäre! Dir wird Tee serviert, während du auf den Touchscreen vor dir starrst. Gedankenverloren am Tee nippend, ziellos auf dem Bildschirm herumtippend, stößt du über „Sportwetten – LiveWetten – Wintersport/Olympia“ auf die Curling-Partie „Albanien vs. Kanada“, die sich die anderen Gäste gerade im TV anschauen.</p>
<p>Du hast zwar weder Ahnung von Sport noch von Curling, dennoch steckst du deine letzten 10 Euro in den Schlitz und plazierst eine Wette auf den Sieg deines Heimatlandes. Heute rutscht und schrubbt Albanien einfach besser, und gemäß der Quote darfst du nun 500 Euro dein eigen nennen. Wow. Ein Taxi, Hotelzimmer, feinste Zigaretten, etwas Warmes zu Essen: Heute scheint alles möglich. Vielleicht schickst du ja ein bisschen Geld in die Heimat. Deine Familie würde sich sehr freuen. Die Scheine suchen instinktiv den Weg zurück in deine Hosentasche, werden aber kurz vorm Ziel durch den Betreiber des Ladens gestoppt: „ Hinten läuft eine Partie Poker; hast du Lust?“ Ein Zeichen Gottes bzw. Allahs. Schließlich bist du dreifacher albanischer Vize-Meister im Pot Limit Badugi Hi Low Triple Draw, wodurch du dir (gerade so) das Zugticket nach Stuttgart überhaupt erst finanzieren konntest. Die Spieler bitten dich höflich, Platz zu nehmen. No Limit Hold’em. Blinds 0,5/1. Es liegt sehr viel Geld auf dem Tisch, und nach einer Runde des Zuschauens wird dir klar, dass es bald dir gehören wird.Dann passiert es: Asse im Big Blind. UTG openraised auf 3 Euro. Ein Kroate, ebenfalls in früher Position, 3-bettet auf 400 Euro und bekommt 5 Caller. Du pushst natürlich, UTG callt und auch die anderen Spieler zahlen die 100 nach. Nur der heissblütige Kroate foldet offen KK und verlangt nach Schulterklopfern. Nicht schlecht. Du floppst Quads und gewinnst einen ca. 4K-Pot. Sofort reißt es dich vom Stuhl; deine Augen glänzen vor Euphorie. Es ist einfach nicht zu fassen. Du lehnst dich wieder zurück, gehst in dich und lässt den steinigen Weg bis hierher an deinem inneren Auge vorbeiziehen, als dein Höhenflug schlagartig ein Ende findet. Schon länger wurde der Schuppen observiert. Und heute ist es soweit.</p>
<p>Noch während der Dealer damit beschäftigt ist, die 10 Prozent rake ohne Cap aus dem Pot zu nehmen, stürmen plötzlich vermummte Polizeibeamte den Raum. Die knüppeln dich ohne Umschweife nieder, beschlagnahmen dein Geld und verlangen „Passport!!!“, während sie dir eine Ladung Pfefferspray in die Augen jagen. Statt ihrer Aufforderung umgehend nachzukommen, zappelst du lieber wie eine hilflose Schildkröte in Rückenlage auf dem Boden herum.Folgerichtig bearbeiten dich die Beamten bis zur Bewusstlosigkeit mit dem Taser, um dich anschließend in aller Ruhe durchsuchen zu können.<br />
Der traurige Bamir wollte eigentlich nur eine gemütliche Runde Poker spielen. Stattdessen steht er nun ohne Geld und Zukunft, dafür als Straftäter mit inneren Verletzungen da. Natürlich fragt er sich, wie es dazu kommen konnte.</p>
<p>Was ist da passiert? Nun, Bamir wurde Opfer einer sogenannten Razzia. Allgemein lässt sich die Razzia umschreiben als eine überraschende und planmäßig durchgeführte Aktion der Polizei mit dem Hauptzweck der Identitätsprüfung eines größeren, sich an einem von der Polizei abgesperrten Ort aufhaltenden Personenkreises. Dieser Gesamtvorgang beinhaltet meist eine Vielzahl von weiteren Einzelmaßnahmen, wie z. B. die Sicherstellung bzw. Beschlagnahme von Gegenständen, die Durchsuchung von Sachen und Personen, Platzverweise etc.</p>
<p><a  href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2010/06/osterland_razzia.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-54690" title="Pistol and four aces"><img class="alignright size-full wp-image-54691" title="Pistol and four aces" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2010/06/osterland_razzia.jpg" alt="" style="border:none 0px" width="241" height="160" /></a>Darf die Polizei das überhaupt? Zunächst sind all die Maßnahmen, die im Rahmen einer Razzia ergriffen werden, bezüglich ihrer Rechtmäßigkeit einzeln überprüfbar. Da sie regelmäßig einen Eingriff in die Bewegungsfreiheit darstellen, bedürfen die Maßnahmen einer gesetzlichen Ermächtigungsgrundlage. Um nun die entsprechenden Ermächtigungsgrundlagen zu bestimmen, muss man zunächst entscheiden, ob die Polizei im vorliegenden Fall repressiv, d. h. im Bereich der Strafverfolgung tätig wurde, oder präventiv, also zur Abwehr von drohenden Gefahren.</p>
<p>Handelt sie repressiv, so richtigen sich ihre Kompetenzen nach der Strafprozessordnung. Hier enthalten insbesondere die §§ 163b, 163c StPO Regelungen über die Freiheitsentziehung zum Zwecke der Identitätsfeststellung, die von den Beamten natürlich eingehalten werden müssen. Wird die Polizei dagegen präventiv tätig (was wir in Bamirs Fall annehmen), ergeben sich ihre Befugnisse aus den jeweiligen Landespolizeigesetzen (hier also PolG Baden-Württemberg). So finden sich in unserem Fall die Spezialermächtigungen innerhalb der sog. polizeilichen Standardmaßnahmen, die z. B. in § 26 (Personenfeststellung), §§ 29, 30 (Durchsuchung von Personen/Sachen) oder § 33 (Beschlagnahme) PolG BW geregelt sind. Die Voraussetzungen für die Anwendung dieser Ermächtigungsgrundlagen sind vielfältig und unterschiedlich. Gemeinsame Bedingung ist jedoch das Vorliegen einer konkreten Gefahr für die öffentliche Sicherheit oder Ordnung.</p>
<p>Da die Begriffe „Gefahr“, „öffentliche Sicherheit“ und „öffentliche Ordnung“ einen recht umfassenden Inhalt besitzen, werde ich nur die Aspekte nennen, die auf unsere Pokerrunde zutreffen: So umfasst das Schutzgut „öffentliche Sicherheit“ u. a. den Schutz der gesamten geschriebenen Rechtsordnung, das heißt, dass jeder Verstoß gegen eine Norm des geschriebenen Rechts die Polizei zum Eingreifen ermächtigt. In unserem Fall verstößt der Betreiber des Wettbüros gegen § 284 des Strafgesetzbuches wegen „unerlaubter Veranstaltung eines Glücksspiels“. Bamir dagegen verstößt gegen § 285 StGB wegen „Beteiligung am unerlaubten Glücksspiel“: „Wer sich an einem öffentlichen Glücksspiel (§ 284) beteiligt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten oder mit Geldstrafe bis zu einhundertachtzig Tagessätzen bestraft.“</p>
<p>Auch eine „Gefahr“, also eine Sachlage, die (nach polizeilicher Beurteilung) mit hinreichender Wahrscheinlichkeit in absehbarer Zeit zur Beeinträchtigung der polizeilichen Schutzgüter führen wird, liegt hier vermutlich vor. In unserer Geschichte hatte die Polizei vor Beginn der „Razzia“ scheinbar genügend Anhaltspunkte für mögliche Verstöße gegen die Rechtsordnung. Die Durchsuchung von Bamir, die Forderung zur Herausgabe seines Ausweises sowie die Beschlagnahme seines Geldes sollten also gerechtfertigt sein.</p>
<p>Auch wenn der Polizei bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben ein weiter Ermessensspielraum zukommt, ist sie an den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit gebunden, der so die Grenzen des polizeilichen Handelns bestimmt. Entsprechend ist die Anwendung von Waffen (vgl. § 52 PolG BW) in unserem Fall (Pfefferspray, Schlagstock) nicht notwendig, da der friedliche Bamir auch ohne Gewalteinwirkung mit der Polizei kooperiert hätte. Taser werden derzeit nur in Bayern verwendet, sind also in BW überhaupt nicht dienstlich zugelassen.</p>
<p>Wie kann Bamir in Zukunft ein solches Desaster vermeiden? Beim Besuch seiner nächsten Highstakes-Partie sollte er sicherstellen, dass er nicht wieder den Tatbestand des § 285 StGB erfüllt, sprich: nicht mehr an unerlaubtem Glücksspiel teilnimmt. Dafür müsste Bamir jedoch erst wissen, wann ein solches „unerlaubtes Glücksspiel“ gegeben ist. Hier die wichtigsten Merkmale:</p>
<p>1. Öffentlichkeit. Wäre die Runde im Wettbüro nicht öffentlich gewesen, hätte sie stattfinden dürfen. Nach der gängigen Definition ist „Öffentlichkeit“ gegeben, wenn für einen größeren, nicht fest geschlossenen Personenkreis die Möglichkeit besteht, sich an dem Spiel zu beteiligen. Weiterhin muss bei den Spielern der Wille vorhanden sein, auch andere am Spiel teilnehmen zu lassen. Bamir besuchte zum ersten Mal dieses Lokal und durfte mitspielen, wurde sogar dazu aufgefordert. Folglich wäre die Runde wohl auch jedem x-beliebigen Gast zugänglich gewesen; sie war daher öffentlich. Der Ort, an dem gespielt wird, sei es ein Homegame oder in der Straßenbahn, ist dabei komplett egal. Entscheidend ist nur, dass es dem Publikum freisteht, an der Partie teilzunehmen. Wenn z. B. auf Pokerfirma.de zur Teilnahme an einem Spiel in Schrages Privatgemächern geladen würde, wäre die Runde eindeutig öffentlich und die Teilnahme/Veranstaltung strafbar … obwohl diese Regeln natürlich nicht für den rechtsfreien Raum der Alpenrepublik gelten.</p>
<p>Aber auch ohne öffentliche Werbung kann jede Homegame-Runde im Freundeskreis strafbar sein, wenn sie gewohnheitsmäßig stattfindet, also regelmäßig die gleichen Leute zusammenkommen – „geschlossene Gesellschaften“ gem. § 284 Abs. 2 StGB.</p>
<p>2. Entgeltlicher Einsatz. Das reicht jedoch zur Strafbarkeit noch nicht aus, wenn Bamir nicht zusätzlich erhebliche entgeltliche Einsätze getätigt hätte. Als Einsatz gilt jede Leistung, die in der Hoffnung erbracht wird, im Falle des Gewinnens eine gleiche oder höherwertige Gegenleistung zu erhalten und die im Falle des Verlierens dem Veranstalter oder einem anderen Teilnehmer zufließt. Dies ist natürlich bei jeder Runde gegeben, in der es um Geld geht. Wichtig dabei ist jedoch die „Erheblichkeit“ des Einsatzes. Weiß der Fuchs, wann dieses Kriterium erfüllt ist. Jedoch geht aus mehreren Quellen hervor, dass die Hoheitsträger einiger Bundesländer festgelegt haben, dass ein Turnier dann stattfinden dürfe, wenn das Eintrittsgeld 15 Euro pro Person nicht übersteigt. Daraus lässt sich schließen, dass es sich wohl um unerhebliche Einsätze und damit um legale Pokerrunden handeln würde, wenn man beispielsweise Micro-Limit-Cashgames, sagen wir bei Blinds 1/2 bis 5/10 Cent spielt, bei denen sich jeder mit 5 bis 15 Euro einkauft. Bamir hielt jedoch nicht viel von Bankroll-Management, griff sich in den Schritt und wagte den Shot nach ganz oben, wo er um mehrere tausend Euro spielte. Now he knows.</p>
<p>Ach ja, mittlerweile ist Bamir wieder in Patos bei seiner Familie.Die Verhältnisse haben sich gebessert, er hat aufgehört zu trinken und einen vielversprechenden Job im lokalen Kohlebergwerk angenommen. Sein Einkommen ist zwar bescheiden, aber immerhin kommt er über die Runden und kann sich sogar die eine oder  andere Partie Badugi mit den Kohle-Kumpels leisten. Hier erzählt er gerne seine Deutschland-Story. Die Kumpels können es nicht glauben. Neulich bekam Bamir Post aus Deutschland. Kein Entschuldigungsschreiben, sondern eine Arztrechnung in Höhe von 47,49 Euro. Ein Beamter hatte sich bei dem Einsatz die Knöchel  verstaucht. Ordnung muss sein.</p>
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		<title>Poker &amp; Steuer</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Nov 2009 22:13:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Felix Osterland</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<br/>Ein Minenfeld liegt vor mir. Auf geht’s!:
Seit 2008 wurden auffällig viele Pokerspieler in Deutschland von den Finanzämtern erfasst;
dennoch ist die Besteuerung von Pokergewinnen nachwievor ein unsicheres, aber vor allem unspannendes Tabu-Thema.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<br/><p>Ein Minenfeld liegt vor mir. Auf geht’s!: Seit 2008 wurden auffällig viele Pokerspieler in Deutschland von den Finanzämtern erfasst; dennoch ist die Besteuerung von Pokergewinnen nachwievor ein unsicheres, aber vor allem unspannendes Tabu-Thema. Die Betroffenen tauschen ihre Erfahrungen, wenn überhaupt, lediglich untereinander im privaten Kreis aus.<br />
So kocht jeder sein eigenes Süppchen, welches dementsprechend immer anders schmeckt.<br />
DAS MUSS NICHT SEIN</p>
<p>Im Folgenden werde ich versuchen, nur grob Rechtslage sowie behördliche Praxis anhand meines Falls darzulegen. Warum mache ich das? Nun, zunächst bekomme ich mindestens zweimal pro Monat redaktionelle Arschtritte und Drohbriefe (Dass ich wieder brav zur Uni gehe, mir folglich der Poker-Stoff ausgeht, wird ignoriert.). Zudem drängt es sich geradezu auf:<br />
Seit Semesterbeginn wage ich mich an mein Schwerpunktstudium -Steuerrecht-, was u.a. den Besuch der Vorlesung zum Einkommensteuerrecht einschließt: Hier werden zunächst die verschiedenen steuerpflichtigen Einkommensarten gem. § 2 Abs.1 EStG (nur wenige §§ folgen) erläutert.<br />
Um anschließend ein Beispiel für Einnahmen zu nennen, welche nicht der Einkommenssteuerpflicht unterliegen, wandert der Dozent gedanklich ins Casino. Als er die für die Qualifikation als steuerpflichtiges Einkommen maßgeblichen Gewinnwahrscheinlichkeiten der einzelnen Spiele erwähnt, heben sich meine Ohren etwas an. „Da war doch was!&#8221;- ich hake also nach. Und siehe da, der Dozent  und seine Kollegen (<a  href="http://www.steueranwalt.de" target="new">www.steueranwalt.de</a>) gehören nicht nur einer der führenden Kanzleien in Sachen Steuerrecht an; sie sind auch mit der “Poker-Problematik” bestens vertraut. Eine gratis Steuerberatung gab`s zwar nicht, dafür einen Anstoß zu diesem Beitrag.</p>
<p>Aber nun Butter bei die Fische.</p>
<p><strong>Mein Fall/ Rechtsgrundlage</strong></p>
<p>Im Herbst 2008 erhalte ich das erste FA-Schreiben, ein Zweizeiler, der einerseits behauptet, ich sei „Berufs-Pokerspieler&#8221; und weiterhin eine Auflistung meiner Einnahmen durch Pokerturniere fordert.<br />
Völlig ahnungslos und vor den Kopf gestoßen, frage ich mich natürlich:</p>
<p>Woher wissen die, dass ich Poker spiele?<br />
Woher bezieht das FA Information bzgl. meiner Turniergewinne?<br />
Was qualifiziert mich denn als „Berufs-Pokerspieler&#8221;?<br />
Was genau rechtfertigt diese Einkommensermittlung?</p>
<p>Schließlich war ich bisher der Überzeugung, wie die meisten Pokerspieler auch, dass Einkünfte aus Glücksspiel steuerfrei sind und Poker in Deutschland immer noch als Glücksspiel klassifiziert wird.<br />
Und seit letzter Woche weiß ich, es stimmt!: Gewinne aus Glücksspiel können nicht dem abschließenden Einkünfte-Katalog des § 2 Abs.1 S.1 EStG zugeordnet werden:</p>
<p><strong>„1)   1Der Einkommensteuer unterliegen</strong></p>
<p><strong>1.      Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft,</strong></p>
<p><strong>2.      Einkünfte aus Gewerbebetrieb,</strong></p>
<p><strong>3.      Einkünfte aus selbständiger Arbeit,</strong></p>
<p><strong>4.      Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit,</strong></p>
<p><strong>5.      Einkünfte aus Kapitalvermögen,</strong></p>
<p><strong>6.      Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung,</strong></p>
<p><strong>7.      sonstige Einkünfte im Sinne des § 22,</strong></p>
<p><strong>die der Steuerpflichtige während seiner unbeschränkten Einkommensteuerpflicht oder als inländische Einkünfte während seiner beschränkten Einkommensteuerpflicht erzielt.“</strong></p>
<p>Nun haben wir in Deutschland mittlerweile eine riesige und weiter wachsende Poker-Community, welche zwangläufig auch immer mehr Spieler ausspuckt, die beachtliche Summen einfahren. Nur eine Frage der Zeit also, bis diese Klientel auf den Radar der Finanzverwaltung gerät. Schließlich liegt hier, auch für den Staat, ein enormes Einnahme-Potential vor.</p>
<p><a  href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/11/osterland_paragraph.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-34875" title="osterland_paragraph"><img class="alignright size-full wp-image-34876" style="border: none 0px;" title="osterland_paragraph" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/11/osterland_paragraph.jpg" alt="" width="210" height="186" /></a>Jedoch sind steuerliche Eingriffe nur zulässig, soweit sie auf einer gesetzlichen Grundlage beruhen. Da „Gewinne aus Pokerspiel“ als Steuerobjekt, wie so viele Lebenssachverhalte, von keinem Steuertatbestand eindeutig erfasst werden, muss die Verwaltung etwas Kreativität an den Tag legen, wenn Sie ein Stück vom Kuchen abzwacken will.</p>
<p>Und so bekomme ich folgende Antwort vom FA, welche kurioserweise mit meinen Hendon Mob-Einträgen versehen ist:</p>
<p>Zuerst der Grundsatz:<br />
„&#8230;Poker = Glückspiel = steuerfrei&#8230;usw.&#8221;</p>
<p><strong>Aber, es gibt (natürlich) Ausnahmefälle:</strong></p>
<p><strong>„Wenn jemand als Pokerprofi unterwegs ist und sein Einkommen überwiegend aus dem Pokerspiel bezieht, dann handelt es sich um Einkünfte aus gewerblicher Tätigkeit gem.<br />
§ 2 Abs.1 S. Nr. 2 EStG (siehe oben).&#8221;</strong></p>
<p>Aha! Schon haben wir die gesetzliche Besteuerungsgrundlage. Jetzt gehen wir eine Ebene tiefer.</p>
<p>Was versteht man denn unter „gewerblicher Tätigkeit&#8221;? Auch unsere ursprüngliche Frage, „Wer oder was ist „Pokerprofi“?“, wurde noch nicht beantwortet. Zumindest die Legaldefinitionen bzgl. „Gewerbebetrieb&#8221; finden sich in § 15 EStG &#8211; für unseren Fall wird Absatz 2 Satz 1 herangezogen:</p>
<p><strong>„Eine selbständige nachhaltige Betätigung, die mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, unternommen wird und sich als Beteiligung am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr darstellt, ist Gewerbebetrieb, &#8230;&#8221;</strong></p>
<p>Alles noch sehr abstrakt und müßig zu ermitteln, ob die einzelnen Tatbestandsmerkmale in unserem Fall, also für die Betätigung als Pokerspieler, tatsächlich Anwendung finden könnten<br />
(vor allem das Merkmal „Nachhaltigkeit der Betätigung“ verlangt nach konkreten Anhaltspunkten/Kriterien, um die Vielzahl von Einzelfällen richtig beurteilen zu können).</p>
<p>Das Finanzamt beruft sich hierbei auf Meinungen aus Literatur und Rechtssprechung:</p>
<p>Und genau eine einzige Fundstelle (Schmidt/Wacker, EStG -Kommentar (28.Auflage, 2009), §15, Rn.45) war dem FA-Schreiben zu entnehmen. Diese schau ich mir natürlich etwas genauer an:</p>
<p>Hier wird unter dem Punkt „ Verbotene oder unsittliche Betätigung“ nur festgestellt, dass „Gewerbebetrieb“ bei Rauschgifthandel, Unterschlagung, Prostitution etc. ebenfalls vorliegen kann. Desweiteren befindet sich in dieser Aufzählung „ berufliches Glücksspiel“ mit Verweis auf ein Urteil vom Finanzgericht Münster (siehe: FG Münster EFG 96, 267).</p>
<p>Kleines Zwischenresumee</p>
<p>Es gibt eine geringe Anzahl von Entscheidungen sowie eine Literatur-Meinung, die besagen:<br />
Glücksspiel kann ausnahmsweise Gewerbebetrieb sein. Aber die bloße Existenz einer solchen (fragwürdigen) Ausnahme war uns bereits bekannt. Wir sind keinen Schritt weitergekommen.</p>
<p><a  href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/11/paragraph.gif" class="thickbox no_icon" rel="gallery-34875" title="paragraph"><img class="alignright size-full wp-image-34877" style="border: none 0px;" title="paragraph" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/11/paragraph.gif" alt="" width="180" height="180" /></a>Es bleibt also die Frage nach der konkreten Ausgestaltung dieser Ausnahme in Bezug auf das Pokerspiel. Schließlich sollten gemäß dem Bestimmtheitsgebot (abgeleitet aus Art. 20 Abs.3 GG) die Abgabentatbestände möglichst so gefasst sein, dass sie sich vom Bürger (Spieler) erschließen lassen, damit dieser sich auf die steuerliche Belastung einstellen kann und mithin Rechtssicherheit gewährleistet wird. Doch darüber, wann man als Pokerspieler ausnahmsweise die Merkmale des Gewerbebetriebes gem. § 15 Abs.2 S.1 EStG (s.o.) erfüllt, gibt es offensichtlich weder gesetzliche Regelungen, wissenschaftliche Ausführungen, noch entsprechende Entscheidungen (korrigiert mich, falls ich falsch liege).</p>
<p>Dieser weite Auslegungs- und Beurteilungsspielraum verbleibt also vollständig in den Händen der Finanzverwaltung.</p>
<p>Aufstellung von Maßstäben durch die Behörde</p>
<p>Somit kann nur einer Bescheid wissen: Der persönliche Sachbearbeiter im Finanzamt.<br />
Den rufe ich an und frage ihn, ab wann man denn ein “gewerbetreibender Pokerspieler“ ist und warum er mich als solchen einstuft. Schließlich nehme ich erst seit Mitte 2008 an entsprechenden Pokerturnieren teil und habe gemäß Hendon Mob-Eintrag (Feb. 09) lediglich vier Cashes vorzuweisen.</p>
<p>Ist also ein Zeitraum von sechs Monaten, innerhalb dessen ich vier erfolgreiche Turniere gespielt habe, bereits ein Indiz für eine nachhaltige Betätigung/Gewerbebetrieb bzw. qualifiziert mich dies als „Berufspokerspieler“?</p>
<p>Seine Antwort:</p>
<p>Als Maßstab nimmt man die Teilnahme an 2-3 Pokerturnieren pro Monat, bezogen auf ein Jahr.<br />
Allerdings ging man in meinem Fall aufgrund meiner Teilnahme an der „Weltmeisterschaft in Las Vegas“ (WSOP Main Event) davon aus, dass ich professionell Poker spiele. Dass mir die Teilnahme an diesem Turnier nur möglich war, indem ich mich mit kleinen Beträgen dafür qualifizierte, nahm er zur Kenntnis. Inwieweit die Höhe der Buy-Ins sowie der umgesetzten Beträge eine Rolle bei der individuellen Beurteilung des Einzelfalls spielt, konnte er mir nicht sagen.</p>
<p>Neue Gesetze auf Bundesebene</p>
<p>Mehr Aufklärung war allerdings auch nicht nötig, da mir schnell mitgeteilt wurde, dass mein Fall „vorläufig auf Eis gelegt“ wird. Dies lag nicht etwa an meiner Schlagfertigkeit, sondern an einer Weisung der nächsthöheren Dienstbehörde.</p>
<p>Grund:</p>
<p>Derzeit wird auf Bundesebene ein Konzept für die Besteuerung von Gewinnen aus Pokerspiel erarbeitet. In diesem Konzept sollen dann auch Merkmale enthalten sein, welche eine saubere Trennung zwischen “normalem Spieler“ und „Berufsspieler“ ermöglichen. Ich bin gespannt &#8211; voraussichtlich gegen Ende 2009 könne man mit dieser neuen Regelung rechnen. I`m still waitin…<br />
Auf jeden Fall wären einheitliche Regeln, selbst wenn sie zu meinen Ungunsten ausfallen würden, durchaus zu begrüßen.</p>
<p>Denn das bisherige Vorgehen der Behörden ist meiner Meinung nach inakzeptabel:</p>
<p>Den einen Spieler erwischt es, der Andere kommt davon – je nach Bundesland und Behördenanstrengung.<br />
Zudem werden ausschließlich die Spieler erfasst, welche bei gerankten Live-Turnieren die Geldränge erreichen.<br />
MTT-und Cashgamespieler im Onlinebereich, sowie Live Cashgamespieler, welche gleichermaßen den Steuertatbestand erfüllen, können dagegen anonym bleiben und werden nicht erfasst, da den Behörden hierzu die Mittel fehlen.<br />
Hier könnte somit eine ungleichmäßige und willkürliche Rechtsanwendung durch die Finanzverwaltung vorliegen, mithin ein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz des Art.3 Abs.1 GG.</p>
<p>So, dad wars dann erstma – frohe Weihnachten!</p>
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		<title>WPT Cyprus &#8211; Kompakt</title>
		<link>http://www.pokerfirma.com/kolumnen/wpt-cyprus-kompakt/28103</link>
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		<pubDate>Thu, 10 Sep 2009 22:03:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Felix Osterland</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[casino]]></category>
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		<category><![CDATA[Poker]]></category>
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		<description><![CDATA[<br/>Dem interessierten Pokerfreund wird nicht entgangen sein, dass die legendäre World Poker Tour in diesem Jahr erstmals Station in Zypern macht. Fragen über Fragen zu dem Event in Verbindung  mit dessen exotischen Austragungsort kommen auf. Und da ich in letzter Zeit regelmäßig auf dieser Insel aufwache und dazu noch Poker spiele, habe ich mir die Mühe gemacht, zumindest meine eigenen Fragen zu beantworten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<br/><p><strong>1.	Was soll das?</strong></p>
<p>Ursprünglich konnte man sich den begehrten WPT-Titel fast ausschließlich auf dem amerikanischen Kontinent besorgen. Lediglich eine europäische Station (Paris: Season I-V; sowie Barcelona: Season VI-VII) wurde bisher durchgängig integriert. In der aktuellen Season legen nun die Veranstalter mit ingesamt 4 Events noch ein paar europäische Kohlen nach. Mit Marrakesh will die Tour wohl zukünftig auch die afrikanische Platte überfallen.<br />
Worauf will ich eigentlich hinaus?<br />
Achja! Scharfsinnig habe ich hier einen Trend erkannt:<br />
Die WPT breitet sich geografisch aus, während die Gesamtanzahl der Events gleich bleibt.   Warum? Dem Unternehmen geht es bekanntlich nicht gut. Scheinbar sucht man nach neuen Konzepten, um den rückläufigen Teilnehmerzahlen entgegenzutreten. Ob durch diese Verlagerung nun vor allem neue europäische Spieler gelockt &#8211; oder doch die „alten“ US-Hasen durch interessante, neue Plätze fernab des Üblichen reanimiert werden sollen – who knows.<br />
Dass nun gerade Zypern in die Tour aufgenommen wurde, hat sicher die gleichen Gründe, welche auch für die Bahamas im Rahmen der EPT gelten: Urlaubs-Feeling mit Sommer, Sonne, Strand.<br />
Mich als mutmaßlichen Hauptaktionär von WPT Enterprises (immerhin 1000 Stück!!!&#8230; à 0,65 €; Stand: letzte Woche irgendwann) freut es jedenfalls, dass die Verantwortlichen endlich versuchen, den Karren aus den Dreck zu ziehen und mein Traum vom unermesslichen Reichtum etwas näher rückt.</p>
<p><strong>2.	Wo genau bin ich?</strong></p>
<p>In Kyrenia (türk.: Girne), einer Hafenstadt im Norden Zyperns, welcher zur Türkischen Republik gehört (oder auch nicht). Hier im Merit Crystal Cove Hotel mit 5 tatsächlich, nicht-türkischen, Sternen findet die WPT statt. Mediterrane, 30°C warme Lüftte schnuppernd, fällt man direkt ins Mittelmeer, sobald man aus der Tür tritt: Da bin ich.</p>
<p><strong>3. Warum bin ich hier?</strong></p>
<p>Ein Yellow-Press Magazine hat mich als totalen Berichterstatter engagiert und einen Sommerurlaub for free kann ich nur schwerlich abschlagen. Ok nur fast gratis: Eine Stunde vor Abflug musste ich für den Unterschied zwischen Flughafen Berlin-Tegel und Berlin-Schönefeld sowie anschließenden Höllenritt mit einem geisteskranken iranischen Taxifahrer, der mir auf der Fahrt von seinen hingerichteten Familienmitgliedern erzählte, 55 € löhnen.<br />
Fernab meiner Hängematte habe ich dann doch ein bisschen Poker, in Form von Satellites für die WPT, gespielt – mit Erfolg.</p>
<p><strong>4. Was geht hier ab?</strong></p>
<p>Im Mittelpunkt steht natürlich das Main Event, welches mit einen 40k Starting Stack und 90 Minuten Levels sehr gut strukturiert ist. Neben dem üblichen Turnier-Krams mit massenhaft Full Tilt-Big Names, werden hier von Jeff Lisandro ( 3-facher Braceletsieger 2009) High Limit Cashgames in fast allen Varianten organisiert.</p>
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<p><strong>3 Dinge, die mich ziemlich stören:</strong></p>
<p><strong>Anmeldung</strong></p>
<p>Auch wenn die Organisation/Durchführung der Events im Großen &amp; Ganzen recht zufriedenstellend ist, fehlen elektronische Systeme für die Anmeldung. Ein Ausweis will niemand sehen, weder im Turniersaal, noch im Casino. Man zahlt in bar und sagt seinen Namen, welcher dann schlicht mit dem Kugelschreiber niedergeschrieben wird. Seat Assignments bekommt man keine – lediglich eine Quittung. Vielfach kommt es dadurch zu Unstimmigkeiten und längeren Wartezeiten. Und ich finde, bei 10k $ Buy In-Turnieren kann das einfach nicht angehen.</p>
<p><strong>Kuss-Geräusche</strong></p>
<p>Wenn man hier das Service-Personal rufen will oder wenn die einheimischen Dealer mit dem Floorman und untereinander in Kontakt treten wollen, machen sie penetrante, schmatzende Kussgeräusche, wodurch sich sofort meine Nackenhaare aufrichten.</p>
<p><strong>Collusion</strong></p>
<p>Bisher hatte ich nur wenige Erfahrungen mit Collusion gemacht. Und die Versuche, bei denen ich zugegen war, gingen glimpflich in die Hose.</p>
<p>Hier jedoch folgende Situation beim 1k $ WPT-Satellite:<br />
8 Uhr morgens. Ich bin am Final Table, 8 Spieler sind noch dabei. Es geht um 6 Seats für das Main Event (welches 4 h später startet) sowie 6,1k für Platz 7.<br />
Blinds sind bei 3k/6k, Ante 500.<br />
Kurz vor der nächsten Pause bin ich mit 70k zwar ziemlich short, kann jedoch darauf vertrauen, dass sich die 2-3 Super-Shortstacks am Tisch innerhalb der nächsten 2 Orbits verabschieden werden.<br />
Weit gefehlt!<br />
Wie üblich in den Pausen, schotte ich mich bei einer Zigarette ab. In dieser Zeit hatten sich offensichtlich mindestens 4 einheimische Spieler abgesprochen. Dann wurde das Spektakel UTG eröffnet mit dem All In des ersten Spielers für 12k. Alle folden bis zum Big Blind. Der hat ca. 150k vor sich stehen, muss noch 6k nachlegen – und: Fold!<br />
Leichtes Schmunzeln und Augenzwinkern am Tisch.<br />
Nach dem fünften Mal hatten sich fast alle Shorties wieder aufgedoppelt und ich fing an zu realisieren, dass ich keine Chance hatte und die letzten 13 Stunden Arbeit wohl umsonst waren. Gegen solch offensichtliches Chip-Dumping hilft nur eins: Ausrasten und Durchdrehen. Als dann wieder zum SB gefoldet wurde, der mit 20k pushte, stand ich auf und nahm den Spieler im Big Blind ins Visier, der durchaus schon mal Poker gespielt hatte und weiß, dass er hier mit any two callen muss. Als dieser dann foldete, fing ich an laut rumzuschreien und wiederholte immer die gleichen Sachen wie: „Stop the game! This is obviously collusion! Call the floor! Fuckin Cheaters!” usw..<br />
Da ich normalerweise als relativ netter, ruhiger Junge am Tich wahrgenommen werde, verstummten Alle und starrten mich ungläubig an. Beide US-Floors kamen an den Tisch und ich gab nochmals, in einem recht langen Monolog meine Meinung über den sich hier abspielenden Bullshit zum Besten. Mir ist schon bewusst, dass die Floormen kaum Mittel haben, um gegen diese Art von Collusion vorzugehen; schließlich kann man niemanden sagen, wann er zu callen und zu folden hat. Aber allein die Tatsache, dass die Floor jetzt genau die Action verfolgten und auch die unbeteiligten Spieler dieses Schauspiel nicht mehr hinnahmen, reichte aus, um dieses extrem unfaire Verhalten zu beenden. Kurze Zeit später war das Turnier logischerweise vorbei.</p>
<p>5. Wie wird es ausgehen?</p>
<p>Da ich bereits an Tag 3 meine Segel streichen musste, tippe ich auf einen Sieg von  Huck Seed oder Jonathan Little.</p>
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		<item>
		<title>Don&#8217;t mess with Milbe</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Aug 2009 15:05:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Felix Osterland</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[allergie]]></category>
		<category><![CDATA[arzt]]></category>
		<category><![CDATA[asthma]]></category>
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		<description><![CDATA[<br/>Du denkst, du hast alles im Griff. Mit sonnengebräunter Visage, prall gefülltem Geldkoffer und einem dicken, fiesen Grinsen im Gesicht steigst du in den Heimatflieger. Mehrere Wochen voll Poker und absurder Erlebnisse liegen hinter dir. Zugegeben, der Koffer war unnötig - deine Brusttasche hätt’s auch getan du Vogel - aber egal...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<br/><p>Übrigens: Herzlichen Glückwunsch! Leg mal eine Pause ein und mach was Sinnvolles. Die nächsten Jahre sind finanziert. Außerdem fängt Poker an, dich zu langweilen. Dein Ego braucht mehr, als bei einem Kartenspiel aus Geld mehr Geld zu machen. Neue Herausforderungen. Dicke Eier. Mit lauter Zukunftsplänen im Kopf geht’s also zurück an deinen Studienort. Du bist gut drauf&#8230;ja, es läuft einfach.</p>
<p>Dein Pech nur, dass du dein bisheriges Leben wie ein Waschbär auf einer Müllhalde gelebt hast: anspruchslos, aber äußerst glücklich und zufrieden, da alles was du wolltest, unmittelbar neben dir lag. In letzter Zeit hast du es jedoch übertrieben:</p>
<p>Ihr wart zusammen Essen; sie hing öfters bei dir ab; sogar im Bett warst du mit ihr. Eigentlich hast du sie dauernd ignoriert, obwohl sie offensichtlich an dir hing. Und nun macht dir dieses verkommene Subjekt gewaltig einen Strich durch die Rechnung:</p>
<p>Beklemmende Atemnot. Panikattacken. Du brauchst Hilfe. Doch es ist Wochenende. Also was tun? Steig in dein Auto und fahr einfach los.</p>
<p>Uniklinikum: „Mit der Lunge stimmt was nicht. Ist aber nicht akut. Wenden Sie sich an den hausärztlichen Notdienst.“</p>
<p><a  href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/08/felix_milbe.png" class="thickbox no_icon" rel="gallery-25387" title="Grausame Zukunft"><img class="alignright size-full wp-image-25388" style="border: 0pt none;" title="Grausame Zukunft" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/08/felix_milbe.png" alt="" width="210" height="195" /></a>Mit diesem Notdienst (irgendeiner solariumgebräunten Mutti, die gerade bei Marktfrisch einkaufen geht) triffst du dich in der nächstbesten Apotheke. Dort streichelt sie deine Brustwarzen und horcht dich ab. Achselzucken. „Alles in Ordnung. Aber wende dich kommende Woche an einen Spezialisten. Ich verschreibe dir ein Spray, welches dir bis dahin Abhilfe verschaffen wird.“</p>
<p>Lungenarzt: „Ein Termin ist erst Anfang September möglich.“<br />
Felix: „Bin privatversichert.“<br />
Lungenarzt: „Passt es Ihnen morgen 10 Uhr, Eure Lordschaft?“</p>
<p><em>Ergebnis der Untersuchung:</em><br />
Eingeschränkte Lungenfunktion + starke Allergie gegen Hausstaubmilben = Milbenasthma</p>
<p><em>Konsequenz:</em><br />
Alles neu. Du bist Allergiker, du hast Asthma.<br />
Statt 2 Päckchen Camel ohne Filter, darfst du jetzt täglich Kortison inhalieren.<br />
Schlag auf Schlag.</p>
<p>Achte auf Hygiene! Staubwischen und -saugen mehrmals die Woche mit Atemmaske. Saniere dein Umfeld! Vorhänge und Teppiche müssen raus. Anti-Milben-Matratze und Allergiebettzeug stehen auf deiner Einkaufsliste.<br />
Eine Schreckensnachricht nach der anderen.<br />
Demnächst wirst du dich dabei ertappen, wie du apfelessend einen Jahresvertrag im Fitnessclub „Active“ unterschreibst. Um dein Gewicht zu reduzieren!</p>
<p>OK, das war&#8217;s. Aus die Maus.</p>
<p>Die Milbe hat dein Leben ruiniert.</p>
<p>It&#8217;s all over baby.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Rien ne vas plus &#8211; 7 gewinnt</title>
		<link>http://www.pokerfirma.com/kolumnen/rien-ne-vas-plus-7-gewinnt/18252</link>
		<comments>http://www.pokerfirma.com/kolumnen/rien-ne-vas-plus-7-gewinnt/18252#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 22 May 2009 20:09:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Felix Osterland</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
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		<category><![CDATA[wsop_]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.pokerfirma.de/?p=18252</guid>
		<description><![CDATA[<br/>Mal ehrlich. Natürlich ist es durchaus reizvoll, kurz vor der WSOP, nach endloser Pokerabstinenz noch ein kleines “Live-Warm-Up“ einzuschieben. Lange Anfahrt, Hotel- plus Verpflegungskosten für eine Hand voll Turniere - das macht zwar Spaß, aber lohnt nur selten...vorallem wenn dieser kleine, widerspenstige Cash ausbleibt!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<br/><p>Zudem ist es äußerst stressverbunden:<br />
14 Uhr ist Turnierbeginn. Punkt Aus.<br />
Statt den “Arbeits“-Tag wie gewohnt in Shorts anzugehen, muss ich mich der Kleiderordnung des Casinos unterwerfen, Parkgebühren zahlen, einen Aktenordner zulegen, um all diese Tickets, Gastropackages und Gewinnspiele zu verstauen, die mir am Check-In in die Hand gedrückt werden; schwierige Konversation auf alpenländisch, die mich verzweifeln lässt.</p>
<p>All diese Hürden mit stoischer Ruhe absolviert, wird mir bewusst, dass ich nun an Turnieren teilnehmen werde, die man lediglich just for fun und ohne Erwartungshaltung spielen sollte. Mittlerweile kenne ich diese “Doppel früh auf, oder stirb“-Turniere, unvernünftigerweise bin ich trotzdem wieder da&#8230;die Vorfreude auf etwas Live-Action hatte mir scheinbar die Sinne getrübt.<br />
Zwei absolut unspektakuläre Situationen in der frühen Phase des ersten Sideevents:<br />
Ich bin im Besitz meines Startingstacks.<br />
<a  href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/05/glaskugel.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-18252" title="glaskugel"><img class="alignright size-full wp-image-18254" style="border: none 0px;" title="glaskugel" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/05/glaskugel.jpg" alt="" width="181" height="230" /></a></p>
<p>Am Flop <img src='http://www.pokerfirma.com/wp-content/plugins/smilies-themer/poker/cardsymbol/d10.gif' alt=':10d:' class='wp-smiley' />  <img src='http://www.pokerfirma.com/wp-content/plugins/smilies-themer/poker/cardsymbol/d7.gif' alt=':7d:' class='wp-smiley' /> <img src='http://www.pokerfirma.com/wp-content/plugins/smilies-themer/poker/cardsymbol/c5.gif' alt=':5c:' class='wp-smiley' /> befinde ich mich HU in Position mit <img src='http://www.pokerfirma.com/wp-content/plugins/smilies-themer/poker/cardsymbol/sa.gif' alt=':As:' class='wp-smiley' /> <img src='http://www.pokerfirma.com/wp-content/plugins/smilies-themer/poker/cardsymbol/h10.gif' alt=':10h:' class='wp-smiley' /> . Der Preflop-Limp-Caller zahlt auch meine Conti-Bet. Er drawt offensichtlich, zudem ist mein Top Pair angreifbar &#8211; entsprechend mehr (ungefähr Potgröße) investiere ich in meine Turn (eine blank) Bet. Dass ich meinem Gegner damit ordentlich die Pot-Odds für seinen Draw versaue, er zudem für einen Call einen beträchtlichen Teil seines Stacks riskieren muss, interessiert ihn wenig – er callt und bekommt auf dem River sein heißgeliebtes Karo. Ohne Umschweife geht er von vorn All-In &#8211; ich passe sofort, er zeigt mir stolz seinen Flush. Alles Standardt  &#8211; nichts Dramatisches  &#8211; weiter geht’s.</p>
<p>Aber wo bitte war mein Stack hin?<br />
Ich war bereits short, dankbar kurz darauf <img src='http://www.pokerfirma.com/wp-content/plugins/smilies-themer/poker/cardsymbol/xa.gif' alt=':Ax:' class='wp-smiley' /> <img src='http://www.pokerfirma.com/wp-content/plugins/smilies-themer/poker/cardsymbol/xk.gif' alt=':Kx:' class='wp-smiley' /> aufzunehmen und gegen Asse zu laufen.<br />
Fazit: Absolut unspielbar! Nun, warum langweile ich Euch damit?<br />
Ich habe keine Ahnung! Vielleicht will ich nur auf das schlechte Aufwand-Nutzen-Verhältnis hinweisen, Euch somit ähnliche Trips ersparen&#8230;oder einfach meinen Frust auf diese Weise abbauen.</p>
<p>Der Ärger über meine Teilnahme an diesen Sideevents, sowie der damit verbundene lange Aufenthalt in Innsbruck, schienen mich mental, damit auch mein Spiel negativ zu beeinflussen.<br />
So nahm die komplette Woche ihren Lauf.</p>
<p>Egal.</p>
<p>Die Ignorier-Taste gedrückt haltend, widme ich meine Gedanken schnell wieder den schönen Themen.<br />
Im Vordergrund steht hier meine Sin City-Planung, welche sich mysteriöserweise wieder und wieder mit der Zahl „7“ verbindet:</p>
<p>-	noch 7 Tage bis mein Flieger startet<br />
-	dabei 7 mal Umsteigen, da ich als Sparfuchs den billigsten Flug gebucht habe<br />
-	7 Wochen werde ich in Vegas bleiben, wobei ich mir fest vorgenommen habe, die Stadt nicht mehr zu verlassen, bis ich spürbar (was ich an meiner veränderten  Kofferanzahl (7) festmachen werde) im Plus bin<br />
-	auf dem Rückflug wird es zu langen Wartezeiten kommen, da ich 7 Mal durch den Metalldetektor laufen muss, bis die Beamten jedes meiner 7 Bracelets ausgemacht haben, welche ich allesamt zuvor Sandra Naujoks entwendet habe.<br />
-	besonders freue ich mich auf meinen gemieteten SUV (s.Bild), mit welchen ich laut Aussage von Alamo<a  href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/05/bild-1.png" class="thickbox no_icon" rel="gallery-18252" title="bild-1"><img class="alignright size-full wp-image-18253" style="border: none 0px;" title="bild-1" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/05/bild-1.png" alt="" width="240" height="130" /></a>gleich 7 Wüstenrehe auf einmal überfahren kann<br />
-	bei einem derart langen Aufenthalt, verbunden mit Temperaturen weit über 25 °Celsius (= 77 °Fahrenheit!) war es verblüffend und ekelhaft zugleich, dass mein Koffer nur noch Platz für genau 7 Unterhosen aufwies.</p>
<p>Sind hier Illuminaten im Spiel? Ein Fall für Galileo Mystery XXL wie ich meine.</p>
<p>Endlich angekommen, werde ich zunächst Event 3# und 4#, ein $1500 Limit Omaha Hi/Lo, sowie das $1000 NHL Monsterturnier gewinnen.</p>
<p>So wird mein nächster Pokerfirma.de-Beitrag (falls ich es dann überhaupt noch nötig habe, zu schreiben <img src='http://www.pokerfirma.com/wp-content/plugins/smilies-themer/poker/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> ) hoffentlich von Eigenlob durchzogen sein.</p>
<p>Drückt mir die Daumen!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Dream Team in Pokistan</title>
		<link>http://www.pokerfirma.com/kolumnen/dream-team-in-pokistan/14723</link>
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		<pubDate>Thu, 02 Apr 2009 18:12:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Felix Osterland</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[casino]]></category>
		<category><![CDATA[checkraiser]]></category>
		<category><![CDATA[etpc]]></category>
		<category><![CDATA[european]]></category>
		<category><![CDATA[kings]]></category>
		<category><![CDATA[Poker]]></category>
		<category><![CDATA[rozvadov]]></category>
		<category><![CDATA[team cup]]></category>
		<category><![CDATA[turnierpoker]]></category>

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		<description><![CDATA[<br/>Las Vegas.Caesars Palace. Hier wurde am letzten Wochenende das sog. Dream Team Poker Event ausgetragen. Rund 150 Teams à 3 Mann gingen an den Start und zahlten das Buy In von 1500 $. Das Team um Ex-Worldchampion Jamie Gold gewann. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<br/><p>Und da ich mich durchaus als the next Jamie Gold betrachte (rein erfolgstechnisch), gleich zwei Vegas-Aufenthalte pro Jahr jedoch nicht unbedingt sein müssen, machte ich mich auf den Weg zum europäischen Pendant – dem European Team Poker Cup (ETPC), powered by Checkraiser!</p>
<p>Mangels fähigem Berichterstatter vorort, will ich euch kurz über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten dieser beiden Team Events informieren.</p>
<p>Nun, zumindest was Datum, Buy In (1500 € pro Team) sowie Spieleranzahl je Team angeht, konnte der ETPC durchaus gleichziehen.</p>
<p>Statt Las Vegas, Nevada, ging es 3 Stunden auf der A 6 von Stuttgart in Richtung Grenzgebiet – nach Rozvadov, Tschechien. Keine glitzernde Zockermetropole, sondern ein von baufälligen Gebäuden durchzogenes, heruntergekommenes Ostblock-Kaff in einer extrem ausladenden Gegend. Vereinzelt mischten sich knallbunte Fassaden in dieses triste Bild – Nightclubs, Gogo-Bars zur “Unterhaltung“ der (meist deutschen) Touristen.</p>
<p>Ebenso unwirklich mein Ziel, das Kings Casino ganz in grellem Gelb. In diesem hübschen kleinen, recht modernen Spieltempel sollte das Team Event stattfinden. Mit weniger als 10 Übernachtungsmöglichkeiten, die natürlich für Special Guests reserviert waren, konnte das Kings Casino dem Caesars (ca. 3300 Gästezimmer) nicht wirklich Konkurrenz machen. Ich wurde bereits einen Tag vor Beginn des Events dorthin beordert&#8230;Gott weiß warum.</p>
<p>Gegen 17 Uhr traf ich also ein, Spielbetrieb ging zu diesem Zeitpunkt, abgesehen von einem betrunkenen Blackjack-Highroller mit Privattisch, gegen null. Zwei Stunden sollte ich warten, bis sich genügend Spieler einfanden, um eine Partie Cash Game zu starten. Diese Zeit vertrieb ich mir mit dem hauseigenen Kings Poker – eine Art Caribbean Stud, welche wohl noch profitabler für die Bank ist als die ursprüngliche Variante. Nichtsdestotrotz schlug ich der Wahrscheinlichkeit gleich mehrmals ins Gesicht und ging tatsächlich mit dickem Plus aus diesem Dreckspiel.</p>
<p>Das anschließende “richtige“ Poker lief noch einen Tick besser, sodass ich meinen Gewinn ausbauen und  mich erst gegen 5 Uhr von den Tischen trennen konnte. Mein Kollege im legendären Rookie-Dream-Team, welches ich anführen durfte, machte uns kurzfristig noch eine Unterkunft klar&#8230;und zwar auf der tschechischen Seite.</p>
<p>„ Haben Sie WLan?“ hätte ich mir sparen können, da es bereits an Warmwasser in dieser Absteige mangelte. Am nächsten Morgen kam ich entsprechend schwer in die Gänge; nur die Motivation, dieses Loch so schnell wie möglich zu verlassen, pushte mich extrem nach vorn. Irgendwann am späten Samstag Nachmittag startete dann endlich das Event.</p>
<p>Einige Teams hatten wohl kurzfristig abgesagt (auch Sido), sodass am Ende ca. 25 Teams standen – der garantierte Prizepool von € 50.000 wurde jedoch beibehalten.</p>
<p>Los geht’s!</p>
<p>Da es in letzter Zeit mit meiner Formkurve wieder leicht bergauf ging, war ich guter Dinge. Gemäß dem Turniermodus, konnten während der ersten 10 Level (Vorrunde) zunächst alle 3 Spieler  jedes Teams mit einem 5000 Starting Stack das Multi Table Turnier beginnen.<br />
Zwei Reserve Stacks durfte man, mit Genehmigung des Team Captains, als Rebuy in Anspruch nehmen. Meine Vorrunde verlief gut&#8230;fast schon sehr gut, da ich meinen Stack auf über 50000 ausbauen konnte.  Das Finale wurde dann von nur einem Spieler pro Team bestritten; die Chips aller Spieler eines Teams warf man zusammen.</p>
<p>Da die anderen beiden Rookies insgesamt nur 10.000 ins Finale einbrachten, wobei sie auch die Extrastacks verballerten (diese elenden Fishe <img src='http://www.pokerfirma.com/wp-content/plugins/smilies-themer/poker/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> ), entschlossen wir uns, dass ich das Finale im Alleingang spiele. Aufgrund meiner recht komfortablen Ausgangslage (M von 20 +) sowie aggressiven, spielzerstörenden Semi-Shortstacks an meinem Tisch, hielt ich mich vorerst zurück und spielte sehr konservativ bis zum Final Table.</p>
<p>Dort angekommen, nun relativ short und im Push or Fold Modus, konnte ich glückerlicherweise meinen Stack ohne Showdown immer knapp unter Average halten. Die ersten 4 Plätze wurden bezahlt. Natürlich an der Bubble wurde dann erstmalig meine 3 Bet all-in gecallt. Verrückterweise hielten die Queens gegen A 8. Anschließend platzte die Bubble, als ich gegen Bobbi G, der im BB fast schon Auto-Allin war, mit AK antrat. Unangenehme Blinderhöhungen, wenig Handlungsspielraum, also: Lets Flip!</p>
<p>Hier waren meine Fähigkeiten leider sehr beschränkt und so musste sich „Team Rookie“ am Ende mit Patz 4 sowie  € 5.000 begnügen. Wenn auch sehr überschaubar, so war der ETPC doch eine sehr ausgefallene, gelungene und nebenbei noch profitabele Veranstaltung.</p>
<p>Good Job!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Bad Days</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Mar 2009 12:49:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Felix Osterland</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[bregenz]]></category>
		<category><![CDATA[capt]]></category>
		<category><![CDATA[casino]]></category>
		<category><![CDATA[checkraiser]]></category>
		<category><![CDATA[Poker]]></category>
		<category><![CDATA[turnierpoker]]></category>

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		<description><![CDATA[<br/>Mein letzter Weg führte mich zur Tanke. Oh Mann! 5 Tage am Stück grau in grau. I want to go to Rio…oder irgendwo dort, wo mich Sonnenschein und Plusgrade erwarten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<br/><p>Irgendwas stimmte nicht. Kopfschmerzen, etwas fiebrig. Dazu dieser lästige Schwindel &#8211; ich weiß nicht, wann er kommt, geschweige denn, wie stark er mich erwischt. Die Konzentrationsfähigkeit wird extrem eingeschränkt; ich bin teilweise zur Unfähigkeit verdammt.</p>
<p>Mein neuer Seelsorger meinte, man müsste entweder das Problem bei der Wurzel packen (Kindheit, Bad Beats revue passieren lassen etc.) oder aber mich schrittweise mit Psychopharmaka vertraut machen. Beide Methoden machten mir Angst&#8230; außerdem schien mir der Schnaps-Abteilungsleiter im Kaufland nicht gerade der beste Ansprechpartner für mein Problem zu sein.</p>
<p>Doch was seh ich da!  Autoschlangen nachts um 1 Uhr mitten im Ruhrgebiet auf einer Seitenstraße mit Kopfsteinpflaster. Hier gibt es scheinbar was zu sehen.<br />
Neugierig bog ich von der Born- in die Juliusstrasse ein – rechts schwer gebeutelte Schönheiten, links ein Parkplatz mit Carports. Vielleicht darf ich mir heute doch noch wie ein Sieger vorkommen.</p>
<p><a  href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/03/byebyemoney.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-13244" title="byebyemoney"><img class="alignright size-full wp-image-13249" style="border: 0pt none;" title="byebyemoney" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/03/byebyemoney.jpg" alt="" width="198" height="201" /></a>Ursprünglich wollte ich mir dieses Gefühl via dicken Cash verschaffen. Doch Pokern im Pot- was soll das? Nun, die European Poker Tour gastierte in Deutschland und beim größten Pokerevent hierzulande sollte man zumindest mal vorbeischauen, ein paar Hände schütteln und bei dieser Pro-Dichte vielleicht sogar den eigenen Poker-Horizont etwas erweitern. Und wenn sich kurzfristig noch ein Geldgeber (Jemand, der genau weiß, was er tut) fürs Main Event findet, würde ich natürlich auch nicht nein sagen.</p>
<p>Um es kurz zu machen: Nebenbei durfte ich auf jeden Fall das 2000 Buy In Side Event spielen.  Double Chance, also 2x 5000 Chips, recht angenehme Struktur – auf 2 Tage angesetzt. Als an Tag 2 noch ca. 60 von rund 210 Spielern übrig waren, durfte auch ich meinen Platz räumen. Und da aktuell sowieso die Casino Staff in Hohensyburg von allen Seiten niedergemacht wird, ich zudem von meiner mittelmäßigen Performance ablenken will, sei kurz angemerkt, dass ich an Tag 1 innerhalb weniger Stunden mehr als 5 Mal! umgesetzt wurde. Natürlich kann einem das Kartenlos beim Reseaten mal ungünstig erwischen.<br />
Aber die Art und Weise, wie die Tische aufgelöst wurden, hatte null System (wie übrigens auch der große Andreas „Wieviel Gel verträgt mein Haar“ Krause lautstark feststellte).</p>
<p>Weiterhin hatte ich es hier und da mit Spielern zu tun, die bereits nach einem Standard Preflop Raise komplett überfordert waren, und sich übermäßig viel Zeit für ihre „Taff Decisions“ ließen.  Ich war also sehr gereizt und hatte nichts dagegen, das Arschloch zu spielen, welches ziemlich schnell „Time“ ruft. Nicht, dass der betroffene Spieler jetzt in Zeitnot geraten wäre, im Gegenteil: Gemütlich hätte er außerhalb des Casinos bei einer Zigarette seine Entscheidung überdenken können. Der Dealer schrie zwar mehrfach vorschriftsmäßig den kompletten Saal zusammen, aber ein Floorman wollte einfach nicht erscheinen.</p>
<p>Eines muss man der Crew in Hohensyburg jedoch lassen: Ihre mit Tesafilm bewaffnete Anti-Branding-Armee hatte alles fest im Griff. Selbst der winzige, unscheinbare Checkraiser-Schriftzug auf meinem Kragen wurde sofort entdeckt und eiskalt zugeklebt.</p>
<p>Auf meiner verzweifelten Suche nach Cash ging ich ein paar gewagte Sidebets bezgl. Verlauf des EPT –Final Tables ein, die ich allesamt verlor. Marc Gork, mit absolut verrückter Spielweise und interessantem Auftreten, hat es leider nicht geschafft. Wie cool muss man eigentlich sein, um am Final Table seiner ersten EPT, von Kameras umringt, um mehrere 100 k € spielend, ein Buch zu lesen? Sicher ist man an einem Full Ring Table oft nicht ausgelastet, Lesen also eine nette Ablenkung.</p>
<p>Aber 3 handed? No way! Ich bezweifle, dass er auch nur einen einzigen Satz behalten hat.<br />
Dafür wird ihm der Sponsorvertrag vom Heinrich-Heine-Verlag sicher sein.<br />
Im HU wollte ich es dann ein letztes Mal wissen und setzte Unsummen auf mein Pferd.<br />
Ich war mir sicher. Derselbe Glücksritter nahm die Wette mit Bauschmerzen an.<br />
Dann riss es mich vom Sessel, beide Spieler schieben ihre Chips in die Mitte – der spielerisch leicht überlegene Kanisch (und gleichzeitig mein Ticket zur finanziellen Unabhängigkeit) hält planmäßig AQ, Sandra Naujoks A9 – der alles entscheidende Flip – Sandra turnt die 9 – ich bin pleite. 50 € wechseln den Besitzer. Anschließend läuft mir Mrs. Naujoks über den Weg &#8211; zähneknirschend, krampfhaft lächelnd gratuliere ich natürlich.  Und dann der nächste Schlag ins Gesicht: Dezent weist sie mich drauf hin, dass ich ihr noch 1 k $ schulde, die sie mir vor ein paar Monaten auf Full Tilt geshipt hatte. Argh!!</p>
<p>Abschließend möchte ich also einen Spendenaufruf zugunsten kleiner Gambler starten – ihr bekommt auch alles zurück&#8230;irgendwann!</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Schön hier</title>
		<link>http://www.pokerfirma.com/kolumnen/schon-hier/12207</link>
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		<pubDate>Thu, 05 Mar 2009 00:59:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Felix Osterland</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
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		<category><![CDATA[turnierpoker]]></category>

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		<description><![CDATA[<br/>Ich ließ mich zu sehr gehen und selbst Mama konnte meine Faulheit sowie den tagtäglich anfallenden Müll nicht mehr ertragen; also beschloss ich, meinen heimatlichen Abstecher zu beenden, um mich auf den Weg nach Bregenz zur CAPT zu machen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<br/><div id="attachment_12208" class="wp-caption alignright" style="width: 220px"><a  class="thickbox no_icon" href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/03/s7000720.jpg" rel="gallery-12207" title="Kleiderordnung"><img class="size-full wp-image-12208" title="Kleiderordnung" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/03/s7000720.jpg" alt="" width="210" height="158" /></a><p class="wp-caption-text">Kleiderordnung</p></div>
<p>Diesmal war meine Reise an den Bodensee jedoch verpflichtend, da das gesamte Team von Checkraiser, dem ich seit neustem angehöre, an den Start ging. Ebenso wie beim ersten, recht kleinen Turnier in Asch, CZ, das wir vor wenigen Wochen im Kollektiv spielten, wurde auch hier alles sonderbar perfekt organisiert. Selbst die Kleiderwahl wurde mir abgenommen, da wir endlich unsere maßgeschneiderten Anzüge in Empfang nehmen konnten.<br />
Erstaunlich, wie schnell sich ein paar Kilos over-average relativieren können, wenn man sich nur ein wenig mehr Mühe beim Einkaufen gibt.</p>
<p>Die Unterkunft im zentral gelegenen 4 Sterne Hotel Messmer war sehr angenehm, wenn auch gut einen Kilometer vom Casino entfernt und damit unerreichbar zu Fuß. Nach dem Check-in machte ich Jonas, meinen Teamkollegen und Roommate für 5 Tage, noch schnell mit den grundlegenden Verhaltensweisen bzgl. Zusammenleben mit mir („Augen zu und durch“) vertraut, bevor es zum ersten Event ging.</p>
<p>Zunächst nahmen wir den Main Event-Supersatellite mit einen Buy-in von € 200 in Angriff.<br />
Unlimited Rebuys in den ersten 60 Minuten sowie ein Add-On waren möglich. Da Rebuys was für Anfänger sind (und ich mal wieder nicht genug Geld dabei hatte), kam ich ohne aus. Nachdem der Prizepool feststand, mussten wir uns irgendwie unter die letzten 35 von insgesamt 150 Teilnehmern kämpfen. Am Ende stand ein super Teamergebnis, da sich Deniz, Roland, Markus, Jonas, sogar meine Wenigkeit und damit 5 von 6 Checkraiser das Ticket im Wert von € 2.000 gesichert hatten.</p>
<p>Hohe Erwartungen und gute Vorzeichen hatten wir für den darauffolgenden Tag, als das € 1000 Buy-in Turnier anstand. Ausgeschlafen – Gut gefrühstückt  &#8211; ½ h Fitness auf einen 20 Jahre alten Hometrainer im “Wellness Bereich“ des Hotels – Los geht’s!<br />
Pokerspieler lieben scheinbar Bregenz; so fanden sich wieder über 180 Teilnehmer ein, darunter das Who`s who der deutschen Pokerszene, wie z.B. Sebastian Ruthenberg, Katja Thater, Jan Heitmann, Michael Keiner, Jens Vörtmann usw.. Als letzter überlebender Checkraiser-Gaul im Stall hatte ich schwer zu kämpfen, da ich selten einen günstigen Spot, geschweige denn spielbare Hände ausfindig machen konnte. Doch 2 Sachen machten mich unsterblich:</p>
<div class="wp-caption alignright" style="width: 237px"><a class="thickbox" href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/gallery/capt-bregenz-2000-nlh-28-02-2009/CAPT_Bregenz_280209_Bobbi G.JPG"><img title="Bobbi G." src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/gallery/capt-bregenz-2000-nlh-28-02-2009/CAPT_Bregenz_280209_Bobbi G.JPG" alt="CAPT_Bregenz_280209_Bobbi G.JPG" width="227" height="152" /></a><p class="wp-caption-text">Bobbi G.</p></div>
<p>Zunächst hatte ich einen Privat Coach, quasi eine Art Poker-Vaterfigur in Form von Bobbi G. hinter mir stehen. Dieser Mann ist schon Jahrhunderte im Poker Bizz unterwegs. Erstmals durfte ich an seinen Erfahrungswerten teilhaben, als er mich zwischendurch über die Profile meiner Gegner aufklärte. Welch liebevolle Fürsorge.<br />
Plötzlich wedelte er mit einem Schinken-Käse-Baguette vor meiner Nase rum, kurz nachdem ich einen entscheidenden 110k Pot preflop all-in mit <img src='http://www.pokerfirma.com/wp-content/plugins/smilies-themer/poker/cardsymbol/xq.gif' alt=':Qx:' class='wp-smiley' />  <img src='http://www.pokerfirma.com/wp-content/plugins/smilies-themer/poker/cardsymbol/xq.gif' alt=':Qx:' class='wp-smiley' /> gegen <img src='http://www.pokerfirma.com/wp-content/plugins/smilies-themer/poker/cardsymbol/xa.gif' alt=':Ax:' class='wp-smiley' /> <img src='http://www.pokerfirma.com/wp-content/plugins/smilies-themer/poker/cardsymbol/xq.gif' alt=':Qx:' class='wp-smiley' /> von Ivo Donev verloren hatte (Flop <img src='http://www.pokerfirma.com/wp-content/plugins/smilies-themer/poker/cardsymbol/xa.gif' alt=':Ax:' class='wp-smiley' />  <img src='http://www.pokerfirma.com/wp-content/plugins/smilies-themer/poker/cardsymbol/xa.gif' alt=':Ax:' class='wp-smiley' /> x ).<br />
Ich lehnte ab&#8230;</p>
<p>Weiterhin waren meine Luck Skills an diesem Tag überragend, so konnte ich im Laufe des Turniers eine Hand voll Flips, darunter ein paar 2- und 3 Outer, gewinnen. Und da Poker fair ist, durfte ich mich ebenso unglücklich auf Platz 15 verabschieden. Immerhin waren damit die Geldränge (Top 20) erreicht- ich konnte also recht zufrieden sein.</p>
<p>Die Plätze 11-20 erhielten nur unwesentlich mehr als das Buy-in. Umso bedauerlicher war der Umstand, dass die letzten 25 –30 Spieler bereits mit einem Durchschnitts- M von ca. 5 auskommen mussten. Auch wenn mir die Struktur der Casino Austria Turniere bekannt ist, hätte man hier vielleicht reagieren und 1-2 Level wiederholen können.<br />
So wurde das Feld dazu gezwungen, sich auf eine Partie Bingo zu treffen und zwar genau in der Phase, in der es ums Geld ging.</p>
<p>Der nächste Morgen kam etwas spät- gegen 15 Uhr weckte ich das Häufchen Elend neben mir, da es ansonsten wohl den Freitag und damit das Special Seminar „How to win the CAPT Main Event“ vom Mega-Superbrain-Poker-Mathematiker Mr. Kalhamer himself verpennt hätte. Ich selbst blieb seinen Ausführungen, die mich wohl gnadenlos überfordert hätten, fern, um Komplexe zu vermeiden.<br />
Die freie Zeit nutzte ich, um im Hotel zu relaxen und meine frei erfunden Yoga –Übungen auszuprobieren. Anschließend ging es mit den Seminar- bzw. Final Table Teilnehmern in Spe ins Calypso, einen netten Club in Bregenz. Eigentlich wollte ich nur schnell ein Bierchen trinken, doch irgendso ein dicker Ami spendierte laufend Wodka Red Bull, sodass die Nacht gegen halb 5 für mich zu Ende war.</p>
<div class="wp-caption alignright" style="width: 237px"><a class="thickbox" href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/gallery/capt-bregenz-2000-nlh-28-02-2009/CAPT_Bregenz_280209_Dragan Galic.JPG"><img title="Dragan Galic" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/gallery/capt-bregenz-2000-nlh-28-02-2009/CAPT_Bregenz_280209_Dragan Galic.JPG" alt="CAPT_Bregenz_280209_Dragan Galic.JPG" width="227" height="152" /></a><p class="wp-caption-text">Dragan Galic</p></div>
<p>Samstag, 14 Uhr startete dann das Main Event. Rekordverdächtige 223 Teilnehmer generierten einen Prizepool von über 420.000 €.<br />
Ich erwischte einen sehr angenehmen Tisch. Peu à Peu konnte ich hier meinen Stack ohne große Probleme ausbauen. Doch bereits im 3. Level kam dann die Ernüchterung, als Dragan Galic, der auf mysteriöse Weise gleich zwei Mal innerhalb kurzer Zeit das Sunday Warm-up auf Pokerstars gewinnen konnte, rechts neben mir Platz nahm. Schnell kam es zu meiner finalen Hand:<br />
Bei Blinds 100/200 und in früher Postion raised ein Shorti auf 600;  Dragan hat ca. 20k in Chips vor sich und 3-bettet 3000; ich blicke mit einen 13,5k Stack auf <img src='http://www.pokerfirma.com/wp-content/plugins/smilies-themer/poker/cardsymbol/xa.gif' alt=':Ax:' class='wp-smiley' /> <img src='http://www.pokerfirma.com/wp-content/plugins/smilies-themer/poker/cardsymbol/xk.gif' alt=':Kx:' class='wp-smiley' /> suited, die ich gegen super aggressive Spieler wie Galic leider nicht passen kann bzw. will. Nun denn, ich pushe. Nachdem der Shorti ebenfalls seine Chips reinstellt, kommt der instant Snap Call von Galic mit QQ – Seat Open!</p>
<p>Auch wenn sich der Rest des Teams ebenfalls nicht ITM platzieren konnte, so war insgesamt die Checkraiser-Performance während der CAPT durch die guten Ergebnisse beim Satellite, meine Platzierung beim € 1000 Event, die tolle Einheits-Kleidung, vor allem aber durch den Sieg Bobbi G.s beim € 200 Omaha-Turnier durchaus sehenswert.</p>
<p>Bregenz war ein Erlebnis- wie immer.</p>
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		<title>Amnesie</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Jan 2009 15:23:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Felix Osterland</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<br/>Vielleicht kennen Sie bereits ein paar dieser verlorenen Seelen, die an Gedächtnisstörungen leiden. Hervorgerufen durch Stress, Unfälle, traumatische Erlebnisse, dauerhaften Alkoholmissbrauch etc. führt diese Krankheit zu einer Einschränkung der zeitlichen oder inhaltlichen Erinnerung...vorausgesetzt Wikipedia stellt eine seriöse Quelle dar.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<br/><p>Betroffene haben es wirklich nicht leicht &#8211; die Glückspilze unter ihnen vergessen sogar, dass sie es nicht leicht haben. Vergangene Woche erwischte es auch mich. Mal wieder.</p>
<p>Ich wache auf und schlafe eigentlich noch. Die Augen will ich nicht öffnen, bevor ich mir die folgenden Fragen beantwortet habe: Wo bin ich? Wer bin ich. Was war passiert?<br />
Aber nichts passiert. Panische Angst kommt auf. Ich reiße mich aus dem Bett, stolpere über unzählige leere und halbvolle Bierdosen, bekomme einen Hustanfall und speie dabei komisches Zeug aus, was sich später als Zigarettenstummel entlarvte. Widerlich.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-9014" style="border: 0pt none;" title="Amnesie" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/01/osterland-boeseserwachen.jpg" alt="" width="210" height="175" />Warum habe ich mir das angetan? Ich versuche mir krampfhaft einen Überblick zu verschaffen – die ersten Erinnerungsfetzen tauchen auf:</p>
<p>Versace und Dolce &amp; Gabana Sonnenbrillen, sauteure Armbanduhren, Zahnstocher und Goldkettchen um mich herum  &#8211; laute, wild gestikulierende Italiener und Osteuropäer spielen ein Kartenspiel und kommentieren dabei jede bekackte Hand. Aber was hatte ich mit diesen abstoßenden, übelriechenden Gorillas zu schaffen?</p>
<p>Ein Blick in den Raum. Ich bin in meinem Studentenwohnheim. Unter einem Berg Geldscheinen kommt mein Handy zum Vorschein. Ich wähle einfach drauf los. Irgendjemand wird sicher über meine Identität bescheid wissen. 5 Anrufe – 5 sich deckende Antworten, deren Inhalt sich reduzieren lässt auf:</p>
<p>Felix. Geldgeiles Arschloch. Losing Player.</p>
<p>Sehr gut. Der graue Schleier verzieht sich langsam. Im Badezimmer angekommen, will ich mich bis zum kompletten Bewusstsein vor den Spiegel stellen. Es hilft nix.<br />
Ich ertrage diesen schrecklichen Anblick nicht lange und ziehe weiter&#8230;unter die Dusche.<br />
Bis zum Anschlag auf „heiß“ gestellt, bekomme ich trotzdem nur eiskaltes Wasser, welches zudem nicht abläuft, da der Abfluss verstopft ist&#8230;verdammtes Wohnheim!!</p>
<p>Doch just in diesem Moment scheint sich das Puzzle zu vervollständigen:</p>
<p>Ich spielte Poker. Ich war in den Alpen. Im Casino Seefeld. Ski- und Pokertourismus vereinte sich. Der Turnierbereich war mit über 150 Teilnehmern an 16 Tischen brechend voll. Es lief gut für mich, als nur noch 3 Tische übrig waren. Jetzt kam ich zu meinem letzten von durchschnittlich 2-4 Flips, die man während eines Turniers einfach eingehen und gewinnen <em>muss</em>, um zumindest die Geldränge zu erreichen. Wenn die Jacks halten, ist der Final Table nur noch Formsache, dachte ich mir.<br />
Der Flop gab mir Hoffnung, der Turn fast schon Sicherheit und der River konnte mich mal kreuzweise&#8230;dieses drecks Ass! Dieses miese, undankbare Turnierpoker!!</p>
<p>Trotzdem fällt es mir schwer zu glauben, dass dieser, eigentlich sehr unspektakuläre und “alltägliche“ Beat schuld an meiner Erkrankung war. Man man man &#8211; ich sollte mir dringend  beibringen, profitabel Cashgame zu spielen.</p>
<p>Aber egal. Ich bin geheilt!</p>
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		<title>Change</title>
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		<pubDate>Wed, 31 Dec 2008 15:19:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Felix Osterland</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<br/>Weihnachten bis Jahreswechsel. Ich weiß mit dieser Ausnahmezeit wirklich nichts anzufangen. Von Besinnung kann auch keine Rede sein. Im Gegenteil.  Viel fettiges Essen verbunden mit ständigem Alkoholkonsum (meine Familie kann mich scheinbar nur abgefüllt ertragen) macht das Schreiben mit Inhalt nicht einfacher für einen Kleingeist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<br/><p>Aber gut. Da sich bereits andere zukünftige Literaturnobelpreisträger dieser hübschen Seite mit existenzphilosophischen Themen wie der Bedeutung des Geldes, dem Sinn des Lebens oder dem Streben nach Glück beschäftigen, werde ich Primitivling mich einfach zurücklehnen und über ein Pokerturnier berichten. Auch wenn mich dies wahrscheinlich meinen Job bei der Pokerfirma kosten wird &#8211; es ist zumindest authentisch und altersadequat.</p>
<p>Los geht’s. Ein Original von mir – für den Leser ohne Anspruch:</p>
<p>Nachdem ich meine ersten beiden EPTs in Prag und Budapest leider außerhalb der Geldränge beenden musste, wollte ich es in diesem Jahr noch einmal wissen und besorgte mir über Umwege ein Ticket für das WPT Finale. Nicht Las Vegas und keine $15.000 Buy In, sondern die Westspiel Poker Tour in Dortmund. Ein Sachpreisturnier.</p>
<p>Ich erinnerte mich an frühere Zeiten, wo es Horst Koch und die GPPA noch gab, und riesige Schafsherden, mich mit eingeschlossen, ihre letzten Kröten für einen Sit &amp; Go mit Roulette-Struktur in die Mitte warfen, um am Ende die Chance auf einen 0815-LCD TV zu bekommen.<br />
Doch schnell ahnte ich, dass dieses Turnier hier im Westspiel Casino Hohensyburg ein wenig anders sein sollte.</p>
<p>Mit einem 10.000er Starting Stack, angenehmen Blinderhöhungen sowie 30/45 min. Levels konnte man tatsächlich Poker spielen. Weiterhin lockten recht wertvolle Sachpreise im Wert von insgesamt rund € 300.000, wobei vor allem ein Audi R8 auf Platz 1 für erhöhten Speichelfluss sorgte. Nicht dass ich mir ein völlig neues Fahrgefühl erhoffte (ich fahre ja bereits Skoda), aber den Gegenwert dieses Wagens würde meine Bankroll sicher nicht ablehnen.</p>
<p>Im Vorfeld machte ich mir jedoch ein paar kleine Gedanken über Veränderungen:</p>
<p>Sollte ich mein Spiel überdenken oder gar eine Pause einlegen und mal wieder an der Uni vorbeilaufen? Sollte ich in diesem Jahr mehr Geld für Geschenke ausgeben? Hatte ich überhaupt noch Geld nach einer handvoll hochkarätiger Live-Turniere ohne Cash ?<br />
Doch, ein bisschen war noch übrig, also besorgte ich mir eine Lkw-Ladung Bücher, welche sich immer gut und wahllos in meiner Familie verteilen lassen. Außerdem wurde ich dazu gezwungen, mehrere Exemplare von Goetz Schräge´s „ Der Schwärmer“ zu erwerben. Was soll ich zu dieser Buchstabensuppe sagen?&#8230; Naja, er hat es zumindest versucht.</p>
<p>Um meine momentanen Einstellungsprobleme zu beheben, mich neu zu motivieren oder vielleicht sogar um völlig neue Erkenntnisse zu erlangen, beschenkte ich mich selbst mit dem Buch „Poker Psychologie“. Leider wurde ich bereits in der Einleitung mehrmals beleidigt.<br />
Ich rieb mir die Augen.</p>
<p>Da stand tatsächlich, wie schlecht und erfolglos mein Spiel doch sei, da ich mir ansonsten wohl kaum dieses Buch gekauft hätte. Wahrscheinlich wollte der Autor damit nur den Bullshit rechtfertigen, mit welchem der Leser auf den kommenden Seiten konfrontiert wird. Dank dieser Vorwarnung konnte das Buch direkt in den Muck wandern.</p>
<p>Schade. Dann eben ohne Motivation zur WPT!</p>
<p><a  href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2008/12/289736_pr_osterland_r8.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-6859" title="289736_pr_osterland_r8"><img class="alignright size-full wp-image-6871" style="border: 0pt none;" title="289736_pr_osterland_r8" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2008/12/289736_pr_osterland_r8.jpg" alt="" width="204" height="145" /></a>Mein erster Eindruck von dieser Veranstaltung war sehr gut: Lobby sowie Turniersaal waren dekoriert mit Sportwagen, Harleys, dauergrinsenden Hostessen im knappen, weihnachtlichen Outfit oder nur mit Bodypainting „bekleidet“ –  Klischees wurden bestens erfüllt.</p>
<p>Optisch nicht minder attraktiv die beiden Blogger-Koryphäen der Pokerfirma Stefan „ Duke“ Hachmeister und Markus „Ossi“ Knoll , welche ebenfalls vorort waren. Neben erstklassiger Berichterstattung fiel vor allem Markus durch neuartige, atemberaubende oder zumindest kostenlose Massagetechniken auf. Auch die Eröffnungsshow, eine nette Vegas-Kopie plus Vorstellung der einzelnen Westspiel-Casino-Manager war sehenswert, wenn auch etwas zu lang für meinen Geschmack.</p>
<p>Schmackhaft, schnell, einfach, handgerecht und somit genau mein Ding war auch das Buffet &#8211; Hackbällchen, frisches Laugenbrot und ein Quoten-Apfel reichen vollkommen aus, um mich glücklich zu machen.</p>
<p>In der ersten Turnierpause passierte es: Fanboys kamen auf mich zu. Der eine fragte mich tatsächlich, ob er ein Foto mit mir machen könnte. Im Ernst? Ich musste lachen, woraufhin sein Kollege mich noch bat, sein behaartes Dekolletee zu signieren. Na endlich! Motivation pur! Audi R8 ich komme!</p>
<p>&#8230;</p>
<p>Ich kam natürlich nicht. Mein Turnier verlief relativ unspektakulär: Bis zum Ende des Starttages pendelte mein Stack zwischen 10k und 25k. Mit halben Average konnte ich in den letzten 20 Minuten direkt preflop pushen. Und dies tat ich auch ein paar Mal, da ich nur ungern völlig crippled in den Finaltag gehen wollte. Der Aufdoppler blieb leider aus. Ich wurde ein letztes Mal umgesetzt, als es schnell zur finalen Hand kam:</p>
<p>In später Position pushte ich first in mit K5 s; der Big Blind, ein mir völlig unbekannter Full Tilt “Pro“, überlegte sehr lange und entschied sich letztendlich, gut ein Drittel seines Stacks mit A9 zu riskieren. Fragwürdig aber letztlich die richtige Entscheidung – Ace high hielt.</p>
<p>Da ich jedoch auf keinen Fall ohne einen letzten Live-Turnier- Cash in das neue Jahr rutschen wollte (schlechtes Omen), entschied ich mich, noch das € 250 Buy-in Side Event am nächsten Tag zu spielen. Ca. 90 Spieler gingen an den Start und ich hasste sie alle, wollten sie doch mein persönliches Mini Happy End vereiteln und mich mit starken Selbstzweifeln in die Feiertage schicken.</p>
<p>Mit der Brechstange erreichte ich am Ende den Final Table.   &#8211; Und somit wurden aus frischen Vorsätzen banale Worthülsen. Ich beschloss einfach so zu bleiben, wie ich war. Warum auch nach Veränderungen streben. 2009 kann kommen. Prosit Neujahr!</p>
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		<title>Gigantischer Auftritt?</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Dec 2008 22:42:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Felix Osterland</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<br/>Gigantisch ist mein Händchen für geistreiche Wortspiele, wenn man außer Acht lässt, dass ich für diese Überschrift mindestens 2 Stunden gebraucht habe. Wie (un)talentiert ich vor der Kamera bin, musste ich letztes Wochenende unter Beweis stellen. Meine TV- Premiere.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<br/><p>Irgendjemand hatte wohl abgesagt, weswegen der Semi-Pro (immerhin) Felix nach Köln ins GIGA-Studio geladen wurde, um an der legendären GIGA-Pokernight im neuen Format teilzunehmen.</p>
<p>Was kam auf mich zu? Ab- und Versagen war wohl keine Option, wie mir unterschwellig vermittelt wurde. Toni, der freundliche Moderator dagegen, gab mir telefonisch zu verstehen, dass es sich überhaupt nicht lohne, aufgeregt zu sein und die Atmosphäre eher einer netten Runde unter Kumpels gleiche. Eben nix Besonderes.</p>
<p>Schon verstanden. Ich sollte locker flockig auf einer Couch mit vorgehaltener Waffe relaxen. Seltsame Gefühle kamen auf, wie dieser unangenehme Leistungsdruck, den ich seit einigen Monaten bewusst und erfolgreich vermeiden konnte. Sofort dachte ich an chemische Unterstützung, wobei dies unter Stress auf eine extrem widerliche Art und Weise nach hinten losgehen könnte. Teil der Sendung war die „Pokerschule“, wo u.a. Made Hands und Draws erklärt werden sollten.<br />
Bei solchen Einsteiger-Themen kann man sich lediglich blamieren, zumal ich als Super-Egomane noch nie das Bedürfnis hatte, irgendjemanden das Pokerspiel näher zu bringen.</p>
<p>Aber was zum Teufel ist das? Krame ich da gerade uralte Strategieartikel raus und studiere sie? Stehe ich wirklich vorm Spiegel und halte Monologe über Odds &amp; Outs? Wie lächerlich! Cool bleiben! Easy going&#8230;</p>
<p>Am nächsten Morgen gegen 13 Uhr ging es los. Ich sattelte mein mit Winterreifen getuntes Gefährt und machte mich auf von Tübingen in Richtung Kölle. Nach 3 ½  Stunden freier Fahrt checkte ich im zentral gelegenen Barceló ein, einer spanischen Hotelkette, dessen Flair so südländisch ist,  wie das Personal hetero. Nach kurzer Rast ging es in die Siegburger Straße, wo sich das kleine, versteckte Studio mit Rheinblick befindet.</p>
<p><a  href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2008/12/giga1.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-5446" title="giga1"><img class="alignright size-full wp-image-5454" style="border: 0pt none;" title="giga1" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2008/12/giga1.jpg" alt="" width="200" height="120" /></a>Toni begrüßte mich, führte mich durchs Studio und erklärte mir, was “hinter den Kulissen“ abläuft. Anschließend gingen wir die Sendung durch, als die Verantwortlichen von Pokerstars, GIGA und dieser riesige, furchteinflößende Münchner die Treppe hochkamen. Dass musste der Typ sein, in dessen Gegenwart ich mich „benehmen“ soll, wie mir Rosi befahl. Da er gerne anonym bleiben will, nenne ich ihn hier einfach Volker P. &#8230; oder doch lieber V.Pies.</p>
<p>Jedenfalls war ich noch voll auf meinen Auftritt fixiert und beschränkte mich daher auf Schnauze halten, nett lächeln und meiner „ Ab-und-zu-nen-dummen-Spruch-Strategie“. Ich erfuhr, dass ich im TV wohl noch fetter und schmieriger als normal rüberkommen würde. Zum Glück gab es eine Maske, wo zumindest meine stressbedingten Hautunreinheiten vernichtet wurden. Schon besser.</p>
<p>Dann  ging es zum „Set“, wie wir in Hollywood sagen. Die Aufzeichnung begann. Ab und zu kam ich ins Stocken, ein paar Unsicherheiten, Fakten, die ich besser hätte für mich behalten sollen und dem Moderator fiel ich öfters ins Wort. Jedoch war Toni souverän und konnte Einiges abfedern. Je länger die Sendung dauerte, desto sicherer fühlte ich mich.</p>
<p>Nach 1 ½ Stunden war dann Alles vorbei. Durchatmen. Ich brauchte dringend Feedback &#8211; ehrliches Feedback. Aufgelöst, wie ein kleines Schulmädchen, konnte ich zunächst nur Kameraleute und Toni mit immer der gleichen Frage nerven: „Wie war’s?“<br />
„War gut“&#8230; sagten sie zumindest. Anschließend traf ich die Verantwortlichen sowie Jan „the one and only“ Schwarz vom Pokerblatt, welcher ebenfalls bei der Pokernight gastierte.<br />
Irgendwie hatte er Wind davon bekommen, dass ich aus Versehen ein Doppelzimmer gebucht hatte. Wollte er sich tatsächlich bei mir einnisten? Kam bereits die nächste Herausforderung auf mich zu? Ich ignorierte diesen schrecklichen Gedanken und fragte, wie sie mich fanden. Auch sie schienen recht zufrieden zu sein; selbst Volker meinte, ich war „beschissen“.<br />
Wunderbar! &#8230; oder besser: Gigantisch!</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Heads Up &#8211; Yes I Can!</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Nov 2008 21:42:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Felix Osterland</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[budapest]]></category>
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		<category><![CDATA[Poker]]></category>
		<category><![CDATA[tour]]></category>

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		<description><![CDATA[<br/>Ich hoffe,….
dass Alles genauso verläuft, wie ich es mir vorgestellt habe, dass Barack Obama der erste afroamerikanische Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika wird und dass ich irgendwann mein erstes Major Event gewinne.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<br/><p>Gut gelaunt und frisch thai-massiert verlasse ich meine Oberklasse-Unterkunft und swinge leichtfüßig in den Ballroom des Budapester Sofitels, um das EPT Mainevent zu beginnen.  Nicht nur, dass ich einfach gut spiele – ich spiele sensationell! Zudem gewinne ich alle entscheidenden Flips und beende Tag 1 natürlich als Chipleader. Tag 2 und 3 sind somit Selbstläufer, fast schon langweilig. So schnell wie in Budapest wurde noch nie das Teilnehmerfeld einer EPT dezimiert. Das lag an mir. In Rekordzeit zerstöre ich auch den Final Table.<br />
Im Heads Up treffe ich auf Carl Niemand, wahrscheinlich irgend so ein widerlicher Franzose. Ein Skandal, dass einer dieser Franzmänner (ohne sie würde ich Online Poker aufgeben) es überhaupt soweit schaffen konnte. OK, Glück für mich also – ich mache kurzen Prozess. In your face!  Endlich habe ich es Allen gezeigt.</p>
<p>Von diesem Hochgefühl kann ich mindestens 2 Monate zehren.<br />
Selbstsicher und wortgewandt absolviere ich auch das Siegerinterview mit Kara Scott, welche mich anschließend auf ihr Zimmer bittet. Gönnerhaft sage ich ihr zu, „Einer muss es ja machen.“</p>
<p>Soviel zu meinen Hoffnungen; nun zur Realität:</p>
<p><a  href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2008/11/osterland_police.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-3734" title="osterland_police"><img class="alignright size-full wp-image-3735" style="border: 0pt none;" title="osterland_police" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2008/11/osterland_police.jpg" alt="" width="240" height="241" /></a>Viel zu früh platzt eine dreiste Putzfrau gnadenlos in mein Zimmer. Splitternackt auf einer Art gepolsterter Holzplatte liegend, wache ich völlig orientierungslos auf. Vor lauter Schreck rauche ich erstmal 3 Zigaretten auf leeren Magen. Schlecht gelaunt und total verspannt schleppe ich mich ins Badezimmer. Zumindest der Putzfrau sollte ich den Morgen etwas versüßt haben.<br />
Nun wird mir klar, dass meine kleine Low Budget Butze irgendwo im Nirgendwo liegt, ich so langsam Hunger bekomme und es hier weit und breit keine Einkaufsmöglichkeit gibt. Ich organisiere mir also ein Taxi – ein V.I.P. Taxi, wie ich der Frontscheibe entnehmen kann. Na dann mal los! Ich war gespannt!<br />
Sofort wird mir der Unterschied zu einem normalen Taxi klar: Das Ding ist mindestens 10 Jahre älter, der Fahrer doppelt so fett und unfreundlich. Und dann, welch Überraschung, soll ich für die gleiche Strecke auf einmal 8000 statt 3000 Ungarische Irgendwas zahlen. Aha! Specki will mich also prellen&#8230; nun gut, ich verlange eine Quittung. Natürlich schüttelt er den Kopf &#8211; Clever.<br />
Ich schaue in meine Geldbörse, ignoriere die grünen Scheine und sage ihm, dass ich soviel Geld nicht dabei hätte, ich jedoch schnell Bares aus dem Hotel holen könne- auch clever. Specki nickt. An der Rezeption schildere ich den Sachverhalt- das Personal ruft umgehend die Polizei.<br />
Ich bin weg – auf zum Turnier!</p>
<p>Die erste halbe Stunde verläuft recht gut; ich baue meinen Stack von 10.000 auf 15.000 aus. Dann, kurz nach der ersten Pause, floppe ich zweimal hintereinander Top Two Pair. Meine Gegner zahlen – wunderbar&#8230; und seltsam. Kurzum,  ich laufe zweimal gegen Bottom Set. Anschließend schiebe ich meine letzten 3000 Chips mit AQ in die Mitte; selbstverständlich findet jemand AK und will leider nicht passen. Auch meine Luck Skills lassen mich im Stich – Seat Open!<br />
Aus der Traum!</p>
<p>Schade Schade, aber zumindest ein Teil meiner Hoffnungen hat sich dann doch noch erfüllt: Mein Buddy Obama ist tatsächlich Präsident geworden- Herzlichen Glückwunsch!</p>
<p>Ich für meinen Teil hoffe einfach weiter, gemäß dem Titel.</p>
<p>Kopf hoch – Ja, ich schaffe das!</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Baden im Geld – Wer wird Welt- und Europameister?</title>
		<link>http://www.pokerfirma.com/kolumnen/baden-im-geld-%e2%80%93-wer-wird-welt-und-europameister/1255</link>
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		<pubDate>Mon, 06 Oct 2008 18:01:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Felix Osterland</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[austria]]></category>
		<category><![CDATA[baden]]></category>
		<category><![CDATA[casinos]]></category>
		<category><![CDATA[em]]></category>
		<category><![CDATA[Poker]]></category>
		<category><![CDATA[wsop_]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.pokerfirma.de/?p=1255</guid>
		<description><![CDATA[<br/>Das liebe Geld! - Soll ja angeblich nicht alles im Leben sein.<br />
Sowas behaupten jedefalls diese dekadenten, gelangweilten Millionäre, die man hier und da im TV sieht.<br />
Aber ist das wirklich so?<br />
Schwer zu sagen. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<br/><p>Ich würde diese Frage ja gerne beantworten – leider mangelt es mir aber an  genügend überflüssigem Geld.</p>
<p>Für mich ist es nach wie vor eine riese Befriedigung und ein geiles Gefühl, wenn ich größere Preisgelder abstauben kann. Genauso lässt es mich nicht kalt, wenn ich ein paar Turnier- Buy-ins ins Jenseits befördert habe.</p>
<p><a  href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2008/10/geldwanne.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-1255" title="geldwanne"><img class="alignright size-full wp-image-1256" title="geldwanne" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2008/10/geldwanne.jpg" alt="" width="240" height="240" /></a>Hier im Casino Baden, wo ich heute gefühlte 24 h Stunden am Pokertisch saß, fielen mir einige Typen auf, welche sicher eine andere Beziehung zum Geld haben. Da gibt es einmal die Leute, welche durch ihr Auftreten und ihre Spielweise signalisieren, dass sie sich einen Dreck um das Buy-in oder eventuelle Preisgelder scheren. Schickeria. Sie spielen scheinbar just for fun, Unterhaltung, Spannung, ab und zu kleine Adrenalinkicks.<br />
Hoffentlich kommen sie wieder.</p>
<p>Dann sind da noch die sog. “Pros“, die ebenfalls genug Geld hätten, um sich einen luxeriösen Lebenabend zu finanzieren. Aber warum spielen diese Leute denn bitte? Warum hetzen Sie immer noch um den Globus, um an möglichst vielen Major Events teilzunehmen? Süchtig?<br />
Ich denke ja – süchtig nach Erfolg, nach Titeln.</p>
<p>Deswegen bin ich schließlich auch hier: „Doppeleuropameister im Seven Card Stud und No Limit Holdem“ klingt irgdendwie besser als „Der beste Deutsche im Main Event der WSOP 2008“ – und etwas mehr Geld würde nebenbei auch noch rumkommen. Denn auch der Schilling müsste den Dollar mittlerweile überholt haben.</p>
<p>Gestern durfte ich mich bereits einschießen für meinen Siegeszug kommende Woche.<br />
Das Finale der CAPT stand auf dem Plan und da ich einmal hier war, wollte mich mir dieses Turnier nicht entgehen lassen. 117 Spieler zahlten das Buy In von € 2.000.</p>
<p>Ergebnis: Am Ende von Tag 1 durfte ich mich nach 3 Stunden Card Deadness mit Platz 28 begnügen.  Leider kein Cash. Aber zum Glück ist Geld nicht Alles hier in Baden.</p>
<div id="attachment_1268" class="wp-caption alignright" style="width: 184px"><a  href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2008/10/felix_wsop.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-1255" title="felix_wsop"><img class="size-full wp-image-1268" title="felix_wsop" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2008/10/felix_wsop.jpg" alt="" width="174" height="162" /></a><p class="wp-caption-text">Bei der WSOP</p></div>
<p>Zum Abschluss noch das Resultat meiner langjährigen Studie bezgl. der sogenannten „November Nine“, welche im kommenden Monat gegeneinander antreten werden, um den Besten der Welt zu finden:</p>
<p>David Rheem wird Weltmeister.<br />
Nicht nur, weil er der Bekannteste und bisher Erfolgreichste dieser verbliebenen 9 ist. Bereits auf dem Weg zum Final Table machte Rheem das Unmögliche möglich, als er sein gesamtes Können, all seine spielerischen Qualitäten sowie sein unermäßliches Talent in die Wagschale warf, um mich auf Platz 38 an die Rails zu schicken.</p>
<p>Hut Ab!&#8230; Du Arsch!</p>
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