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	<title>Poker Firma &#187; Martin Kläser</title>
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	<description>Die ganze Welt ist Poker!</description>
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		<title>Goodbye Deutschland und mein Royal Flush</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Aug 2010 20:08:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Kläser</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<br/>Keine Currywurststand am Ballermann, keine Bierhalle in Pattaya und der Truckerführerschein für Kanada fehlt mir auch. Ich wandere aus und kein VOX wird mich beim Kofferpacken filmen. Zumindest haben die vom Sender noch nicht angefragt, aber für den Fall der Fälle wäre ich bereit dafür. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<br/><p>Keine Currywurststand am Ballermann, keine Bierhalle in Pattaya und der Truckerführerschein für Kanada fehlt mir auch. Ich wandere aus und kein VOX wird mich beim Kofferpacken filmen. Zumindest haben die vom Sender noch nicht angefragt, aber für den Fall der Fälle wäre ich bereit dafür.</p>
<p>Dieses Jahr hat es mir in Las Vegas besser gefallen. Sehr viel besser, so gut, dass ich ernsthaft überlege dem beschaulichen Deutschland den Rücken zu kehren und meine Zelte in der Spielermetropole aufzuschlagen. Wobei, obwohl ich gar nicht verwöhnt bin, ein Zelt reicht mir dann auch nicht. In den Panorama Towers habe ich mir mal ein paar Appartements angesehen. Zwei Zimmer unmöbliert gibt es monatlich für korrekte $1000. Den Pool kann man dann benutzen, Yacuzzi gibt es auch und sehr der Partyraum. Den muss man allerdings reservieren. Poolbillard, ein Pokertisch und ein super gemütliches Heimkino  mit Dolby Surround Sound und alles was man so braucht. Kosten tut die Nutzung keinen Cent, allerdings muss man $1000 Kaution hinterlegen, falls es mal ein weniger heftig zugeht, gibt es dann Abzüge für die Schäden.</p>
<p><a  href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2010/08/DSC00164.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-57654" title="DSC00164"><img class="alignright size-full wp-image-57655" title="DSC00164" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2010/08/DSC00164.jpg" alt="" width="202" height="151" /></a>Das Cashgame reizt mich in Vegas. Habe mich dieses Jahr intensiv auf den 2-5er Tischen im Rio herumgetrieben. Diese Partien spielen sich fast wie 5-10er. Zeitweise sitzen die Leute da mit 5000 Big Blinds. Einmal habe ich mich auch mit $15.000 eingekauft, weil die Action besonders schön war. Apropos „besonders schön“, ein Royal Flush hatte ich auch. Noch dazu in der Version, bei der ich beide Handkarten verwenden musste. Das gab dann 2.5k extra Geld vom Haus und eine feste Feier.</p>
<p>Mit der Zeit freundet man sich ein wenig an mit den Gegner. Besonders eine Gruppe maximal pigmentierter Amis, die schon ab Mittag vor ihrer erstes Flasche Dom Perignon saßen und quasi jede Hand spielten. Oft auch blind, was in dem Fall nicht weiter wichtig war, weil beflügelt von einer scheinbar endlosen Bankroll und Champagner war die Range gewaltig und jeder Flop irgendwie schön.</p>
<p><a  href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2010/08/DSC00165.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-57654" title="DSC00165"><img class="alignright size-full wp-image-57656" title="DSC00165" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2010/08/DSC00165.jpg" alt="" width="202" height="151" /></a>Im neuen Aria habe ich auch ganz erfolgreich gespielt. Der Pokerroom ist großzügig und top gestylt. Obama hat angeblich dieses Jahr in dieser neuen Luxusherberge genächtigt. Bei dem war ich nicht im Appartement. Dafür aber bei „DrUPSWING“ und „goodvibe“ aka Jonas Gutteck und Matthias Neu oben in der Sky-Suite vom Aria. Nachdem sich die Luckbox Villa aufgelöst hatte eine wirklich repräsentative Bleibe.</p>
<p>Da fällt mir noch die Villa von Perry Friedman ein. Auch tatsächlich sehr repräsentativ. Am 4.Juli wird ja in den USA der Unabhängigkeitstag gefeiert. Das ist für die Amis das höchste, wichtiger noch als Thanksgiving. Phil Gordon hat an dem Tag Geburtstag und ihm und dem Feiertag zu Ehren wurde in Perry Friedmans Villa ein großes Fest gegeben. Alles, was man nur irgendwie um Geld spielen konnte, war da aufgebaut. Air-Hockey eignet sich großartig für Highroller Turbo Turniere. Billard selbstverständlich und „Cornhole“  &#8211; so etwas ähnlich wie Boccia. Nicht zu vergessen, die inoffizielle Weltmeisterschaft in Roshambo aka „Schere, Stein, Papier“. Diesmal für eine guten Zweck. Das Buy-in betrug $500, ein Platz im Main Event der WSOP war für den Sieger garantiert und die Einnahmen darüber hinaus wurden dann der Charity gespendet. Ich schätze mal auf der Party waren an die 100 Leute und ich glaube, fast jeder hat sich an der Roshambo Challenge beteiligt. Ich hatte mein Platz für das Main Event schon vorher gebucht und so wäre es für mich als möglicher Weltmeister selbstverständlich gewesen, den gewonnen Platz auch  prompt der Charity zu stiften. Aus meinen noblen Gedanken wurde ich allerdings gleich in der ersten – und für mich letzten Runde – gerissen. Selbstverständlich durch einen Bad Beat.</p>
<p>Zurück zu meinen Plänen. Mit dem Visum muss ich mir was einfallen lassen. Ohne gültiges Visum kann ich mir nicht mal ein Appartement mieten. Student bin ich nicht mehr so wirklich. Möglicherweise klappt es mit einem „working visum“. Habe diesmal in Las Vegas ein paar  Termine wahr genommen für Full Tilt und da doch einige Leute kennengelernt. War auch mit den Jungs privat unterwegs und dabei für mich das wohl übelste Spiel gefunden. Es nennt sich „Beer Pong“.</p>
<p>Auf einem Tisch werden zehn halbvolle Becher Bier aufgestellt. Jedes Team hat zwei Ping Pong Bälle und muss diese aus einiger Entfernung werfen. Wenn es gelingt den Ball in den Bechern zu versenken, müssen die anderen das Bier gleich trinken. Eine durchaus realistische Bewertung dieses amerikanischen Zeugs. Es schmeckt ekelig und wässerig und deutsches Bier gehört definitiv zu den Dingen, die ich für den Fall, dass es mit meinen Plänen klappt, drüben dann vermissen werde.</p>
<p>Zum Abschluss noch die $1.000.000 Frage. Was haben Mark Vos und ich gemeinsam? &#8211; Wir haben beide exakt ein Bracelet und exakt kein iPhone! Ich meine, ich hatte nie eines und will auch keines. Mark Vos hingegen hat sein brandneues Teil stolz herumgezeigt und dann in seine Short gesteckt. Zu dumm nur, dass er wenig später ebenso stolz in Perry Friedmans Pool gehechtet ist. Mit Short und iPhone. Egal, jetzt schmiede ich weiter meine Pläne und halte euch bald auf dem Laufenden.</p>
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		<title>Die holländische Reise</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Jan 2010 17:16:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Kläser</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<br/>Ich weiß jetzt, was Sie denken, aber so war es gar nicht. Oder so war es zumindest gar nicht geplant. Es ging um das andere Laster. Das mit den Karten und den Chips, nur diesmal nicht online sondern aus holländischem Plastik. Zwei Kumpel und ich auf dem Weg zum „Casino Holland Venlo“.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<br/><p>Ich weiß jetzt, was Sie denken, aber so war es gar nicht. Oder so war es zumindest gar nicht geplant. Es ging um das andere Laster. Das mit den Karten und den Chips, nur diesmal nicht online sondern aus holländischem Plastik. Zwei Kumpel und ich auf dem Weg zum „Casino Holland Venlo“.</p>
<p>Direkt hinter der Grenze liegt Venlo und das erste, was man sieht, sind zwei hell erleuchtete Coffee-Shops – die uns selbstverständlich nicht weiter interessierten. Unter anderem, weil wir besseres vorhatten. Das Casino selbst liegt gerade mal 500 Meter Luftlinie von einer monströsen Müllkippe. Ein massiv mieser Geruch liegt in der Luft und man hat Glück, wenn man nicht selbst zu stinken anfängt.</p>
<p>Apropos „Glück“. Gleich beim Eintritt wurde ich auf das meinige hingewiesen. Die mittelalte blonde Empfangsdame, in Stöckelschuhen sicher Einmeterneunzig groß, meckert mich an: „Sie haben Glück, dass wir noch nicht den 2. Februar haben!“ Und auf mein verständnisloses Gesicht setzte sie ein. „Ab 2. Februar würden wir Sie so nicht reinlassen!“. Dabei hatte ich meine schicke Baggy Pants an. Die, die nicht mal bis zu den Kniekehlen hängen, und ein gepflegtes Hoodie oben rum.</p>
<p>Aber egal. Vorbei und rein in den Laden. Drinnen tadellos. Gutes Licht, schöne große Bar, alles ziemlich bunt. Ein schönes Casino. Nicht wirklich groß, aber Platz genug für Black Jack, einige Roulette-Tische und weiter hinten als Objekt der Begierde  &#8211; das NL Hold´em Cashgame.</p>
<p><a  href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2010/01/illu_rasta_fantasie.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-37741" title="illu_rasta_fantasie"><img class="alignright size-full wp-image-37742" style="border: 0pt none;" title="illu_rasta_fantasie" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2010/01/illu_rasta_fantasie.jpg" alt="" width="210" height="210" /></a>Meine Kumpels haben ein wenig niedriger gespielt und ich setzte mich in die 5/5 Blind Partie. Links neben mir einer der Regulars, spricht holländisch mit dem Dealer, kommt aber sicher irgendwo vom Balkan. Dann ein junger sehr tighter Online-Spieler, mit dem ich mich ein wenig austausche, und dann diverse Spieler, die kommen und gehen. Unter anderem ein Türke, der in kürzester Zeit seine erste Lage von € 600 verdonkt, die Welt nicht mehr versteht, wutentbrannt den Tisch verlässt, um wenig später seine zweite Niederlage auszufassen. So gerecht kann Poker sein, aber auch so ungerecht, wenn ich meine eigene Performance betrachte. Mir gelang an dem Abend einfach gar nichts. Ich fand weder die richtigen Spots noch die richtigen Gegner. Doppelt peinlich, weil meine beiden Pokerfreunde, die ja eigentlich was von mir lernen wollten, beide brav Gewinn mitnahmen auf den kleineren Limits.</p>
<p>Ich bin dann noch ein wenig durch das Casino gestreunt und so kam ich mit den zahlreich anwesenden Roulette-Experten ins Gespräch. Eine faszinierende Welt. Für den Menschenschlag ist Roulette zweifelsfrei ein Spiel des Könnens – im Gegensatz zu Poker. Wer am Kessel verliert, hat einfach etwas falsch gemacht in ihren Augen. Dabei machen sie selbst sicher auch eine Menge falsch, wie man aus ihren Mienen entnehmen kann. Jedenfalls an dem Abend war „rot“ angesagt – so wurde es mir zumindest unter dem Siegel der Verschwiegenheit versichert. Geradezu eine krasse Abweichung und praktisch unverlierbar. Gut, dass ich gar nicht leicht zu beeinflussen bin. Um den Schaden vom Pokertisch wieder wett zu machen, setzte ich einen fetten Betrag auf Rot und – richtig geraten – es kam Schwarz. Wie sagte die blonde Riesin beim Empfang so: „Sie haben Glück, dass wir noch nicht den 2. Februar haben!“. Was wäre dann noch passiert? Wäre mir die Decke auf den Kopf gefallen? Oder was hätte das Schicksal noch zu bieten gehabt.</p>
<p>Egal, wir sind dann zu unserem Auto. Eine leichte Brise von der Müllhalde in der Nase und den Vorsatz noch zwischen zwei Optionen zu wählen. Entweder ein gemütliches Fleckchen auf dem höchsten Müllberg zu suchen, um sich kopfüber in den Unrat zu stürzen, oder einem der beiden hell erleuchteten Lokale an der Grenze einen Besuch abzustatten. Aus juristischen Gründen möchte ich das so offen lassen und nicht verraten, wie wir uns letztlich entschieben haben – Peace!</p>
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		<title>Martin der Milchmann und der überirdische Put</title>
		<link>http://www.pokerfirma.com/kolumnen/martin-der-milchmann-und-der-uberirdische-put/22935</link>
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		<pubDate>Thu, 02 Jul 2009 20:52:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Kläser</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<br/>In bin in Las Vegas, in der Pokerwelthauptstadt dieses Sonnensystems und die Karten mögen mich im Moment so gar nicht leiden. Besonders die echten, online läuft es ganz gut, aber da könnte ich auch in Wangerooge am Strand chillen und zocken.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<br/><p>Vielleicht hat ja der Satz von der verpatzten Generalprobe was für sich, schließlich startet in Kürze das Main-Event und da bin ich mal optimistisch und dank viele Runden am Golfplatz auch fit wie selten zuvor.</p>
<p>Gerade heute habe ich einen 300 Meter Drive vom Feinsten hingelegt. Direkt aufs Grün wie es sein soll bei einem Par 4. Nur mein kurzes Spiel ist im Moment noch richtig besch&#8230;., dafür habe ich Puts gemacht, die waren fantastisch. Bei aller Bescheidenheit, meine Puts sind zur Zeit wie außerhalb dieser Welt und wenn Reads und Draws jetzt ebenso gut funktionieren, dann wird das noch ganz fantastisch hier.</p>
<p>Kommen wir zurück zum Cashgame, das läuft ebenso wie mein kurzes Spiel beim Golf. Eben sehr bescheiden. Ich gewinne meine 80/20 nicht, meine Coinflips sowieso nicht. Strengstes make-my-draw Verbot. Habe da ein wenig rumgedonkt beim 2/5 Blind NL Hold und manchmal auch 5/10.</p>
<p><a  href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/07/bild-1-3.png" class="thickbox no_icon" rel="gallery-22935" title="bild-1-3"><img class="alignright size-full wp-image-22938" style="border: 0pt none;" title="bild-1-3" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/07/bild-1-3.png" alt="" width="210" height="211" /></a>Im Wynns beim Omaha Hi/Low Limit 10/20 Kill 15 habe ich gewonnen und einen kurzen durchaus angenehmen Lauf gehabt. Sonderbare Zusatzregel dieses „Kill 15“. Wenn man einen Pot gewinnt muss man in die nächste Partie die $15 kalt bringen. Wenn man gerade im BB sitzt, bedeutet dass nur $5 mehr, aber wenn man z.B. UTG sitzt, muss man die blind bringen und hat dann natürlich noch Option.</p>
<p>Ach ja und beim Black Jack habe ich gewonnen. Einen kurzen und raschen Auftritt im Gegensatz zum allgemeinen Cashgame, wo ich mir wirklich phasenweise dachte: Martin, wirst du mal lieber Milchmann.</p>
<p>Vielleicht noch ein paar Worte zu meiner Wohnsituation. Wir haben uns da ein nettes Haus gemietet. Im Garten gibt es ein Kolibrinest und die helikoptern manchmal rasend schnell über die Büsche. Teilweise waren wir bis zu neun Personen hier im Haus, aktuell sind wir zu viert. Leider streikt die Putzfrau und das wird langsam ein wenig unerträglich. Steht zwar dick und fett im Mietvertrag, dass wir Anrecht auf Grundreinigung haben, aber es kommt keiner, außer dem Poolman und der weigert sich aufzuräumen.</p>
<p>Auch egal, die paar Tage halte ich das noch locker aus. Noch dazu, wo ich mir beim shoppen eine großartige Tequila-Brille gekauft habe. Leider habe ich keinen Fotoapparat dabei. Man muss sich das so vorstellen. Zwei Tequilagläser zum durchsehen und oben am Gestell sind dann noch Salz und Zitrone montiert. Einfach sensationell und der absolute Hingucker. Hoffe, ich kann die beim Mainevent viele Tage lang ausführen und sie der ganzen Pokerwelt zeigen.</p>
<p>Noch ein paar Worte zur Poolaktion bei der Intelli-Party. Das war wirklich unglaublich wie der „Praktikant“ da mit Höllentempo durch den Club gerast ist, um johlend in den Pool zu springen. Ein fantastischer ROI – gerade mal in 30 Sekunden investiert, um dann 1k netto einzustreifen (wenn man den Gerüchten glauben schenken darf). Vielleicht wäre das eine Alternative zu Martin dem Milchmann. Darüber werde ich mal nachdenken..</p>
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		<title>Der versäumte Flug – Der teure Tee &#8211;  Der bullige Riesenchinese</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Mar 2009 23:14:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Kläser</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<br/>Wäre ich doch in Düsseldorf geblieben, oder besser noch in Tokio. Obwohl in Tokio hat es mir gar nicht so sehr gefallen und jetzt bin in Shanghai und die Stadt gefällt mir. Fotos mache ich trotzdem keine, weil man mir meine Kamera gestohlen hat. Dafür muss ich in den wilden Shanghaier Nächten nicht mehr auf meinen Pass und meine Kreditkarte aufpassen, weil die sind auch weg.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<br/><p>Es ist quasi alles weg und wenn die netten Herren am Konsulat nicht gut arbeiten, bleibe nur ich da in Shanghai und eröffne  ein Casino. Obwohl das ist wieder verboten – aber es wäre nicht das Einzige was in Shanghai an Verbotenem abgeht. Fangen wir mal ein wenig chronologisch an.</p>
<p>Tokio – meine Lieblingsstadt von der Ferne war dann gar nicht so prickelnd wie erwartet. Niemand lächelt, alle laufen hektisch durch die Gegend und es ist so teuer, dass nicht mal das Geld ausgeben Spaß macht. Zweimal ums Gebäude mit dem Taxi und du bist schon deine fünfzig Euro los (wenn du Glück hast).  Die U-Bahn hat Klasse! Die ist auch architektonisch wunderschön und wenn man in dieses legendäre  Viertel  „Erm Rapongi“ fährt, wo sich die ganze Ausländer treffen, um Party zu machen und Spaß zu haben,  wird auch mal gelächelt und ausnahmsweise Englisch gesprochen.</p>
<p>Sonst kann das ziemlich einsam sein Tokio (besonders wenn dann noch Nasr als Botschafter  d´Amour  nach Seoul unterwegs ist).</p>
<p>Positiv zu vermelden auch noch das Essen – allerdings bleibt immer das kleine Gefühl der Unsicherheit. Katzen und Hunde mag ich nicht im Bett haben und am Teller schon gar nicht. In der Arcarde Spielhalle hatte ich dann noch einen versöhnlichen und lustigen Abend. Da wird gezockt, geballert und geschossen wie verrückt. Ziemlich aufgeputschte Stimmung und irgendwie ansteckend. Habe für die Pokerfirma auch sensationell gute Fotos gemacht  &#8211; so wie ich es Götz versprochen habe. Tja die hat jetzt der Kameradieb, der wohl mit meinem Pass unterwegs sein wird (nach ein paar Eingriffen des plastischen Chirurgen selbstverständlich – die sollen ja hier ganz gut sein).</p>
<p><a  href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/03/2147127373_837b9362ba.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-12108" title="Tokio"><img class="alignright size-full wp-image-12109" style="border: 0pt none;" title="Tokio" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/03/2147127373_837b9362ba.jpg" alt="" width="198" height="132" /></a>Dann zum Flughafen nach Tokio. Diesmal allein und ohne Nasr und trotzdem wieder in Problemen. Irgendwie glaube ich schon daran, dass auf allen Flughäfen der Welt ein Fahndungsfoto von mir hängt oder zumindest eine Art Eintrag im Computer:  „Wenn Martin Kläser kommt, bitte Probleme machen und wenn keine da sind, welche erfinden“.  Das Visum nach China war nicht so wie es sein sollte und als es dann fertig wa,r reichten die 20 Minuten nicht mehr fürs einchecken. Quasi Bubbleboy am Flughafen. Die anderen alle drinnen und ich für eine weitere Nacht im Flughafenhotel.</p>
<p>Shanghai – was für eine charmante Stadt. Gleich mal für umgerechnet 20$ durch die ganze City gefahren. Den Transrapid habe ich ausgelassen. Das Wetter ist übel, heftiger Dauerregen und um die 8 Grad, aber das macht nichts. Ich habe Freunde hier aus Deutschland und die Menschen sind freundlich und man kommt schnell in Kontakt. Wobei auch da musste ich dazulernen. Die Sache mit der Einladung zum Tee trinken, hatte mir mein Freund gleich eindringlich erklärt. Da begibt man sich wirklich in höchste Gefahr, oder es wird zumindest der teuerste Tee aller Zeiten. Fängt an wie eine harmlose Einladung in ein Lokal. Dort konsumiert man was auffällig Harmloses (und scheinbar Günstiges) bis es sich dann als maximal teurer „Spezial-Tee“ für 200$ oder mehr entpuppt. Wenn man dann nicht bezahlt, braucht man vielleicht noch einen Zahnarzt oder fliegt im schlimmsten Fall in einer schwarzen Plastiktüte nach Hause.</p>
<p>Mir ist dann allerdings was anderes passiert. Ich war mit einer Freundin aus Shanghai unterwegs und wir haben ganz zufällig ein paar nette Leute kennengelernt. Studenten und Studentinnen, die mit uns auf eine Kunstausstellung gehen wollten. Klar waren wir dabei und sind dann in eine kleine Galerie. Mein Freund, der schon länger hier lebt, hat mich dann zufällig angerufen und als ich ihm erzählt habe, dass wir gerade auf einer netten Kunstausstellung sind, sagte er nur ganz eindringlich: „Glaube mir das jetzt einfach Martin. Schnapp dir deine Freundin, nehmt die Beine in Hand und lauft was ich könnt“. War gar nicht so einfach, aber wir haben es geschafft. – Ohne anfängliche Bedrohung, aber dafür megaärgerlich dann die Nacht der Nächte in Shanghai. Ein Riesenclub, sehr gute Musik und ich kräftig am Schäkern mit einem deutschen Mädchen bis ins Morgengrauen. Dann wollte ich ins Hotel und gerade vor dem Club stehe, fasse ich in meine Jacke und merke alles ist weg. Pass, Handy, Visum und Kreditkarten. Natürlich will ich sofort wieder zurück. Stellt sich beim Eingang  der größte Chinese der Welt, bullig und unfreundlich und lässt mich nicht mehr rein. Ich versuche auf Englisch, in Gebärdensprache und was  weiß ich alles, um ihm die Situation zu erklären. Gerade war da noch das pralle Leben und plötzlich darf ich mal mehr rein, um zu checken, ob mir die Sachen nicht zufällig aus der Tasche gefallen sind (obwohl ich mir sicher bin, dass das ganz anders gelaufen ist).</p>
<p>Jedenfalls habe ich mein Handy wieder. Netter Ausländer aus Shanghai hat das in der Nähe der Disco gefunden und solange auf die Wiederwahlnummern gedrückt bis er mich erreicht hat. Ein feiler Kerl.</p>
<p><a  href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/03/sha_rash-exter-3.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-12108" title="Radisson"><img class="alignright size-full wp-image-12110" style="border: 0pt none;" title="Radisson" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/03/sha_rash-exter-3.jpg" alt="" width="201" height="210" /></a>Apropos – ich werde mir jetzt auch noch eine feine Zeit machen. Nasr ist inzwischen gelandet und nach meiner Zeit in einem wirklich schicken Youth Hostel übersiedele ich jetzt ins Radisson von Shanghai. Schaut aus wie ein Wolkenkratzer, auf dem ein UFO gelandet ist.  Will jetzt auch wieder ein wenig pokern und brauche eine stabile Internetverbindung. Gestern waren wir ein wenig feiern in einem sehr gute Club mit Live elektronischer Musik und einer Menge Drinks und ich werde jetzt da hinauf ins Ufo und eine Kleinigkeit essen. Angeblich dreht sich das ganze Teil – mal schauen was mein Magen dazu sagt. – Am 4.März geht es jedenfalls zurück nach Deutschland mit Papieren vom hiesigen Konsulat. Die EPT Dortmund werde ich wohl nicht schaffen, weil ich dann Sachen wegen meiner Wohnung checken muss, aber vielleicht komme ich zum Spring Poker Festival nach Wien. Bis dahin alles Gute und immer aufpassen mit wem ihr euren Tee trinkt.</p>
<p><i>Martin Kläser</i></p>
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		<title>Melbourne – Manila – Tokio</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Feb 2009 23:59:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Kläser</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<br/>Big in Japan – Es ist geschafft. Zum ersten Mal in Tokio und mein Freund Nasr ist selbstverständlich auch dabei. Gar nicht so leicht hier her zu kommen, aber eines nach dem anderen. Immerhin gab es dazwischen noch den „Thriller von Manila“ und den Schrecken bei der Ausreise in Melbourne.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<br/><p>Dass man mich manchmal wo nicht haben will, kann schon manchmal passieren. Daran bin ich gewöhnt, aber dass mich ein Land nicht mehr ausreisen lassen will, ist was Neues. Passiert am Flughafen in Melbourne. Nasr und ich hatten wie immer ein wenig verschlafen, dann noch schnell viel zu viele Dinge in viel zu kleine Koffer gepackt und im Höllentempo zum Airport. Satte 40 Minuten vor Abflug – in meinen Augen eine stabile Ewigkeit – checkten wir beim Quantas-Schalter ein. Hübsches Mädchen und zuerst höflich und kooperativ. Wo wir denn nach Manila hinreisen würden, wollte sie wissen. Ich dachte schon sie möchte ein Rendezvous in Kuala Lumpur oder auf den Fidschiinseln. – Wie sich dann aber zu unserem Schrecken heraus stellte, war das eine quasi offizielle Frage. Zusammengefasst, wir dürften Australien in Richtung Philippinen nur verlassen, wenn wir einen Weiterflug von dort gebucht hätten und den auch vorweisen könnten.  Wusste gar nicht, dass die Philippinen so aufpassen müssen, dass nicht wieder massenweise illegale deutsche Einwanderer die Insel stürmen.</p>
<div id="attachment_9402" class="wp-caption alignright" style="width: 220px"><a  href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/02/img_1845.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-9400" title="Party-Time"><img class="size-full wp-image-9402" title="Party-Time" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/02/img_1845.jpg" alt="Party-Time" width="210" height="158" /></a><p class="wp-caption-text">Party-Time</p></div>
<p>Keine leichte Sache, in so kurzer Zeit all die Papiere auszufüllen und schnell einen Flug nach Tokio zu finden. Aber wir haben es gerade noch geschafft, um rechtzeitig zur Abfertigung zu erscheinen. Klarerweise wurde mein Freund Nasr von superschlauen Terrorfahndern mal wieder einmal rausgefischt. War aber nur eine Kleinigkeit mit seinem Visum nicht in Ordnung. Nichts Aufregendes und würde Nasr auf meinen Rat hören, sich die Haare blondieren und in bayerischen Lederhosen reisen, würden wir uns solche Turbulenzen auch ersparen.</p>
<p>Glücklich in Manila gelandet und bei der APT gleich wieder unglücklich ausgeschieden. Habe vielleicht ein klein wenig suboptimal gespielt, obwohl der Flug superangenehm war. Irgendwie saßen wir genau an der Grenze zur Luxusklasse (gleich bei den Notausgängen) und irgendwie ist es uns dann gelungen, uns die guten Plätze zu sichern und somit kam ich durchaus fit und ausgeruht an den Spieltisch. War halt leider nur ein kurzer Auftritt. – Somit hatte ich Zeit, das 100$ Rebuy Side-Event zu entern und das habe ich dann tatsächlich auch gewonnen. Wobei das wurde dann doch wieder ein wenig knapp. Habe gut gespielt und mir dann im Heads-up den ersten Drink gegönnt. Dachte das geht schnell vorbei und mir einen zweiten und einen dritten bestellt. Irgendwie war mein Gegner zäher als ich dachte (und die Drinks stärker, als ich annahm). So etwas wie bei den Aussie Millions sollte mir nicht noch mal passieren. Da habe ich es doch glatt geschafft, fünf Tage nacheinander beim Cashgame zu gewinnen, um dann am sechsten Tag alles reinzuschütten – ebenfalls doppelt motiviert von leckeren Longdrinks. Am nächsten Tag fragte mich ein Kollege, welches Limit wir denn gespielt hätten, um meine Verluste in Relation zu setzen. – Nicht einmal das konnte ich sicher beantworten, so vernebelt waren meine Erinnerungen.</p>
<div id="attachment_9403" class="wp-caption alignright" style="width: 220px"><a  href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/02/img_1846.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-9400" title="Die Stimmung passt"><img class="size-full wp-image-9403" title="Die Stimmung passt" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/02/img_1846.jpg" alt="Die Stimmung passt" width="210" height="158" /></a><p class="wp-caption-text">Die Stimmung passt</p></div>
<p>Zurück nach Manila. Nun die Hitze war wirklich bedrückend. Die erste Stadt, in der ich lieber in meinem Hotel blieb und mich nicht draußen in der City herumtrieb. Unser Taxifahrer vom Flughafen mit Namen Dong kümmert sich um alles, was erlaubt und verboten ist  &#8211; Später wurde Dong dann von JoJo abgelöst und auch ihm soll hier ein verdientes Kolumnen-Denkmal gesetzt werden.  Nett auch die Geldbündel. Ein Euro sind so zirka 60 Pesos und große Scheine sind recht selten – oder vielleicht auch nicht sicher. Jedenfalls läuft man  &#8211; wenn man läuft – mit einem ziemlichen Packen an Barem herum.</p>
<p>Jetzt sind wir schließlich glücklich in Tokio gelandet. Zeit eine kleine Bilanz zu ziehen und ohne Skrupel möchte ich uns beiden gleich einmal ein dickes Lob ausprechen. Es ist uns tatsächlich gelungen, den Verführungen der üblichen Casino-Games zu widerstehen. Wir haben die üblichen Casino-Glücksspiele brav gemieden bis auf ein paar kleine Einsätze im Mikrobereich. Hier in Tokio ist Gegenwartskultur angesagt. Weiß gar nicht, ob es ein Casino gibt, aber obwohl von irgendwo müssen ja all die japanischen Ligapoker-Spieler herkommen. Vielleicht finden wir das bald heraus. – Dann gibt es auch wieder eine neue Kolumne.</p>
<p>PS: Noch ein kleines Interview mit Pokernews. Habe mir übrigens jetzt hier in Japan noch einen neuen Hut gekauft. Jetzt fehlt mir nur noch der Geigenkoffer.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="486" height="412" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="name" value="flashObj" /><param name="bgcolor" value="#FFFFFF" /><param name="flashvars" value="videoId=9598065001&amp;linkBaseURL=http://tv.pokernews.com/featured-videos/2009%2BAPT%2BPhilippines%3A%2BInterview%2Bwith%2BMartin%2BKl%C3%A4ser/9598065001&amp;playerId=1544549453&amp;viewerSecureGatewayURL=https://console.brightcove.com/services/amfgateway&amp;servicesURL=http://services.brightcove.com/services&amp;cdnURL=http://admin.brightcove.com&amp;domain=embed&amp;autoStart=false&amp;" /><param name="src" value="http://services.brightcove.com/services/viewer/federated_f8/1544549453" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="486" height="412" src="http://services.brightcove.com/services/viewer/federated_f8/1544549453" flashvars="videoId=9598065001&amp;linkBaseURL=http://tv.pokernews.com/featured-videos/2009%2BAPT%2BPhilippines%3A%2BInterview%2Bwith%2BMartin%2BKl%C3%A4ser/9598065001&amp;playerId=1544549453&amp;viewerSecureGatewayURL=https://console.brightcove.com/services/amfgateway&amp;servicesURL=http://services.brightcove.com/services&amp;cdnURL=http://admin.brightcove.com&amp;domain=embed&amp;autoStart=false&amp;" bgcolor="#FFFFFF" name="flashObj"></embed></object></p>
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		<title>Ärger im Hotel &#8211; Dekadenz am Strand  &#8211; Das Buch der Bücher</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Jan 2009 15:45:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Kläser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[aussie millions]]></category>
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		<description><![CDATA[<br/>Also irgendwie hat alles mit diesem Buch zu tun. Meine Mutter hat es mir zu Weihnachten geschenkt. Keine Ahnung warum? „Dinge geregelt bekommen ohne einen Funken Selbstdisziplin“ von Kathrin Passig und Sascha Lobo. Eigentlich wollte ich es ja sofort lesen, aber das habe ich dann doch irgendwie nicht geregelt bekommen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<br/><p>Und jetzt sitze ich in der Lobby vom Holiday Inn Melbourne und habe kein Zimmer mehr. Dafür meinen einen Quadratmeter großen Hewlett Packard Rechner auf dem Schoß und mein Freund und Zimmergenosse Nasr El Nasr sortiert fröhlich seinen Koffer und ist eigentlich schuld an dem Chaos.  Immer nur eine Nacht zu verlängern war einfach keine gute Idee. Das mögen sie nicht an der Rezeption und das hat uns die Hotelleitung mitgeteilt. Höflich, aber anstrengend. Hätten wir im Zimmer zwei stabile Onlineverbindungen gehabt wäre das alles nicht passiert.</p>
<div id="attachment_8876" class="wp-caption alignright" style="width: 220px"><a  href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/01/heimatlos-in-melbourne.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-8875" title="Cort, Nico und Nasr"><img class="size-full wp-image-8876" title="Cort, Nico und Nasr" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/01/heimatlos-in-melbourne.jpg" alt="" width="210" height="158" /></a><p class="wp-caption-text">Cort, Nico und Nasr</p></div>
<p>Dabei hat in Australien alles nett angefangen – nur meine Verkühlung quält mich ein wenig. Am Strand waren wir und am fehlenden Funken Selbstdisziplin hat es ganz sicher nicht gelegen. Kein Shop weit und breit zu finden, in dem man einen Ball kaufen konnte. Was weiß ich warum. Vielleicht surfen die Australier lieber oder meiden runde Dinge im Sommer oder so.</p>
<p>Zugegeben ein wenig dekadent, aber aus der Not heraus mussten wir zu ungewöhnlichen Maßnahmen greifen. Wenn einen das Sportfieber packt, ist fast alles erlaubt. Einer Gruppe Jungs am Strand haben wir dann für 50 Dollar den Ball abgekauft. – Was die sich wohl über uns gedacht haben? Auch egal. Nico Behling ist jedenfalls ein guter Verhandler, aber ob er um jeden Cent Preisnachlass gekämpft hat, ist wieder eine andere Frage.</p>
<p>Ein paar Tage bleiben wir natürlich noch in Melbourne. Ist ja nett mit der kleinen deutschen Kolonie und all den anderen Jungs. Am 27. Januar reise ich dann zusammen mit Nasr weiter  &#8211; hoffe sie lassen ihn entspannt  durch die Zollkontrolle. Dann geht es nach Manila zur APT (Asia Poker Tour). In Manila muss ich ja doppelt aufpassen. Habe gehört, da gibt es noch Bezirke, wo man auch mal entführt werden kann, aber viel gefährlicher ist meine linde Affinität zu den Roulette-Tischen. So fern der Heimat und wenn der eine Funken Selbstdisziplin, den man doch irgendwie standardmäßig zur Verfügung hat, schon für das Studieren der Fachlektüre zu dem Thema verplant ist.</p>
<p>Anfang  Februar  geht es dann weiter nach Tokio und da freue ich mich besonders drauf. Ich stehe einfach auf den Lifestyle. Die Dekade der Spielkonsolen Generation ist ja bereits ausgerufen und Tokio ist das zweifelsfrei die Stadt der Städte. Ganze zwei Wochen werden wir dort bleiben, bevor es weiter nach Shanghai geht.  Trotz dieser gewaltigen Reise bin ich mit kleinem Gepäck unterwegs – abgesehen von dem erwähnten monströsen Laptop. Eine Menge frischer Unterwäsche und den Hut von Klaus Hausmann – den hat er mir einst in Hamburg fast ganz freiwillig geschenkt (nochmals vielen Dank und schöne Grüße). Plus meine Kamera, die habe ich auch dabei. Vielleicht raffe ich mich hie und da für einen kleinen Bericht auf oder ich schick einen Clip in die Redaktion.</p>
<p><a  href="http://www.pokerfirma.com/kolumnen/arger-im-hotel-dekadenz-am-strand-das-buch-der-bucher/8875"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>Jedenfalls Anfang März muss ich definitiv wieder in Deutschland sein. Das wohlige Leben in der Wohngemeinschaft war wunderbar, aber ich habe mir vor meiner Abreise eine Eigentumswohnung gekauft und der Termin beim Notar steht bereits fest. Spätestens dann werde ich mich mein größtes, noch möbellose Zimmer setzen und mich der Lektüre von „Dinge geregelt bekommen ohne einen Funken Selbstdisziplin“ widmen. Wenn so ein Buch mal 30.000 Flugkilometer hinter sich hat liest es sich auch viel geschmeidiger. – Oder ich disponiere komplett um und eröffne das erste, einzige und somit größte Ball-Geschäft am Strand von Melbourne. Nasr El Nasr ist sicher auch dabei und wenn dann die Helikopter der australischen Antiterroreinheit mehrfach niedrig über unserem Laden fliegen, bringt uns der Wind der Rotoren ein wenig kühle Luft.  – Ein netter Gedanke, das muss ich mir nochmals in Ruhe überlegen.</p>
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		<title>Prager Zimt und Hamburger Geld</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Dec 2008 08:10:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Kläser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[bracht]]></category>
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		<category><![CDATA[Poker]]></category>
		<category><![CDATA[prag]]></category>

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		<description><![CDATA[<br/>Sonderbar dieses Prag. Vielleicht nur eine Goldene Stadt, aber eine Menge Dinge sind hier wirklich merkwürdig. Aber das  passt dann auch gut, weil ich schließlich auch mit merkwürdig gewonnenem Geld angereist bin.  Fangen wir in Hamburg an. Gute Kolumnen brauchen einen scharfen Start und eine Prager Reise mit Hamburger Geld anzutreten macht doppelt Spaß.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<br/><p>Nächtens in der Wohnung bei Max Bracht. Zwei Männer ohne bessere Pläne auf der Suche nach dem kleinen Kitzel. Ich hatte Max herausgefordert, einmal die Münze werfen um € 1.000 und er hatte mich da wohl unterschätzt. Einmal gewonnen, dann &#8211; Revanche ist Ehrensache, musste ich geben – wieder gewonnen. Und dann die ultimative Entscheidungsmünze – quasi den WSOP Coinflip – wieder gewonnen. Ich hatte ihn nicht besiegt, ich hatte Max zertrümmert bis er nicht mehr konnte.</p>
<p>Mit dem Geld dann original nach Prag gereist und alles in sonderbare Scheine gewechselt. Kronen – das ist massig viel, was man da bekommt. Beim Cashgame bin ich mir vorgekommen wie Sam Farha, obwohl ich gar nicht so hoch gespielt habe (musste zur Strafe gleich einen gröberen Anteil verdonken)</p>
<p><a  href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2008/12/klaeser_prag.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-6211" title="klaeser_prag"><img class="alignright size-full wp-image-6213" style="border: 0pt none;" title="klaeser_prag" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2008/12/klaeser_prag.jpg" alt="" width="194" height="202" /></a>Aber nicht nur das Geld ist sonderbar. Auch der Glühwein schmeckt extrem merkwürdig und die Frauen sind so hübsch. Aber eines nach dem anderen (oder hat das eine  mit dem anderen zu tun?). Jedenfalls der verwendete Wein ist sicher billig. Vielleicht auch selbst gebastelt im Chemielabor ohne Trauben und mit viel Zimt. Was soll ich zum Zimt sagen oder wer weiß schon wirklich, was hinter Zimt steckt.</p>
<p>Kommen wir zu den berühmten Prager Frauen. Was soll ich sagen. Überall sieht man Storchenbeine und hübsche blonde Haare. Nur gesprochen habe ich noch mit keiner. Tschechisch passt sehr gut hierher zum Geld und zum Glühwein. Tschechisch ist nämlich auch seltsam oder merkwürdig (oder beides?)  &#8211; Gar nicht hübsch und extrem seltsam der Löffelmann beim Eingang zum Turnier. Irgendwie haben die so einen schäbigen Securitycheck hingebaut. Da steht  ein Mann mit traurigem Zug um den Mund und hat einen metallaufspürenden Löffel in der Hand (macht gute Geräusche – zumindest theoretisch). Aber der arme  Mann steht nur da mit seinem Löffel und alle laufen vorbei und niemand darf er abtasten und Geräusch darf erst recht  nicht machen. Da wäre ich wohl auch traurig.</p>
<p>Apropos traurig. Sollte ich auch sein. Bin ich aber nicht. Draußen bin ich schon bei der aktuellen Prager EPT und das ist ein klein wenig schade. Praktisch ausgebucht. Gutes Personal – sogar jemand vom Floor aus Las Vegas habe ich getroffen und für mich ist schon alles vorbei. Erst mal Nico Behling aus dem Turnier genommen und dann langsam verblutet. – Egal, ich bleibe noch ein wenig in der Stadt. Werde weiter Glühwein verkosten und analysieren und den Storchenbeinen mit den blonden Haaren nachschauen. Vielleicht spielt ja eine Kopf oder Zahl mit mir. Da fühle ich mich total in Form – Ich glaube, ich habe sogar meine Hamburger Glücksmünze mit. Mit dem seltsamen tschechischen Geld würde ich das niemals machen. Dann wäre ich wohl selber auch seltsam oder zumindest merkwürdig.</p>
<p>Nun denn bis bald. Euer Martin</p>
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		<title>Affentheater</title>
		<link>http://www.pokerfirma.com/kolumnen/affentheater/364</link>
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		<pubDate>Wed, 01 Oct 2008 22:51:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Kläser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
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		<category><![CDATA[party]]></category>

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		<description><![CDATA[<br/>Hamburg war das Ziel und so wurde ich morgens früh aus dem Bett gerissen. Via Pferdetransporter begann meine Reise, über die ich euch berichten möchte. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<br/><p>Nein, ich saß nicht hinten im Transporter und habe Hafer gefuttert, während die Fliegen über meinem Kopf kreisten.  Da meine Freundin das Pferd ihrer Freundin ins schöne Steckenstein gebracht hatte, bot sie mir eine MItfahrgelegenheit. Am Vortag fuhr noch die kleine Tochter der angesprochenen Freundin mit, Resultat: das Auto eine Mischung aus einem Schwimmbad und einer unordentlichen Bäckerei. Man wusste nunmehr nicht einmal, ob vielleicht ein Sitzplatz im Hänger doch die intelligentere Wahl gewesen wäre.</p>
<p><a  href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2008/10/esel.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-364" title="esel"><img class="alignright size-full wp-image-458" title="esel" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2008/10/esel.jpg" alt="" width="298" height="129" /></a></p>
<p>Der Tag konnte also nur besser werden und so rief ich meinen guten Kollegen Max Bracht an, der mir doch glatt erzählte, er habe sich gerade einen Affen für seine neue Wohnung gekauft?!? „An diesem Punkt möchte ich kurz intervenieren und die Tierschützer darauf hinweisen, dass es sich hierbei nicht um einen echten Affen handelt und dass während der geschehenen Ereignisse keinem Tier etwas zu Leide getan wurde“. Wie sich herausstellte hatte er sich eine Affenstatue für sein Bad gegönnt&#8230;Immenhoff&#8230; große Kunst.</p>
<p>Für was nimmt man solche Strapazen auf sich? Des Rätsels Lösung: Sebastian „Luckbox“ Ruthenberg feierte seine Bracelet EPT Party.</p>
<p>Nun war ich in Hamburg angekommen. Der Tag war sowas von „tierisch“, vielleicht steppt ja noch der Bär auf Party und alle tanzen den Ententanz. Sicher ist auf jeden Fall: Ein Ticket für den Kölner Zoo hätte vollkommen ausgereicht.</p>
<p>86 Anrufe in 20 Minuten, rekordverdächtig. Majan, der Telefonterrorist, zitierte Max, Dj David, meine Freundin und mich zum Thailänder um die Ecke, damit wir uns eine solide Grundlage für den bevorstehenden Abschuss auf Sebastians Kosten schaffen konnten. Trotz massiver Verständigungsprobleme wurden alle satt und wir verließen nicht ganz planlos das Lokal unserer Wahl. Inmitten unseres Festmahles kamen unsere Spielermentalitäten zum Vorschein, als David damit anfing uns zum „Ditschen“ herauszufordern. Pling, Pling. Eine Münze nach der anderen flog an die Bordsteinkante vor dem Restaurant. Jubelschreie und das Jaulen derjenigen, die es nicht geschafft hatten, waren in den Straßen zu hören. Resume 300€ im Plus&#8230; Jetzt fing der Abend an Spaß zu machen.</p>
<p>Endlich&#8230; der Geruch von Prostitution kroch einem schon von weitem in die Nase. Der Club „Moondoo“ Reeperbahn 136 unser finales Ziel. Am Eingang Stau wie auf der A1 an Urlaubstagen. Wofür hat man eigentlich Gästelisten erfunden?!? fragte ich mich. Nach unnötig langem Warten wurde endlich die Schleuse geöffnet und eine Flut an degenerierten Spielern durfte endlich Sebastians Million vertrinken. Bunte Lichter spiegelten sich auf den Schweißperlen der Anwesenden. Zu rhythmischem House ließen die Gäste ihrer Stimmung freien Lauf. Der Ausblick von der VIP Lounge&#8230;fabelhaft. Nach übermäßigem Konsum von Energydrinks in Kombination mit edlem Wodka waren jedoch alle Sinne getäuscht und das frohe Farbenspiel wurde zu einer lustigen Karussellfahrt. Mit einem neuen Hut: „Danke, Klaus Hausmann“, und zum Glück noch der gleichen Freundin verließ ich das „Moondoo“ mit der Hoffnung, dass dies nicht die letzte EPT Gewinn Party war.</p>
<p>Danke Hamburg, danke Sebastian.</p>
<p>Kläser over and out.</p>
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