@domingo: ohhh wie süss…fühlt sich da jemand auf den schlips getreten?
warum so kleinkariert? schlechte kindheit? kein sex vorm pokern? abgesehen davon is deine egozentrik überwältigend, glaubst du wirklich das ich auch mich auch nur ansatzweise über deine person aufrege…ich glaub da hab ich weit aus grössere sorgen (gott sei dank), aber wer lebenserfahrungen nur aus bücher kennt , dem kann man eh erzählen was man will….einsicht ist da fremd
auch hier hat mojo recht.
ich kann in wirklichkeit kaum lesen, bin beinahe analphabet.
(Wer ist das aber nicht im Vergleich mit so einem Superhirn wie Mojo?)
wer mich kennt weiß dass ich das wie ein goldfisch handhabe und i.d.R. nach einigen sekunden vergessen hab.
aber doch ärgerlich firefox hat mich sogar noch gefragt ob ich die tabs beim beenden speichern will, die wiederherstellung hat dann aber doch nicht funktioniert
mir schon klar das du mich für ein naiven idioten hälst, der von nichts ne ahnung hat und nur schwachsinn daherschreibt…kannst auch gern weiter glauben, lustigerweise fallen mir dazu zwei zitate ein:
"wer schlau ist kann sich dumm stellen, wer dumm ist kann niemals schlau wirken"
"selbstverbesserung ist masturbation, selbstzerstörung hingegen….."
sry das ich jetz die nächsten 10 minuten für die gotthiet domingo keine zeit habe..muss mal eben kaffee kochen, solche eine konterschlacht muss gewürdigt werden mit schwarzen heissem kaffe…so richtig schwarz…und heiss..aber hey..ich komme wieder
mir schon klar das du mich für ein naiven idioten hälst, der von nichts ne ahnung hat und nur schwachsinn daherschreibt…k
Nein, das bin ich Joke… also ich hab (nicht ganz) auch Marxens "Das Kapital" gelesen und finde es gerade in der heutigen Zeit extrem spannend… versteh zB. nicht, warum sich die KPÖ nicht in MPÖ umbenennt, weil das IMHO wesentlich mehr sinn machen würde….. Egal, in unserer Causa wäre es spannend zu eruieren, ob unsere geschätze Community auch um weniger oder auch gar nichts zocken würde… Ich kann mir parzifistische Paintballspieler oder Counterstrikezoscker sehr wohl vorstellen, aber was macht einen pokerspieler zum neoliberalen oder was ermöglicht dem klassischen Marxisten dennoch ein Pokerspielchen zu wagen…. Insofern muß ich sagen… hmm ok, dann findet man mich eher im neoliberalen lager… Ich würde nicht jeden Montag im Europa hocken, wenn ich als Sieger 20€ gewinnen würde… es ist also schon der Thrill, eine Woche mich mit dem Gewinn durchschlagen zu können… und die Einsätze passen ja auch eher zur kapitalistischen Seite… ein paar rebuys und schon ist ein Fuffy weg…. Dennoch mag sich der Gedanke nicht ganz conclus zu ende führen… hätte marx lotto gespielt?? widerspricht das tasächlich der These? Marx hat gesagt, daß Kapital keinen Eigenwert hat und daß die Macht des Kapitals dem eigentlichem Wert der Arbeit den Lohn kürzt und daß das falsch ist…. wenn Wörter wie Shareholdervalue etc. fallen, dann macht das gerade in der heutigen Zeit unglaublch viel Sinn…. Aber es ist Imho mit dem Pokern nicht so ganz vereinbar… weil das Geld, das jeder investiert genau gleich viel wert ist, es gibt (so gut wie keine) finanzielle Übermacht, die aufgrund des Kapitals, das es besitzt, einen eklatanten Vorteil erwirtschaftet… Ausnahme davon wäre die Rebuybereitschaft, denn da kommt es auf den Besitz an… Ein reines Freezout wäre auch Marxistisch vertretbar…. Fazit: Natürlich geht es um Geld und natürlich ist es einfach, Pokern in die Kapitalismusschiene zu pressen, aber es paßt nicht so ganz in die Philosophie hinein, zumindest nicht das Montagspokern im Europa… und wenn ihr wirklich den Thread am leben erhalten wollt, dann beleidigt euch nicht nur auf primitive Weise, infantiles "ich hab die weisheit gefressen" führt kein Jota weiter…. Wenn ihr alle so belesen und gscheit seids, dann bleibt doch bei sachlichen Argumenten…
So long und ich trink mein bier blond und kalt… so richtig blond und so rictig kalt Cheers aus dem Europa
FL
Ich bin ein Mann, ich hänge meine Klamotten am Boden auf.
Sonntag ist und ein wenig Zeit habe ich auch. Außerdem will ich es meinem Kollegen Filterlos nachtun und ein wenig zur Diskussion beitragen. Beziehungsweise die von Domingo gestellte Frage auf Ernsthaftigkeit überprüfen. Kann man als kapitalismuskritischer Geist gleichzeitig dem Pokerspiel frönen ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.
Na selbstverständlich! Soweit kommt es noch. Und kritisch zu sein zu einer Sache, heißt ja nicht dieselbige grundsätzlich abzulehnen. Der unkontrollierte brutale Kapitalismus ohne entsprechende Sicherungssystem, ohne Gegenspieler wie schlaue und schlagkräftige Gewerkschaften und entsprechende verbriefte Rechte und Pflichten auf beiden Seiten, das ist doch wohl was viel von uns ablehnen. Kein vernünftiger Mensch glaubt noch an so selbstverwaltete im Kollektiv geführte Unternehmen, die doch noch am Markt bestehen sollen und (für das Kollektiv) reichlich Profit abwerfen. – Das ist doch Träumerei.
Und um jetzt mal auch eine These in den Raum zu stellen. Poker bildet – und Bildung ist ein Garant für mehr Gerechtigkeit und weniger Unterdrückung (durch was auch immer). Man lernt mit Niederlagen umzugehen, man muss seine eigenen Strategien überdenken, überprüfen und stetig verbessern. Man erfährt im Turnier, dass es sich immer lohnt zu kämpfen und dass man niemals aufgeben sollte, solange man noch den berühmten Chip und den passenden Stuhl hat – Man muss auch mal bluffen und man lernt, dass das gerade noch so freundlich plaudernde Gegenüber mit dem ehrlichen Gesicht eine Minute später den megabrutalen Bluff gegen einen selbst probiert. Usw. usw. -Man wird einfach zu einem besseren Strategen, zu einem härteren Hund, zu einem Menschen, der sich weniger leicht pushen und bluffen lässt. Insofern – und um Domingos Frage zu beantworten – ist Poker aus der linken Sicht die subversive Volksbildung von heute. Mehr und besseres Poker in der Unter und Mittelschicht und die Bonzen müssen endlich wieder schwitzen. – Ich habe fertig.
… zocken tut man prinzipiell nur aus verzweiflung! ein in sich ruhender mensch braucht die obenstehende herausforderung nicht, da diese ja eine künstlich herbeigeführte, somit keine notwendige, nicht einmal eine reale ist. nun gibt es wenige menschen die diesem anspruch genügen; muss auch nicht sein, denn selbst ein verzweifelter, aber dennoch sich selbst stimulierender geist braucht keine strategien zu entwickeln 2 karten in relation zu den anderen 50 karten zu bewerten und sie in ihrem sozialen umfeld zu verwalten. pokern ist nur insofern ein gesellschaftspolitisches ereignis als es ein soziologisches phänomen in einem geistigen Umfeld darstellt, das derzeit zufällig vom kapitalismus geprägt ist. pokern, wie auch andere spiele, sind von der geistigen verfassung der spieler, nicht von der politischen struktur die diese spieler umgibt, geprägt. naturgemäß steigt die kriminalitätsrate in zeiten von hungersnöten dramatisch an also auch die zahl der spieler in zeiten geistiger armut.
Nachdem Alfred zu kapitulieren scheint in diesem thread und ich nicht (immer) mit Diego streiten mag, hier ein kleines Liedchen. Erscheint mir zum Thema passend.
ahh wie geil…ob mans glaubt oder nicht, als ich vorhin im musikthread gepostet habe wollte ich doch wirklich anfangs ein lied von van dannen posten….konnte mich aber nicht dafür entscheiden welches…und jetz find ich ihn hier…evt auch passend ( obwohl der thread jetz nicht zum musikthread wechseln sollte:
dieses nette lied ist ja auch schon im musikthreat und kann nur durch "hy staat" ergänzt werden. (allerdings wurde die relevanz im punkto spiel ja durch meinen beitrag in richtung verzweiflung und religion, abgebogen)
anbei du wirst dich doch nicht durch meine brilliate analyse genötigt fühlen mit mir zu streiten? aber wenn du einen wiederspruch gegen "die verzweifelten hast" wäre das schon lesenswert.
@ götz:
weiss nicht ob du das pokern nicht ein wenig zu positiv siehst. es geht doch darum dem anderen geld abzuknöpfen. natürlich ist dieses moment in manchen poker-varianten ein wenig versteckt (z.B. Turniere).
Was daran Gerechtigkeit fördert, verstehe ich nicht. Pokern hat ja ein Element, das man durchaus als Vorstufe zur Lüge oder zum Betrug sehen kann: das Bluffen.
Wer das gut kann und im Leben auch woanders umsetzt ist doch kein linker (im politischen Sinn)!