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Mittwoch, 22.10.2014
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Sven Lucha auf Pokerfirma.de

Sven Lucha

Der Coach

Der Sportliche in unserem Team. Am Tennisplatz erfolgreich, ebenso am Pokertisch – und als Trainer beim Gambling Institute weiß er immer, was der richtige Move ist.

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Action pur in Seefeld
am Freitag, Januar 22, 2010

Das kleine schnuckelige Casino im ansonsten ruhigen Örtchen Seefeld platzt aus allen Nähten. Die Casino Austrian Poker Tour sorgt für Action pur. „Seat open“, „Bitte beim Cashgamecounter melden“, hallt es ständig durchs Casino.

Ein Rekordturnier jagt das nächste. Die Teilnehmerzahlen sorgen dafür, das etliche Spieler zunächst mit der Warteliste vorlieb nehmen müssen.
Es ist eng, heiß und es herrscht hektisches Treiben an und abseits der Tische. Diese Atmosphäre trägt dazu bei, dass es nicht lange dauert, bis ein Spieler ein Turnier verlässt. Zügig werden schon in den ersten Level alle Jetons in die Tischmitte geworfen, obwohl die Struktur zu Beginn sehr deep ist und eigentlich viel Platz zum Spielen lässt.

Marcel Pipal und

Marcel Pipal und Edgar Stuchly

Denn auch in den „kleineren“ Events startet man mit 10.000 Jetons. Selbstredend sorgt allerdings der Zeitdruck in diesen Events- man muss ja innerhalb eines Tages von circa 200 auf einen glücklichen Gewinner herunterspielen- für eine nennen wir sie mal Powerstruktur. Vor allem aufgrund der schnell steigenden Antes ist ordentlich Alarm an den Tischen garantiert. Ein All-in jagt in späten Phasen das nächste, keine endlosen Bubble-Plays und auch die Final Tables gehen zügig zu Ende. Ein großes Lob an die Organisatoren um Marcel Pipal und Edgar Stuchly. Die Turniere laufen reibungslos ab. Auch das Drumherum ist äußerst angenehm.
Weitere Action garantieren die etlichen Cashgametische. Ab Blinds von 5/5 werden sowohl NL Holdem als auch PL Omaha Tische angeboten. Wieder kommt es zu langen Wartelisten. Alle ausgeschiedenen Spieler eilen zum Cashgamecounter.
Vielleicht hat man sich das Glück ja fürs Cashgame aufgespart.
Die 5/5 Tische werden teilweise wie 10/10 Tische gespielt, 200BB Stacks sind keine Seltenheit.
Der abgelegenste Tisch im Raum hält dann noch ein besonders Schmankerl bereit. Wer noch nie gesehen hat, wie Klein- bis hin zu Mittelklassewagen innerhalb weniger Augenblicke über den Tisch wandern und ständig den Besitzer wechseln, ist das Railen am 50/50 PLO Tisch Pflicht. Das ist besser als Fernsehen. Viele Stars der Pokerszene sind am Start. Aber auch einige „No Names“ versuchen ihr Glück gegen die Etablierten.
Wem das immernoch nicht genügend Adrenalin war, für den bietet unser nettes Nachbarland Österreich aktuell die Handball EM. Im nahegelegenden Innsbruck spielte Mittwoch Deutschland in der Vorrunde gegen Slowenien. Wer noch nie ein Handballspiel live gesehen hat- bis Mittwoch gehörte ich auch dazu- es ist absolut zu empfehlen. Kein Vergleich zu den zig Fußballspielen, in denen einfach in der meisten Zeit wenig bis nichts passiert.
Handball ist Adrenalin pur. Vor allem, wenn das Heimatland spielt. Hoffen auf einen Treffer, bangen um die Verteidigung. Fehlstart für die nach der Auftaktniederlage gegen Polen zum Siegen verdammte deutsche Truppe von Heiner Brand. 2:8 nach wenigen Minuten. Werden wir Zeugen eine historischen Schlappe? Zur Halbzeit immernoch 11:16 zurück.
Doch die Deutschen besinnen sich auf ihre so oft beschworene Tugend, den Kampfgeist. Niemals aufgeben. In der zweiten Halbzeit wird es dramatisch. Bis auf zwei Tore dran, wieder auf fünf Tore weg. Das hält doch keiner aus. Dann doch noch der Ausgleich. Der wie ein Rumpelstilzchen über den Platz springende deutsche Keeper Bitter hält und Deutschland hat in der letzten Spielminute wirklich noch die Möglichkeit in Führung zu gehen, das wäre zum ersten mal in dieser Partie. Es gäbe keinen besseren Zeitpunkt. Keinen hält es mehr auf den Sitzen, alle stehen. Doch die Deutschen verwerfen und das Spiel endet 34:34. Puhhh.
Zurück ins Casino.
Dort folgt der nächste Adrenalinstoß für mich. Im 1k Event sind noch knapp 90 Spieler von ursprünglich 220übrig. Mein Stack liegt mit 34k leicht über dem Average. Bei Blinds von 400/800 (100 Antes) raist ein aggressiv aufspielender Rumäne UTG seine dritte Hand in Folge auf 2000. Ich bin am Zug. Kings. Reraise auf 5900. Doch zu meiner Überraschung höre ich schon ein Call, bevor ich meine Hand von den Jetons genommen habe. Ein älterer Herr zu meiner linken, gerade neu am Tisch, findet wohl Gefallen an seiner Hand. Raise UTG, Reraise UTG+1 und dann Call. Hmmm. Alle anderen folden bis zum ursprünglichen Raiser. Der bezahlt ebenfalls und checkt den QT9 Flop zu mir. Knapp 20k im Pot, im setze meine beiden Kontrahenten, die ich leicht covere All-in. Snappcall vom Herrn zu meiner Linken. Ups. Da bin ich wohl geschlagen.

http://www.pokerfirma.de/wp-content/gallery/capt-seefeld-2010-nlh-1000-21-01-2010/capt_seefeld_2010_nlh_210110_sven_lucha.jpg

Der Rumäne foldet. „Oben unten Straße“ announciert er, während er seine Jetons selbstbewusst nach vorne schiebt. AJ offsuit. Wow, mit dieser Hand hatte ich nun wirklich nicht gerechnet, hatte eher auf AQ gehofft, vor slow gespielten Assen oder einem Set 9er oder 10er Angst gehabt. Aber nun gut, ich bin vorne. Es geht um einen doppelten Average Pot. Doch gleich am Turn dreht sich das Blatt: 8. Nun verbleiben mir drei Buben zur höheren Straße. Die lassen sich aber am River nicht blicken und ich verbleibe mit 3k ultrashort, die ich gleich in der nächsten Hand mit K9 an A8 abtrete. Später fragt mich ein Spieler, ob es nicht ich war, der seine Jetons mit KK an „Franz im Glück“ abtreten musste. Franz im Glück ist der Spitzname der werten Herren, da er dieses wohl des öfteren am Pokertisch bemüht. Nun gut, ich wünsche im selbiges auch in Zukunft.
Jetzt bin ich wieder zu Hause. Genug des vielen Adrenalins. Wobei. Gleich startet das entscheidende Vorundenspiel Deutschland-Schweden um den Einzug in die Hauptrunde und das lässt auf viel Action hoffen…

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1 KOMMENTAR
emmawatt am Freitag, Januar 22, 2010

ur site is zeer indrukwekkend en goed …..