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Verzweifelter Finanz Poker bei Caesars Entertainment

Kein Unternehmen in der Casinowirtschaft hat einen größeren Schuldenberg als Caesars Entertainment. Für Januar ist eine Insolvenz geplant, doch noch immer versucht man beim Konzern das Ruder herumzureißen. Nun plant man einen Zusammenschluss mit der Caesars Acquisition Company, um an Cash zu kommen und kurzfristige Schulden zu zahlen.

In der Poker-Community ist Caesars Entertainment als die Firma hinter der World Series of Poker bekannt. Doch innerhalb der Casinoindustrie ist der Konzern ein trauriges Beispiel dafür, was alles schief laufen kann.

Wie wir berichteten, ist für Januar ein Bankrott „nach Kapitel 11“ bei der Caesars Entertainment Operating Company (CEOC) geplant. Mit $18,4 Milliarden ist CEOC das größte Sorgenkind Caesars‘, insgesamt betragen die Schulden mehr als $25,5 Milliarden.

Mit den wichtigsten Gläubigern hat man sich am vergangenen Freitag auf einen Plan geeinigt, wie man CEOC umstrukturiert. Weniger wichtige Gläubiger bekamen dafür eine Absage. So entschied man sich bei Caesars Entertainment, dass man einer Rückzahlung von $225 Millionen nicht nachkommt. Zumindest vorerst, noch bis 14. Januar kann Caesars zahlen.

Der jüngste Streich bei Caesars ist ein geplanter Zusammenschluss von Caesars Entertainment und Caesars Acquisition Company (CAC). CAC hat von Caesars sechs der besser laufenden Casinos gekauft und kontrolliert zudem Caesars Growth Partners (CGP). Mit diesem Zug möchte man $1,45 Milliarden an Cash in die Kassen spülen und kurzfristige Schulden tilgen.

Gläubiger übten bereits heftige Kritik und klagten sogar, denn Caesars hat die wertvollen Aktiva an Subfirmen veräußert und hofft so im Falle einer Insolvenz, die gewinnbringenden Firmen nicht zu verlieren. Doch jegliches Finanz-Poker scheint vergebene Mühe. Das Unternehmen erwirtschaftet satte Verluste. Da ein Eintritt auf den asiatischen Markt blockiert ist, wird sich hier auch nur wenig ändern.


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