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Caesars will die WSOP verkaufen … mal wieder

Die World Series of Poker startet Ende dieses Monats. Rechtzeitig zum größten Spektakel des Jahres gibt es mal wieder Gerüchte um einen Verkauf. Spannend ist allerdings, dass dieses Mal sogar Mitch Garber Verkaufsgespräche bestätigt.

Caesars Interactive EntertainmentWie das Wallstreet Journal berichtet, so befindet sich Caesars Interactive Entertainment (CIE) in Gesprächen mit interessierten Parteien. Laut Insidern soll die Firma für mehr als $4 Milliarden über den Tisch gehen.

CIE ist sehr erfolgreich im Bereich Social sowie Mobile Gaming und besitzt auch die Rechte an der WSOP sowie die Online Plattform WSOP.com. Wer zu den potenziellen Käufern gehört ist unklar. Ohnehin steht es in den Sternen, ob die Verkaufsgespräche erfolgreich sind. Denkbar ist zudem, dass das ‚WSOP-Paket‘ getrennt veräußert wird. Allerdings gibt CIE Chef Mitch Garber offen zu, dass man sich „alle Angebote anhört“.

Ein Verkauf von CIE scheint jedoch nicht so einfach. Der Grund hierfür ist der gigantische Schuldenberg von Caesars Entertainment Corp und die chaotische Insolvenz bei Tochterfirma Caesars Entertainment Operating Co (CEOC). Mit dem Bankrott „nach Kapitel 11“ wollte man rund $10 Milliarden an Schulden abschreiben. Doch sowohl nachrangigen Gläubiger (Junior Creditors) als auch vorrangigen Gläubiger (Senior Creditors) gingen vor Gericht.

Grund für die Klagen ist die Bevorteilung der vorrangigen Gläubiger und die Tatsache, dass Caesars Entertainment durch geschickte Transaktionen die wertvollen Aktiva von der Firma abkoppelte. Vor rund drei Jahren schob man CIE von CEOC an die Caesars Acquisition Company (CACQ).

Genaugenommen gehört CIE zu Caesars Growth Partners, welche wiederum CACQ gehört und durch Caesars Entertainment kontrolliert wird. Durch die Transaktion ist CIE jedoch keine Tochterfirma, welche bei einer Insolvenz betroffen wäre, sondern lediglich ein Affiliate.

Das Insolvenzgericht beauftragte einen unabhängigen Ermittler und dieser kam zu dem eindeutigen Entschluss, dass Apollo Global Management sowie TPG Capital, die Firmen hinter Caesars Entertainment, haftbar gemacht werden können.

Auch wenn die Transaktionen legitim waren – was im übrigen noch hinterfragt werden könnte – besteht kein Zweifel, dass Apollo und TPG wussten, wie Gläubiger übergangen werden. Aus diesem Grund könnten Gläubiger bis zu $5,1 Milliarden einklagen.


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