Pokerfirma Redaktion
am
Donnerstag, Juli 8, 2010 Normalerweise herrscht bei den PokerStars Pros keine allzu große Fluktation. Aber mit David Williams und Vanessa Selbst gab es kürzlich zwei Neuverpflichtungen und nun hat Peter Eastgate, Weltmeister 2008, offiziell seinen Poker-Rücktritt erklärt.
Mit David Williams und Vanessa Selbst hat sich PokerStars zwei weitere seit langem erfolgreiche Pros ins Boot geholt. 2004 wurde er hinter Greg Raymer Zweiter beim WSOP Main Event und stockte seine Bankroll gleich um satte 3,5 Millionen Dollar auf. 2006 holte er sein erstes Bracelet im Seven Card Stud. Und im April 2010 holte er sich das WPT World Championship im Bellagio, was ihm weitere 1,5 Millionen Dollar brachte. Dazwischen liegen unzählige Cashes und Turniererfolge, auch online bei der WCOOP holte er sich schon 2009 den 8 Game Titel für $107.000. Insgesamt schlagen an Gewinnen alleine in Live-Turnieren fast acht Millionen Dollar zu Buche.
Vanessa Selbst ist auch kein unbeschriebenes Blatt. Die Yale-Studentin ist eine der wenigen Ladies im Circuit, die ein offenes WSOP Event gewann, nämlich 2008 das $1.500 Pot Limit Omaha. Im selben Jahr wurde sie auch Dritte beim $10.000 Heads-up Championship. Im April 2010 feierte auch sie ihren bislang größten Erfolg. Beim NAPT Main Event Mohega Sun setzte sie sich durch und holte sich die Siegesprämie von $750.000. Bei Live-Turnieren hat sie sich Preisgelder von über 1,6 Millionen Dollar erspielt.
Die beiden tragen ab sofort das PokerStars Logo, einer legt es freiwillig ab. Oder besser gesagt, er will sich komplett vom Pokern zurückziehen. Das haben zwar schon viele angekündigt, bei Peter Eastgate ist man aber geneigt es auch zu glauben. 2008 wurde er der jüngste Weltmeister (ein Jahr später von Joe Cada aber abgelöst). Seine Bankroll pushte er damit gleich auf neun Millionen Dollar. Er holte sich ein Side Event des PokerStars Caribbean Adventure, cashte oft und hat insgesamt fast elf Millionen Dollar in Live-Turnieren erspielt. Wer das erreicht hat, dem geht leicht die Motivation verloren und damit auch der Reiz des Spiels. Genau das ist das Problem, das Peter Eastgate nun hat. Finanzielle Unabhängigkeit hat er angestrebt und das hat er definitiv erreicht. Welchen Herausforderungen er sich im Leben nun stellen will, weiß man nicht. Und wer weiß, vielleicht kehrt der erst 24jährige Däne ja doch irgendwann wieder in den Poker Circuit zurück.
Schade um Eastgate, er erschien mir immer als einer der “besseren” Repräsentanten. Ohne divenhaftes Gehabe, keine Arroganz oder Selbstüberschätzung, freundlich, irgendwie integer wirkend. Naja, mit seinem Bankkonto geht vielleicht wirklich der Reiz verloren. Wenn wir nix mehr von ihm hören, macht die Pokerfirma hoffentlich in ein paar Jahren eine “Was macht eigentlich…Peter Eastgate” Geschichte.
Vanessa Selbst ist eine Superpartie für Pokerstars, die Frau hat einfach was drauf. Und Williams kann sicher was, wirkte auf mich aber irgendwie immer als einer von der “Koks und Nutten”-Fraktion. Also eher nich sooo der Sympath, aber sein Mentor (oder erinnere ich hier falsch) marcel Luske ist ja auch schon bei Pokerstars.
wirklich sehr schade, habe gerne sein spiel verfolgt
Bei so viel Geld geht der Reiz des Spieles verloren? OMG man da fangt der Reiz doch erst richtig an. Soll er gegen Durrr mal HU spieln um paar hundert tausend mal sehn ob ihm da nichts reitzt
aja nochwas, ich wette 2.500$ dass Eastgate sicherlich NICHT mit dem Pokern ganz aufhören wird, denn das schafft keiner! Er ist noch so jung, nach spätestens 1-2 Monate Pause wird er wieder wo spieln so ist das Pokerleben
@PREDA7OR
Du verstehst es nicht.
“Da fängt der Reiz erst an”? Das sieht Peter Eastgate ganz anders. Denn weshalb sollte er mit durrr (oder mit wem auch immer) um ein paar hundertausend spielen? Das ist genau der Punkt. Es ist Peter Eastgate schlichtweg scheisseagl, ob seine roll nun, sagen wir 10.350.000,- oder 11.200.000,- Dollar beträgt. Es ist einfach egal, da ihm das Geld keinerlei Motivation mehr gibt.
“Im Kleinen” kennt diesen Effekt jeder profitable Turnierspieler: Nach guten Cashes ist es immer eine Herausforderung, die nächsten Turniere mit der nötigen Ernsthaftigkeit anzugehen und das vermeintlich niedrige Buy-In nicht als Peanuts anzusehen. Da geht man dann halt lieber auch einfach mal schwimmen. Oder so.
@norbert s.
du verstehst es nicht.
wenn man ein guter spieler ist und es geschafft hat seine roll auf so einen stand zu bringen, dass man sich mit leuten wie dwan, antonius, ivey usw. messen kann, dann fängt der reiz erst an. aber eastgate sieht auf diesem niveau kein land, deshalb besser aufören. gute entscheidung.
lol
Vielleicht hat Eastgate aber schlichtweg keine Lust seine Bankroll gegen die von norbert angegebenen Gambler zu smashen. Ausserdem hat er er sie alle schon im cashgame gespielt , recht ausgeglichene Bilanz wie ich meine. Und glaubt mir Jungs und Mädels , sollte ich in einem Tunier 9 Mio gewinnen packe ich nie wieder in meinem Leben eine Karte an. Das Leben ist so scheissen kurz, ich würde reisen reisen reisen reisen mir eine andere Herausforedrung suchen,….. nie wieder stundenlang neben Menschen sitzen deren Verhalten unerträglich ist, überall angeblabbelt werden “bist Du nicht….
und dann womöglich noch durrr s epische Gehabe am Tisch ertragen, ………… neeeeeeeeeeeee Scheck her und good bye
well done Eastgate
Klasse Entscheidung!
Schon so viele haben in Ihrer Roll nen Flächenbrand gelegt, Eastgate lässt es gar nicht erst warm werden.
Äußerst klug.













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