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Samstag, 11.02.2012
Online-Poker

Double Vision Sonntag auf PokerStars

Sonntag für Sonntag sitzen unzählige Pokerspieler vor den Bildschirmen und geben sich den allwöchentlichen Sunday Majors hin. Am kommenden Sonntag, den 12. Februar, gibt es da doppelt so viel zu spielen, denn PokerStars lädt wieder zum Double Vision Sonntag.
Kolumne

Poker, Sex und gute Hände

Thema Sex – wer könnte da wohl mehr wissen als ich, der quasi regelrecht davon umgeben ist. Und, nebenbei bemerkt, täglich mindestens drei Frauen befriedigt. Dessen erster Blick, wenn er – natürlich nie vor mittags – die Augen aufschlägt, immer auf die wohlgeformten Brüste des neben ihm liegenden willigen Mädchens fällt.
Live-Poker

Pokerfirma Open – Heute geht’s los

Es ist angerichtet! Heute Mittwoch starten die ersten Pokerfirma Open in der Spielbank Berlin. Deepstack Poker vom Feinsten, Live-Reporting und natürlich auch Live-Stream, die heißeste Player’s Party ever und Cashgame Action (fast) ohne Ende erwarten Euch in den kommenden Tagen. Und vielleicht gibt’s auch den ein oder andern Promi, denn schließlich ist der rote Teppich der Berlinale vor der Spielbanktür.
WSOP

WSOP2012 – Der offizielle Turnierplan mit allen Veränderungen und den „October Nine“

Der auf 2+2 kommunizierte Turnierplan war tatsächlich der korrekte. Die World Series of Poker (WSOP) 2012 kommt mit 61 Bracelet-Events und zwei Nicht-Bracelet-Events, dem „Big One for One Drop“, neuen Formaten und den October Nine.
Live-Poker

Die CAPT gastiert in Bregenz

Nach der CAPT ist bekanntlich auch vor der CAPT und so gastiert die Tour der Casinos Austria von 19. bis 26. Februar 2012 im Casino Bregenz. Zahlreiche No Limit Hold’em Events und ein Pot Limit Omaha Turnier erwarten die Spieler und natürlich auch wieder das Ranglistenturnier der bestplatzierten Spieler aus 2011.
» Pokerfirma Topstories
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Everest Poker European Cup – Im Wartesaal der Talente – Teil 3
am Dienstag, Mai 12, 2009

Werthan schlendert über den Strand, sieht den schönen Menschen von der Insel beim Kitesurfen, Beachvolleyballen und beim Surfen zu. Dazwischen tummeln sich Spieler, die er von den letzten Tagen kennt, sehr leicht zu erkennen an den frühsommerlich geröteten Gesichtern, Armen und Knien. Rot die Farbe derer, die bei ihrem Spiel nicht viel Glück hatten, rot die Farbe der Verlierer.

Sechsunddreißig Spieler sind für den letzten Tag verblieben, darunter sieben Deutsche, vier Schweizer und ein Österreicher. Jetzt merkt man einigen Spielern doch an, dass ihr Live-Spiel mit so hohen Blinds noch eher unerfahren ist. Eindeutige Charaktere und den daraus leicht ersichtlichen Spielweisen, wie Thomas Schaaf analytisch bemerkt.

In der Zwischenzeit haben die ausgeschiedenen Spieler die Möglichkeit ein fünfzig Euro „Beat the Everest Pro’s“ Sit n’ Go zu spielen und der Veranstalter bietet eine lustige Runde. Kim Wooka Gewinnerin der All Japan Championship 07, die nicht nur exotisches Flair an den Tisch mitbringt, sondern auch kunstvolle Gebilde, welche hinlänglich als Fingernägel bekannt sein sollten. Den finnischen Poker-Rocker Voitto Rintala, mit Haaren, soviel, dass ganze Vogelkolonien daraus Nester für Jahre bauen können und Kontaktlinsen, durch die man bei einem intensiven „sich-in-die-Augen-sehen“ mit Sicherheit den Verlierer darstellt und den von seinen italienischen Landsleuten mit frenetischen Jubel empfangenen, temperamentvollen Cristiano Blanco.    

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Und dann war da unter acht weiteren Spielern noch Franz Fussbroich, ein charmanter, lustiger, vielleicht etwas rundlicher Spieler, der als Begleitung seiner einundsechzigjährigen Mutter mit nach Sardinien mitgereist ist. Aufgrund der Akzentschwierigkeiten des Deutschen mit den freundlichen, aber des Englischen manchmal nicht wirklich beherrschenden Mitarbeitern der Veranstalter, glaubt er ein fifteen anstatt ein fifty Sit n’ Go zu spielen und als der Cashier ihm auf seinen Fünfziger, der gleichzeitig sein gesamtes Budget für das Wochenende bedeutete, kein Wechselgeld herausgibt, bemerkt er seinen Irrtum, aber sein Stolz verbietet ihm einen Rückzieher zu machen. Frank nimmt mit einer Gelassenheit eines routinierten Highrollers einen Spieler und die Pros mit süffisanten Lächeln vom Tisch und gewinnt die € 550, den schlechten Englischkenntnissen sei dank.

Währenddessen lichten sich beim „Mainevent“ die Reihen. Silke Burghardt erwischt es nach beherzten Smallstackspiel als Dreißigste und Johann Richter, den letzten verbliebenen Österreicher, als fünfundzwanzigsten.
Mit dem zwölften Platz verpasst Angelika Von Hielmcrone nur hauchdünn den Finaltisch und somit sind alle Deutschen draußen.

Alle sind jetzt beim Dinnerbreak. Werthan steht alleine im Turnierbereich, am noch leeren Finaltisch und denkt über das Verlieren nach und er denkt sich, dass wahre Spielstärke sich dadurch identifizieren lässt, dass sie nicht das Objekt des Stolzes ist, sondern des Selbsthasses, denn wie sonst sind die selbsterniedrigenden Selbstzweifel nach einem Ausscheiden erklärbar. Natürlich erhofft sich jeder Spieler die Erlösung aus dem Selbsthass durch die ästhetische Verfeinerung des nächsten Turniergewinns mit einer perfekt gespielten Finalhand. Dann versteht er seine eigenen Gedanken nicht mehr und geht auch essen.

Jetzt sitzen drei Schweizer, zwei Niederländer, zwei Schweden, ein Pole und ein Spanier am letzten verblieben Tisch, nachdem sie mit brachialphonetischer Musik und ehrlichen Applaus und Gejohle empfangen wurden. Nach zwei Stunden und zweiundzwanzig Minuten sitzen noch zwei Schweizer und ein Schwede am hell ausgeleuchteten Tisch und nur wenige Hände später hatte man das Gefühl, es wären nicht acht, sondern achthundert Schweizer als Railbirds im Raum, als nämlich feststand, dass die beiden Schweizer Gael Seydoux und Pablo Finini das Finale in Angriff nehmen werden, welches aber nach sechs weiteren Minuten auch schon wieder vorbei ist.

Mit :Ax: :9x: und der behaglichen :9x: am River beendet Pablo den Traum  von Gael auf den Gewinn von einundzwanzigtausend Euro, der mit Pocket Achter, Anstand und Restfreude verliert.

Es war ein, von den Frauen und Mannen rund um Olaf Schimpf, perfekt organisiertes Wochenende. Es wurden Freundschaften geschlossen, die über das Poker hinausgehen, aber im Poker ihren Anfang fanden.

2 KOMMENTARE
Thomas am Dienstag, Mai 12, 2009

Hallo mein lieber Werthan,
Du bist das beste Beispiel dafür, dass Sonne nicht nur von oben strahlen kann, sondern auch aus der Seele mancher Menschen. Du hast einen Großteil dazu beigetragen, dass die Laune immer strahlend war. Wir hoffen deshalb, daß die Freundschaft zu Dir noch viele Jahre erhalten bleibt und die Bekanntschaften mit Mareike, Klaus, dem guten Martin und Hans reifen werden.

Robert Werthan am Mittwoch, Mai 13, 2009

was soll man dazu sagen ausser, danke das es euch gibt