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Online Poker USA: neuer Gesetzesentwurf in Kalifornien

Ein Abgeordneter des kalifornischen Senats hat einen Gesetzesentwurf eingereicht, der 2015 Online Poker Regulieren könnte. Spannend sind Klauseln, die Amaya gezielt davon abhalten sollen, PokerStars als Poker Room an die Westküste zu bringen.

Michael Anthony "Mike" GattoAb 6. Januar 2015 beginnt in Kalifornien eine neue Legislaturperiode. Der Abgeordnete Mike Gatto (Foto) hat schon vorgearbeitet und den Gesetzesentwurf mit dem Kürzel AB 9 eingereicht. Dahinter steckt der Internet Poker Consumer Protection Act of 2015 und ein weiterer Versuch Online Poker in Kalifornien zu regulieren.

Eine Lizenz, die für zehn Jahre gilt, soll $5 Millionen kosten. Zudem sind 5% an Abgaben auf Gewinne jährlich fällig. Bewerben dürfen sich lizenzierte Card Rooms sowie Stämme der Ureinwohner. Alle Poker-Varianten, die es in den Card Rooms Kaliforniens zu finden gibt, wären auch Online spielbar, lediglich Pai Gow ist ausgenommen.

Spannend ist der Versuch, sogenannte ‚Bad Actors‘ außen vor zu halten. Die Stämme der amerikanischen Ureinwohner leisten viel Lobbyarbeit und sind sehr bedacht darauf, ihre Stellung zu halten und verlangen, dass kein Anbieter als Partner eines Lizenznehmers fungieren darf, der nach dem 31. Dezember 2006 Online Poker in den USA angeboten hat.

Mit dem Aufkauf von PokerStars und Full Tilt durch Amaya im Hinterkopf, wurde auch eine Regel implementiert, die Firmen eine Lizenz verweigert, wenn sie Bad Actors als „enthaltene Aktivposten“ haben. Des weiteren werden solche Firmen sogar direkt zu Bad Actors, Amaya könnte also nicht einmal einen eigenen Poker Room unter neuer Marke nach Kalifornien bringen.

AmayaAllerdings gibt es auch ein ganz großes ABER. So wurde eine Klausel implementiert, die einem solchen Anbieter ein Schlupfloch ermöglicht. Wenn ein betroffener Anbieter einen „klärenden und überzeugenden Beweis“ liefert, dass es keine „negativen Auswirkungen auf die Integrität oder ein Untergraben des Vertrauens der Öffentlichkeit in innerstaatliches Internet-Poker [gibt] oder auf andere Weise eine Bedrohung für das öffentliche Interesse [ist] […].“ (Quelle: Online Poker Report)

Ob man damit nur Druck auf PokerStars ausüben will, um gegebenenfalls Partnerschaften zu kontrollieren, oder ob man nur die Illusion eines möglichen Eintritts geben möchte, um Klagen wegen konstitutioneller Bedingungen zu vermeiden, ist reine Spekulation.

Am Rande ist noch zu erwähnen, dass es auch noch eine Klausel gibt, die gezielt gegen Santa Ysabel Band of Diegueno Mission Indians gerichtet ist. Jeder, der vor der Regulierung Online Poker innerhalb von Kaliforniens jedoch außerhalb der Territorien der Ureinwohner anbietet, soll keine Lizenz erhalten.

Kalifornien trägt den Beinamen „Golden State“. Dies könnte sich für einen Online Poker-Markt in den USA bewahrheiten. Von den mehr als 37 Millionen Einwohnern sind schätzungsweise 29 Millionen von ihnen 21 oder älter und somit potenzielle Kunden.

PokerStars hat schon vergangenes Jahr seine Fühler ausgestreckt. Amaya erneuerte kürzlich eine Partnerschaft zwischen PokerStars und den Morongo Band of Mission Indians sowie dem Commerce Casino, dem Bicycle Casino und dem Hawaiian Gardens Casino, um gemeinsam auf einen regulierten Markt zu operieren.


1 Kommentar
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Nuggi
6 Jahre zuvor

Funktioniert ganz einfach. Amaya kauft jetzt noch Bwin, implementiert dort die Starssoftware und kann dann alles anbieten. Strike.