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Online Poker – erneute Anschuldigungen gegen Senator Reid

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Vor dem Black Friday war Jeremy Johnson einer der wichtigsten Finanzdienstleister der Online Poker-Industrie. Nachdem der Geschäftsmann nun wegen Betruges zu elf Jahren Haft verurteilt wurde, sprach er sich erneut gegen Senator Harry Reid aus.

Während die Poker-Community nach dem Black Friday hauptsächlich mit dem Zerfall von Full Tilt Poker beschäftigt war, so blieb das Drama rund um die SunFirst Bank im US-Bundeststaat Utah fast völlig unbeachtet.

Dort wickelten viele Poker Rooms ihre Zahlungen an amerikanische Spieler ab. Eine Mitarbeiterin wurde zum Whistleblower und half den Behörden, gegen die großen Anbieter vorzugehen. Chad Elie, der für die Bank tätig war, musste für fünf Monate hinter Gitter.

Jeremy Johnson, der hinter den Geschäften stand, wurde im Rahmen des Black Fridays nicht angeklagt, da die Staatsanwaltschaft bereits gegen ihn ermittelte. Der Grund hierfür war Betrug, der Bankkunden mehrere Millionen kostete.

In diesem Sommer wurde Jeremy Johnson zu 135 Monaten Haft verurteilt. In einem Interview nach seiner Überführung in das Gefängnis sprach Johnson die Themen Online Poker, Black Friday sowie Senator Harry Reid an.

Der Demokrat soll mehrere Treffen mit dem Geschäftsmann gehabt haben und recht unverblümt nach Geld gefragt haben. Laut Johnson behauptete Reid, dass er als Repräsentant von Nevada die Interessen der Casinos vertreten muss und daher erst von Online Poker überzeugt werden müsse.

Jeremy Johnson hat diese Vorwürfe nicht zum ersten Mal erhoben. Bereits vor über drei Jahren gab der Amerikaner an, dass er $600.000 an Harry Reid zahlte. Vergangenes Jahr gab Johnson bekannt, dass er diverse Aufzeichnungen der Gespräche hat, diese jedoch als Beweise von den Ermittlern beim Department of Justice zurückgehalten werden.

Das DoJ verwendete das Material bei der Verhaftung von John Swallow und Mark Shurtleff. Die beiden ehemaligen Staatsanwälte wanderten wegen Bestechung ins Gefängnis. Unter anderem wurden sie von Johnson bezahlt, um wegen der Online Poker-Zahlungen ein Auge zuzudrücken.

Im jüngsten Interview gibt Johnson an, dass der nun alle Aufzeichnungen zurück hat, diese jedoch „unbrauchbar“ wären. Die Ermittler sollen Johnson nur das Rohmaterial ausgehändigt haben. Damit hat Jeremy Johnson zwar alle Gespräche, jedoch keine Informationen, wann diese stattgefunden haben, so dass man sich durch alle Aufzeichnungen „durch hören“ müsste. Ob Handfeste beweise gegen Harry Reid ans Tageslicht kommen, muss somit abgewartet werden.

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