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Schwedisches Gericht erklärt Pokerturniere zum Geschicklichkeitsspiel

Der rechtliche Status von Poker ist in jedem Land unterschiedlich und ändert sich auch oft genug. Im Falle von Schweden gab es nun ein Gerichtsurteil, das von den Spielern sehr begrüßt wurde. Denn darin heißt es, dass Pokerturniere als Geschicklichkeitsspiel einzustufen sind.

Es war 2007, als vier Leute ein Pokerturnier mit 670 Teilnehmern organisierten. Die Anzeige durch Svenska Spel, die schwedischen Glücksspielmonopol-Halter, ließ nicht auf sich warten und die vier wurden verhaftet. Die vier setzten in der Verhandlung alles daran, die Jury und die Richter zu überzeugen, dass Poker mehr mit Geschick als mit Glück zu tun hat.

Vor einigen Tagen fiel nun das Urteil – zugunsten der Angeklagten. So wurden Pokerturniere tatsächlich als Geschicklichkeitsspiel eingestuft und damit das Turnier von damals auch als legal bezeichnet. Im selben Urteil steht aber auch, dass dies nur für Turniere zutreffe, denn Cashgames sind eindeutig mehr vom Glück als vom Geschick abhängig. Jede einzelne Hand im Cashgame wird als eigenes in sich abgeschlossenes Spiel gesehen und da überwiegt der Glücksfaktor.

Welche Auswirkungen das Gerichtsurteil nun in Schweden hat, bleibt abzuwarten. Die schwedischen Pokerfans feiern die Entscheidung des Gerichts schon als „Meilenstein in Schwedens Pokergeschichte“, andere raten aber zur Vorsicht, denn es sei nur ein Gerichtsurteil in einem Prozess.

Immer mehr Gerichte müssen sich aber weltweit mit dem Thema „Poker“ auseinandersetzen. Dass die Entscheidungen sehr unterschiedlich ausfallen ist leider auch ein Beweis dafür, wie wenig Verständnis „Außenstehende“ für Poker haben.


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