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USA – kein Online Poker von den Ureinwohnern

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Die Iipay Nation of Santa Ysabel aus Kalifornien wollte sich auf ihre Sonderrechte als amerikanische Ureinwohner berufen und Online Poker anbieten. Nun wurde gegen sie geurteilt, was Bemühungen anderer Stämme ebenfalls einen Riegel vorschiebt.

Seit dem Black Friday gab es immer wieder Bemühungen, um Online Poker in den USA zu regulieren. Dazu gab es diverse Versuche von Ureinwohnern, die auf die ein oder andere Art versuchten, Gesetze zu umgehen.

Die Santa Ysabel Band of Diegueno Mission Indians of the Santa Ysabel Reservation gingen mit ihrer Plattform im Sommer 2014 online. Es wurde Bingo angeboten, wobei man mit der Ankündigung von Online Poker die meiste Aufmerksamkeit auf sich zog.

Dem Unterfangen wurde schnell Einhalt geboten und bis zum Dezember wurde die Seite durch einstweilige Verfügung vom Netz genommen. Nun gab es vor dem Bezirksgericht des Southern District of California eine Entscheidung.

Die Iipay Nation of Santa Ysabel beriefen sich auf Indian Gaming Regulatory Act (IGRA) aus dem Jahr 1988, der den Ureinwohnern aufgrund ihrer Souveränität Sonderrechte im Bezug auf Glücksspiel einräumt.

Richter Anthony J. Battaglia urteilte jedoch, dass das IGRA kein Mittel ist, um das Unlawful Internet Gambling Enforcement Act of 2006 (UIGEA) zu umgehen. Unter dem Strich entschied Battaglia, dass die Server zwar auf dem Land der Ureinwohner stehen, doch die Spieler sich auf amerikanischem Boden befinden.

Die Website der Iipay Nation of Santa Ysabel war im übrigen weder der erste noch der letzte Versuch, eines Stammes von Ureinwohnern. Anfang dieses Jahres kündigte der Iowa Tribe of Oklahoma PokerTribe.com an.

Im Laufe von 2016 sorgte der Stamm zusammen mit World Poker Funds Holdings (WPFH) immer wieder für recht dubiose Schlagzeilen. Unter dem Strich verliefen die Bemühungen jedoch im Sande. Hauptgrund waren Investoren beziehungsweise der Ausstieg der Celebrities.

Derzeit schlägt sich der Stamm mit der Universal Entertainment Group (UEG) herum. Die Firma aus Florida investierte nach eigenen Angaben $40 Millionen in die Software [Anm.: eine mehr als fragwürdige Aussage] und fordert nun $10 Millionen vom Iowa Tribe of Oklahoma.

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