Neulich saßen abends ein paar bekannte und unbekannte Pokerspieler und -Journalisten beim „Poker-Stammtisch“ in einem Wiener Beisl (Kneipe) und plauderten über Fußball („Pep“), Autos (BMW i3) und Onlinepoker. Irgendwann wurde über Poker Nicknames gesprochen und das wurde dann politisch.

„Ihatejuice“ durfte im Jänner 2011 seinen Namen ändern. Warum „sschmidt88“ nicht eingeladen wird dasselbe zu tun ist unerklärlich. Zumindest in Deutschland sowie im deutlich sprachverwandten Österreich sollte kein Pokeranbieter die Möglichkeit bieten die Grausamkeiten des Naziregimes zu verharmlosen oder ins spielerisch-lächerliche zu ziehen. Die verantwortlichen Anbieter sollen nicht als inquisitorische Namens-Polizisten agieren, sondern die notwendige Sensibilität von ihren Spielern einfordern. Selbstverständlich ist das Anliegen naiv, aber der polit-pädagogische Ansatz könnte ein Zeichen sein, dass der Wille besteht, Poker sauberer zu machen und zu halten. Poker soll anspannen, entspannen und kommunikativ sein, aber es darf nie für politische Statements verwendet werden, auch wenn sie „nur“ in Namen stattfinden.
L., D. und K. meinten das „diese Journalisten“ immer überreagieren. T., M. und drei andere waren es, die sagten, dass Intoleranz, Fremdenfeindlichkeit und Misogynie nichts im Poker verloren haben.
Wir sind der gleichen Meinung.