WSOP Europe Main Event: Nitsche und Spindler verpassen das Bracelet – Sieg für Adrian Mateos

Fast hätte es mit dem zweiten Bracelet für Dominik Nitsche geklappt. Beim € 10.450 Main Event der World Series of Poker (WSOP) Europe war er unter den letzten drei Spielern, musste sich aber mit Rang 3 begnügen. Auch Benny Spindler war bereits auf Rang 6 ausgeschieden. Nach einem sehr harten Kampf durfte letztlich Adrian Mateos über das Bracelet jubeln.

Sechs Spieler und zwei davon aus Deutschland. Das eine Ausgangsposition, die sich sehen lassen kann. Allerdings wurden die Chancen auf das deutsche Bracelet gleich halbiert, denn Benny Spindler musste als erster den Final Table verlassen. Zunächst versuchte Benny aggressiv Chips zu machen, was so lange gut ging, bis ihn Jerome Huge bei einem Bluff erwischte. Preflop spielte Huge an und Benny callte im BB. Am Flop check-callte Benny, am Turn check-callte er wieder. Am River spielte Huge an und dieses Mal ging Benny all-in. Huge callte mit – genug um zu verdoppeln, denn Benny hielt nur .

So blieben Benny nur sechs BBs, die er dann mit Queens gegen von Adrian Mateos in die Mitte brachte. Das Board und Benny musste sich mit Rang 6 für € 126.000 begnügen.

Platz 5 ging an Ravi Raghavan, der am Flop die 3-Bet von Adrian Mateos mit einem All-in beantwortete. Er hielt für viele Outs, Adrian . Der Turn brachte brachte Ravi weitere Outs, aber River und Ravi nahm Platz 5.

Zu viert ging es in Level 23, Adrian Mateos war massiver Chipleader vor Dominik Nitsche. Jerome Huge war der Shortstack, stand aber auch bei rund 50 BBs. Fabrice Soulier war es dann, der Jerome mit Platz 4 nach Hause schickte. Am Board waren rund 700k im Pot, Jerome ging für 780k mit all-in. Fabrice überlegte einige Zeit, callte dann aber mit und holte sich so Jeromes Chips und Rang 2 im Chipcount.

Dominik Nitsche war nun Dritter und letzter im Chipcount, Adrian Mateos noch immer weit vor den beiden. Er konnte kurz an Fabrice vorbeiziehen, fiel dann aber unter eine Million zurück. Nach der Dinnerbreak ging es aber doch wieder für ihn bergauf und er konnte auch Fabrice wieder hinter sich lassen. Er lieferte sich mit dem Franzosen einen harten Kampf um Rang 2, während Adrian Mateos mit mehr als der Hälfte der Chips in einer anderen Liga spielte. Dass man sich mit dem Chipleader nicht anlegen soll, erfuhr Dominik Nitsche in einem großen Pot, der ihn wieder auf rund eine Million Chips zurückwarf. Er 3-bettete preflop und spielte am Board auf jeder Straße an. Als Adrian aber auch die River Bet callte, muckte Dominik, Adrian zeigte noch ein Paar 7 und strich auch diesen Pot ein.

Von diesem Rückschlag sollte sich Dominik auch nicht mehr erholen. Nur wenige Hände später war er mit gegen von Adrian all-in. Das Board brachte keine Rettung für Dominik und so musste er sich mit Platz 3 für € 400.000 begnügen.

Adrian Mateos ging nun mit 9.130.000 ins Heads-up gegen Fabrice Soulier, der bei 2.120.000 stand. Was zunächst nach einem einfachen Sieg für Adrian Mateos aussah, wurde zu einem spannenden Kampf. Fabrice Soulier hatte die Hoffnung auf den heimischen Sieg längst noch nicht aufgegeben und konnte sich tatsächlich zur Führung hochkämpfen. Seinen Vorsprung baute er weiter aus und brachte es auf eine 2:1 Führung. Adrian Mateos gelang aber ebenfalls das Comeback und so ging es zwischen den beiden sehr lange hin und her. Nach rund 100 Händen im Heads-up waren die beiden wieder dort, wo alles angefangen hatte – Mateos bei rund 9 Millionen, Soulier bei rund 2 Millionen. Nach 160 Händen im Heads-up fiel schließlich doch noch die Entscheidung. Am Flop raiste Fabrice Soulier all-in, Adrian Mateos callte nach einiger Überlegung mit , Fabrice zeigte . Der Turn brachte dem Spanier die Führung, der River änderte nichts mehr und so konnte Adrian Mateos den Sieg und € 1.000.000 einfahren. Für Fabrice Soulier blieben als Trostpflaster für den verpassten Heimsieg noch € 610.000.

mateos

Payouts:

1 Adrian Mateos Diaz € 1.000.000
2 Fabrice Soulier € 610.000
3 Dominik Nitsche € 400.000
4 Jerome Huge € 251.000
5 Ravi Raghavan € 176.000
6 Benny Spindler € 126.000
7 Andrei Konopelko € 101.000
8 Shannon Shorr € 77.500
9 Daniel Steinberg € 59.500
10 Romain Kazarian € 59.500
11 Ivan Tikhov € 44.750
12 Sergio Aido € 44.750
13 Adrien Allain € 34.750
14 Adam Jerney € 34.750
15 Ognjen Sekularac € 27.250
16 Jeremy Ausmus € 27.250
17 Ariel Celestino € 23.750
18 Flavien Guenan € 23.750
19 Mark Teltscher € 23.750
20 Hans Martin Vogt  € 23.750
21 Roman Romanovskyi € 23.750
22 Alain Bauer € 23.750
23 Jordan Cristos € 23.750
24 Ludovic Lacay € 23.750
25 Daniel Negreanu € 21.750
26 Sam Holden € 21.750
27 Guillaume Marrucho € 21.750
28 Scott Clements € 21.750
29 Marc-Andre Ladouceur € 21.750
30 Giacomo Fundaro € 21.750
31 Eric Sfez € 21.750
32 Frederic Asta € 21.750
33 Alexandre Amiel € 20.250
34 Jay Farber € 20.250
35 Todd Terry € 20.250
36 Ariel Malnik € 20.250
37 Marcin Wydrowski € 20.250
38 Yann Dion € 20.250
39 Nassar Firas € 20.250
40 David Yan € 20.250

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