Alle Pokerspieler, die schon einmal einen großen Cash in den USA geholt haben, kennen das leidige Problem mit der Steuerbehörde. Vor allem bei großen Events wie der World Series of Poker reibt sich die IRS die Hände. Steuerexperte Russ Fox hat sich die Mühe gemacht und den Final Table des WSOP 2013 Main Events als Beispiel genommen.

Glücksspielgewinne sind in den USA zu versteuern und auch als Pro wird man zur Kasse gebeten. Pokerweltmeister Ryan Riess wird rund 42% abtreten müssen, was fast $3,5 Millionen entspricht. Immerhin noch knapp über $2 Millionen muss Runner-up Jay Farber zahlen, der als Amateur den Cash als Selbstständiger abführen kann.
Fast $1,55 Millionen muss Amir Lehavot abtreten. Damit überholt ihn Sylvain Loosli, der als in Großbritannien lebender Poker-Pro aufgrund eines Abkommens zwischen dem Vereinigten Königreich und den USA gar keine Steuern zahlen muss.
Ganz anders sieht es bei JC Tran aus, der doppelt zur Kasse gebeten wird. Neben der Bundessteuer muss der Poker-Pro auch noch eine Steuer in Kalifornien zahlen, was ihm insgesamt mehr als eine Million kosten wird.
Marc-Etienee McLaughlin tritt zunächst rund 30% an die USA ab und wird sich dann noch einmal mit der kanadischen Steuerbehörde rumschlagen müssen. Insgesamt wird der Mann aus Quebec gut die Hälfte seines Gewinnes abtreten müssen.
Michael Brummelhuis muss als Niederländer keine Steuern in den USA zahlen, dafür 29% in seinem Heimatland abtreten. David Benefield wird wie JC Tran doppelt zahlen müssen, da der Poker-Pro in New York lebt. Zu guter Letzt ist noch Mark Newhouse, dessen Steuersatz bei etwa 44% liegen wird.
Insgesamt gehen von den insgesamt $25.932.167 des World Series of Poker 2013 Main Event Final Tables über $9,6 Millionen an Steuerbehörden. Die ‚echten‘ Payouts liegen letztendlich zwischen $410.00 und $4,88 Millionen.
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