Kolumnen

Deutsche Poker Meisterschaft 2014: Josef-Maria Krämer im Pokerfirma-Interview

Die Spielbank Schenefeld richtet in diesem Jahr die Deutsche Poker Meisterschaft aus. Seit Jahren ist das Engagement der Pokerabteilung deutschlandweit bekannt und so hat man sich für 2014 sehr viel vorgenommen. Pokerfirma hat deshalb Pokerchef Josef-Maria Krämer zu einem kurzen Interview gebeten.

JMK_floor
Josef Maria Krämer, wo er sich am wohlsten fühlt – am Floor inmitten der Spieler

PF: Die Spielbank Schenefeld ist dieses Jahr der Veranstalter der Deutschen Poker Meisterschaft. Bekannt ist bereits, dass es eine PLO Meisterschaft geben wird, welche Änderungen dürfen die Spieler noch erwarten?

J.-M. K.: Viele! Wir haben aus den vergangenen Jahren gelernt und In erster Linie geht es nach den Spielerwünschen, die man respektieren muss. Die Deutsche Pokermeisterschaft 2014 soll dem Ruf einer Meisterschaft gerecht und das Pokerhighlight des Jahres in Deutschland werden. Daran arbeiten wir bereits jetzt Anfang des Jahres auf Hochtouren.

Vom 13. bis zum 23. November wird es ein gewaltiges Pokerprogramm geben, sodass sich auch eine längere Anfahrt nach Schenefeld für jeden Pokerspieler lohnen wird!

Neben mehreren Side Events wird es vor allem um 3 Titel gehen:

–    Deutscher Pokermeister 2014 Texas Hold’em
–    Deutscher Pokermeister 2014 Omaha
–    Schleswig-Holsteinischer Pokermeister 2014 Texas Hold’em

Die Deutsche Pokermeisterschaft 2014 hat in Schenefeld übrigens schon begonnen, denn seit dem 1. Januar halten wir bei unseren täglichen Turnieren pro Buy-In € 3 für eine Ticketrangliste ein. Die Erstplatzierten der Rangliste mit Stichtag 31. Oktober 2014 erhalten die angesammelte Summe in Form von Teilnahmetickets für die Deutsche Pokermeisterschaft 2014 im Texas Hold’em! Das erste Ticket haben wir so bereits im Januar eingespielt.
Ab dem  Sommer werden wir täglich neben unseren regulären Turnieren Step-Satellites anbieten. Für € 50 inklusive Gebühren werden Singletable-Turniere gespielt, bei denen dem Sieger ein Ticket für ein Supersatellite winkt – EINE TOUR FÜR ALLE! Dementsprechend hängt es nicht mehr vom Gelbeutel ab, Deutscher Pokermeister zu werden.

Insgesamt dreht sich in Schenefeld im Jahr 2014 alles um die Deutsche Pokermeisterschaft! Neben drei Tourstopps, reichlich Satellites für die Texas Meisterschaften, Omaha-Satellites für die PLO-Meisterschaft wird der gesamte Pokerfloor neu gestaltet und umgebaut.  

PF: Die German Poker Tour beginnt ebenfalls hier in Schenefeld. Durch den Wegfall von Warnemünde sind es ja nur noch vier Spielbanken (Anm. d. Red. Schenefeld, Hannover, Hamburg, Berlin), die als Veranstalter mitmachen. Gibt es Pläne, die Tour vielleicht doch noch ein wenig südlicher auszuweiten?

J.-M. K.: Die Spielbanken Berlin, Hamburg, Hannover, Schenefeld und Warnemünde haben selbstverständlich auch schon in den letzten Jahren versucht, weitere Spielbanken für die Deutsche Pokermeisterschaft und die GermanPokerTour zu begeistern. Leider ist das ja – wie bekannt – nicht gelungen. Die Gründe sind unterschiedlich und manchmal auch nicht nachvollziehbar. Dieses Jahr wird aber tatsächlich der mittlere Raum dabei sein. Die Spielbank Bad Homburg hat sich vorgenommen, einen Tourstopp auszurichten! Durch die jahrelange Zusammenarbeit in Schenefeld mit dem neuen Geschäftsführer von Bad Homburg – Lutz Schenkel – weiß ich genau, welches Engagement damit verbunden sein wird. Darüber hinaus freut es mich natürlich sehr, dass somit im Rhein-Main-Gebiet eine neue Pokerära eingeläutet wird!

PF: Stichwort German Poker Tour – die Major Events bleiben bei einem Buy-In von € 550? Gibt es wieder ein Gesamtranking, bei dem man Tickets für die DPM gewinnen kann?

J.-M. K.: Ja, wir bleiben bei dem Buy-In von € 550! Diese Größenordnung ist in der Pokerszene beliebt und für kleines Geld hat man über die angebotenen Satellites die Möglichkeit, an einem sehr attraktiven Turnier teilzunehmen. Der Stopp in der Spielbank Berlin wird wie schon letztes Jahr günstiger vom Buy-In sein, dafür bietet der Pokerfloor aber mehr Platz und einen entsprechend lukratives Turnier.

Pro Major-Event wird ein Ticket für das Finale der Deutschen Pokermeisterschaft entnommen. Ein Tourstopp-Sieger qualifiziert sich so direkt für das Finale im November. Diese Variante wird ebenso bei den PLO-Events der Tourstopps für die Deutsche Meisterschaft im Omaha angewendet. Einen Gesamtsieger der Tour und das Ranking wird es so nicht mehr geben, allerdings sind die Qualifikationsmöglichkeiten insgesamt erheblich gestiegen!  

PF: Obwohl es noch lange bis zum November ist, kommt bei vielen schon jetzt die Frage, ob es denn auch außerhalb der Spielbank Schenefeld Satellites für die DPM geben wird.

J.-M. K.: Die Nachfrage von Pokerspielern kann ich bestätigen! Selbstverständlich gibt es nicht nur in Norddeutschland Pokerspieler. Wir haben bereits mehrere Anfragen getätigt und hoffen, dass sich weitere Spielbanken beteiligen, um den Wünschen ihrer Stammspieler nachzukommen! Bisher haben wir schon eine feste Zusage seitens der Spielbank Potsdam und sind optimistisch, dass sich weitere Spielbanken anschließen! Schön wären Beteiligungen im Westen und Süden Deutschlands.

PF: Danke für das Gespräch – und viel Erfolg sowohl bei der German Poker Tour als auch bei der Deutschen Poker Meisterschaft!