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Supreme Court der Vereinigten Staaten lehnt Poker-Fall ab

Lawrence DiCristina wurde wegen Verstoßes gegen den Illegal Gambling Businesses Act verurteilt. In einem letzten Versuch wollte der Poker-Veranstalter aus New York den Fall vor das Oberste Gericht bringen. Dieser lehnte den Antrag jedoch ab.

Supreme Court of the United States WikipediaDer Fall DiCRISTINA, LAWRENCE V. UNITED STATES wird aufmerksam von der Poker-Community verfolgt. DiCristina hatte einen kleinen Poker Room in einem Lagerhaus in Staten Island, New York City betrieben. Allerdings illegal, denn es wurde Rake kassiert.

Nachdem die Behörden den Poker-Club geschlossen und DiCristina vor Gericht gebracht hatten, bekannte sich dieser schuldig. Doch bevor es zu einer Verurteilung kam, änderte der Amerikaner seine Taktik und argumentierte, dass das Kartenspiel mehr von Können, als von Glück abhängt und dementsprechend nicht gegen den Illegal Gambling Businesses Act (IGBA) verstößt.

DiCristina wurde von der Poker Players Alliance (PPA) unterstützt und letztendlich wurde Richter Jack B. Weinstein vom Gericht des Eastern District of New York überzeugt. Dieser urteilte im August 2012: „Weder der Text des IGBA noch die legislative Geschichte zeigen, dass der Kongress dieses Gesetz entworfen hat, um alle Glücksspielverstöße im Bundesstaat abzudecken. Noch bezieht sich die Definition ‘Glücksspiel’ auf Spiele wie Poker, bei denen das Können vorherrscht.

Die Poker-Community jubelte. Allerdings währte die Freude nur kurz, denn die Staatsanwaltschaft focht das Urteil an und ein Jahr später hob ein Berufungsgericht (United States Court of Appeals for the Second Circuit) Weinsteins Entscheidung auf. Entscheidend war hierbei, dass die Frage, ob Poker Geschicklichkeits- oder Glücksspiel ist, keine Rolle spielt.

Im November 2013 wurde bekannt, dass der Fall dem Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten von Amerika vorgelegt wird. Schon damals war ungewiss, ob der Antrag angenommen wird, denn der Supreme Court akzeptiert aus Tausenden Fällen selten mehr als Hundert.

Gestern fiel die Entscheidung und die Richter vom Supreme Court lehnten den Antrag ab. Damit bleibt das Urteil des Berufungsgerichtes gültig und Lawrence DiCristina wird aufgrund des IGBA verurteilt werden können. Für die Poker-Community ändert sich nichts. Trotzdem ist man enttäuscht, denn ein solcher Fall hätte richtungsweisend sein können.


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