Drei Männer aus Hongkong sind an der Legionellose erkrankt. Einzige Verbindung zwischen dem Trio ist ein Besuch im Parisian Macao. Behörden haben potenzielle Gefahrenquellen im Casino gesperrt.

Die Casinowirtschaft in Macau befindet sich wieder im Aufwind. Dementsprechend sorgt die jüngste Meldung für viel Aufsehen. Das Gesundheitsamt hat im Parisian Macao mehrere Wasserproben entnommen und Bereiche wie Pools und Springbrunnen schließen lassen.
Grund hierfür sind drei Besucher, die sich Legionella-Bakterien eingefangen haben. Die drei Männer aus Hongkong waren zwischen Dezember und Februar im Parisian Macao und mussten aufgrund der Legionellose-Erkrankung in das Krankenhaus.
Ein Patient befindet sich im kritischen Zustand, ein weiterer ist auf dem Weg der Besserung und wurde bereits entlassen. Die Legionärskrankheit verursacht eine Lungenentzündung und kann lebensgefährlich sein.
Die Bakterien können sich in Wasser bei Temperaturen von 20 bis 50 Grad optimal vermehren und so sind gerade Brunnen oder Trinkwassersysteme eine mögliche Gefahrenquelle. Das Parisian Macao arbeitet mit den Behörden zusammen und desinfiziert alle gesperrten Bereiche.
Ob sich die Männer im Luxushotel am Cotai Strip infiziert haben, wird sich erst nach der Auswertung der Proben zeigen. Das große Problem hierbei ist, dass dies bis zu zehn Tage dauern kann, jedoch zwischen dem 29. April und dem 1. Mai aufgrund des Tages der Arbeiterbewegung ein großer Ansturm von chinesischen Touristen erwartet wird.