Neuer Ärger für David Baazov. Der ehemalige Chef von Amaya soll sich mit einer Lotterie in Kenia bereichert und dabei eine Wohltätigkeitsorganisation über den Tisch gezogen haben.
Der ehemalige „King of Online Poker“ schafft es nicht, aus den Schlagzeilen fern zu bleiben. Wie Business Daily Africa berichtet, so wird die kenianische Tochterfirma der „Amaya Gaming Group“ von der Lion’s Heart Self Help Group verklagt.
Grund für den Rechtsstreit ist eine Lotterie, die Amaya 2010 in dem ostafrikanischen Staat organisierte. Das Projekt bekam grünes Licht, nachdem man versprach, 25% der Gewinne an die Selbsthilfegruppe zu spenden. Laut der Wohltätigkeitsorganisation kam das Geld jedoch nie an.
Ebenfalls angeklagt ist Kennedy Odhiambo Nyagudi, der Vorsitzende von Amayas Tochtergesellschaft. Insgesamt geht es um eine Summe von 73 Millionen Kenia-Schilling, was in etwa €600.000 entspricht.
Nyagudi sieht sich als Opfer und gibt an, dass nur er sowie David Baazov befähigt waren, Konten zu öffnen, jedoch die NIC Bank Baazov neue Konten gab. So soll der Kanadier zusammen mit seinen Freunden Daniel Sebag und Benjamin Ahdoo [Anm. ehemalige Vorsitzende bei Amaya] das Geld außer Landes geschafft haben.