Was für ein Event! Das who-is-who der internationalen Pokerszene versammelte sich zum Heads Up No-Limit Hold’em Championship, mit lächerlichen $10.000 Buy-in. Wie man am besten 10k in wenigen Minuten anbringt, zeigten Phil Ivey und Michael Mizrachi. Zweite Hand und Ivey ging wieder zu seinem 6-Handed Turnier, an dem er aber von George Danzer gemartert wurde. Aber irgendwie hat er ja Recht. Wenn zwei gleich starke Spieler in einem Heads-Up sitzen, dann entscheidet einfach der Flip. Foto von diesem HU gibt es keines, denn dazu ging alles viel zu schnell.
Werthan stand nicht gefühlte, sondern echte fünf Minuten am Tisch von Tom Dwan und einem ihm nicht bekannten Spieler. Die gesamten fünf Minuten starrte Durrr mit diesem Blick auf seinen ohnehin völlig verschüchterten Gegner. Irrer Blick, den Mund leicht geöffnet und sonst absolut keine Regung oder ein sonstiges Zeichen dass er noch am Leben wäre. Das Bild könnte ebenso gut ein fünf Minuten Video sein – spooky.
Mehr Spaß mit der Auslosung hatte Johannes Strassmann, denn der bekam Vanessa Rousso an den Tisch gesetzt. Überlebt hat er den Angriff der Weiblichkeit nicht, aber die beiden hatten richtig viel Spass am Tisch. Johannes erinnerte ein klein wenig an die Jets aus der West Side Story, welche mit offenen Klappmessern lustig in den Tod tanzten.
Andy Black, der sich vom Buddhisten zum Sakkoträger gewandelt hat und einer der ganz großen Lieblinge der älteren Generation der deutschen Poker-Pros ist, saß am Tisch mit Michael Keiner. Als der Doc sein Ausscheiden mit einem ehrlichen „Scheiße“ untermalte, sagte „The Monk“ darauf: „Scheiße? I hear that a lot from Germans“ Bizarrer, irischer Humor wie von Flann O’Brian.
Für Verwirrung und Lacher sorgte die Anzeigentafel zum Senioren-Event. Selbstverständlich handelt es sich um einen Fehler. So etwas geschieht vielleicht, aber sicher nicht bei der Poker-Party der Silberrücken. Wer erkennt den Witz darauf?