Im trendigen Friedrichshain-Kreuzberg, nicht weit von der quirligen Simon-Dach-Straße, wo sich Lokal an Lokal reiht und an diesen schönen Spätsommertagen jede Open-Air-Kneipe brechend voll ist, hat seit dem 20.08.2010 in der Proskauerstraße 13 die „Pokerbar“ eröffnet.
Dirk Kahl, der alleinige Betreiber, lebt seit 1987 in Berlin. Zumindest vom Akzent her ist er allerdings ein waschechter „Hamburger Jung“ geblieben. Er spricht den einwandfreien Slang von der Waterkant, kein Berliner Idiom ist darin zu hören.
Dirk ist im Jahr 2006 über die Sachpreisturnierwelle zum Pokern gekommen. Er hat mit Freunden und Gleichgesinnte in 2009 den Pokerverein „Fairplay“ in Berlin-Hellersdorf gegründet. Seit seinem Rücktritt vom Vereinsvorsitz im Juni 2010 hat er sich ausschließlich auf sein neues „Baby“, das Projekt „Pokerbar“, konzentriert. Er hat die Räumlichkeiten hergerichtet, Equipment beschafft und Dealer ausgebildet. Offenbar in so guter Qualität, dass zukünftig sogar eine Kooperation mit einem der lokalen JobCenter geplant ist. Es gilt, arbeitslose junge Menschen als Pokerdealer zu qualifizieren, denn offenbar hat Berlin ein entsprechendes Einsatzpotenzial. Darüber hinaus berichtet Dirk, dass Repräsentanten eines griechischen Spielcasinos an ihn herangetreten seien mit der Bitte, eine Gruppe von Casinoangestellten als Pokerdealer auszubilden.
Die Pokerbar verfügt über 160 Quadratmeter Fläche. Es gibt einen Barbereich, die Preise sind sehr moderat, eine Lounge-Area sowie – auf zwei Räume verteilt – insgesamt fünf Pokertische mit je 9 Sitzplätzen.
Am Eröffnungswochenende vom 20.08. bis zum 22.08.2010 finden täglich Freerolls mit einem 10.000 Startstack statt. Die beiden Erstplatzierten jedes Freerolls erhalten ein Buy In für ein Turnier in Wien, entweder im Concord Card Casino oder im Montesino. Einen kleinen Reisekostenzuschuss gibt es ebenfalls.
Ansonsten plant Dirk Kahl Sit and Gos mit 10 € Buy In anzubieten. Weiterhin sind Multitable-Turniere mit einem Buy In von maximal 30 € geplant. Die Auflagen der Berliner Behörden sind recht streng: „Das „Teilnahmeentgelt“ darf auch bei mehrtägigen Veranstaltungen 30 € pro Teilnehmer nicht überschreiten, Geldgewinne sind ausgeschlossen und die ausgeschütteten Sachpreise dürfen einen maximalen Gesamtwert von 300 € nicht überschreiten.
Aus dem reinen Pokerbetrieb kann und darf die Pokerbar keinerlei Gewinne erwirtschaften. Dies soll ausschließlich über Getränke und Essensverkauf geschehen. Flaschenbier und Softdrinks sind bereits im Angebot, in Kürze wird eine Zapfanlage in Betrieb genommen und es soll Snacks, Pizza und Pasta geben.
Man darf gespannt sein, wie sich die „Pokerbar“ in der Berliner Pokerlandschaft etablieren wird. Infos findet Ihr unter www.die-pokerbar.de.