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Wyoming plant Legalisierung von Online-Casinos und Online-Poker

Zu Beginn der neuen Legislaturperiode in Wyoming hat der Abgeordnete Robert Davis mit Unterstützung von Landon Brown und J. T. Larson den Gesetzesentwurf House Bill 0162 (HB 0162) zur Legalisierung von Online-Casinos und Online-Poker eingebracht. Das Gesetz zielt darauf ab, interaktives Glücksspiel unter der Regulierung der Wyoming Gaming Commission (WGC) zu ermöglichen. 

Der Vorschlag ist besonders deshalb relevant, weil Wyoming bisher keine kommerziellen Casinos betreibt und nur über Spielbanken auf Stammesterritorien verfügt. Das Gesetz würde daher auch Vereinbarungen mit den Stämmen ermöglichen, um Online-Glücksspiel auf deren Gebieten zu regulieren.

Kostspielige Lizenzen für Betreiber und Anbieter von Dienstleistungen

Der Entwurf sieht vor, dass die Wyoming Gaming Commission (WGC) mindestens fünf Betreiberlizenzen vergibt.

Betreiber mit bestehender Sportwettenlizenz im Staat können sich zu reduzierten Gebühren von 2.500 USD bewerben, während die Hauptlizenzkosten bei 100.000 USD für fünf Jahre liegen. Eine Verlängerung kostet 50.000 USD. 

Auch Anbieter von Dienstleistungen für Online-Casinos müssen eine Genehmigung beantragen, die mit 10.000 USD für fünf Jahre und 5.000 USD für Verlängerungen aber deutlich günstiger ausfällt.

Hohe Einnahmen für Wyoming erwartet

Eine Studie der renommierten Spectrum Gaming Group schätzt, dass in Wyoming im ersten Jahr nach einer Legalisierung von Online-Casinos und Online-Poker zwischen 93 und 138 Millionen USD an Einnahmen erzielt werden könnten. Langfristig könnte diese Zahl auf bis zu 199 Millionen USD jährlich steigen. Die Steuereinnahmen daraus werden auf bis zu 30 Millionen USD geschätzt. 

Das Geld soll laut HB 0162 verschiedenen Zwecken dienen: 16 % würden an die WGC gehen, davon wären 300.000 USD für Programme zur Spielsuchtprävention vorgesehen. 40 % würden in die Landkreise fließen , verteilt nach Bevölkerungsanteil, und 50 % würden an das Wyoming School Foundation Program gehen, das Schulen im Staat unterstützt.

Einige Hindernisse sind noch zu überwinden

Ein Hindernis für die Legalisierung könnten Bedenken von Spielbanken auf Stammesterritorien sein, die Umsatzeinbußen fürchten. Davis argumentiert jedoch, dass Online-Casinos und Online-Poker keine Konkurrenz zu landbasierten Casinos darstellten, sondern neue Zielgruppen erschließen würden. Studien aus anderen Bundesstaaten, wie West Virginia, bestätigen, dass Online-Glücksspiel kaum negative Auswirkungen auf bereits bestehende, landbasierte Casinos hat.

Ein früherer Versuch, Online-Casinos und Poker in Wyoming zu legalisieren, scheiterte 2024 knapp. Mit den aktuellen Studienergebnissen und der Aussicht auf bedeutende Steuereinnahmen ist Davis jedoch optimistisch, dass HB 0162 diesmal die notwendige Mehrheit findet. 

Sollte das Gesetz verabschiedet werden, wäre Wyoming der erste Bundesstaat westlich des Mississippi, der sowohl Online-Casinos als auch Online-Poker vollständig legalisiert. Bis zum Ende der aktuellen Legislaturperiode am 6. März 2025 wird sich jetzt zeigen, ob Wyoming den Schritt wagt.


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