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Leon Tsoukernik erwacht aus 40-stündigem Koma: Gesundheitszustand weiter kritisch

Der ehemalige Besitzer des King’s Resort, Leon Tsoukernik, ist nach 40 Stunden aus dem künstlichen Koma erwacht. Personen aus seinem engsten Kreis sind wohl bereits informiert worden und haben die Neuigkeiten an die Presse weitergeleitet.

Trotz der guten Nachricht bestehe laut Ärzten am Na Homolce-Krankenhaus in Prag weiterhin die Gefahr bleibender Schäden: „Es kann sein, dass er nie wieder sprechen, sich bewegen oder richtig wahrnehmen kann“, erklärte ein behandelnder Neurologe. 

Der Umfang der Schäden hänge davon ab, wie sehr Tsoukerniks Gehirn von der Überdosis geschädigt worden sei. Umfangreiche Tests, darunter eine MRT-Untersuchung, sollen nun weiteren Aufschluss über seinen Zustand geben.

Die Ereignisse, die zur medizinischen Notlage führten

Der 51-jährige Unternehmer und Pokerspieler war am Montagabend bewusstlos in seinem Wohnsitz in Chodová Planá, Tschechien, aufgefunden und per Helikopter ins Krankenhaus gebracht worden. 

Nach bisherigen Erkenntnissen war Tsoukerniks Zustand durch die unsachgemäße Verabreichung des Anästhetikums Propofol verursacht worden – ein Medikament, das für seinen schnellen Schlafinduktions-Effekt bekannt ist, jedoch nur unter ärztlicher Aufsicht verabreicht werden sollte. Das Medikament erlangte traurige Berühmtheit durch den Tod von Michael Jackson, der 2009 an einer Überdosis starb.

Leon Tsoukernik

Propofol kann das Gehirn schädigen, wenn es unsachgemäß oder in zu hoher Dosierung verabreicht wird, da es die Sauerstoffversorgung und den Blutfluss zum Gehirn beeinträchtigen kann. Eine Überdosis kann zu Atemdepression oder Apnoe führen, wodurch der Körper nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird.

Infolgedessen kann das Gehirn geschädigt werden, da die empfindlichen Nervenzellen auf Sauerstoffmangel besonders anfällig reagieren. Bei längerer Hypoxie können irreversible Schäden wie Gedächtnisverlust, Sprachstörungen oder Bewegungsbeeinträchtigungen auftreten.

Die Polizei hat im Fall Tsoukernik ein Strafverfahren wegen schwerer Körperverletzung eingeleitet. Gegen wen, blieb bislang unklar. Die Umstände der Verabreichung und mögliche illegale Aktivitäten an Tsoukerniks Wohnort werden derzeit untersucht. 

Tsoukernik: Ein Leben zwischen Poker, Casinos und Kunst

Leon Tsoukernik erlangte internationale Bekanntheit als Gründer des King’s Resort, Europas größtem Poker-Casino, das seit 2017 die World Series of Poker Europe ausrichtet. Der Unternehmer verkaufte im Juni 2024 seine Anteile für rund 400 Millionen Euro, zog sich aus dem Casinogeschäft zurück und konzentrierte sich auf Immobilienprojekte. 

King’s Resort Bild

Als High-Stakes-Spieler erzielte Tsoukernik über 5,4 Millionen USD an Turniergewinnen und sammelte prestigeträchtige Titel wie den des Pokereuropameisters. Darüber hinaus machte er sich als Kunstsammler und Philanthrop einen Namen. Er gilt als führender Experte für Biedermeier-Kunst und unterstützt regelmäßig wohltätige Projekte.

Die Nachricht von Tsoukerniks kritischem Zustand sorgte für große Bestürzung in der Pokerwelt. Prominente Spieler wie Tony G übermittelten ihre Genesungswünsche über soziale Medien. Ob er sich vollständig erholen wird, bleibt nun erst einmal weiter ungewiss – ein wichtiger Schritt zur Genesung ist jedoch getan.


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