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US-Profi Ausmus setzt sich in Jeju gegen Rekordfeld durch und gewinnt 1,9 Millionen USD

Jeremy Ausmus setzt seinen Lauf fort, hat sich in einem historischen Turnier gegen 391 Teilnehmer durchgesetzt und das Triton Poker Super High Roller Series $25.000 No-Limit Hold’em Event in Jeju gewonnen. 

Mit diesem Sieg sicherte sich der sechsfache WSOP-Bracelet-Gewinner nicht nur seinen ersten Triton-Titel, sondern auch ein Preisgeld in Höhe von 1.892.000 USD. Dies markiert den drittgrößten Cash seiner Karriere und hebt seine gesamten Turniererlöse auf über 26,6 Millionen USD. Zudem erhielt Ausmus 2.100 Card Player Player of the Year (POY)-Punkte und übernahm damit die Führung in der POY-Wertung 2025.

Missgeschick rettet Ausmus – Spektakuläre All-Ins entscheiden den Finaltisch

Ein Missgeschick rettete möglicherweise Ausmus’ Turnier. Der US-Amerikaner stand kurz vor dem Turnieraus, als noch 23 Spieler im Rennen waren. Er hatte Pocket Kings, sein Gegner Aliaksandr Shylko hielt Pocket Aces – eine Hand, bei der es oft zum All-in vor dem Flop kommt. Doch ein Missgeschick rettete möglicherweise seine Turnierchance: Ausmus kündigte einen Raise an – dieser war aber zu gering. Dadurch war er gezwungen, lediglich zu callen. Shylko erhöhte daraufhin, und Ausmus raiste erneut. Shylko ging lediglich mit, anstatt erneut zu erhöhen. 

Durch diese ungewöhnliche Herangehensweise vermied Ausmus es, seinen gesamten Stack schon vor dem Flop aufs Spiel zu setzen. Im weiteren Verlauf der Hand traf Shylko die bestmögliche Kombination – Vierlinge mit Assen – und gewann den großen Pot. Wären die Chips bereits vor dem Flop in der Mitte gelandet, wäre Ausmus wohl ausgeschieden. So konnte er mit einem deutlich geschrumpften Stack weiterspielen und sich schließlich bis zum Turniersieg durchkämpfen.

Der Finaltisch begann mit einem spektakulären Dreifach-All-In: Matthias Eibinger (Pocket Nines) unterlag den Pocket Aces von Quan Zhou. Shunjiro Kita war mit A-K suited ebenfalls dabei. Wenig überraschend gewann Zhou den Pot und reduzierte das Feld auf sechs Spieler. Der nächste, der seine sieben Sachen packen musste, war Paulius Vaitiekunas, der mit 5-4 gegen die Pocket Jacks von Zhou verlor und als Sechster ausschied – immerhin gewann er dennoch 417.000 USD.

Vaskresenski schied auf Platz fünf (532.000 USD) aus. Kurz darauf scheiterte YouTuber Alexander „Wolfgang Poker“ Seibt mit 8♣ an den Q♣ von Ausmus, der mit zwei Paaren gewann. Seibt nahm 680.000 USD mit nach Hause – der größte Gewinn seiner Pokerkarriere.

Sim Kok Wai wurde mit K♣ Opfer eines Bad Beats, als Zhou mit 5♠ eine Straße riverte und ihn auf Platz drei (855.000 USD) eliminierte. 

Ausmus dreht das Match und holt sich den Titel

Das Heads-up begann mit einem knappen Chiplead für Zhou – Ausmus erkämpfte sich die Führung aber schnell zurück.

In der entscheidenden Hand ging Zhou mit All-in, Ausmus callte mit . Auf dem Board: A♠ 9♠ 5♣ 2♣. Am Ende gewann Ausmus mit zwei Paaren und sicherte sich den Titel. Zhou musste sich mit 1.193.000 USD für den zweiten Platz zufriedengeben.

Die finalen Ergebnisse:

Platz Spieler Nation Preisgeld POY Punkte
1. Jeremy Ausmus USA 1.892.000 USD 2.100
2. Quan Zhou China 1.193.000 USD 1.750
3. Sim Kok Wai Malaysia 855.000 USD 1.400
4. Alexander Seibt USA 680.000 USD 1.050
5. Maksim Vaskresenski Belarus 532.000 USD 875
6. Paulius Vaitiekunas Litauen 417.000 USD 700
7. Shunjiro Kita Japan 314.000 USD 525
8. Matthias Eibinger Österreich 222.000 USD 350
9. Aliaksandr Shylko Belarus 178.000 USD

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