Die philippinische Glücksspielbehörde PAGCOR (Philippine Amusement and Gaming Corporation) hat die Zahlen für das erste Quartal 2025 veröffentlicht. Der Nettogewinn liegt bei 4,2 Mrd. Pesos (66,83 Mrd. €). Das entspricht einer Steigerung von 23 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig wurden die Kosten um 15,5 % reduziert. Alle Staatsbürger profitieren von den guten Ergebnissen, denn ein Teil des Gewinns fließt in die nationale Entwicklung. Dieser Anteil ist um 21,5 % gestiegen.
PAGCOR steigert sich in allen Bereichen im ersten Quartal
Die philippinische Glücksspielbehörde PAGCOR ist mittlerweile vielen Glücksspiel-Fans ein Begriff, da es zahlreiche Online-Casinos und Online-Buchmacher gibt, die eine philippinische Lizenz verwenden. Das zeigt sich auch im aktuellen Quartalsbericht. Die Anzahl der Lizenznehmer wächst und damit steigen die Einnahmen deutlich. Mit Gesamteinnahmen von 28,1 Milliarden Pesos (450 Mio. €) konnte das Ergebnis um 11,2 % im Vergleich zum Vorjahr erhöht werden.
Die Glücksspielbranche wächst erheblich. Allein Online-Casinos brachten einen Umsatz von 8,32 Mrd. Pesos (130 Mio. €). Eine wichtige Rolle bei der erheblichen Steigerung des Nettogewinns liegt in der Kostensenkung begründet. Die Kosten wurden im ersten Quartal 2025 von 7,36 Mrd. Pesos (120 Mio. €) im ersten Quartal 2024 auf 6,2 Mrd. Pesos (99 Mio.€) gesenkt. Das ist ein beeindruckender Erfolg, der nach Einschätzung von Behördenchef Alejandro H. Tengco vor allem auf eine strikte Kontrolle der Ausgaben zurückzuführen ist.
Über eine nationale Abgabe wurden 18,9 Mrd. Pesos (300 Mio. €) direkt an den Staat abgeführt. Durch diese Abgabe, die es in ähnlicher Form auch bei deutschen Lotterien gibt, wird sichergestellt, dass die Allgemeinheit davon profitiert, dass Glücksspiele legal angeboten werden.
Die Kosten für die Lizenzinhaber wurden deutlich reduziert. Nur noch 30 % vom Bruttospielertrag müssen als Steuern abgeführt werden. Vor etwas mehr als einem Jahr lag der Satz noch bei 50 %. Im April 2024 fand eine Reduzierung auf 35 % statt. Die Senkung des Steuersatzes auf 30 % macht die philippinischen Lizenzen für noch mehr Glücksspielanbieter attraktiv.
Ein wichtiges Ziel ist es, attraktives legales Glücksspielangebot zu ermöglichen. Durch die Senkung der Kosten für die Anbieter ist es in den vergangenen Monaten gelungen, die Anzahl der Lizenzinhaber deutlich zu erhöhen. Während 2023 gerade einmal 49 Unternehmen eine Lizenz hatten, liegt die Anzahl der lizenzierten Glücksspielanbieter mittlerweile bei 174. Aber nach wie vor ist der Schwarzmarkt für die Glücksspielbranche auf den Philippinen ein erhebliches Problem.
Legaler Glücksspielmarkt beste Waffe gegen Schwarzmarkt
Die Nachfrage nach Glücksspiel ist online und offline gewaltig. Deswegen ist ein Verbot keine Option. Nicht einmal dem berüchtigten philippinischen Ex-Präsidenten Rodrigo Duterte ist es gelungen, den Kampf gegen das illegale Glücksspiel zu gewinnen. Das zeigt eindrücklich, dass restriktive Maßnahmen allein keinen Erfolg bringen. Nur mit einer attraktiven legalen Alternative lässt sich der Schwarzmarkt austrocknen.
Auf den Philippinen scheint man sich auf einem guten Weg zu befinden. Das Wachstum auf dem legalen Markt ist ein Zeichen dafür, dass attraktive Glücksspielangebote mit Lizenz möglich sind. Aber es muss sich noch zeigen, ob das legale Angebot langfristig geeignet ist, um den riesigen Schwarzmarkt auf den Philippinen effektiv zu verkleinern. Die Richtung stimmt, aber erst in einigen Jahren wird sich zeigen, ob ein nachhaltiger Erfolg gelingt.
