Pokerspieler Eric Persson attackiert Glücksspielbehörde in Washington

Eric Persson ist nicht nur der CEO von Maverick Gaming, sondern auch einer der bekanntesten High Roller an den Pokertischen. Der Pokerprofi hat eine Ethik-Beschwerde gegen die Mitglieder der Washington State Gambling Commission eingereicht. Nach Ansicht von Persson werden in Washington die sogenannten Tribal Casinos, also Casinos, die in Indianerreservaten betrieben werden, bevorzugt.

Poker-Profi Eric Persson legt sich mit Glücksspielbehörde an

In Washington gilt eine äußerst strenge Glücksspielregulierung. Jede Form des Online-Glücksspiels inklusive Online-Casinos ist verboten. Nicht einmal die populären Sweepstakes Casinos sind in Washington zulässig. Das führt dazu, dass Glücksspiel-Fans in Washington darauf angewiesen sind, das terrestrische Glücksspiel zu nutzen.

Allerdings sieht Eric Persson zusammen mit einigen Mitstreitern aus der Glücksspielindustrie, die sich an der Ethik-Beschwerde beteiligt haben, eine Ungleichbehandlung. Die Tribal Casinos nehmen beispielsweise auch Kunden an, die über das staatliche Spielerschutz-Programm in Washington in allen anderen Casinos gesperrt sind.

Konkret geht es Eric Persson darum, dass es für Anbieter von Card Rooms aufgrund der geltenden Regeln außerhalb der Indianerreservate schwierig sei, profitabel zu arbeiten. Die Indianerreservate hätten zahlreiche Vorteile gegenüber den Casinos im restlichen Bundesstaat. Ein Beleg dafür könnte sein, dass die Anzahl der Card Rooms seit 1997 von 100 auf 40 zurückgegangen ist.

Zwei Mitglieder der Glücksspielbehörde, Michael Charles und Anders Ibsen, haben eventuell einen Interessenkonflikt. Ibsen kandidiert aktuell für das Bürgermeisteramt in Tacoma und wird dabei von Tribal-Gaming-Gruppen finanziell unterstützt. Charles soll in den vergangenen Jahren jeden Versuch, eine liberalere Regulierung der Card Rooms zu erreichen, abgelehnt haben.

Das Verhalten der beiden Mitglieder der Glücksspielkommission sieht Eric Persson als Beleg für Voreingenommenheit zugunsten der Tribal Casinos. Mit der Ethik-Beschwerde wird dieses Thema nun öffentlich und in den zuständigen Gremien diskutiert. In seiner Begründung weist Persson auch darauf hin, dass durch die Entscheidungen der Glücksspielkommission Jobs und Steuereinnahmen verloren gegangen seien.

Eric Persson will eigenes Business in Washington ausbauen

Maverick Gaming betreibt 24 Casinos und Card Rooms in Washington und ist somit einer der großen Player auf dem Markt. Bei der Ethik-Beschwerde geht es Eric Persson somit in erster Linie darum, sein eigenes Geschäft voranzutreiben. Daran ist nichts zu beanstanden. Aber genauso wie bei den Mitgliedern der Kommission ist es auch bei den Wortführern der Ethik-Beschwerde wichtig, die Motivation zu kennen.

Eric Persson ist als Geschäftsmann sehr erfolgreich. Die hohen Summen, die Persson beim Poker setzt, stammen direkt aus einem Geschäft. Allerdings sollte man immer auch sehen, dass die Teilnahme an populären High Stakes Games und Turnieren auch immer Werbung für Maverick Gaming ist.

Eric Persson soll ein Privatvermögen von über 1 Milliarde USD haben. Deswegen sind ein paar Millionenverluste am Pokertisch für den Pokerspieler, der sich selbst gerne als Pokerprofi sieht, kein großes Thema. Viel wichtiger scheint für Persson zu sein, im Fokus der Öffentlichkeit zu stehen. Als schillernde Persönlichkeit ist Persson ein wichtiger Bestandteil der Pokerszene.

In der internationalen Pokerszene wurde Eric Persson beim PGT Heads-Up Showdown durch einen mittlerweile legendären Schlagabtausch mit Phil Hellmuth bekannt. Mit unflätigen Bemerkungen und Gesten schaffte es Persson, Hellmuth aus der Fassung zu bringen und am Ende zu besiegen.

Da fast alle Pokerspieler weltweit Freude haben, wenn Phil Hellmuth verliert und dabei am besten auch noch gedemütigt wird, hatte Eric Persson schnell ein großartiges Standing in der Pokerszene. Die ganz großen Erfolge konnte Persson aber bislang nur mit Maverick Gaming nachweisen. Es gibt hingegen zahlreiche Videos, in denen Persson schlecht Poker spielt und viel Geld verliert.


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