Chinese Eleven in Zürich – chinesische Kopie von Ocean’s Eleven floppt

Die Chinese Eleven sind eine billige Kopie der Ocean’s Eleven, die gerade in Zürich für Schlagzeilen sorgen. Die Bezeichnung der chinesischen Verbrecherbande als Chinese Eleven ist ein genialer Coup eines schweizerischen Journalisten. Beim groß angelegten Versuch, das Casino Zürich um hohe Beträge zu erleichtern, fielen elf chinesische Täter auf. An dieser Stelle enden die Vergleiche mit dem legendären Casino-Film Ocean’s Eleven aber nicht.

Chinese Eleven wollen es Ocean’s Eleven nachmachen

Ocean’s Eleven ist ein Kinofilm von Steven Soderbergh. In der Hauptrolle brilliert George Clooney als Danny Ocean. In diesem genialen Casino-Film geht es darum, dass elf Weltklasse-Verbrecher sich zusammentun, um unter der Führung von Danny Ocean in Las Vegas drei Casinos gleichzeitig auszurauben.

Der Film war so erfolgreich, dass es zwei Fortsetzungen gab. Neben den verbrecherischen Qualitäten der Hauptfiguren ist es gerade der legendäre Charme des Hauptdarstellers, der den Film trägt. Mit Witz, Ironie und Eleganz schafft es Danny Ocean, sein Ziel zu erreichen und einen gigantischen Casino-Raub umzusetzen.

Es ist mehr als nur ein Klischee, dass Chinesen gerne amerikanische Ideen kopieren. Warum also nicht auch einen Casino-Raub kopieren? Doch die Chinese Eleven in Zürich wussten anscheinend nicht, dass es sich um einen Kinofilm handelt. Die Realität ist meist dann doch ein wenig trockener und unangenehmer.

Immerhin bestand das chinesische Team auch aus elf Teilnehmern, die sich allerdings nicht am großen Casino-Raub, sondern eher am kleinteiligen Trickbetrug versuchten. Eine Frau und zehn Männer bildeten ein Team, das sich im Casino verteilte, um sich an den Spieltischen gezielt illegale Vorteile zu verschaffen.

Es soll der Verbrecherbande sogar gelungen sein, einen Croupier in das Casino Zürich einzuschleusen. Mit klassischem Kartenzählen, einem manipulierten Kartenschlitten und mutmaßlich gezinkten Spielkarten waren den Verbrechern Gewinne sicher. Allerdings waren die Chinese Eleven nicht so clever wie das berühmte Vorbild.

Aufmerksames Personal im Casino Zürich

Der Sicherheitsdienst im Casino Zürich wurde früh auf das seltsame Verhalten einiger Casino-Besucher aufmerksam. Mithilfe der Überwachungskameras gelang es schließlich, eindeutige Beweise zu sammeln. Die Polizei konnte bereits acht mutmaßliche Täter in Haft nehmen. Drei der elf Täter sind noch auf freiem Fuß, da die Ermittlungen bislang nicht abgeschlossen sind.

Nach aktuellem Stand konnten die mutmaßlichen Täter bis zur Verhaftung knapp 140.000 Schweizer Franken, also beinahe 150.000 €, erbeuten. Das ist keine besonders beeindruckende Summe, wenn man bedenkt, dass die Beute durch elf Personen geteilt werden sollte. Die echten Ocean’s Eleven hätten sich für einen derart kleinen Betrag nicht die Hände schmutzig gemacht.

Betrug in Casinos immer wieder ein Thema

Es ist erstaunlich, wie häufig über Betrugsversuche in Spielbanken berichtet wird. Die Überwachungskameras haben anscheinend keine ausreichend abschreckende Wirkung. Die klassische Methode, ein Casino zu überlisten, ist das Kartenzählen beim Blackjack. Diese Methode ist nicht illegal, ist aber in nahezu allen Spielbanken weltweit verboten. In Online-Casinos funktioniert sie gar nicht.

Ein Spieler, der beim Kartenzählen erwischt wird, erhält eine dauerhafte Casino-Sperre. Eine ganz andere Qualität hat allerdings das, was die Chinese Eleven in Zürich versucht haben. Wenn Croupiers eingeschleust und Spiele manipuliert werden, handelt es sich um handfesten Betrug, der auch strafrechtliche Konsequenzen nach sich zieht.

Welche Konsequenzen genau auf die elf mutmaßlichen Täter warten, muss sich vor Gericht zeigen. Aber es dürfte klar sein, dass man im Casino Zürich keine Kulanz zeigen wird. Eine strenge und harte Verurteilung hat wahrscheinlich eine größere abschreckende Wirkung als die modernsten Überwachungssysteme.


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