Der CEO von Fifth Street Gaming, Scott Schorr, will Cannabis-Lounges in Casinos in Las Vegas durchsetzen. Das ist eine bemerkenswerte Initiative, die der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens auf einer Glücksspielkonferenz der Universität von Nevada diskutiert hat. Die Idee ist dabei so einfach wie banal: Mit Cannabis-Lounges könnten mehr Touristen angelockt und entsprechend höhere Umsätze erzielt werden.
Cannabis-Lounge als Teil des normalen Casino-Angebots?
Die Casinos in Las Vegas bieten weit mehr als Glücksspiele an. Clevere Casino-Betreiber setzen alles daran, möglichst viele Spieler in ihre Casino-Ressorts zu locken. Herausragende Restaurants, Konzerte mit bekannten Stars, Bühnenshows der Extraklasse und viele weitere Unterhaltungsmöglichkeiten sind ein wertvoller Bestandteil der Casino-Szene in Las Vegas.
Eine Sache gibt es bislang aber nicht: Cannabis-Lounges. Doch wenn es nach Scott Schorr geht, wird sich dies bald ändern. Der CEO von Fifth Street Gaming, einem Glücksspielunternehmen, das unter anderem das Gold Spike Casino und das Downtown Grand Casino in Las Vegas betreibt, will ein ganz neues Entertainment-Angebot anbieten.
In Las Vegas ist „Recreational Marijuana“ seit 2017 erlaubt. Unter bestimmten Voraussetzungen dürfen Privatleute Marihuana oder Cannabis konsumieren. Was würde besser zu Las Vegas, oft als Sin City beschrieben, passen, als Casinos, in denen legale Drogen konsumiert werden können? Wenn es nur um logische Argumente ginge, wären Cannabis-Lounges in Las Vegas längst genauso populär wie Bars.
Aber auch in den USA ist Alkohol eine gesellschaftlich akzeptierte Droge, während Cannabis von vielen Menschen mit großer Skepsis betrachtet wird. Dabei ist in wissenschaftlichen Kreisen längst klar, dass Alkohol wesentlich gefährlicher ist als Cannabis. Doch immerhin gibt es ein Cannabis Policy Institute und ein International Gaming Institute an der Universität von Nevada.
Daran wird deutlich, dass dieses Thema längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist. Wenn es legal ist, Cannabis zu konsumieren, sollte es kein Problem sein, wenn Casinos in Las Vegas diese Droge ihren Kunden in speziellen Lounges zur Verfügung stellen. Hinsichtlich der Gefahren und Bedenken gibt es keinen qualitativen Nachteil gegenüber einer Bar, in der Alkohol ausgeschenkt wird.
Cannabis-Lounges der nächste große Hit in Las Vegas?
Auch wenn es viele Cannabis-Konsumenten in Nevada gibt, ist es keineswegs sicher, dass eine Cannabis-Lounge in einem Casino automatisch ein Erfolg wäre. Aber Scott Schorr wies bei der Diskussion an der Universität von Nevada darauf hin, dass es nur einen Weg gäbe, diese Frage zu beantworten: eine Cannabis-Lounge in ein Casino integrieren und das Geschäftsmodell ausprobieren!
Die rechtlichen und regulatorischen Hürden sind relativ niedrig in Nevada. Deswegen könnte es durchaus sein, dass ein findiger Casino-Manager wie Scott Schorr demnächst einen wichtigen Meilenstein mit der ersten Cannabis-Lounge setzt. Sollte sich die erste Cannabis-Lounge zu einem Erfolg entwickeln, ist davon auszugehen, dass demnächst fast jedes Casino in Las Vegas ein derartiges Angebot zur Verfügung stellt.
Es ist bemerkenswert, dass dieses Thema in Nevada einigermaßen unaufgeregt diskutiert wird. In vielen anderen Bundesstaaten würde das Ende der Welt ausgerufen, wenn ein Unternehmer dieses Thema auch nur aufbringen würde. Doch in Las Vegas ist traditionell vieles möglich, was im Rest der USA als verpönt gilt.
Cannabis erst nach dem Spielen eine interessante Option
Jeder Glücksspiel-Fan ist gut beraten, nüchtern zu spielen, sei es in Online-Casinos ohne Lizenz oder in terrestrischen Casinos in Las Vegas. Selbstkontrolle ist ein wichtiges Thema, wenn es darum geht, Spaß mit Spielautomaten, Tischspielen und anderen Glücksspielen zu haben. Aber es spricht nichts dagegen, nach dem Spielen auf kreative Weise Entspannung zu suchen.
