- Revanche geglückt: Dourado holt sich zwei Jahre nach dem bitteren Verlust gegen Shaun Deeb endlich ein WSOP-Bracelet.
- Rekordturnier: 534 Spieler machten das Badugi-Event zum größten aller Zeiten.
- Emotionaler Titel: Mit Tränen in den Augen feiert Dourado unter dem Jubel seiner brasilianischen Fans den größten Triumph seiner Karriere.
Darauf hat Aloisio Dourado seit Jahren gewartet. Ein Bracelet zu gewinnen, war schon lange der große Traum des brasilianischen Mixed-Games-Profis. Zwei Jahre nach seinem schmerzhaften zweiten Platz gegen Shaun Deeb im $1.500 8-Game-Mix der WSOP 2023, kehrte der Brasilianer auf die große Bühne zurück. Das $1.500 Badugi-Event sollte es sein.

Und dieses Mal war es endlich so weit: Dourado bezwang ein Rekordfeld von 534 Teilnehmern und sicherte sich mit einem dominanten Heads-up-Erfolg gegen Dominick Sarle sein erstes WSOP-Bracelet sowie 138.114 US-$ (ca. 128.700 €) Preisgeld.
Der Weg zum Titel: Drama, Duelle, Dominanz
Am Finaltag waren noch sieben Spieler im Horseshoe Las Vegas zugegen, darunter der chipleadende Dourado. Bereits früh gelang ihm ein entscheidender Schlag: Mit einem Seven Badugi eliminierte er Matthew Schreiber (7. Platz, 15.030 US-$ [ca. 13.950 €]).
Danach war es Sarle, der mit aggressivem Spiel zwei Busts in Serie erzielte – aber Dourado konterte. Mit einem Five Badugi zwang er Sarle zum Fold einer pat-Hand und holte sich damit die Führung zurück.
Die Chips wechselten mehrmals munter zwischen den beiden Kontrahenten, bis Dourado Jonathan Glendinning (4. Platz, 41.462 US-$ [ca. 38.600 €]) aus dem Turnier nahm und sich endgültig mit großem Abstand an die Spitze des Chipcounts absetzte.
Spannung bis zum letzten Draw
Damit war Dourados Lauf aber noch nicht zu Ende: Im finalen Dreikampf baute der Brasilianer seinen Vorsprung noch weiter aus, als er James Newberry (3. Platz, 61.061 US-$ [ca. 56.900 €]) mit einem besseren Three-Card-Badugi eliminierte.
Das Heads-up gegen Sarle begann mit einem knappen 3:1-Chip-Vorsprung für Dourado: Im Eiltempo baute dieser seine Führung aber bereits nach wenigen Händen auf über 5:1 aus. In der finalen Hand patten beide Spieler. Sarle zeigte J♣️ 8♦️ 6♠️ A♥️, aber Dourado hatte mit 6♣️ 5♦️ 4♥️ 2♠️ das bessere Blatt und feierte, umringt von seinen brasilianischen Railbirds, ausgelassen seinen großen Moment.
Emotionale Unterstützung seiner Fans
„Es bedeutet mir sehr viel“, erklärte ein sichtlich gerührter Dourado im Anschluss. Drei Jahre in Folge sei er aus Brasilien angereist, mit dem Ziel, sich endlich ein Bracelet zu holen. Jetzt war es so weit.
Beeindruckt habe ihn bei seinem Sieg auch die besondere Mixed-Games-Atmosphäre, die ihm dank Interaktion und Spielfreude mehr liege als das „robotische“ Klima vieler No-Limit-Hold’em-Turniere. Zudem habe ihm die lautstarke Unterstützung seiner Landsleute unheimlich geholfen – und vielleicht auch ein wenig die Gegner verunsichert.
Platz
Spieler
Land
Preis (US-$)
Preis (ca. €)
1
Aloisio Dourado
Brasilien
138.114 US-$
ca. 128.700 €
2
Dominick Sarle
USA
92.058 US-$
ca. 85.800 €
3
James Newberry
USA
61.061 US-$
ca. 56.900 €
4
Jonathan Glendinning
USA
41.462 US-$
ca. 38.600 €
5
David Margolis
USA
28.838 US-$
ca. 26.800 €
6
Anthony Arvidson
USA
20.558 US-$
ca. 19.100 €
7
Matthew Schreiber
USA
15.030 US-$
ca. 13.950 €