News

Poker-Turnier in Brisbane verschoben: Streiks legen Star Casino lahm

  • Turnier verschoben: Star Brisbane sagt das 2025 Brisbane Champs kurzfristig wegen Streiks ab.
  • Proteste eskalieren: Vierstündiger Streik am geschäftsreichsten Abend des Jahres sorgt für Stillstand.
  • Rückzahlungen angekündigt: Spieler erhalten statt ihrer Main-Event-Tickets Bargeld, Hotelgäste bekommen ihr Geld zurück.

Das Star Brisbane in Australien hat die für den 11. Juli geplante „2025 Brisbane Champs“ Pokerturnierserie überraschend auf unbestimmte Zeit verschoben. Grund ist ein sich zuspitzender Arbeitskampf im Casino, der massive Auswirkungen auf den reibungslosen Ablauf des Großevents haben könnte. 

Das Star Brisbane
Für die Star Entertainment Group läuft es alles andere als rund.

 

Die 18 geplanten Turniere über zwölf Tage wurden ausgesetzt, nachdem das Unternehmen auf mögliche Betriebsstörungen durch „Protected Industrial Action“ hingewiesen hatte, also rechtlich geschützte Arbeitsniederlegungen der Belegschaft.

Bereits am vergangenen Freitag traten Mitarbeiter des Casinos für zwei Stunden in den Ausstand. Am Mittwochabend folgte ein weiterer Streik: Vier Stunden lang legten Angestellte ihre Arbeit nieder. Die Beschäftigten protestieren gegen ein aus ihrer Sicht unzureichendes Lohnangebot, das faktisch eine Reallohnkürzung darstelle, sowie gegen geplante Einschnitte bei den Sonntagszuschlägen.

Spieler erhalten Rückerstattung – neue Termine geplant

Spieler, die sich über Satellites einen Platz im Main Event gesichert hatten, erhalten anstelle des Buy-ins eine Barauszahlung. Auch Hotelbuchungen vor Ort können rückerstattet werden. 

Das Unternehmen versicherte, man wolle die Pokerfans in den kommenden Wochen über einen neuen Termin informieren und versprach eine „massive Ausgabe des Brisbane Champs“, sobald das Event nachgeholt werden kann.

Weitere Turbulenzen für den Glücksspielkonzern

Für die Star Entertainment Group ist dies der nächste Rückschlag. Der angeschlagene Betreiber will The Star Brisbane derzeit an seine Partner in Hongkong, Chow Tai Fook und Far East Consortium, verkaufen. 

Star Brisbane vor Teilverkauf?

Die Star Entertainment Group plant den Verkauf von 50 % ihres milliardenschweren Resortprojekts Queen’s Wharf Brisbane. Der Schritt soll dringend benötigte Liquidität sichern, bislang wurden aber alle Angebote als unzureichend abgelehnt.

Der Hintergrund: Die Star Group steckt tief in der Krise. Neben sinkenden Umsätzen und Kreditproblemen erschüttern massive Geldwäschevorwürfe das Unternehmen. Zehn ehemalige Top-Manager, darunter Ex-CEO Matthias Bekier, stehen wegen mutmaßlich bewusster Zusammenarbeit mit kriminellen Junket-Betreibern wie Suncity vor Gericht.

Die australische Finanzaufsicht ASIC wirft der Führungsriege vor, Bargeldtransfers in Plastiktüten geduldet sowie Banken systematisch getäuscht zu haben. Interne Warnungen sollen zugunsten kurzfristiger Gewinne ignoriert worden sein.

Die Pokeraktivitäten des Hauses geraten damit unter Druck, nachdem Star bereits in anderen australischen Städten wie Sydney und an der Gold Coast Events der World Poker Tour und der WSOP Circuit ausrichtet. Das Turnier in Brisbane wäre ein wichtiger Baustein im Pokerkalender gewesen. Jetzt steht alles in der Schwebe.


Abonnieren
Benachrichtige mich bei
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments