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WSOP Main Event 2025: Hallaert erklimmt die Spitze, Kassouf sorgt für Chaos und Leo Margets schreibt Geschichte

  • Doppelschlag zur Führung: Kenny Hallaert eliminiert zwei Spieler auf einmal und startet als Chipleader in Tag 7.
  • Skandal um Kassouf: 23-mal die Uhr gerufen, persönliche Shotclock, doch der Brite überlebt den Tag.
  • Leo Margets schreibt Geschichte: Die Spanierin ist erneut letzte Frau im Main Event.

Ein neuer Tag beim Main Event, ein neuer Chipleader. So weit, so gewöhnlich. Daneben ist aber auch viel passiert, das man so sicher nicht erwartet hätte. Wir berichten kurz und knapp von der WSOP.

Hallaert mit seinen Chips beim Main Event 2025.
Hallaert steht die Freude ins Gesicht geschrieben.

 

Hallaerts Doppelschlag katapultiert ihn an die Spitze

Mitten in der Nacht von Tag 6 gab es an der Spitze des Chipcounts einen Führungswechsel. Dort liest man jetzt einen vertrauten Namen: Kenny Hallaert, Finalist von 2016, schnappte sich mit einem spektakulären Doppel-Abschuss die Führung. In einem Monsterpot bei dem es um über 36 Millionen Chips ging, hielt er mit Assen gegen Damen und Buben stand und schickte beide Gegner auf einen Schlag an die Rail. Der Belgier beendet Tag 6 mit 36.950.000 Chips und 246 Big Blinds. Ein komfortables Polster für die letzten beiden Spieltage vor dem Finaltisch.

Afriat und Mizrachi bleiben Hallaert auf den Fersen

Auch Eric Afriat hatte Grund zur Freude. Der dreifache WPT-Champion war lange Zeit Chipleader, bevor ihn Hallaert dank seiner Asse überholte. Dennoch hatte auch er einigen Grund zur Freude: In einem der verrücktesten Hände des Turniers besiegte Afriat mit J♦️ 10♦️ sowohl die Asse von Benjamin Williams als auch ein Set Damen von Bruno Furth. Der River brachte ihm die Straße und fast 30 Millionen Chips. Afriat sagte nach der Hand: „Ich habe mich einfach glücklich gefühlt. Aber macht das bitte nicht nach, das war Wahnsinn.“

Hinter ihm rangiert Michael Mizrachi mit 19.925.000 Chips auf Platz 3. Der siebenfache Bracelet-Gewinner und vierfache PPC-Champion überzeugte einmal mehr mit Mut und Intuition. In einer Schlüsselhand setzte er auf eine kleine River-Bet mit einem Paar Siebener, nur um dann einen Bluff perfekt zu kontern. Klassisch Mizrachi.

Kassouf eskaliert – und überlebt

Einen gänzlich anderen Weg wählte Will Kassouf, der sich dank einer wilden Mischung aus Übermut und Glück erneut ins Rampenlicht manövrierte. Zunächst gewann er früh am Tag mit A♠️ A♥️ gegen K♠️ K♥️ und sprang auf über 10 Millionen Chips. Dann folgten endlose Diskussionen mit Turnierleitung und Spielern. Kassouf hatte 23-mal getankt und Clock-Calls von anderen Spielern passiert. Damit stellte er einen fragwürdigen Rekord auf. Die Folge: Eine ganz persönliche 10-Sekunden-Shotclock bei jeder Entscheidung.

Zwischendurch wurde ihm sogar eine Hand für ungültig erklärt, weil er sich vom Tisch entfernte. Letztlich konnte er sich aber behaupten und rettete sich mit einem Double-up in den letzten Minuten mit 2.850.000 Chips über die Zeit.

Leo Margets: Wieder letzte Frau im Feld

Leo Margets zieht derweil als letzte Frau in die Schlacht um das begehrteste aller Bracelets, zum zweiten Mal nach 2009. Damals wurde sie 27., auch dieses Mal sieht es gut aus: Mit 6.400.000 Chips liegt sie solide im Mittelfeld. Sollte sie das Finale erreichen, wäre sie die erste Frau seit Barbara Enright (1995), die es an den Finaltisch des Main Events schafft.

Auch Greg Merson, Main-Event-Champion von 2012, ist weiter im Rennen, wenn auch short mit 3.025.000 Chips. Spieler wie verabschiedeten Isaac Haxton (99.), Francis Anderson (94.) oder Céline Dions Sohn René-Charles Angelil (123.) mussten sich dagegen von ihren Main-Event-Träumen verabschieden. Kurios: Haxton versuchte, einen Payjump zu überleben, indem er minutenlang tankte – vergeblich.

Für einen kleinen Regel-Eklat sorgte Chih Fan, dem vorgeworfen wurde, sich während des Spiels GTO-Charts am Handy angesehen zu haben. Er beteuert, nur ein YouTube-Video von Doug Polk geschaut zu haben. Die Strafe, eine Runde Sperre, blieb dennoch bestehen.

So steht es nach Tag 6:

Platz Name Chips Nationalität
1 Kenny Hallaert 36.950.000 Belgien
2 Eric Afriat 31.200.000 Kanada
3 Michael Mizrachi 19.925.000 USA
4 Daehyung Lee 18.675.000 Südkorea
5 Chad Power 18.575.000 USA
6 Richard Freitas 18.500.000 Brasilien
7 Joey Padron 16.675.000 USA
8 Adam Hendrix 16.125.000 USA
9 Braxton Dunaway 15.725.000 USA
10 Muhamet Perati 14.950.000 Italien
11 Juan Carlos Vecino 14.575.000 Spanien
12 Ihab Ali 14.550.000 USA
13 Michael Garner 14.000.000 USA
14 Diego Ponce 14.000.000 Argentinien
15 Mitchell Hynam 13.650.000 Großbritannien
16 Nadav Barash 12.775.000 Israel
17 Octavian Voegele 12.775.000 Österreich
18 Ruben Correia 12.100.000 Portugal
19 Murilo Milhomem 12.000.000 Brasilien
20 Lautaro Guerra 11.700.000 Spanien
21 Sergio Veloso 11.700.000 Portugal
22 Tomas Szwarcberg 11.500.000 Argentinien
23 Kyle Grupp 11.425.000 USA
24 Nazar Buhaiov 11.200.000 Ukraine
25 Tony Gregg 10.250.000 USA
26 Sebastian Schulze 9.700.000 Deutschland
27 Johan Schumacher 9.000.000 Belgien
28 Pedro Padilha 8.575.000 Brasilien
29 Joseph Ozimok 8.125.000 Kanada
30 Jarod Minghini 7.925.000 USA
31 Stefan Nemetz 7.900.000 Österreich
32 Yuchen Chen 7.750.000 Taiwan
33 Chris Dombrowski 7.525.000 USA
34 Stephen Hesse 7.475.000 USA
35 Paul Gibbons 7.475.000 USA
36 Mikhail Prokopchuk 7.225.000 Ukraine
37 Thomas Eychenne 7.200.000 Frankreich
38 Maksim Pisarenko 6.950.000 Russland
39 Ramon Pessoa 6.925.000 Brasilien
40 Luka Bojovic 6.900.000 Serbien
41 Leon Sturm 6.875.000 Deutschland
42 Daniel Iachan 6.825.000 USA
43 Leo Margets 6.400.000 Spanien
44 Giovanni Pupo 6.300.000 Italien
45 John Wasnock 5.525.000 USA
46 Adrien Zychowski 5.075.000 Frankreich
47 Kosaku Akashi 4.900.000 Japan
48 Kohei Arai 4.100.000 Japan
49 Albert Calderon 4.050.000 USA
50 Joshua Beckenstein 3.925.000 USA
51 Theo Tran 3.250.000 USA
52 Greg Merson 3.025.000 USA
53 Nick Pupillo 2.975.000 USA
54 Will Kassouf 2.850.000 Großbritannien
55 Maxim Babko 2.550.000 Russland
56 Charles Lee 2.050.000 USA
57 Ben Jackson 1.100.000 USA


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