Nur ein paar entscheidende Hände trennten sie vom großen Triumph. Beim $10.000 Mystery Bounty Event der Triton One Series in Jeju zeigten drei Frauen am Finaltisch absolutes Weltklasse-Poker – belohnt wurden sie dennoch nicht mit dem Sieg. Der Titel ging an Xiaqing Ji aus China, der sich im Heads-Up gegen die Französin Thi Xoa Nguyen durchsetzte. Für ihren starken Lauf musste sich Nguyen mit $155.000 begnügen. Ji sicherte sich $245.000 aus dem regulären Preispool – plus die heiß begehrten Mystery Bounties.
Das Event #5 der Highroller-Serie war ein Magnet für internationale Stars. 273 Teilnehmer traten an, ein Preispool von über 2,5 Millionen Dollar entstand. Die Hälfte davon floss in die geheimen Bounties, die für zusätzliche Spannung sorgten. 47 Spieler sprangen ins Geld, mindestens $7.200 gab es für einen Cash.
Drei Frauen, ein Ziel – und jede Menge Drama
Ebony Kenney (USA), Kristen Foxen (Kanada) und Thi Xoa Nguyen (Frankreich) schafften es allesamt an den Finaltisch – ein seltener und kraftvoller Moment in einem oft männerdominierten Format. Was folgte, war eine emotionale Achterbahnfahrt.
Kenney, die als Chipleaderin ins Finale startete, fand nie richtig ins Spiel. Sie musste sich früh auf Rang 9 für $25.000 verabschieden, nachdem mehrere Spots gegen sie liefen.
Foxen zeigte aggressives Poker, dominierte zwischenzeitlich und baute einen Stack auf, der nach Titel roch. Ein unglücklicher Showdown mit J-J gegen 9-9 stoppte den Lauf. Im darauffolgenden Flip war erneut Pech im Spiel. Platz 3 brachte immerhin $116.000.
Nguyen ging als Chipleaderin ins Heads-Up – bereit, Geschichte zu schreiben. Doch Ji spielte nervenstark, taktisch präzise und eiskalt. Die Französin konnte ihre Führung nicht halten, musste sich geschlagen geben. „Es war hart, so nah dran zu sein. Aber ich bin stolz auf mein Spiel“, schrieb sie anschließend in den sozialen Medien. Eine Botschaft, die zeigt: Niederlage kann auch Größe bedeuten.
Ergebnisse – Final Table $10k Mystery Bounty
1. Xiaqing Ji (CHN) – $245.000
2. Thi Xoa Nguyen (FRA) – $155.000
3. Kristen Foxen (CAN) – $116.000
4. Hugues Girard (FRA) – $94.000
5. Kento Nasu (JPN) – $74.143
6. Manh Tien Duong (VIE) – $56.500
7. Jingjun Xia (CHN) – $41.600
8. Chenxiang Miao (CHN) – $30.600
9. Ebony Kenney (USA) – $25.000
Starkes Feld, deutsche Hoffnung leise
Aus deutschsprachiger Sicht wagten sich Niko Koop und Bernhard Binder in die Top 50. Beide erreichten das Geld – Koop als 34. für $8.000, Binder auf Platz 23 für $11.600. Für mehr reichte es diesmal nicht.
Die Triton One Series ist noch längst nicht vorbei. Bis zum 8. September folgen weitere Hochkaräter. Wer sich in Szene setzen will, muss nicht nur Karten verstehen – sondern auch Charakter zeigen. Genau das haben die Damen in Jeju bewiesen.
