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Daniel Negreanu wird Kalshi-Botschafter und entfacht neue Diskussion um Glücksspiel-Grenzen

  • Neuer Partner: Daniel Negreanu repräsentiert ab sofort die Event-Trading-Plattform Kalshi.
  • Rechtsstreit droht: Mehrere US-Staaten werfen Kalshi unerlaubtes Online-Glücksspiel vor.
  • Poker-Wetten geplant: Negreanu will Wetten auf WSOP-Ergebnisse und GGPoker-Events ermöglichen.

Daniel Negreanu, eigentlich bekannt für gut bezahlte Partnerschaften mit diversen Pokerseiten, hat eine weitere große Kooperation bekannt gegeben. Der achtfache WSOP-Bracelet-Gewinner und aktuelle GGPoker-Botschafter wird künftig auch das Gesicht von Kalshi, einer Plattform für sogenannte Prediction Markets.

Daniel Negreanu - Pokerspieler
Negreanu wird sich den Deal sicher fürstlich bezahlen lassen.

 

Die Nutzer können dort auf den Ausgang realer Ereignisse wetten, also etwa auf politische Entwicklungen, Sportresultate oder gesellschaftliche Trends. Die Plattform präsentiert sich dabei nicht als klassischer Glücksspielanbieter, sondern als regulierter Finanzmarktplatz. Doch genau diese Selbstdarstellung sorgt derzeit für Kontroversen.

Trading-Plattform oder Wettbüro?

Negreanu betont in Interviews und sozialen Medien, dass Kalshi kein Glücksspiel sei, sondern eine regulierte Handelsplattform. Statt von Wetten spricht er konsequent von „Trades“ und vergleicht Kalshi mit Finanzmärkten. Die Plattform arbeitet mit Ja/Nein-Kontrakten, etwa: Wird Trump Laborfleisch bis Jahresende verbieten? Nutzer setzen darauf echtes Geld. Je nach Eintrittswahrscheinlichkeit schwankt der Preis des Kontrakts. Laut Kalshi werden Meinungen so gebündelt und in Wahrscheinlichkeiten umgewandelt.

Dennoch mehren sich die juristischen Bedenken. Mehrere US-Bundesstaaten werfen Kalshi vor, unerlaubtes Online-Glücksspiel zu betreiben. Die Ja/Nein-Kontrakte seien nichts anderes als Wetten unter neuem Namen. Zwar konnte Kalshi in manchen Fällen eine vorläufige Zulassung erwirken, doch die rechtliche Unsicherheit bleibt.

Neue Poker-Märkte in Planung?

Für Pokerfans könnte der Deal dennoch spannend werden. Zwar bietet Kalshi bislang keine Märkte rund ums Kartenspiel an, doch Negreanu sieht genau dort Potenzial. In einem Interview mit PokerNews erklärte er, man denke über eigene Poker-Kontrakte nach, etwa: Wird GGPoker das Garantie-Preisgeld im Super Main Event knacken? Oder: Wer wird WSOP-Spieler des Jahres?

In den USA wäre Kalshi damit die erste Plattform, die solche Wetten flächendeckend zugänglich macht, und das (bislang) legal.

Kalshi im Kreuzfeuer

Kalshi zählt inzwischen über zwei Millionen Nutzer und hat laut eigenen Angaben bereits mehr als zwei Milliarden US-$ an Event-Kontrakten umgesetzt. Möglich wurde das unter anderem durch die Integration auf Plattformen wie Robinhood oder Webull.

Dennoch droht die Expansion zu stocken: Die Klage der Staatsanwaltschaft Massachusetts, eine Intervention der Glücksspielbehörde und weitere Verfahren auf Bundes- und Landesebene könnten den Handlungsspielraum massiv einschränken.

Negreanu freut sich derweil und verlost zur Feier des Deals ein 30.000-US-$-Paket zur WSOP Paradise im Dezember, inklusive einem 26.000-US-$-Buy-in für das Super Main Event auf den Bahamas, neun Hotelübernachtungen im Atlantis und Zugang zur exklusiven Lounge. Wer sich mit dem Code „DNEGS“ bei Kalshi registriert und mindestens 100 US-$ handelt, nimmt automatisch an der Aktion teil. Obendrauf gibt es einen 40-US-$-Bonus für neue Nutzer.

    Yannick Schroth

    Yannick findet man immer dort, wo das WLAN stabil ist und Poker gespielt wird. Als digitaler Nomade schreibt er seit Jahren über das, was ihn wirklich packt: spannende Hände, emotionale Showdowns und die Menschen hinter den Chips. Während des Studiums machte er sich selbständig, um seine Reisen mit dem Schreiben zu finanzieren, blieb dann aber zumindest journalistisch am Pokertisch hängen. Heute liefert er Hintergrundberichte, News und Momentaufnahmen aus der Szene.

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