Unbekannter Deutscher gewinnt WSOP-Online-Bracelet

  • Überraschungssieger: Nima Saken Shaft holt das WSOP Online Bracelet für Deutschland
  • 3 Mio. US-$ für Ex-Fußballer: Mario Mosböck wird Zweiter bei der Triton Series
  • Neue Hoffnung: Fabian Riebau-Schmithals kämpft um den nächsten WSOP-Titel

Bei der Online-Ausgabe der World Series of Poker auf der Pokerseite GGPoker hat der bislang kaum bekannte Deutsche Nima Saken Shaft für eine Sensation gesorgt. Beim 1.500 US-$ GGMasters High Roller triumphierte der Wahl-Malteser gegen ein internationales Teilnehmerfeld und schnappte sich neben dem Gold-Armband auch ein Preisgeld in Höhe von rund 240.000 Euro. Damit endet der deutsche Bracelet-Fluch bei der diesjährigen Online-Serie.

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Mal schauen, ob Shaft sich in Zukunft öfter behaupten kann.

 

Saarländer sticht Favoriten im Heads-up aus

Shaft, der ursprünglich aus dem Saarland stammt, lebt inzwischen auf Malta. Kein Wunder, denn es gilt als mediterranes Steuerparadies für Pokerspieler. Sämtlicher Gewinn bleibt dort steuerfrei. 

Bis zum Sieg war es für Shaft allerdings ein steiniger Weg. Im finalen Duell des Turniers wartete mit Max Neugebauer zudem ein echter Hochkaräter. Der ehemalige österreichische Basketballprofi hatte 2023 bei der WSOP Europe bereits ein Bracelet gewonnen und zählt seitdem zu den aufstrebenden Stars der Szene. Shaft behielt letzten Endes aber die Nerven und setzte sich gegen den Favoriten durch.

Weitere deutsche Hoffnungsträger in Lauerstellung

Die Hoffnung auf weiteres deutsches Edelmetall ist derweil bereits zum Greifen nah. Bei der laufenden 10.000 US-$ Pot-Limit-Omaha-Championship der WSOP Online liegt Fabian Riebau-Schmithals unter den letzten sieben Spielern auf Rang zwei. Für den talentierten Deutschen wäre es die Krönung einer ohnehin starken Saison. Im Sommer war er bereits bei einem WSOP-Event in Las Vegas knapp am Titel vorbeigeschrammt. Nun könnte das Online-Bracelet endlich den verdienten Lohn bringen.

Auch außerhalb der WSOP gab es starke Auftritte deutschsprachiger Spieler. Der frühere Fußballprofi Mario Mosböck, ein Schüler von Fedor Holz, wurde bei der Triton Poker Series auf der südkoreanischen Vulkaninsel Jeju Zweiter im 150.000 US-$ High Roller Event. Lediglich der Norweger Kayhan Mokri war am Ende nicht zu schlagen. Mosböck durfte sich dennoch über rund 3 Mio. US-$ Preisgeld freuen.

Im 100.000 US-$ Main Event sind mit Fabian Gumz, Christoph Vogelsang und Sirzat Hissou sogar gleich drei deutsche Profis noch im Rennen. Vielleicht gibt es hier also bald den nächsten Titel.

    Yannick Schroth

    Yannick findet man immer dort, wo das WLAN stabil ist und Poker gespielt wird. Als digitaler Nomade schreibt er seit Jahren über das, was ihn wirklich packt: spannende Hände, emotionale Showdowns und die Menschen hinter den Chips. Während des Studiums machte er sich selbständig, um seine Reisen mit dem Schreiben zu finanzieren, blieb dann aber zumindest journalistisch am Pokertisch hängen. Heute liefert er Hintergrundberichte, News und Momentaufnahmen aus der Szene.

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