Mike Zulker hat sich beim zweiten Turnier der Poker Masters 2025 in Las Vegas durchgesetzt und dabei 130 Teilnehmer hinter sich gelassen. Der US-Amerikaner sicherte sich im $5.000 No-Limit Hold’em-Event den Titel und ein Preisgeld von 157.000 US-Dollar. Gespielt wurde wie gewohnt im PokerGO Studio im ARIA Resort & Casino. Für Zulker ist es der zweithöchste Cash seiner Karriere – lediglich sein zweiter Platz im $10.000 Pot-Limit Omaha-Event der diesjährigen World Series of Poker war mit knapp 930.000 US-Dollar lukrativer.
Mit dem Sieg sammelte Zulker außerdem 528 Punkte für das Player of the Year-Ranking von Card Player und steht damit bei insgesamt 2.602 Punkten, was ihm aktuell einen Platz unter den Top 100 der Jahreswertung einbringt. Auch auf der PokerGO Tour verbuchte er mit 157 Punkten ein ordentliches Ergebnis und rangiert damit nun auf Rang 15 des PGT-Rankings.
Dominanter Finaltag und starke Vorstellung am Tisch
Am Finaltag des zweitägigen Turniers kehrten sieben Spieler an die Tische zurück. Zulker hatte bereits zu Beginn die Führung übernommen und ließ im weiteren Verlauf kaum Zweifel an seinem Siegeswillen. Den Auftakt zur Elimination-Phase machte Daniel Marcus, als sein A♦Q♦ gegen Mitchell Halversons Neuner-Satz unterlag. Für Marcus, der auch als Scout für die NBA-Franchise Memphis Grizzlies tätig ist, bedeutete Platz sieben 26.000 US-Dollar Preisgeld.
Auch Michael Berk musste sich bald darauf verabschieden. In einem Multiway-Pot konnte sich Zulker mit einem einfachen Paar Jacks durchsetzen, während Berk mit König hoch den Kürzeren zog. Platz sechs brachte dem Champion der MSPT Iowa 2023 immerhin 32.500 US-Dollar ein.
Mit dem Turnierverlauf wuchs Zulkers Stack kontinuierlich. Einen größeren Pott sicherte er sich gegen Aaron Messmer, dessen A♣8♣ den Trips Jacks von Zulker nicht standhalten konnte. Der fünfte Platz brachte Messmer 39.000 US-Dollar.
Wayne Nowak musste sich auf Rang vier verabschieden, nachdem sein A♣3♥ nicht gegen Zulkers K♠6♥ bestand. Das Board brachte dem späteren Sieger ein Paar Sechsen, was Nowaks Ambitionen auf den Titel beendete. Für ihn gab es 52.000 US-Dollar. Nowak stand im Vorjahr bereits einmal an einem Poker Masters Final Table.
Im Three-Handed Play setzte Paul Jager seine letzten Chips mit A♦7♥ und lief in die Damen von Zulker. Dieser callte sofort und brachte seinen Gegner auf Platz drei für 71.000 US-Dollar über die Ziellinie. Für Jager war es der bislang größte Cash seiner Karriere, sein früheres Top-Ergebnis hatte er 2024 bei einem WSOP-Event erzielt.
Halverson erneut auf Platz zwei
Das abschließende Heads-up sollte nur kurz dauern. Zulker startete mit einer massiven Führung gegen Mitchell Halverson, der am Vortag bereits im ersten Event des Poker Masters Zweiter geworden war. Halverson konnte sich zunächst mit einer Glückssträhne zurückkämpfen, als er mit Q♠J♠ gegen Zulkers 7♦5♥ einen Flush traf. Doch die Hoffnung währte nicht lange.
Bereits in der darauffolgenden Hand kam es zur Entscheidung. Zulker open-shovte mit K♠6♠ und Halverson callte mit 10♥10♣. Das Board brachte Q♠4♥2♥J♠10♠ und bescherte Zulker ein Backdoor Flush. Halverson blieb trotz erneutem Finaleinzug nur der zweite Platz und ein Preisgeld von 100.000 US-Dollar. Mit zwei zweiten Plätzen in ebenso vielen Events kommt er nun auf 285.000 US-Dollar Gesamtgewinne in der Serie.
Mit seinem Sieg bei Event #2 gehört Mike Zulker nun zu den heißesten Kandidaten auf weitere Erfolge in der Poker Masters-Serie. Sein Auftritt in Las Vegas war nicht nur souverän, sondern auch ein weiterer Beleg für seine wachsende Präsenz auf der internationalen Turnierbühne.
Ergebnisse des Final Tables – Poker Masters Event #2:
| Platz | Spieler | Preisgeld | POY-Punkte | PGT-Punkte |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Mike Zulker | $157.000 | 528 | 157 |
| 2 | Mitchell Halverson | $100.000 | 440 | 100 |
| 3 | Paul Jager | $71.000 | 352 | 71 |
| 4 | Wayne Nowak | $52.000 | 264 | 52 |
| 5 | Aaron Messmer | $39.000 | 220 | 39 |
| 6 | Michael Berk | $32.500 | 176 | 33 |
| 7 | Daniel Marcus | $26.000 | 132 | 26 |
| 8 | Eric Baldwin | $26.000 | 88 | 26 |
Foto: PokerGO Tour / Antonio Abrego
