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Keine Gnade für Zhao-Mörder: Oberstes Gericht weist Berufung ab

  • Letzte Instanz entscheidet: Oberster Gerichtshof in Michigan lehnt Berufung des Zhao-Mörders ab.
  • Grausames Verbrechen: Jeffery Morris hatte die Pokerspielerin Susie Zhao gefesselt, sexuell misshandelt und lebendig verbrannt.
  • Trauer in der Community: Die Poker-Community erinnert sich an Zhao als intelligente, lebensfrohe Spielerin mit großer Ausstrahlung.

Im Fall der ermordeten Pokerspielerin Susie Zhao ist nun auch der letzte juristische Hoffnungsschimmer für den verurteilten Täter erloschen. Der Oberste Gerichtshof von Michigan hat Ende August 2025 entschieden, den Berufungsantrag von Jeffery Bernard Morris nicht zuzulassen. Damit bleibt das Urteil aus dem Jahr 2022 bestehen: lebenslange Haft ohne Aussicht auf vorzeitige Entlassung. 

Susie Zhao am Pokertisch
Susie Zhao war eine talentierte Pokerspielerin.

 

Morris war im Oktober 2022 wegen vorsätzlichen Mordes ersten Grades sowie wegen Mordes im Rahmen einer Straftat schuldig gesprochen worden. Die Entscheidung des höchsten Gerichts in Michigan wurde zunächst von Pokerjournalistin Haley Hintze öffentlich gemacht.

Berufungsversuch ohne Erfolg

Nach dem Schuldspruch hatte Morris argumentiert, sein Recht auf ein zügiges Verfahren sei verletzt worden. Zudem warf er seiner Verteidigung Versäumnisse vor, unter anderem, weil diese nicht gegen bestimmte Zeugenaussagen und Beweismittel vorgegangen sei. Das Berufungsgericht von Michigan ließ diese Argumente jedoch nicht gelten. Die Richter kamen zu dem Schluss, dass es keine gravierenden Fehler im Verfahren gegeben habe, die eine Aufhebung des Urteils rechtfertigen würden. Der Versuch, den Supreme Court des Bundesstaates einzuschalten, scheiterte nun ebenfalls. Die Richter sahen keinen Grund, den Fall erneut zu überprüfen.

Ein Prozess voller Grauen

Zhao war im Sommer 2020 brutal ermordet worden. Morris hatte sie zuvor in einem Motel getroffen, sie gefesselt und an einen abgelegenen Ort gefahren. Dort verübte er schwerste sexuelle Gewalt, bevor er Zhao bei lebendigem Leib in Brand setzte. 

Diese grausamen Details kamen erst im Laufe des Prozesses zutage. Ermittler fanden auf Morris‘ Handy rund 2.000 Suchanfragen zu gewalttätiger Pornografie, darunter Suchbegriffe wie „Asian“ und „kidnap“. Die Staatsanwaltschaft sah darin ein klares Indiz für ein geplantes Verbrechen, das seine sadistischen Fantasien erfüllen sollte.

Die Pokerwelt trauert und verarbeitet

Susie Zhao war eine talentierte Pokerspielerin mit mehr als 224.000 US-$ an Turniergewinnen und galt als lebensfrohe und warmherzige Persönlichkeit. Ihr tragischer Tod sorgte weltweit für Entsetzen. Freunde und Kollegen zeigten sich tief betroffen. 

Zhao litt laut Prozessunterlagen an Schizophrenie. Dieser Umstand machte sie laut Staatsanwaltschaft zusätzlich verwundbar. Das Urteil gegen Morris bringt nun zumindest ein gewisses Maß an Gerechtigkeit und einen Abschluss.

    Yannick Schroth

    Yannick findet man immer dort, wo das WLAN stabil ist und Poker gespielt wird. Als digitaler Nomade schreibt er seit Jahren über das, was ihn wirklich packt: spannende Hände, emotionale Showdowns und die Menschen hinter den Chips. Während des Studiums machte er sich selbständig, um seine Reisen mit dem Schreiben zu finanzieren, blieb dann aber zumindest journalistisch am Pokertisch hängen. Heute liefert er Hintergrundberichte, News und Momentaufnahmen aus der Szene.

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