Beim €1.100 Main Event der OlyBet Showdown Riga Voodoo Autumn Edition im Olympic Voodoo Casino setzte sich der litauische Amateurspieler Arunas Satkus gegen ein Feld von 150 Teilnehmern durch und feierte damit den bislang größten Erfolg seiner Pokerlaufbahn. Für den Turniersieg erhielt Satkus ein Preisgeld in Höhe von €33.330 sowie den OlyBet-Titel.
Satkus, der bislang hauptsächlich kleinere Buy-in-Turniere zwischen €55 und €250 gespielt hatte, wagte sich im Rahmen dieses Events an ein deutlich hochpreisigeres Turnier und belohnte sich mit einem bemerkenswerten Durchmarsch bis zum Titel. Der insgesamt €142.500 schwere Preispool verteilte sich auf die besten neun Plätze.
Laut dem Datenportal The Hendon Mob kam Satkus vor dem Turnier auf lediglich 7.260 US-Dollar an ausgewiesenen Live-Gewinnen. Sein bisher bestes Ergebnis lag bei etwas über 2.100 Dollar. Durch den Erfolg in Riga vervierfachte er nicht nur seine Karriere-Gewinne, sondern empfahl sich gleichzeitig für weitere internationale Auftritte in der baltischen Pokerszene.
Entscheidende Duelle am Finaltisch
Der Finaltag startete mit zehn verbliebenen Spielern, darunter mehrere bekannte Namen aus der Region. Mit dabei waren unter anderem Vorjahressieger Roberts Krīgers, der erfahrene lettische Turnierspieler Ēriks Krūmiņš sowie Gabi Livshitz aus Israel, der insbesondere auf internationalem Parkett kein unbeschriebenes Blatt ist.
Satkus legte von Beginn an ein hohes Tempo vor. Zunächst gelang ihm ein früher Doppelschlag: Er eliminierte zunächst Edgars Beizaks und setzte sich anschließend mit einem Two-Outer gegen Pekka Ikonen durch. Sein größter Pot des Tages entwickelte sich jedoch im Duell mit Gabi Livshitz. Letzterer stellte mit Ass-König gegen Satkus’ Könige all-in und konnte den Flip nicht für sich entscheiden. Für Livshitz bedeutete dies Platz sechs – Satkus festigte damit seine Position als Chipleader.
Den Titelverteidiger Krīgers erwischte es einige Positionen später. Er unterlag in einem entscheidenden Pot gegen den späteren Zweitplatzierten Konstantin Arber, der mit einem besseren Kicker die Oberhand behielt und Krīgers auf Rang vier verwies.
Im Dreikampf setzte Satkus seinen aggressiven Spielstil fort. Yaniv Peretz aus Lettland verlor zuletzt ein Coinflip gegen Arber und musste sich mit Platz drei begnügen.
Satkus lässt im Heads-up nichts anbrennen
Damit kam es zum Finale zwischen Arunas Satkus und dem Deutschen Konstantin Arber. Letzterer hatte sich zuvor durch ein spektakuläres Comeback in Stellung gebracht – zwischenzeitlich war er auf weniger als einen Big Blind gefallen.
Im Heads-up ließ Satkus keine Zweifel an seiner Dominanz aufkommen. Mit klarer Führung an Chips und der nötigen Kontrolle über das Spielgeschehen brachte er den Titel zügig unter Dach und Fach. Die Entscheidung fiel, als seine Overcards auf dem Flop gegen Arbers Zehner-Paar trafen. Satkus holte sich die letzte Hand des Abends und krönte seine starke Turnierleistung mit dem ersten Platz.
Konstantin Arber musste sich nach einer kämpferischen Vorstellung mit Position zwei und einem Preisgeld von €22.060 zufriedengeben. Das Podium komplettierte Yaniv Peretz, der als Dritter €15.950 gewann.
Die weiteren Finalisten im Überblick:
– Roberts Krīgers (4. Platz, €12.430)
– Ēriks Krūmiņš (5. Platz, €9.650)
– Gabi Livshitz (6. Platz, €7.510)
– Alexander Levin (7. Platz, €5.850)
– Pekka Ikonen (8. Platz, €4.730)
– Edgars Beizaks (9. Platz, €3.800)
Mit seinem Erfolg beim OlyBet Showdown Riga hat Satkus nicht nur die Pokerwelt überrascht, sondern sich auch selbst ein neues sportliches Level erschlossen. Ob sich dieser Achtungserfolg als Auftakt einer längeren Turnierkarriere herausstellt, bleibt abzuwarten. Fest steht: In Riga hat er eindrucksvoll seine Visitenkarte abgegeben.
