Ein fuller Erfolg für Bridget Johnson beim diesjährigen Main Event der Roughrider Poker Tour (RPT) in Zusammenarbeit mit der Dakota Poker Tour: Nach drei Tagen Spielzeit setzte sich die Pokerspielerin aus Dickinson, North Dakota, beim $650-buy-in-Turnier im Dakota Magic Hotel & Casino durch und sicherte sich mit $35.000 das bislang höchste Preisgeld ihrer Laufbahn. Neben dem Löwenanteil des Preisgeldes erhielt Johnson auch die customisierte RPT-Trophäe sowie einen Sitz im $1.000 Dream Chaser V Main Event.
Spannendes Finale in Hankinson
Die RPT Tri-State Poker Championship verzeichnete insgesamt 351 Entries, wodurch sich ein Preispool in Höhe von $189.540 ergab. In einem vergleichsweise kurzen Heads-up-Duell bezwang Johnson den Finalisten Mark Fink aus Sioux Falls, South Dakota, und krönte sich damit zur Siegerin des Turniers.
Das Gleichgewicht am Finaltisch war regional gut verteilt: Neben Johnson und Fink schafften es unter anderem der Drittplatzierte Keith Kemper aus Casselton, Paul Johnson aus Fargo sowie die beiden Spieler Cody Slusher (Kindred) und Chad Knoblauch (Grand Forks) unter die besten Sieben. Die Top-Platzierungen wurden wie folgt dotiert: Fink erhielt als Runner-up $20.000, Kemper $15.000, gefolgt von Paul Johnson mit $10.700 auf Rang vier.
Symbolischer Erfolg über das Preisgeld hinaus
Bereits vor ihrem jüngsten Triumph war Johnson in der lokalen Pokerszene keine Unbekannte. Zuvor hatte sie einen Turniersieg im All In Event Center in Dickinson für ein Preisgeld von $5.000 verbucht. Der nun erzielte Erfolg stellt jedoch eine neue Dimension in ihrer Pokerkarriere dar. Auf Nachfrage äußerte sich Johnson nach dem Sieg kurz und bündig: „Sehr aufgeregt, glücklich. Mein größter Sieg bislang.“
Neben der Höhe des Preisgelds hat das Ergebnis für Johnson auch eine symbolische Bedeutung. Die Zahl der Frauen in Live-Turnieren bleibt nach wie vor überschaubar. Umso mehr betont sie, wie sie die Erfahrung einschätzt, als Frau an einem weitgehend männlich dominierten Final Table teilzunehmen: „Ich finde es großartig. Man sieht vielleicht ein Dutzend weibliche Spielerinnen – wenn man Glück hat. Wenn man dann die finalen Tische erreicht, fühlt sich das wie ein Privileg an.“
Johnson hob zudem hervor, wie wichtig der freundschaftliche Aspekt und die Geduld im Spiel seien, vor allem für Einsteigerinnen: „Ich habe zehn Jahre lang Poker gespielt, bevor ich meinen ersten Sieg geholt habe. Das braucht seine Zeit, aber es macht Spaß. Ein schönes Hobby, das einem viele neue Leute näherbringt.“
Nächstes Ziel: WSOP-Hauptturnier in Las Vegas
Nach ihrem Erfolg in Hankinson plant Johnson bereits ihren nächsten Schritt auf der Pokerbühne. Ihr erklärtes Ziel: die Teilnahme am $10.000-Hauptturnier der World Series of Poker im kommenden Jahr. Die finanzielle Grundlage dafür habe sie sich bereits durch frühere Platzierungen geschaffen, wie sie im Gespräch verriet. „Das war mein Ziel: Wenn ich genug gewinne, möchte ich nach Vegas. Ich will die erste Frau sein, die das WSOP-Main-Event gewinnt.“
In der Zwischenzeit bleibt sie der Roughrider Poker Tour treu, deren Atmosphäre und Spielniveau sie besonders schätzt: „Ich liebe es, bei der RPT zu spielen. Großartige Organisation, viele gute Spieler – das ist eine gute Vorbereitung für Vegas.“
Damit endet ein bemerkenswertes Kapitel in der RPT-Turnierserie, das nicht nur wegen der Preisgelder, sondern auch durch den symbolischen Wert von Johnsons Sieg Aufmerksamkeit verdient. Mit dem Gewinn der RPT Tri-State Championship hat sie sich nicht nur auf regionaler Ebene hervorgetan, sondern zugleich ambitionierte Pläne für ihre pokertechnische Weiterentwicklung angestoßen.
