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New Yorks Casino-Entscheidung rückt näher: Hoffnung auf Poker?

  • Entscheidung naht: Das New Yorker Gaming Board wählt bis Dezember drei neue Casino-Standorte aus.
  • Pokermarkt im Fokus: Resorts World, MGM und Hard Rock bringen Poker-Erfahrung mit
  • Queens dominiert: Zwei der vier verbliebenen Bewerber wollen dort bauen, Manhattan und Brooklyn sind raus.

Die Karten sind gemischt, die Chips liegen bereit, nun liegt die Entscheidung beim fünfköpfigen Gaming Facility Location Board, das seit Mittwoch in finalen Beratungen über die Vergabe von bis zu drei neuen Casino-Lizenzen für New York steckt.

Freiheitsstatue in New York.
Freiheit für Poker in New York?

 

Ein Urteil über die vier verbliebenen Bewerber soll bis spätestens 1. Dezember fallen. Hinter verschlossenen Türen wird nun abgewogen, wer mit seinem Konzept wirtschaftlich und strukturell am meisten überzeugt. Maßgeblich sind Kriterien wie erwartete Steuereinnahmen, Arbeitsplätze und die bauliche Umsetzbarkeit.

Poker als Standortvorteil: Wer punktet bei Spielern und Politik?

Auch wenn Poker bislang im Bundesstaat New York noch nicht offiziell legalisiert ist, spielt es in den Überlegungen zur Standortwahl eine wichtige Nebenrolle. 

Besonders das Resort-World-Projekt in Queens hat mit Blick auf das Pokerspiel gute Karten. Betreiber Genting betreibt bereits in Las Vegas ein vollwertiges Pokerangebot und könnte diese Expertise nach New York bringen. 

Ähnlich positioniert sich Hard Rock, wenngleich das jüngste Hard-Rock-Casino in Kalifornien Poker bewusst außenvor gelassen hat. MGM wiederum ist durch BetMGM als Marktführer im US-Online-Poker bekannt. Bally’s, das in die Bronx expandieren will, war beim Thema Poker bislang hingegen auffällig stumm.

Die letzten vier im Überblick

Nach dem politischen Aus für die Pläne am Times Square, an der Freedom Plaza und auf Coney Island sind mittlerweile nur noch vier Bewerbungen für Queens, die Bronx und Yonkers im Rennen. Projekte wie das von Wynn in Manhattan sind dagegen schon gescheitert.

Zwei der Konzepte bauen auf bereits existierenden Glücksspielstandorten auf, zwei wollen gänzlich neue Projekte aus dem Boden stampfen. Hotels, Theater, Gastronomie und Parks gehören ebenso zu den Plänen wie Versprechungen über zehntausende neue Arbeitsplätze und Milliardeninvestitionen.

Die Finalisten im Lizenzpoker:

Projekt Standort Betreiber
Resorts World NYC Queens (Jamaica) Genting Group (Malaysia)
Metropolitan Park Queens (Willets Point) Steve Cohen + Hard Rock International
MGM Empire City Yonkers MGM Resorts
Bally’s New York Bronx (Throggs Neck) Bally’s Corporation

Ausblick: Lizenzen als Türöffner für legales Poker in New York

Auch wenn die Vergabe der Lizenzen zunächst nichts an der rechtlichen Lage für Poker in New York ändert, könnte sie neue Dynamik in die Debatte bringen. Immerhin sind gleich mehrere Bewerber erfahrene Pokeranbieter, die darauf brennen dürften, das Spiel endlich offiziell an die Tische New Yorks zu bringen. 

Sollte sich die Legislative bewegen, wäre die Infrastruktur dann bereits vorhanden. Die Weichen für die Zukunft sind also gestellt.

    Yannick Schroth

    Yannick findet man immer dort, wo das WLAN stabil ist und Poker gespielt wird. Als digitaler Nomade schreibt er seit Jahren über das, was ihn wirklich packt: spannende Hände, emotionale Showdowns und die Menschen hinter den Chips. Während des Studiums machte er sich selbständig, um seine Reisen mit dem Schreiben zu finanzieren, blieb dann aber zumindest journalistisch am Pokertisch hängen. Heute liefert er Hintergrundberichte, News und Momentaufnahmen aus der Szene.

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