Aaron Pinson triumphiert doppelt beim WSOPC Baltimore und sichert sich Main-Event-Sieg

Mit zwei Siegen bei der World Series of Poker Circuit (WSOPC) in Baltimore innerhalb weniger Tage hat Aaron Pinson für Aufsehen gesorgt. Der 41-jährige Pokerprofi aus Baltimore sicherte sich zunächst den Titel im Eröffnungsturnier und legte anschließend mit dem Gewinn des $1.700 Main Events im Horseshoe Casino nach. Neben zwei Ringen und insgesamt über $118.000 Preisgeld gewann Pinson zudem einen begehrten Platz für das $26.000 WSOP Paradise Super Main Event auf den Bahamas.

Aaron Pinson gewinnt das WSOPC Main Event in Baltimore und holt zwei Titel

Von Anfang bis Ende in Führung – der Main-Event-Triumph

Das Main Event der WSOPC Baltimore verzeichnete bei einem Buy-in von $1.700 insgesamt 332 Entries, was zu einem Preispool von $502.980 führte. Zusätzlich wurde dem Sieger ein Seat für das $26.000 Super Main Event in der Karibik zugesichert. Aaron Pinson dominierte den Turnierverlauf – beginnend als Chipleader nach Tag 1, wieder an der Spitze nach Tag 2 und schließlich auch Sieger am Final Table.

Am letzten Spieltag starteten noch fünf Spieler, allesamt aus dem Bundesstaat Maryland. Pinson übernahm früh die Initiative und setzte sich nach nur 55 Minuten Spielzeit endgültig durch – trotz zwischenzeitlicher Rückschläge. Zu Beginn des Final Tables führte er zwar, fiel aber zeitweise auf den letzten Platz zurück. Letztlich behauptete er sich in mehreren All-In-Situationen und gewann das Turnier mit einem Preisgeld von $102.668 – sein zweitgrößter Cash in der bisherigen Karriere, die sich laut Hendon Mob bereits über zwei Millionen Dollar Turniererlöse erstreckt.

„Variance was really on my side, it’s kind of nuts“, sagte Pinson nach dem Turnier. Gleichzeitig betonte er, dass seine Entscheidungen überwiegend der Spielsituation entsprechend gewesen seien. In Bezug auf Glück und Zufall im Poker meint er: „I know I’m a luckbox, what am I going to do? I’m a lucky guy.“

Schlüsselhand gegen Christian Harder

Die wohl wichtigste Hand der Entscheidung fiel, als noch vier Spieler im Rennen waren. Christian Harder eröffnete mit Ass-König, Pinson ging mit König-Dame suited vom Button direkt All-In und traf auf dem Flop eine Dame. Harder verpasste seine Outs, und Pinson übernahm endgültig die Kontrolle über das Finale. Diese Hand repräsentierte nicht nur einen enormen Chippush, sondern beeinflusste auch seine Strategie in der Endphase des Turniers. „Because of the $26k [seat], it made it very top heavy“, erklärte Pinson. Er habe gezielt Druck ausgeübt, solange er den Stackvorteil hatte – in der Hoffnung, dass andere Spieler auf höhere Plätze „laddern“.

Besonders betonte er den Respekt für seine Finaltischgegner. Mit vielen von ihnen hat er bereits mehrfach am Tisch gesessen. Unter anderem lobte er Josh Mischel und Jimmy Born, gegen die er in der Vergangenheit bereits gespielt hatte, sowie Christian Harder, den er nach eigenen Worten lange bewundert hatte.

Die letzte Hand des Turniers fiel gegen Josh Mischel, der mit Ass-Bube All-In schob. Pinson callte mit Ass-Vier – und traf ein Viererpaar auf Turn und Flop, das den Turniersieg besiegelte.

Ein erfolgreicher Start in die Serie

Bereits vor dem Main Event hatte Pinson beim Eröffnungsturnier der WSOPC Baltimore triumphiert. Für seinen Sieg dort kassierte er $16.058 und gewann seinen ersten Circuit-Ring überhaupt. Der Erfolg im darauffolgenden Main Event markierte seinen zweiten Ring binnen weniger Tage und krönte damit eine besondere Serie für den Lokalmatador.

Nach dem Main-Event-Erfolg äußerte sich Pinson auch zur Unterstützung aus seinem Umfeld: „Thanks to my girlfriend Kim, and family and friends and everyone locally. I’m extremely grateful for all the positivity, all the good vibes, and even a little bit of the hater jealousy vibes fuels you too.“

WSOPC Baltimore – Finaltischergebnis des Main Events

Platz Spieler Preisgeld
1 Aaron Pinson $102.668
2 Josh Mischel $68.489
3 Jimmy Born $46.792
4 Christian Harder $32.759
5 Matt Richardson $23.516
6 Harrison Dobin $17.320
7 Dennis Grizzle $13.097
8 Anthony Mcie $10.175
9 Changfeng Fan $8.128
10 Thomas Barry $6.681

Mit seinem Doppelerfolg in Baltimore stellt Aaron Pinson erneut unter Beweis, dass Kontinuität, Erfahrung und der richtige Umgang mit Varianz im Turnierpoker entscheidende Faktoren für den langfristigen Erfolg darstellen. In der nächsten Phase seiner Turnieragenda wartet nun das hochdotierte Event auf den Bahamas.

Rene Müller

René ist gelernter Bankkaufmann, hat aber sofort nach seiner Ausbildung seine Karriere als freier Journalist bei einer großen, deutschen Zeitung begonnen. Später betrieb René in seiner Wahlheimat Tschechien mehrere Wettannahmestellen für Sportwetten und eigene Spielotheken. Seit 2013 arbeitet René als Glücksspiel-Redakteur. Er bringt umfangreiches Spielwissen und die schnelle journalistische Feder mit. In unserer Redaktion kann René als Oldie angesehen werden. Veraltet sind sein Texte aber nicht. Im Gegenteil, sie stehen für jahrelange Erfahrung im Online Glücksspiel.

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