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Straight Flush gegen Straight Flush: Bad Beat Jackpot sorgt für Millionenregen in Kanada

  • Seltenes Duell: Straight Flush verliert gegen Straight Flush
  • 1,14 Mio. US-$ geknackt: Bad Beat sorgt für kollektiven Geldregen im Pokerraum
  • Glücklicher Abend: Auch die Mitspieler erhielten Tausende Dollar

Im kanadischen Quebec wurde das Playground Casino am Montagabend zur Bühne eines der seltensten und spektakulärsten Poker-Momente überhaupt. Während eines unscheinbaren 1/2-Dollar-Cashgames kam es kurz vor Mitternacht zu einer Szene, die jedem Drehbuchautor die Tränen in die Augen treiben würde: Zwei Spieler trafen gleichzeitig einen Straight Flush. Ein fast schon absurder Showdown, der am Ende einen der höchsten Bad-Beat-Jackpots der Poker-Geschichte auslöste.

Die glücklichen Spieler im Playground.
Damit haben die Spieler im Playground wohl nicht gerechnet.

 

Ein Turn, der alles veränderte

Die Hand begann unspektakulär. Bill K. hielt 4♣️ 3♣️, Darin H. 9♣️ 8♣️. Dann kam der Flop: 4♦️ 5♣️ 6♣️. Beide Spieler hatten einen Straight-Flush-Draw, der eine zu einer 7♣️ als oberem Ende, der andere zum höheren 7♣️–10♣️-Straight Flush. Und tatsächlich: Der Turn brachte die 7♣️, damit hatten beide Spieler einen Straight Flush. Darin H. hatte allerdings die höhere Variante, gewann die Hand und Bill K. verlor mit einem der besten möglichen Blätter im Poker.

Das tat zwar weh, zum Glück fand das Ganze aber im Playground Casino statt. Die Regeln sehen dort nämlich vor, dass der Verlierer eines solchen Bad-Beat-Blatts satte 40 % des sich mit der Zeit kumulierenden Bad-Beat-Jackpots kassiert. Und in diesem hatten sich exakt 1.595.087 CAD (rund 973.000 €) angesammelt. Bill K. sicherte sich also rund 640.000 CAD, Darin H. erhielt 320.000 CAD. Die restlichen 40 % wurden unter den anderen Spielern im Raum verteilt.

Übrigens: Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Spieler einen Straight Flush in Texas Hold’em trifft, liegt bei etwa 0,00139 % oder 1 zu 72.193. Bei zwei Spielern ist die Chance dementsprechend noch einmal deutlich geringer.

Nicht der erste Millionenknaller im Playground

Das Playground Casino ist bekannt für seine massiven Bad-Beat-Auszahlungen. Schon 2023 platzte dort ein Rekord-Jackpot in Höhe von 2,6 Mio. CAD, als Vierlinge gegen einen Straight Flush verloren. Auch dieses Mal war das Glück, oder besser gesagt das Pech, auf Seiten der Spieler. Kurios: Der Bad Beat ereignete sich erneut an einem 1/2-Dollar-Tisch. Solche Tische sind sonst nicht gerade dafür bekannt, Leben zu verändern.

Auch in diesem Jahr gab es schon einen massiven Bad Beat, als ein Royal Flush einen Straight Flush knackte.

Das Regelwerk des Casinos schreibt klar vor: Um den Jackpot zu knacken, müssen beide Spieler ihre Hole Cards vollständig verwenden. Genau das war hier der Fall, und so wurden aus zwei scheinbar harmlosen Händen innerhalb von Sekunden lebensverändernde Ereignisse.

Die Jagd auf das nächste Wunderblatt

Nach dem Millionen-Coup wurde der Bad Beat Jackpot auf knapp 170.000 US-Dollar zurückgesetzt. Als Mindesthand für künftige Bad Beats gelten nun wieder vier Asse.

Hier die Verteilung des Jackpots:

Spieler Hand Gewinnanteil Betrag in CAD Betrag in €
Bill K. (Verlierer) 4♣️ 3♣️ (Straight Flush) 40 % 640.000 389.300 €
Darin H. (Gewinner) 9♣️ 8♣️ (höherer Straight Flush) 20 % 320.000 194.650 €
Spieler am Tisch 20 % 320.000 194.650 €
Spieler im Casino 20 % 320.000 194.650 €

    Yannick Schroth

    Yannick findet man immer dort, wo das WLAN stabil ist und Poker gespielt wird. Als digitaler Nomade schreibt er seit Jahren über das, was ihn wirklich packt: spannende Hände, emotionale Showdowns und die Menschen hinter den Chips. Während des Studiums machte er sich selbständig, um seine Reisen mit dem Schreiben zu finanzieren, blieb dann aber zumindest journalistisch am Pokertisch hängen. Heute liefert er Hintergrundberichte, News und Momentaufnahmen aus der Szene.

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