News

Kareem Cowart triumphiert beim BetMGM Lions of the Atlantic für 305.000 Dollar

Mit einer klaren Vision und einem entschlossenen Auftritt hat Kareem Cowart beim diesjährigen BetMGM Lions of the Atlantic Event seinen bislang größten Turniererfolg gefeiert. Der 2025 erstmals im Verbund zwischen dem Borgata in Atlantic City und dem MGM National Harbor ausgetragene $600 No-Limit Hold’em Main Event lockte über zwei Wochen hinweg exakt 3.693 Entries an die Tische. Am Ende stand Cowart ganz oben auf dem Treppchen und konnte sich über ein Preisgeld von 305.000 US-Dollar freuen.

Kareem Cowart siegt beim Lions of the Atlantic und holt sich 305.000 Dollar

Ausgeglichenes Feld, starkes Finale

Die Garantiesumme des Turniers war auf satte $2.000.000 angesetzt, wurde aber trotz des großen Teilnehmerfeldes knapp verfehlt. Beide ausrichtenden Casinos, Borgata und MGM National Harbor, übernahmen die entstandene Differenz, sodass der gesamte Preispool unverändert ausgezahlt wurde.

Cowart gehörte zu den 301 Spielern, die es in den zweiten Tag geschafft hatten, befand sich jedoch zu diesem Zeitpunkt nur im Mittelfeld des Chipcounts. Die Führung hielt an diesem Punkt Shajan Paul, später übernahm Daniel Buzgon das Kommando und ging mit über neun Millionen Chips als Favorit unter die letzten 27. Am Finaltisch selbst übernahm dann zunächst Michael McGrath das Ruder, der durch mehrere große Pötte die Spitze des Chipcounts erklomm.

Während McGrath früh dominierte, spielte Cowart geduldig und mit viel Kontrolle. Er beobachtete die Dynamik am Tisch genau und schätzte das Verhalten seiner Gegner differenziert ein. „Manche spielten sehr tight, andere wiederum sehr aggressiv. Ich habe versucht, mich von den heißen Händen fernzuhalten und alle ein bisschen zu analysieren“, sagte Cowart nach seinem Sieg.

Der Wendepunkt: Ein Cooler gegen Buzgon

Ein Schlüsselmoment ereignete sich, als Daniel Buzgon mit Ace-Jack All-in ging und Cowart denselben Handwert hielt – allerdings mit einem leicht größeren Stack. Das Board öffnete Cowart außerdem die Möglichkeit auf einen Flush, der sich mit einer Diamond auf dem River auch vervollständigte. Das bedeutete für Buzgon Platz fünf und ein Preisgeld von 65.000 Dollar, während Cowart mit diesem außergewöhnlichen Coinflip die Kontrolle übernahm.

Im weiteren Verlauf dominierte er das Geschehen zunehmend. Im Drei-Handed-Play war Cowart schließlich klarer Chipleader und ließ seinen Gegnern kaum Spielraum. McGrath, der sich zuvor eindrucksvoll durchgesetzt hatte, sah sich in mehreren All-in-Situationen klar geschlagen und musste zusehen, wie Cowart das Spieltempo vorgab.

Schneller Sieg im Heads-Up

Das abschließende Duell zwischen Cowart und McGrath dauerte lediglich fünf Hände. In dieser kurzen Phase machte Cowart den Sack zu und besiegelte seinen Sieg. Für McGrath blieb Rang zwei und ein Preisgeld in Höhe von 200.000 Dollar.

„Ich habe mir schon vor dem Turnier gesagt, dass ich es gewinnen werde. Ich kann dir die Nachrichten zeigen, in denen ich das geschrieben habe“, erklärte Cowart. „Ich habe das manifestiert.“ Bereits in der Vergangenheit hatte er einen ähnlichen Ansatz verfolgt, als er bei einem anderen größeren Turnier den zweiten Platz belegte. Diesmal reichte es zum ganz großen Wurf.

Cowart, der hauptberuflich ein Bauunternehmen führt, Immobilien verwaltet und nebenbei seine Kinder im Football coacht, betonte, dass Poker für ihn kein Fulltime-Beruf sei. „Ich reise nicht für Turniere, ich will nichts von den Aktivitäten meiner Kinder verpassen. Das war tatsächlich das erste Turnier dieses Jahr, das ich gespielt habe“, erzählte er. Der Gewinn sei daher viel mehr ein persönlicher Meilenstein als ein finanzielles Highlight. „Es geht nicht um das Geld. Es sind vielmehr die Beweise, dass ich es kann. Es sind die Rechte zum Angeben. Ich habe damit etwas auf meinem Vision Board abgehakt.“

Ergebnis des Finaltisches

Platz Spieler Preisgeld
1 Kareem Cowart $305.000
2 Michael McGrath $200.000
3 Anton Saich $140.000
4 Sungwoon Yoo $100.000
5 Daniel Buzgon $65.000
6 Jhordy Sanchez $50.000
7 Ben Bianco $36.000
8 Joseph Stevens $28.500
9 Wen Jin $22.100

Mit diesem Erfolg in Atlantic City dürfte Kareem Cowart nun auch auf der überregionalen Pokerlandkarte angekommen sein – obgleich er seine Prioritäten weiterhin fernab vom professionellen Circuit sieht.

Rene Müller

René ist gelernter Bankkaufmann, hat aber sofort nach seiner Ausbildung seine Karriere als freier Journalist bei einer großen, deutschen Zeitung begonnen. Später betrieb René in seiner Wahlheimat Tschechien mehrere Wettannahmestellen für Sportwetten und eigene Spielotheken. Seit 2013 arbeitet René als Glücksspiel-Redakteur. Er bringt umfangreiches Spielwissen und die schnelle journalistische Feder mit. In unserer Redaktion kann René als Oldie angesehen werden. Veraltet sind sein Texte aber nicht. Im Gegenteil, sie stehen für jahrelange Erfahrung im Online Glücksspiel.

Zeige alle Posts von Rene Müller

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments