In den letzten Tagen wurde bekannt, dass der leitende Bischof für Westeuropa – Metropolit Nestor – von der russisch-orthodoxen Kirche suspendiert wurde.
Nestor war ein wirklich hohes Tier in der Kirche und leitete unter anderem das Exarchat Westeuropa, das neben Frankreich, Belgien, Großbritannien, die Niederlande und auch die Schweiz umfasste.
Die offizielle Version seiner Suspendierung ist die Teilnahme an Pokerturnieren und Glücksspiel, welches von der orthodoxen Kirche strikt untersagt ist. Daraufhin wurde er vom Oberhaupt – Patriarch Kyrill I. – höchstpersönlich seines Amtes enthoben.
Grundsätzlich wäre das auch nachvollziehbar, aber im Hintergund werden immer mehr Stimmen laut, dass dieses Vorgehen eher politische Hintergründe hatte.
Kriegsgegner:
So behauptet unter anderem die orthodoxe Theologen „Natalia Vasilevich“, dass dem Oberhaupt „Kyrill“ diese Anschuldigungen gerade Recht kamen, da es ihm so relativ einfach gemacht wurde, Metropolit Nestor aus seinem Amt zu entfernen.
Als wahren Grund für die Entlassung sieht sie nämlich die Tatsache, dass „Nestor“ gegen Krieg gewesen sei und europaweit Priester unterstützt habe, welche den Angriffskrieg gegen die Ukraine ablehnten. Hätte er den russischen Überfall auf die Ukraine befürwortet, wäre es, laut ihrer Aussage, in Sachen Glücksspiel wohl maximal zu einer Ermahnung gekommen und er wäre weiterhin im Amt.
Das klingt grundsätzlich sehr plausibel und in der heutigen Zeit ist so ein Vorgehen, auch in der Kirche mehr als denkbar. Auf der anderen Seite soll „Evgeny Sirotenko“ (echter Name) sich auch an einem Fonds der russisch orthodxen Kirche bedient haben und das wiederum wäre wirklich uncool und soll die kirchlichen Vorgesetzten richtig entzürnt haben. Wir werden schlussendlich die wahren Beweggründe wohl nie erfahren, auch wenn es tatsächlich sehr nach einem politischen Motiv aussieht.
Ich persönlich wünsche ihm für die Zukunft eine Tätigkeit, wo er seine Leidenschaft zum Pokern mit seinen Ansichten (Kriegsgegner) kombinieren kann.
Amen
