Die Entscheidung beim $25.000 Main Event ($5.000.000 GTD) der Onyx High Roller Series ist gefallen und der Sieger steht fest. Schach-Großmeister Ottomar Ladva zeigte im Merit Diamond Casino einmal mehr seine Klasse und kürte sich zum Champion dieses Events. Für diese starke Leistung kassierte der Poker- und Schach-Profi ein Preisgeld in Höhe von $1.150.000.
Von ursprünglich 207 Entries kehrten heute Mittag neun Spieler an den Final Table zurück und mit Jessica Teusl und Matthias Lipp waren noch zwei DACH-Spieler mit von der Partie.
Während der Min-Cash am Final Table $100.000 betrug, war für den Sieger ein Preisgeld von $1.150.000 ausgeschrieben. Es war ein extrem stark besetztes Finale und es sollte fast 1,5 Stunden dauern, bis der erste Seat Open gefunden war.
Leider erwischte es auf Platz 9 Jessica Teusl, welche von Patrik Antonius gebustet wurde. Antonius raiste in der Hand vom Button mit Pocket Vierern auf 300k und die win2day-Botschafterin pushte daraufhin aus dem Big Blind mit KJo All In. Sie bekam auf Flop und River noch einige Extra-Outs, aber am Ende bastelte sich Antonius ein Full House und schickte Teusl mit einer Entschädigung von $100.000 an die Rails. – Schade Schokolade, wenn ich Jessica Teusl an dieser Stelle einmal zitieren darf.

Es gab vorher bereits eine Situation, in der Teusl mit Neunern aufwachte und relativ short (ca. 15BB) auf Raise von Antonius und 3-Bet von Mooney ihre Neuner preflop entsorgte. Hier kann man wahrscheinlich drüber streiten, ob man reinstellt oder doch auf den nächsten Spot wartet. Aber immer Nachhinein ist man bekanntlich ja immer schlauer.

Mit Matthias Lipp sollte es dann unseren letzten Hoffnungsträger erwischen. Lipp bot eine gute Leistung am Finaltisch, hatte aber kein besonders großes Kartenglück, um sich mal in einen richtig großen Pot zu verwickeln. Dennoch spielte er sehr geschickt und hatte sich am Tisch ein gutes Image aufgebaut und überstand die ersten drei Bust Outs ohne wirklich short zu werden.
Auf Platz 6 sollte dann aber sein Ende kommen und auch ihn erwischte es gegen die Pokerlegende Patrik Antonius. Der Finne raiste mit A8o bei Blinds 100k/250K vom Button auf 500k und Lipp pushte mit K7s aus dem Big Blind für seine letzten 15BB All In. Da Antonius am Final Table allgemein durch ein ultra aggressives Spiel auffiel und er in Position quasi jede Hand raiste, war der Push von Lipp absolut nachvollziehbar.
Beim Showdown war er anfangs zwar hinten, aber mit einem König auf dem Flop, sah es kurzzeitig nach einem Double Up für den Österreicher aus. Leider bastelte sich Antonius auf dem River die Straße, indem er mit der 10 seine Lochkarte traf. Für einen guten Platz 6 erhielt Matthias Lipp $200.000.

Als nächstes sollte es den Superstar Patrik Antonius treffen. Der Finne legte am Final Table eine absolute Achterbahn hin. Er startete als Chipleader (81BB), baute seinen Stack durch aggressives Spiel sukzessive aus, verlor dann zwischenzeitlich wieder einen Großteil seines Stacks, um sich kurze Zeit später den Chiplead wieder zurückzuholen.
Antonius verlor anschließend aber in kürzester Zeit ein 12 Millionen-Pot mit Fünfern gegen Könige und wenige Hände später erneut einen Monsterpot gegen Ottomar Ladva, welche auf dem River die Straße hittete. Das brachte – den sonst so ruhigen Finnen – kurzzeitig zur Weißglut und er knallte seine Faust vor Ärger einmal laut auf den Tisch.

Antonius wirkte anschließend ziemlich auf Tilt und pushte auf Ladvas Four-bet mit A5s All In. Ladva snapcallte mit Pocket Queens und da das Board keine Überraschungen parat hielt, musste Patrik Antonius seinen Stuhl auf Platz 5 für $270.000 räumen.

Bei noch vier verbliebenen Spielern dominierte der estnische Schach-Großmeister Ottomar Ladva das Geschehen und eliminierte der Reihe nach Kirill Shcherbakov ($355k) und Mikalai Vaskaboinikau ($490k) auf den Plätzen drei und vier.
Im Heads-Up kam es schließlich zum Duell zwischen dem Esten Ottomar Ladva und dem Australier Geoffrey Mooney. Der stark aufspielende Ladva ging als klarer Chipleader ins Rennen und es sollte keine 20 Minuten mehr dauern, bis er seinen Gegner ausschaltete. Für diese großartige Performance belohnte sich Ottomar Ladva am Ende mit $1.150.000, während Geoffrey Mooney als Runner Up exakt $717.000 kassierte.
Final Table Payouts:
| Rank | Player | Country | Prize |
|---|---|---|---|
| 1 | Ottomar Ladva | Estonia | $1,150,000 |
| 2 | Geoffrey Mooney | Australia | $717,000 |
| 3 | Mikalai Vaskaboinikau | Belarus | $490,000 |
| 4 | Kirill Shcherbakov | Russian Federation | $355,000 |
| 5 | Patrik Antonius | Finland | $270,000 |
| 6 | Matthias Lipp | Austria | $200,000 |
| 7 | Boris Kolev | Bulgaria | $160,000 |
| 8 | Daniil Kiselev | Russian Federation | $124,000 |
| 9 | Jessica Teusl | Austria | $100,000 |

