In einer neuen ARD-Dokumentation wird das Geschäft mit Spielautomaten und insbesondere der Aufstieg der Merkur-Group genauer unter die Lupe genommen. Unter dem Titel „Das Automatenimperium – NRW und das Glücksspiel“ wird unter anderem gezeigt, wie es Gründer Paul Gauselmann gelang, aus einem Ein-Mann-Unternehmen einen Weltkonzern mit über 15.000 Mitarbeitenden aufzubauen und die Marke Merkur zu einem milliardenschweren Glücksspielunternehmen zu formen.
Die Dokumentation zeigt zudem jahrzehntealte Interviewausschnitte mit Gauselmann, in denen er mit diversen fragwürdigen Aussagen für Aufsehen sorgt. So behauptet er etwa, dass z.B Spielsucht gar nicht existiere, sondern es lediglich eine Erfindung junger Psychologen sei. Seiner Ansicht nach gebe es keine Spielsucht, sondern höchstens einige „Vielspieler“.
Viele dieser Aussagen wirken aus heutiger Sicht – bei über 4 Millionen Spielsüchtigen alleine in Deutschland – natürlich geradezu absurd. Dennoch bleibt der Weg der Merkur-Group zweifellos eine außergewöhnliche Erfolgsgeschichte und die Dokumentation ist insgesamt absolut sehenswert.