WSOPE: Gilles Silbernagel triumphiert im Colossus – Der Quads-Albtraum des Shaun Deeb geht weiter

Beim Massenturnier, dem €565 Colossus (#3) der WSOP Europe im King’s Casino Prag, sollte es erneut ein äußerst bitterer Abend für den achtfachen WSOP-Champion Shaun Deeb werden. Nachdem er bereits vor knapp 72 Stunden beim €3.300 Mixed Omaha als Runner-up gegen Quads den Kürzeren gezogen hatte, setzte sich der Albtraum fort und auch im Colossus (Bracelet-Event) verlor Deeb die entscheidende letzte Hand….erneut gegen Quads.

Den Sieg sicherte sich der Franzose Gilles Silbernagel, der neben dem begehrten Bracelet auch ein Preisgeld in Höhe von €165.000 entgegennehmen durfte.

Grundsätzlich war es von Shaun Deeb natürlich eine überragende Leistung, sich innerhalb so kurzer Zeit bei einer WSOP gleich zweimal ins Heads-up zu spielen. Doch der amtierende WSOP Player of the Year ist halt extrem ehrgeizig und wollte verständlicherweise unbedingt ein weiteres Bracelet gewinnen.

Das Preisgeld war dabei eher zweitrangig und umso bitterer war es für ihn, gleich zweimal auf so unglückliche Weise gegen Quads zu verlieren.

Das Colossus-Event (#3) verzeichnete insgesamt 2.662 Entries und startete am gestrigen Freitag mit 258 Spielern in Tag 2. Shaun Deeb führte das Feld als Chipleader an und schaffte es schließlich auch bis an den Finaltisch.

Mit noch sechs verbleibenden Spielern ging es ins Finale und jeder hatte zu diesem Zeitpunkt bereits €32.000 sicher. Das schmeckt natürlich richtig, wenn man bedenkt, dass das Buy-in lediglich €565 betrug. Da Platz 1 mit satten €165.000, sowie dem Bracelet dotiert war, waren die Payjumps entsprechend enorm.

Ins Heads-up schafften es schließlich Silbernagel und Deeb. Doch wie bereits erwähnt sollte der US-Amerikaner wieder das Nachsehen haben. Nachdem er bereits gegen den Deutschen Frank Koopmann ein Bracelet verpasst hatte, musste er sich auch hier geschlagen geben und sich mit €110.000 für Platz 2 zufriedengeben.

Die Enttäuschung war ihm deutlich ins Gesicht geschrieben und nachdem er ein weiteres Mal gegen Quads bustete, verließ er ohne Handschlag fluchtartig den Turniersaal.

So bitter der Ausgang natürlich auch war, ein wenig mehr Größe hätten wir uns in dieser Situation dennoch gewünscht. Nichtsdestotrotz gilt die Anerkennung hier dem Sieger aus Frankreich, welcher ein herausragendes Turnier gespielt hat und sich das Bracelet im Endeffekt absolut verdient sichern konnte.

 
    Rerinko

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