Der polarisierende Pokerspieler Maurice Hawkins sorgt derzeit abseits der Tische für Schlagzeilen: In den vergangenen Tagen wurde bekannt, dass der Poker-Profi offiziell Insolvenz angemeldet hat. Angesichts seiner beeindruckenden Bilanz von 24 Titeln auf der WSOP Circuit-Tour, sowie Live-Winnings von über sieben Millionen Dollar, kam dieser Schrittg für viele Beobachter definitiv überraschend.
Hintergrund des Antrags sollen extrem hohe Schulden sein. Berichten zufolge schuldet Hawkins mehr als 20 Gläubigern Geld im hohen sechsstelligen Bereich. Die Entscheidung für die Insolvenz fiel nach einem Turnier in Tunica, bei dem ihm sein gewonnenes Preisgeld aufgrund einer Lohnpfändung nicht ausgezahlt wurde. Die Insolvenz erscheint damit als Versuch, die angespannte finanzielle Situation zu ordnen, bzw. aus der Nummer rauszukommen und die Gläubiger auf ihrem Geld sitzen zu lassen.
Die Meldung hat natürlich hohe Wellen geschlagen und zudem für reichlich Kritik gesorgt. Für weiteren Gesprächsstoff sorgt nun ein Interview beim PokerNews Podcast, in dem Hawkins seine Sicht der Dinge darlegte. Darin spricht er unter anderem über Streitigkeiten mit Randy Garcia, sowie über die aktuelle finanzielle Situation mit Denise Pratt und Cody Stanford.
Es ist ein teilweise sehr hitziges Interview, wo es zu diversen heiklen Diskussionen kommt. Hawkins weist unter anderem die Vorwürfe, er habe andere Spieler oder Geschäftspartner getäuscht, entschieden zurück und betont, kein „Scammer“ zu sein. Gleichzeitig argumentiert er, sich ungerecht behandelt zu fühlen und gezielt ins Visier genommen worden zu sein. Als Teil seiner Rechtfertigung verweist er auf seine familiäre Situation mit sechs Kindern und räumt ein, möglicherweise über seine Verhältnisse gelebt zu haben.
Aber ansonsten keine Spur von Reue und er wirkt schon extrem frech in einigen Passagen. Auch in den sozialen Medien fällt das Echo deutlich aus: Die Kommentarspalten sind von scharfen Reaktionen geprägt und Begriffe wie Clown, Soziopath oder Scammer sind da schon die harmlosesten.
Fest steht: Die Positionen und Aussagen von Maurice Hawkins bleiben fragwürdig und dürften seinem Ruf innerhalb der Poker-Community nachhaltig schaden.
